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CIMPL - Psychologie, Kommunikation und Führung - Militär trifft Zivil

CIMPL - Psychologie, Kommunikation und Führung - Militär trifft Zivil

CIMPL 23 Episoden Neueste vor 1 Woche
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Episoden

40 Minuten
Was tust du, wenn dir ein Mensch, für den du Verantwortung trägst, unsympathisch ist?

Antipathie im Führungsalltag ist nicht vermeidbar. Die Frage ist nur, ob man sie steuert oder ob sie einen steuert.

In Folge 22 sprechen Marius und Leon darüber, wie Führung fair bleibt, wenn persönliche Sympathien und Abneigungen unbemerkt in Entscheidungen, Beurteilungen und Kommunikation einsickern. Verantwortung meint dabei mehr als das Team im Unternehmen: auch Verein, Ehrenamt, Mannschaft und Truppe: überall dort, wo man für jemanden geradesteht, den man sich nicht ausgesucht hat.

Worüber wir sprechen:

der Unterschied zwischen leichter Unsympathie und echter Antipathie – und warum die Intensität das Verhalten verändert

die ehrliche Seite: unangenehme Aufgaben landen schnell bei den Unsympathischen – und das ist selten eine reine Sachentscheidung

der schwierigere Fall, den kaum jemand zugibt: wenn ein sympathischer Mensch sanktioniert werden müsste – und man ein Auge zudrückt

warum die gefährlichere Verzerrung nicht von denen ausgeht, die man nicht mag, sondern von denen, die einem guttun

Halo-Effekt, Attributionsfehler und der Similar-to-me-Effekt als typische Denkfehler bei Beurteilung und Führung

der Unterschied zwischen Alltag und echter Drucksituation, in der Impulskontrolle deutlich schwerer wird (Beispiel: Corona-Amtshilfe)

Der Takeaway:

Sympathie ist kein Führungsinstrument, kognitive Empathie schon. Man muss niemanden mögen, um ihn fair zu führen, aber man muss die eigenen Gefühle kennen, um sie nicht unbemerkt handeln zu lassen.

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1 Stunde 22 Minuten
Mit Menschlichkeit zur ,,ElitePerformance" – wie geht das?

In Folge 21, unserer ersten Gesprächsfolge, sprechen wir mit Malte Boven, ehemaliger U16-Cheftrainer im Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Greuther Fürth, Sportlehrer und Dozent, über Leistungsdruck und Menschlichkeit im Sport. Sein Leitmotiv: „Mit Menschlichkeit zur ElitePerformance."

Wir klären:

Was ist eigentlich ElitePerformance?

Wer macht eigentlich Druck? System, Verein, Medien, Eltern oder man sich selbst?

Warum es eine zentrale Führungsaufgabe ist, in jeder Situation zu unterscheiden: Spreche ich gerade die Rolle an oder den Menschen dahinter?

Am Beispiel von Jürgen Klopps Vorstellung als neuer Bundestrainer: Wie er sachliche Kritik an seiner Arbeit ausdrücklich akzeptierte, private Grenzen aber scharf zog und damit selbst als Vorbild für das setzte, was er später von seinem Team an Haltung erwarten wird.

Maltes eigene Reflexionsfrage, mit der er Menschen zu verstehen versucht: Wer braucht was, von wem, woraus und wie?

Was wir von Kindern und Jugendlichen lernen können: Räume für Leichtigkeit und für Fehler zuzulassen, ist kein Gegensatz zu Höchstleistung. Fehler können Helfer sein.

Am Ende steht eine klare Aussage: Räume für Leichtigkeit und Fehler schließen "ElitePerformance" nicht aus. Sie sind die Voraussetzung dafür.

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20 Minuten
Bist du derselbe Mensch, wenn niemand hinschaut?

Folge 20 ist ein Selbstversuch. Kein Modell, keine Studie im Vordergrund. Es geht nur um eine Frage, ehrlich und persönlich zwischen uns durchdiskutiert. Der Kern: Integrität ist nicht das, was du in Meetings, Beurteilungen oder vor der Truppe zeigst, sondern das, was übrig bleibt, wenn Publikum, Bewertung und Konsequenz wegfallen.

Worüber wir sprechen:

– Die Lücke zwischen öffentlichem und privatem Ich und warum genau diese Lücke über Führungsglaubwürdigkeit entscheidet.

– Warum „Charakter ist, was du tust, wenn niemand hinschaut" (John Wooden) als Führungsmaßstab zu kurz greift und Charakter sich oft dann zeigt, wenn alle hinschauen.

