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52 Minuten
Brennende Barrikaden in Paris, Wasserwerfer an der Zürcher Langstrasse, Plünderungen in Frankfurt: Die Bilder der Proteste und Krawalle der letzten Wochen haben ganz Europa aufgewühlt. Doch während fast nur über die Gewalt gesprochen wird, gehen Hunderttausende junge Menschen friedlich für bessere Schulen und ein bezahlbares Leben auf die Strasse. Kerstin Hasse fragt deshalb: Schauen wir eigentlich richtig hin, oder übersehen wir etwas Entscheidendes?

Zu Gast ist Danielle Basler, Journalistin, Politikwissenschaftlerin, Produzentin von «Hasse mit Liebe» und Teil genau jener Generation, über die gerade alle reden. Gemeinsam gehen die beiden der Frage nach, woher unsere Empörung kommt und wem sie dient. Sie schauen auf die Szenen aus Paris, wo die «Casseurs» schon vor dem Protestmarsch bereitstanden, und darauf, warum Gewalt immer die stärkeren Bilder liefert als friedlicher Protest.

Ausserdem: Vorwürfe gegen Trump aus der Schweiz, empörte Schlagzeilen zu Anna Rosenwasser und eine Antwort darauf, warum gerade alle über den Film «You Can See Everything» reden.

Tipps:

«LOL 2.0» von Kerstin

Bibi Blocksberg auf Instagram folgen von Dani

Links:

Interview mit Béatrice Keul:

https://www.annabelle.ch/leben/beatrice-keul-wirft-trump-vergewaltigung-vor-die-drohungen-sind-massiv-geworden/

Artikel von Oliver Meiler über die «Casseurs»

https://www.tagesanzeiger.ch/frankreich-wer-sind-die-chaoten-vom-17-oktober-773122290380

Anja Glovers Podcast «Home» über strukturelle Gewalt:

https://open.spotify.com/episode/0rDTBXmosFEPASTIoKJshP

Theorie Protest Paradigm von Douglas McLeod

https://scholarship.law.missouri.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1529&context=jdr
44 Minuten
Hattet ihr schon mal eine Freundschaftstrennung? Und wie zeigt ihr euren Freundinnen eigentlich, dass ihr sie liebt? «Girls» kommt zurück, zehn Jahre nach dem Finale, und Kerstin Hasse nimmt das zum Anlass, über die Beziehungen zu sprechen, die uns wirklich tragen.

Sie erzählt, warum sie in ihren Zwanzigern Freundschaften unbewusst hinter Partner und Familie gestellt hat und was ein ruhiges, aber schmerzhaftes Gespräch auf ihrem Balkon daran geändert hat. Sie spricht offen über eine Freundschaft, die sie fast verloren hätte, und über eine, die tatsächlich zerbrochen ist, ohne dass sie damals überhaupt Worte dafür hatte. Und sie fragt, ob ihre Generation die Sicherheit, die früher dem Partner zugeschrieben wurde, heute bei ihren Freundinnen findet.

Ausserdem in «Hasse dies und liebe das»: Warum Céline Amaudruz gefragt wird, ob sie mit kleinen Kindern in den Bundesrat kann, was Jacinda Ardern dazu zu sagen hätte. Ausserdem das absurdeste Drama der Woche: Kelly Clarkson hat beed mit einem Zauberladen in Brooklyn - wegen eines mechanischen Singvogels.

Tipp: Rabbit Hole – der neue Podcast von Kerstin Hasse und Andrea Jansen über Frauenstereotypen. Überall dort, wo es Podcasts gibt.

https://pod.link/aHR0cHM6Ly9hbmNob3IuZm0vcy8xMTg0ZTk5ZjQvcG9kY2FzdC9yc3M?view=apps&sort=popularity

Quellen:

Jacinda Ardern 2018 bei der UN-Generalversammlung mit Baby: https://www.youtube.com/watch?v=Pxp3tujHoUs

Ankündigung für das Girls-Comeback:

https://www.youtube.com/watch?v=tfJiGcTK094
1 Stunde 18 Minuten
Was magst du eigentlich an dir? Diese Frage hat Kerstin Hasse an einem Abend im Kaufleuten Zürich allen gestellt: Passant:innen auf der Strasse, einem Gast im Publikum und schliesslich Jennifer Bosshard. Die beiden kennen sich seit über zehn Jahren, seit Jenny als Praktikantin und Kerstin als Volontärin bei der «annabelle» angefangen haben. 

