Podcaster
Episoden
25.02.2026
50 Minuten
Von Reality-TV, das Frauen zu Objekten macht, bis zu Gisèle
Pelicot, die sich weigert, die Scham zu tragen, die nicht ihre
ist – in dieser Folge nimmt sich Kerstin den grössten
popkulturellen Debatten der letzten Tage an. Und stellt dabei
eine unbequeme Frage: Warum reproduzieren Frauen, die es an die
Spitze geschafft haben, oft genau die Standards, die sie selbst
brechen wollten?
Kerstin beginnt mit «Wuthering Heights» und erklärt, warum es
problematisch ist, wenn das Publikum nicht Heathcliff aus Emily
Brontës Klassiker sehen will, sondern nur Jacob «El Horny»
Elordi.
Ausserdem: Die neue Netflix-Dokumentation zu «America's Next Top
Model» zeigt schonungslos, wie Tyra Banks, die sich selbst durch
ein sexistisches System kämpfen musste, später genau diese
Strukturen reproduzierte. Kerstin fragt sich mehrmals: Wie zur
Hölle konnten diese Szenen damals ausgestrahlt werden? Und was
ist eigentlich mit Heidi Klum und GNTM?
Und Kerstin spricht über Gisèle Pelicots neues Buch. Viele in
ihrem Umfeld haben sie gefragt: Schafft man es überhaupt, dieses
Buch zu lesen? Kerstins Antwort hört ihr in der aktuellen Folge
von HASSE MIT LIEBE.
Was denkt ihr? Kommentiert unter diese Folge oder schreibt ein
Mail an hallo@hassemitliebe.ch
TIPP der Woche: «Love Story» auf Disney Plus –
die Serie über Caroline Bessette und John F. Kennedy Jr. mit
90s-Looks, die süchtig machen.
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11.02.2026
1 Stunde 3 Minuten
In dieser Valentinstagsfolge spricht Kerstin über Bad Bunny's
kraftvolle Superbowl Halftime Show, die zum Statement gegen
Trumps Politik wurde. "The only thing more powerful than hate is
love" war die Botschaft des puerto-ricanischen Stars, der bewusst
auf US-Konzerte verzichtet, um sein Publikum vor ICE-Razzien zu
schützen. Trump bezeichnete die Performance als "absolutely
terrible" und nannte die Tanzeinlagen "disgusting, especially for
young children". Kerstin kontert mit einem Faktencheck: Über 41
Millionen Menschen sprechen in den USA Spanisch, fast 20% der
Bevölkerung sind hispanisch.
Ausserdem berichtet Kerstin über die dramatischen Entlassungen
bei der Washington Post, wo Jeff Bezos ein Drittel der
Belegschaft abgebaut hat, darunter über 300 Journalistinnen und
Journalisten. Die Nähe zwischen Bezos und Trump zeigt sich nicht
zuletzt in der millionenschweren Melania-Biografie für Amazon
Prime.
Im Hauptteil begrüsst Kerstin die Journalistin und angehende
Stylistin Sonya Jamil im Studio. Sonya, die mit Cerebralparese
lebt, spricht offen über ihre Erfahrungen beim Dating. Sie
erzählt, warum sie das Thema mittlerweile gar nicht mehr so
lustig findet, wie ihre Behinderung die Partnersuche beeinflusst
und was Apps wie Tinder für Menschen mit sichtbaren
Einschränkungen bedeuten. Die beiden sprechen über
Berührungsängste, Oberflächlichkeit in der Dating-Welt und den
Druck zur Selbstoptimierung. Sonya erklärt, warum sie ihre
Behinderung erst vor dem ersten Treffen erwähnt und welche
Reaktionen sie dabei erlebt hat.
Tipps:
Serie «Tell Me Lies»
https://www.youtube.com/watch?v=caxBKilXoRg
Serie «Special»
https://www.youtube.com/watch?v=b8S9Gxrp-uI
***
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28.01.2026
52 Minuten
Diese Woche wusste Kerstin nicht, ob sie über schöne Menschen in
schönen Kleidern oder über Faschismus sprechen soll. Also spricht
sie über beides.
Diese Woche startet die neue Staffel von Bridgerton und Kerstin
freut sich auf den üppigen Pomp in der Serie von Shonda Rhimes.
Gleichzeitig erreichen sie Bilder aus Minneapolis – ICE-Razzien,
Menschen, die erschossen werden, Kinder, die als Lockmittel
benutzt werden. Ihr Bekannter aus Minneapolis schreibt ihr:
«Bitte teile weiterhin Bilder und Artikel. Wir alle müssen
darüber reden.»
