Sprechwissenschaft – Sprechen. Schafft. Wissen.

Sprechwissenschaft – Sprechen. Schafft. Wissen.

Episoden

SSW-003: "Laber nicht rum!" Einfach verständlich auf den Punkt sprechen.
20.02.2026
1 Minute
Warum verstehen wir manche Vorträge auf Anhieb, während wir bei anderen bereits nach zwei Sätzen abschalten? In der dritten Episode von „Sprechwissenschaft – Sprechen. Schafft. Wissen." dreht sich alles um die Frage, wie geschriebene Texte so gesprochen werden können, dass sie wirklich ankommen. Dr. Elisa Franz und Dr. Hans Nenoff begrüßen Dr. Heiner Apel. Er arbeitet am Lehrstuhl für Deutsche Sprache der Gegenwart an der RWTH Aachen und ist Experte für Hörverständlichkeit, Medienrhetorik und verständliches Sprechen. Wir sprechen darüber, was gesprochene Sprache von geschriebener unterscheidet und warum genau diese Unterscheidung der Schlüssel zu lebendigen Vorträgen, Podcasts und Reden ist. Wir fragen: Kann man „gutes Vorlesen" schon beim Schreiben mitdenken? Welche sprachlichen Merkmale machen einen Text hörverständlich – und was lässt einen Text langweilig klingen?  Welche Rolle spielen Betonung, Pausen und Melodie – und kann man sie schon im Text anlegen? Sollte man eher formuliert schreiben oder frei sprechen? Und natürlich räumen wir auch diesmal mit einem Mythos auf: Was stimmt wirklich über „verständliches Sprechen"? Ein Gespräch über lebendiges Sprechen und abwechslungsreiches Vorlesen und darüber, warum es gar nicht so einfach ist, „einfach mal auf den Punkt zu kommen“. Veröffentlichungen von Dr. Heiner Apel: Apel, Heiner (2018): „Nachrichten: hörbar informativ. Eine Untersuchung zur Text- und Hörverständlichkeit von Radionachrichten“. Berlin: Frank & Timme. (Schriften zur Sprechwissenschaft und Phonetik, Bd. 13). Apel, Heiner / Bose, Ines (2024): Geschlechterbewusste Sprache im Radio: Verwendungsformen, Rezeption, redaktionelle Erfahrungen. In: Meuleneers, Paul; Zacharski, Lisa; Ferstl, Evelyn; Nübling, Damaris; (Hgg.): Genderbezogene Personenreferenzen: Routinen und Innovationen. Linguistische Berichte – Sonderheft 36. Hamburg: Buske, S. 197-212. Apel, Heiner / Schwenke, Anna (2021): Sprach- und Sprechstil von Radionachrichten als advance organizer. In: Bose, Ines; Finke, Clara Luise; Schwenke, Anna (Hgg.): Medien - Sprechen - Klang. Empirische Forschungen zum medienvermittelten Sprechen. Berlin: Frank & Timme, S. 145-165. (Schriften zur Sprechwissenschaft und Phonetik, Bd. 27) Apel, Heiner / Bose, Ines / Grawunder, Sven / Schwenke, Anna (2020): „Der "Kaiser" in einer Autobahnbaustelle - Prosodische Markierung von modalisierenden Anführungszeichen in Radionachrichten“. In: Imo, Wolfgang; Lanwer, Jens Philipp (Hgg.): Prosodie und Konstruktionsgrammatik. Berlin, Boston: de Gruyter, S. 111-134 (Reihe: Empirische Linguistik, Bd. 12). Apel, Heiner / Rieder, Bernadette / Schwarze, Cordula (2018): „Die hier angedeuteten roten Markierungen zeigen das Verbreitungsgebiet der Raeter an. Es erstreckte sich über fast ganz Nordtirol, einen Teil des Unterengadins…“ Text – Bild – Stimme: Multimodalität von Wissenskommunikation im Museum. In: Blasch, Lisa; Pfurtscheller, Daniel; Schröder, Thomas (Hgg.): Schneller, bunter, leichter: Kommunikationsstile im medialen Wandel. Innsbruck: iup, S. 331-364. (Germanistische Reihe, Bd. 88). — Hosts: Dr. Elisa Franz, Dr. Hans Nenoff Technik & Produktion: Philipp Artmann Verantwortlich: Deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS)
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SSW-002: Siehst du etwas, das ich nicht weiß?
23.09.2025
29 Minuten
