PANGEO 018: Brettspiele und Geographie
57 Minuten
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Beschreibung
vor 6 Tagen
Brettspiele erleben seit einigen Jahren eine gesellschaftliche
und ökonomische Renaissance und bilden ein zunehmendrelevantes
Forschungsfeld der Humangeographie. In dieser Folge sprechen wir
über Brettspiele als Formen räumlicher und sozialer
Weltkonstruktion, in denen Spielmechaniken, Narrative und
visuelle Darstellungen gesellschaftliche Normen,
Machtverhältnisse und Stereotype reproduzieren oder
transformieren. Wir diskutieren ludische Räume als mediale
Konstrukte, unter Einbezug epistemologischer Bezüge zur
Kartographie und zu sozialwissenschaftlichen Raumkonzepten. Im
Zentrum stehen koloniale und postkoloniale Repräsentationen in
Brettspielen, diezeigen, wie historische Machtasymmetrien sowohl
stabilisiert als auch perspektivisch unterlaufen werden können.
Brettspiele erscheinen damit als Arenen der Aushandlung
räumlicher Semantiken und normativer Ordnungen.Methodisch
verweist der Beitrag auf vielfältige Zugänge von Bild- und
Diskursanalysen bis zu teilnehmender Beobachtung. Theoretisch
werden neopragmatistische Ansätze herangezogen, um die Kontingenz
spielerischerWeltentwürfe und ihr Potenzial für alternative
Raumvorstellungen herauszuarbeiten.
Weitere Informationen zu Timo Sedelmeier sowie eine Übersicht zu
seinen Publikationen unter:
https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geographie/forschungsbereich/stadt-und-regionalentwicklung/arbeitsgruppe/team/timo-sedelmeier/
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