Kerstin spricht über das, was gerade in den USA passiert und
warum der Journalist Jonathan Rauch sagt, wir können es jetzt
beim Namen nennen: Faschismus. Und sie fragt sich: Darf ich in
dieser Welt noch Eskapismus? Wann wird Flucht zur Verdrängung –
und wann ist sie überlebenswichtig? Es geht um die Balance
zwischen Hinschauen und Selbstschutz. Und um die Erkenntnis, dass
es vielleicht kein Entweder-Oder gibt.
Ausserdem: Das Beckham-Drama, Heated Rivalry und die echte Lady
Whistledown – Eliza Haywood und ihr subversiver Papagei aus dem
18. Jahrhundert.
Tipps:
«Am I okay?» und «His & Hers» auf Netflix
Hier der Artikel von Jonathan Rauch:
https://www.theatlantic.com/ideas/2026/01/america-fascism-trump-maga-ice/685751/
Wie hat euch die Folge gefallen? Und was denkt ihr über die
TGV-Zug-Debatte? Stimmt bei Spotify ab oder schreibt Kerstin eine
Mail an hallo@hassemitliebe.ch
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14.01.2026
47 Minuten
Wir leben im Zeitalter der Information – und trotzdem kann man
das Gefühl haben, dass wir noch nie so wenig verstanden haben.
Die ersten Tage von 2026 haben das besonders deutlich gemacht.
Crans Montana brennt, und plötzlich wissen alle, wie man sich im
Brandfall verhält. Die Videos von Renee Good aus Minnesota gehen
um die Welt, und sofort haben alle die Wahrheit gepachtet.
In dieser Folge spricht Kerstin Hasse darüber, wann wir
eigentlich verlernt haben zu sagen: «Ich weiss es nicht.» Und sie
redet über die Empörungsökonomie, die Geschwindigkeit über
Genauigkeit stellt. Über epistemische Demut – ein sperriges Wort
für ein simples Konzept: die Demut, zuzugeben, dass wir nicht
alles wissen können. Und sie reflektiert über ihre eigene
Zerrissenheit zwischen journalistischer Sorgfalt und dem Druck,
als Content Creatorin relevant zu bleiben.
Ausserdem: Love is Blind Germany (mit vielen performative male
vibes!), neue Serientipps für euch und besorgniserregende
Deepfakes.
Tipp: Das Buch «Botanik des Wahnsinns» von Leon Engler
Wie hat euch diese Folge gefallen? Schreibt Kerstin eine Mail an
hallo@hassemitliebe.ch
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21.12.2025
49 Minuten
Die letzte Folge des Jahres. Kerstin Hasse hasst Silvester, aber
ausweichen kann man dem Wechsel der Jahre nicht. Deshalb denkt
sie darüber nach. Über ein Jahr, das manchmal wild war, manchmal
wunderschön und manchmal unerträglich. Ein Jahr wie ein funky,
überraschend guter Orange-Wein.
2025 war das Jahr, in dem Katy Perry ins All flog und Menschen
für Labubus Schlange standen. Das Jahr, in dem Elon Musk den
Hitlergruss machte und Hollywood brannte. Das Jahr von
performative Male, Louvre-Diamanten, von gefühlt 500 Millionen
Wicked-Interviews und Sydney Sweeneys Blue Jeans.
In dieser Folge schaut Kerstin aber nicht nur zurück, sie teilt
auch fünf Lektionen, die sie ins neue Jahr mitnehmen will. Sie
spricht darüber, warum sie aufhören will, sich für ihre Arbeit zu
rechtfertigen und darüber, dass Communities das Wertvollste sind,
was wir als Gesellschaft haben. Sie erzählt, warum sie 2026
lernen will, kleine Erfolge zu feiern statt ständig schon beim
nächsten Projekt zu sein. Warum wir wachsam bleiben müssen, wenn
sich konservative Werte elegant einschleichen und Dinge beim
Namen nennen sollten – ohne Relativierung. Und warum sie sich
mehr Liebe wünscht für die Welt.
Eine ehrliche Folge zwischen Popkultur-Absurditäten und
politischen Abgründen. Und eine Einladung, euch selbst zu fragen:
Was wollt ihr im Jahr 2025 lassen – und was nehmt ihr mit?
Ihr wollt Kerstins Tipps für die Zeit zwischen den Jahren? Ihr
könnt ihren Newsletter auf hassemitliebe.com abonnieren.
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Über diesen Podcast
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