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PANGEO 21: Rechtsextremismusforschung
29.06.2026
48 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit dem PolitikwissenschaftlerRolf Frankenberger über die räumlichen, medialen und gesellschaftlichen Dimensionen der extremen Rechten. Wir diskutieren, wie Begriffe wie Heimat, Landschaft und Zugehörigkeit politisch aufgeladen werden, warum einfache Gegensätze wie Ost/West oder Stadt/Land oft zu kurz greifen und welche Rolle Medien bei der Verbreitung rechter Deutungen spielen. Im Zentrum steht die Frage, wie demokratische Gesellschaften auf Ausgrenzung reagieren können und ob eine Erweiterung des „Wir“ durch Sprache, Anerkennung und Solidarität ein möglicher Gegenentwurf zu rechtsextremen Weltbildern sein kann.





Rolf Frankenberger, Léonie de Jonge (2026): Die extremeRechte zwischen Heterogenität und Hybridität. Herausforderungen für die Forschung. In: Schilk, F./Probst, H.-U./Müller-Huschke, V./  Ostern, A.R./Hüfner, K. (Hrsg.): Hybrider Rechtsextremismus. Hegemonie und Eskapismus in (extrem) rechten Netzwerken, Kulturen und Narrativen. Bielefeld: transcript Verlag, S.53-72.  (Open Source: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8394-4701-7)


 


Rolf Frankenberger, Tim Fröhlich und Bjarne Pfau (2025):Stadt in der Wüste? Räumliche Muster extrem rechter Wahlergebnisse in Deutschland. In: Böick, Marcus, Goschler, Constantin und Jessen, Ralph (Hrsg.): Jahrbuch Deutsche Einheit 2025. Berlin: Ch. Links, S. 65-84


 


Rolf Frankenberger, Lena Hinz, Olaf Kühne, Bjarne Pfau undEmilia Schmid (2024): Raumkonstruktionen extrem rechter Parteien in Deutschland. Eine explorative Studie. Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-45408-1


 


Rolf Frankenberger, Reiner Baur, Markus Rieger-Ladich, JosefSchmid, Barbara Stauber, Ansgar Thiel und Tanja Thomas (2023): Researching far right extremism — a transdisciplinary, lifeworld, and political culture perspective. Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft. https://doi.org/10.1007/s12286-023-00580-w⁠
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PANGEO 20: Mediengeographie - Wie Medien Räume machen
22.06.2026
57 Minuten
Heute zu Gast:


Dr. Elisabeth Sommerlad (https://www.humangeographie.uni-mainz.de/elisabeth-sommerlad/)





weitere Literatur zum Thema:


Sommerlad, E. (2026, im Erscheinen):Filmgeographie. In: Thielmann, T. & M. Kanderske (Hrsg.): Handbuch Mediengeographie. Baden-Baden.Nomos.





Hummel, P., E. Sommerlad & V. Cummings (2026): Doing ReelGeographies: Situating Responsibilities and the (In)Visibility of Migration through Short Vertical Films. In: Annals of the American Association of Geographers. https://doi.org/10.1080/24694452.2026.2623951⁠





Sommerlad, E. & P. Hummel (2025): Mitbewegten Bildern forschen: Perspektiven auf eine angewandte Filmgeographie. In: Bauer, L., K. Beurskens, J. Dobrusskin, N. Küttel, J. Miggelbrink, A.-L- Müller& E. Nöthen (Hrsg.): Visualisierung Qualitativer Geographien: Ein Handbuch. Münster: Westfälisches Dampfboot:123-131.