– Situative Ehrlichkeit: Wo passen wir uns an, wo verbiegen wir uns, und ab wann ist Anpassung keine Klugheit mehr, sondern Selbstverlust.

– Der militärische Prüfstein: Führung ohne Aufsicht, Entscheidungen ohne Zeugen, wenn nur das eigene Gewissen kontrolliert.

– Der zivile Alltag: Kleine Unehrlichkeiten, unerwähnte Fehler des Gegenübers, das ungestörte Bequeme.

Takeaway: Konsistenz zwischen dem sichtbaren und dem unbeobachteten Ich ist keine moralische Zierde, sondern die Grundlage, auf der andere dir folgen. Wer im Verborgenen ein anderer ist, führt auf Zeit.

Inspiration zur Leitfrage: John Wooden – „The true test of a man's character is what he does when no one is watching."

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50 Minuten
Braucht Führung Menschlichkeit – oder zählen am Ende nur Ergebnisse?

Folge 19 schließt sich dem Themenblock Menschlichkeit an und überträgt ihn auf Führung.

Ausgangspunkt: die Unterscheidung zwischen persönlicher, sozialer und methodischer Kompetenz und die Frage, ob fachliche Exzellenz allein für Führungsstärke reicht.

Wir sprechen über:

Transformationale Führung (Bass & Riggio) – vier Dimensionen, von Vorbildfunktion bis individueller Förderung. Kurzerklärung und Einordnung: https://www.haufe-akademie.de/blog/themen/general-management/transformationale-fuehrung/

Psychologische Sicherheit (Edmondson, 1999) – warum Teams nur dann offen Fehler ansprechen und Ideen einbringen, wenn sie sich sicher fühlen, und warum das nicht mit Vertrauen zwischen zwei Personen verwechselt werden darf.

Militärische Perspektive: Warum auch Systeme mit Befehl und Gehorsam auf psychologische Sicherheit angewiesen sind und wo Auftragstaktik genau das ermöglicht.

Takeaway: Führungsstärke braucht soziale Kompetenz nicht zusätzlich zur fachlichen – sie braucht sie, weil fachliche Exzellenz ohne psychologische Sicherheit im Team wirkungslos bleibt. Das gilt zivil wie militärisch, auch dort, wo Hierarchie die Struktur vorgibt.

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56 Minuten
Woran liegt es, dass wir eingreifen wollen und es trotzdem nicht tun? Wann verlässt uns der Mut?

In Folge 18 beginnen wir mit einem Alltagsbild: ein Hund im überhitzten Auto. Reagieren oder nicht?

Die Antwort ist rechtlich klarer als viele denken und psychologisch komplizierter. Denn sobald mehrere Menschen zuschauen, passiert etwas, das nichts mit fehlendem Mut zu tun hat.

Besprochen wird:

§34 StGB – Rechtfertigender Notstand: Wann das Einschlagen einer Scheibe zur Rettung eines Hundes gedeckt ist – und unter welchen Bedingungen.

§323c StGB – Unterlassene Hilfeleistung: Was das Gesetz fordert und warum die Zumutbarkeitsschwelle niedriger liegt als angenommen.

Bystander-Effekt (Darley & Latané): Verantwortung verteilt sich in der Gruppe – niemand handelt zuerst. Ein universeller sozialpsychologischer Befund.

Der Mythos „ich könnte verklagt werden": Wie eine Falschmeldung über eine Klage nach der Rettung eines Kindes diesen Irrglauben über Social Media verstärkt.

Wissen als Hebel: Wer weiß, wie adäquates Eingreifen aussieht, wartet seltener auf andere.

Das Problem ist kein Mangel an Mut. Es ist Verantwortungsdiffusion – Gruppen versagen kollektiv, obwohl jedes Mitglied individuell handlungsfähig wäre. Hebel: direkte Adressierung und Handlungskompetenz. Beides gilt auf der Straße – und im Team.

Quellen & Links:

§34 StGB

§323c StGB

Bystander-Effekt

Tag der Zivilcourage (19.09.)

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Über diesen Podcast

Hey, wir sind Marius und Léon. In CIMPL – Civil-Military Progress and Leadership sprechen wir über Psychologie, Kommunikation und echte Führungserfahrungen. Zwei Perspektiven, ein Ziel für Selbstführung und Führung anderer: Menschen verstehen, Entwicklung fördern und Klarheit schaffen. Kein Fachchinesisch – dafür echte Gespräche mit Haltung, Tiefgang und Humor.
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„CIMPL - Psychologie, Kommunikation und Führung - Militär trifft Zivil“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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