Im Gespräch erzählt Jennifer Bosshard, wie sie mit Mitte zwanzig plötzlich Moderatorin von «Glanz & Gloria» war und was es bedeutet, wenn das halbe Land glaubt, ein bisschen über einen bestimmen zu dürfen. Sie spricht über Schubladen, über Türen, die sich durch das eigene Aussehen öffnen und andere, die verschlossen bleiben. 

Davor geht es bei «Hasse dies und liebe das» um eine 22-jährige Studentin, die mit ihrer Recherche eine Elite-Uni zum Hinschauen zwingt, um eine Studie, die zeigt, warum die grossen Filme immer noch von Männern gemacht werden, und um die Frage, ob Taylor Swift den Liebeskummer braucht (oder ob sie einfach weniger cringe sein sollte in ihren Lovesongs). 

Eine Live-Folge über Fremdbilder, Selbstbilder und die Frage, wer eigentlich entscheiden darf, wer wir sind.

TIPPS: 

Jennifer Bossard tippt die Serie «Shrinking» 

Kerstin tippt Elin, die Schweizer Sängerin, die im Kaufleuten das Publikum mit ihrem Song «Bereue wird ichs nie» live überraschte. Alle Infos zu Elins EP und ihrer Tour findet ihr auf www.elinmusik.ch
39 Minuten
Kerstin hat genug von Weltuntergangs-Schlagzeilen, die KI wie einen mysteriösen Akteur mit eigenem Willen behandeln – als könnte eine Maschine einfach «beschliessen», die Menschheit auszulöschen. In dieser Folge stellt sie die unbequemere Frage: Wer baut diese Systeme eigentlich, wer testet sie, wer genehmigt sie, wer setzt sie ein – und wer verdient daran? Wirft man einen Blick auf die Menschen, die gerade tatsächlich über die Zukunft der KI entscheiden, ist die Antwort ziemlich eindeutig männlich. Sam Altman, Elon Musk, Dario Amodei – die grossen Bühnen gehören fast durchgehend denselben Tech-Bros. Kerstin ordnet ein, warum diese Schieflage kein Zufall ist, und stellt euch weibliche Stimmen aus der KI-Welt vor, denen es sich lohnt, zuzuhören. Wie zum Beispiel Timnit Gebru.

Ausserdem: Nein, wir müssen uns nicht über Sydney Sweeney echauffieren, stattdessen lieber in den Fokus rücken, dass es im Schweizer Parlament so viele Frauen hatte wie noch nie.

Tipp:

Empire of AI – Karen Hao

Quellen:

Essay von Dario Amodei:

https://darioamodei.com/post/we-must-pace-the-frontier

Spiegel KI-Titelstory:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/kuenstliche-intelligenz-ki-bosse-fordern-regeln-trump-und-xi-haben-eigene-ziele-a-d2031049-ab89-45ee-beef-56a2f8ab5919

Timnit Gebru über AI:

https://www.wired.com/story/one-of-ais-fiercest-critics-says-all-the-doom-talk-is-meant-to-distract-us/
1 Stunde 1 Minute
Kerstin ist ready für die Kathleen-Kelly-Season – für kuschlige Herbstmode, für Duftkerzen und Popkultur-Klassiker. Damit ist sie nicht alleine: Die Werke von Jane Austen boomen - gleich mehrere neue Adaptionen erscheinen in den nächsten Wochen. Um diesen Trend zu analysieren hat sie Kerstin die richtige Gesprächspartnerin ins Studio geholt: Annik Hosmann, Journalistin, Podcasterin und Bücher-Enthusiastin.

Sie sprechen darüber, warum Jane Austen 2026 gefühlt überall ist, was BookTok damit zu tun hat, und weshalb uns Regency-Romantik faziniert. Und dann landet die Folge dort, wo sie hingehört: bei Frauen, die unter Pseudonymen schreiben mussten, weil man sie sonst nicht ernst nahm. Und bei der Frage, was sich seit damals wirklich verändert hat.

Ausserdem: Was wir von Gloria Steinem lernen können, warum das Ja zur Fristenlösung im Lichtenstein eben nicht ganz so einfach zu feiern ist und warum Miley jetzt einfach nur Miley heisst.

Diese Folge wird präsentiert von Collectif Mon Amour. Entdeckt jetzt - wie Kerstin – die neue Cashmere Kollektion auf https://collectifmonamour.com/

Tipps:

Annik empfiehlt "The Penelopiad" / "Penelope und die zwölf Mägde"

Kerstin empfiehlt "Famous Last Words" auf Netflix mit Gloria Steinem

Ausserdem: Kerstin und Annik hosten zusammen das Cinema Ciao im KinoKoni Zürich – und die nächste Ausgabe am 28.Oktober widmet sich «Sense and Sensibility». Kommt vorbei!
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„Hasse mit Liebe“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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