 


Sommerlad, E. & A. Jansson (2025): From representation to entanglement: 40 years of media geography. Scottish Geographical Journal 141 (3-4): 526–532. https://doi.org/10.1080/14702541.2025.2544917⁠


weitere Filme zu Mauritius: Pie Dan Lo / Black Tide | Produktionsjahr: 2024Regie: Kim Yip TongSynopsis: Der kurze, animierte Dokumentarfilm erinnert an die Havarie der MV Wakashio vor der Ostküste von Mauritius im Juli 2020 und die folgende Ölkatastrophe. Der Film erzählt von ökologischem Trauma, lokaler Betroffenheit und der Solidarität der Bevölkerung im Kampf gegen die Folgen derKatastrophe. (Pie Dan Lo (Kurzfilm 2024) - IMDb)


Biye Retour | Produktionsjahr: 2022 Regie: Vivek Beergunnot Synopsis: Nach fünfzehn Jahren im Ausland kehrt Raj in sein Heimatdorf auf Mauritius zurück, um sich um seinen alternden Vater zu kümmern. Dort begegnet er seiner Jugendliebe Karen wieder und muss sich einem lange verdrängten Geheimnis stellen, das seine Rückkehr überschattet. (Biye Retour (2022) - IMDb)


  Simin Zetwal / Gazing at the Stars | Produktionsjahr: 2022Regie: David ConstantinSynopsis: In einem Arbeiterviertel auf Mauritius macht sich Ronaldo auf die Suche nach seinem verschwundenen Vater Bolom. Dabei trifft er auf Ajeya, eine indische Arbeitsmigrantin, und gemeinsam begeben sie sich auf einenächtliche Reise über die Insel, die zwischen sozialer Realität, Mystik und Freiheitssehnsucht angesiedelt ist. (Simin Zetwal (2022) - Vollständige Besetzung und Crew-Mitglieder - IMDb)


Ni chaînes ni maîtres / No Chains, No Masters| Produktionsjahr: 2024 Regie: Simon MoutaïrouSynopsis: Der historische Spielfilm (französische Produktion) spielt im Jahr 1759 auf der damaligen Île de France, dem heutigen Mauritius, unter französischer Kolonialherrschaft. Im Zentrum stehen Massamba und seine Tochter Mati, die auf einer Zuckerrohrplantage versklavt sind und sich aufunterschiedliche Weise nach Freiheit sehnen. Als Mati flieht, beginnt eine Verfolgung, die auch Massamba zum Widerstand zwingt. Trotz des etwas verklärtenEnde ein sehr sehenswerter Film. (Ni chaînes ni maîtres (2024) - IMDb)
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PANGEO z009: Stadtspaziergang mit der liberalen Ironikerin - Studierendenprojekt Uni Tübingen
13.05.2026
43 Minuten
Urbane Räume sind keine festen Gegebenheiten, sondern entstehen durch unterschiedliche Perspektiven, Deutungen und Vokabulare. In diesem Podcast begibt sich eine Gruppe Studierender aufeinen multiperspektivischen Stadtspaziergang durch Tübingen - begleitet von der Figur der liberalen Ironikerin nach Richard Rorty. 


An ausgewählten Orten treffen verschiedene Sichtweisen aufeinander: phänomenologisch,konstruktivistisch, konservativ und neoliberal. Im gemeinsamen Gespräch wird erfahrbar, wie Raum durch Wahrnehmung, Sprache und gesellschaftliche Positionen immer wieder neu hervorgebracht wird.


Der Podcast macht Kontingenz hörbar: Bedeutungen bleiben offen, Perspektiven koexistieren, ohne in Konsens aufgelöst zu werden. So entsteht ein dialogisches Format, das nicht Antworten liefert, sondern Differenzen sichtbar macht - und zum Weiterdenken einlädt.