Wie spricht eigentlich unser Körper? Was verrät er, ohne dass wir es merken? In der zweiten Episode von „Sprechwissenschaft – Sprechen. Schafft. Wissen.“ widmen wir uns dem Thema Körpersprache und Körperausdruck. Dr. Elisa Franz und Dr. Hans Nenoff begrüßen Prof. Dr. Christa M. Heilmann, ehemalige Leiterin der Abteilung Sprechwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und ausgewiesene Expertin für nonverbale Kommunikation, Körpersprache und Körperausdruck. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Gestik, Mimik und Körperhaltung wirken und wie sich das, was oft intuitiv wirkt, wissenschaftlich erfassen lässt. Wir fragen: Gibt es einen Unterschied zwischen Körpersprache und Körperausdruck – und warum ist er relevant? Was mache ich eigentlich mit meinen Händen beim Vortrag? Welche Rolle spielt der kulturelle Hintergrund bei der Interpretation von Körpersprache? Kann ich meinen Körperausdruck gezielt einsetzen, um mehr Respekt zu erhalten? Und wir räumen mit Mythen auf: Bedeutet verschränkte Arme wirklich immer Ablehnung? Und was steckt tatsächlich hinter der vielzitierten 7-38-55-Regel nach Albert Mehrabian?“ Ein Gespräch über Hände, Haltungen und Missverständnisse – und darüber, wie der Körper spricht, selbst wenn wir es gar nicht bemerken. Veröffentlichungen von Prof. Dr. Heilmann: Heilmann, C. M. (2011). Körpersprache richtig verstehen und einsetzen. Ernst Reinhardt Verlag. https://www.uni-marburg.de/de/fb09/igs/arbeitsgruppen/sprechwissenschaft/forschung-der-ag-sprechwissenschaft/christa-heilmann https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=123077826 Literaturhinweise: Mehrabian, A. (1981). Silent Messages: Implicit Communication of Emotions and Attitudes. Mehrabian, A., & Ferris, S. R. (1967). Inference of attitudes from nonverbal communication in two channels. Journal of consulting psychology, 31(3), 248. Mehrabian, A., & Wiener, M. (1967). Decoding of inconsistent communications. Journal of personality and social psychology, 6(1), 109. -- Hosts: Dr. Elisa Franz, Dr. Hans Nenoff Technik & Produktion: Philipp Artmann Verantwortlich: Deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS)
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SSW-001: „Frauen sprechen anders – Männer auch!“
14.08.2025
27 Minuten
Was genau hat unser Geschlecht mit unserer Stimme zu tun? In der ersten Episode von „Sprechwissenschaft – Sprechen. Schafft. Wissen.“, gehen wir dieser Frage auf den Grund. Dr. Elisa Franz und Dr. Hans Nenoff begrüßen Prof. Dr. Melanie Weirich, Sprechwissenschaftlerin und Phonetikerin an der Universität Jena. Gemeinsam sprechen wir über geschlechtstypisches Sprechverhalten, hormonelle Einflüsse, gesellschaftliche Zuschreibungen – und darüber, warum Mütter manchmal anders mit Kindern sprechen als Väter. Wir fragen: Wie stark prägt das soziale Umfeld unsere Stimme? Gibt es objektive Kriterien für „Nuscheln“? Und was hat Elternzeit mit der Stimme zu tun? Ein Gespräch darüber, was Stimme über Geschlecht (nicht) verrät. Alle angesprochenen Studien und weitere Informationen zur Arbeit von Prof. Dr. Weirich an der Universität Jena sind hier aufgelistet: https://www.gw.uni-jena.de/2090/sprechwissenschaft-phonetik-forschung-und-projekte Hosts: Dr. Elisa Franz, Dr. Hans Nenoff Technik & Produktion: Philipp Artmann Verantwortlich: Deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS)
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Über diesen Podcast

Neugier trifft Fachwissen: Expert:innen aus der Sprechwissenschaft sowie angrenzender Disziplinen wie Psychologie, Phonetik, Soziologie, Forensik und Medizin geben spannende Einblicke in die Themen Stimme, Sprache und Kommunikation. Kompakt, fundiert und immer mit Blick über den Tellerrand.

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