Episoden

Innovation in der Brustkrebsversorgung: so funktionieren PROMs in der Praxis
22.01.2026
30 Minuten
PROMs (Patient Reported Outcome Measures) helfen, die Versorgung von Frauen mit Brustkrebs aus Patientinnensicht messbar zu verbessern. In dieser Folge spricht Sebastian Balzer mit der Gewinnerin des Eugen Münch-Preises, Professorin Maria Margarethe Karsten, darüber, wie PROMs im Alltag funktionieren, welche Effekte sie in der Behandlung sichtbar machen – und warum die größte Hürde oft nicht technisch, sondern kulturell ist. Wir klären: Was PROMs sind – und was sie in der Brustkrebsversorgung konkret bringen Welche Daten wirklich hilfreich sind (und welche nicht) Warum Überzeugungsarbeit im Team der entscheidende Faktor ist Was es braucht, damit PROMs nachhaltig etabliert werden
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Eugen Münch-Preis 2025: Mit Licht gegen Katheterinfektionen
09.12.2025
29 Minuten
Selbstdesinfizierene Katheter zur Prävention von Infektionen im Krankenhaus: für diese Erfindung wurden Martin Duffner und das Gründungsteam von Puray gerade mit dem Eugen Münch-Preis als bestes Start-up im Gesundheitswesen ausgezeichnet. Dabei wird Licht mit einer bestimmten Wellenlänge eingesetzt, um Erreger direkt abzutöten. Darüber, wie das funktioniert, wie die Idee entstand und vieles mehr sprachen Martin Duffner und Sebastian Balzter beim BrainSnack.
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Mit innovativen Arbeitsanreizen gegen den Fachkräftemangel
09.12.2025
27 Minuten
Zwar hat die Zahl der Pflegekräfte in den Krankenhäusern in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dennoch werden in Zukunft noch mehr benötigt – auch und besonders in der Langzeitpflege. Da die nachkommenden Jahrgänge nur schwach besetzt sind, ist unklar, woher das nötige Personal in naher Zukunft kommen soll. Auffällig ist, dass immer mehr Menschen in Teilzeit arbeiten, sowohl im Pflegedienst als auch im ärztlichen Dienst – aber auch in anderen Branchen und Berufsgruppen. Dabei sind in Teilzeit Tätige voll ausgebildet und könnten sofort in größerem Umfang eingesetzt werden und einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des absehbaren Fachkräftemangels beitragen. Boris Augurzky und Eugen Münch haben einen Ansatz entwickelt, bei dem mit Prämienmodellen ein Anreiz geschaffen wird, Mehrarbeit zu leisten, ohne dass die Arbeitszeit dauerhaft erhöht werden muss und das zusätzliche Einkommen der Steuer- und Abgabenlast zum Opfer fällt.
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Elektronische Patientenakte: Im Vergleich von 26 europäischen Ländern landet Deutschland auf Platz 19
13.10.2025
36 Minuten
Zum dritten Mal hat die Rhön Stiftung eine Scorecard beauftragt, um zu sehen, wie es um die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) im europäischen Vergleich steht. Fazit: Während die ePa in Deutschland bei den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sehr gut aufgestellt ist, mangelt es im Bereich Inhalt und Funktion – Deutschland landet damit im Vergleich von 26 Ländern lediglich auf Platz 19. „Wenn wir uns die hohen Pro-Kopf-Ausgaben im deutschen Gesundheitssystem anschauen, müsste bei der ePA deutlich mehr herauskommen als lediglich Mittelmaß“, so Professor Volker Amelung, der die von der inav GmbH durchgeführte Studie geleitet hat. Die Einführung von Innovationen gehe grundsätzlich mit einer kurzfristigen Ineffizienz einher, so Amelung weiter. Eingespielte Abläufe müssten neu organisiert werden, was gerade in den überlasteten Arztpraxen ein Problem im Alltag darstelle. Er empfiehlt deshalb, gezielte Anreize zu schaffen und dafür zu sorgen, dass die ePA auch für die Ärztinnen und Ärzte einen spürbaren Nutzen bietet. Ein weiterer Bremsfaktor sei die deutsche Perfektionsmentalität. International hat sich vielerorts die sogenannte 80:20-Regel bewährt: Man führt Systeme für 80 Prozent der Fälle ein – und verbessert sie schrittweise. In Deutschland heißt es hingegen oft: „Ja, aber…“. Wenn etwas in einem Teilbereich nicht funktioniert, gilt das als Grund, es insgesamt zu verschieben. Zudem wäre es von Vorteil, die ePA mit anderen Nutzungsvorteilen zu verbinden. In anderen Bereichen sind gebündelte digitale Services bereits breit etabliert, beispielsweise beim Banking. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens in eine digitale Gesamtstrategie einzubinden, könnte dem Thema insgesamt mehr Schubkraft verleihen. Dennoch sieht Amelung Deutschland bei der Implementierung der ePa auf einem guten Weg: „Die Weichen wurden richtig gestellt. Wir sind nicht schlechter als andere – nur langsamer.“
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Primärarztsystem: Ein Beitrag zur Verbesserung der Versorgung?
19.09.2025
30 Minuten
Ganz Deutschland diskutiert über das Primärarztsystem: Patienten gehen erst zu einem Hausarzt, der dann entscheidet, ob und welcher Facharzt hingezogen werden muss. Das Ziel wäre es, durch diese Steuerung viele unnötige Facharztbesuche zu vermeiden. Damit wären für die Patienten mit Bedarf dort dann schneller Termine vorhanden. Doch bereits jetzt sind in Deutschland rund 5.000 Hausarztstellen unbesetzt und insbesondere in ländlichen Regionen haben Patienten Probleme, einen Hausarzt zu finden. Können die vorhandenen Hausärzte also die zusätzlichen Patienten überhaupt schultern? Und wird damit die freie Arztwahl konterkariert? Professor Andreas Beivers hält das Primärarztsystem für grundsätzlich gut und richtig. Doch alleine auf den Hausarzt zu setzen, reicht in seinen Augen nicht. Das Thema ist vielschichtig und es braucht einen holistischen Ansatz. Dieser, so ist er überzeugt, muss in dieser Legislaturperiode gefunden werden: „Sicherung der Gesundheitsversorgung ist auch Sicherung der Demokratie und wider Populismus. Deshalb sind alle politischen Akteure gefragt, das hinzubekommen.“
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Über diesen Podcast

BrainSnack – der Podcast der Rhön Stiftung für alle, die das Gesundheitssystem besser verstehen wollen. In kurzen Wissens-Snacks erklären Expertinnen und Experten aktuelle Entwicklungen, digitale Innovationen und politische Entscheidungen – klar und verständlich.

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