Mehr Literatur zum Thema:


Müller, M. (2023). Handbuch Rorty. Springer. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-16253-5


Kühne, O., Berr, K. Lohmann, P., Schuster, K. (2025). Panrelationen und Vokabulare auf dem Weg zu einer neopragmatistischen Synthese für Sozial- und Raumwissenschaften. Springer. ⁠https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-48937-3⁠Kühne, O., Berr, K., Jenal, C. (i.E.). Neopragmatismus und Raum. Springer. https://link.springer.com/book/9783658512248
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PANGEO 019: Gameography
14.04.2026
48 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Michael Morawski über den wachsenden Stellenwert von Videospielen als bedeutendes Medium, welches die Wahrnehmung von Raum, Gesellschaft und Zukunft mitprägt. Im Gespräch wird unter anderem deutlich, dass Games Wissen über Konflikte, Geschlechterrollen, Nachhaltigkeit oder politische Vorstellungen vermitteln und damit unseren Blick auf Gegenwart beeinflussen können. Zugleich geht es darum, welche Chancen in diesem Medium liegen, solche Darstellungen im Unterricht kritisch zu hinterfragen.Heute zu Gast: Dr. Michael Morawski


Link zum Podcast: www.gameography.net


Weitere Veröffentlichungen zum Thema:


Morawski, M. (2024). Reflexive Kompetenzen indigitalen Räumen von Videospielen – Auszüge einer quantitativen Studie über die Selbstreflexion von Schülerinnen in (geographisch-schulischen)Gamingkontexten. GW-Unterricht, 172(4), 22–41.


Morawski, M., & Budke, A. (2025). What is a map in digital games? Expanding cartographic literacy through ludic spatial interfaces in geography education. KN Journal of Cartography and Geographic Information. Advance online publication.


Morawski, M. (2026, 20. März). Gaming and Geography(Teil 1): Videospiele als Gegenstand geographischer Bildung –Unterrichtsimpulse. GeWi-im-Unterricht.de (Ernst KlettVerlag).


Morawski, M. (2026). Digitale Spielräume als Lernsetting: Stadtgeographische Barrieren kooperativ analysieren mit dem Spiel „Unstoppables“. Praxis Geographie, (2), 24–29.


Morawski, M. (2026). Einheit 18: Videospiele ausgeographiedidaktischer Perspektive. In: E. Elvenich & R. Mehren (Hrsg.), 15 Minuten Geographie. Braunschweig: Westermann.
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PANGEO 018: Brettspiele und Geographie
16.02.2026
57 Minuten
Brettspiele erleben seit einigen Jahren eine gesellschaftliche und ökonomische Renaissance und bilden ein zunehmendrelevantes Forschungsfeld der Humangeographie. In dieser Folge sprechen wir über Brettspiele als Formen räumlicher und sozialer Weltkonstruktion, in denen Spielmechaniken, Narrative und visuelle Darstellungen gesellschaftliche Normen, Machtverhältnisse und Stereotype reproduzieren oder transformieren. Wir diskutieren ludische Räume als mediale Konstrukte, unter Einbezug epistemologischer Bezüge zur Kartographie und zu sozialwissenschaftlichen Raumkonzepten. Im Zentrum stehen koloniale und postkoloniale Repräsentationen in Brettspielen, diezeigen, wie historische Machtasymmetrien sowohl stabilisiert als auch perspektivisch unterlaufen werden können. Brettspiele erscheinen damit als Arenen der Aushandlung räumlicher Semantiken und normativer Ordnungen.Methodisch verweist der Beitrag auf vielfältige Zugänge von Bild- und Diskursanalysen bis zu teilnehmender Beobachtung. Theoretisch werden neopragmatistische Ansätze herangezogen, um die Kontingenz spielerischerWeltentwürfe und ihr Potenzial für alternative Raumvorstellungen herauszuarbeiten.





Weitere Informationen zu Timo Sedelmeier sowie eine Übersicht zu seinen Publikationen unter:


https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geographie/forschungsbereich/stadt-und-regionalentwicklung/arbeitsgruppe/team/timo-sedelmeier/
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Über diesen Podcast

Der Podcast für Geographie, Soziologie und Philosophie. Wir bieten eine Plattform des Austauschs, um aktuelle Forschungsschwerpunkte, Theorien und Projekte sowie allgemeine Herausforderungen im Wissenschaftsbetrieb zu diskutieren.
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PANGEO 018: Brettspiele und Geographie
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