Unerhörtes Mittelalter: Vormoderne Erzählungen und warum man sie unbedingt kennen sollte

Unerhörtes Mittelalter: Vormoderne Erzählungen und warum man sie unbedingt kennen sollte

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Potsdam

Episoden

Ankündigung: Unerhörtes Mittelalter kurz und bündig
23.01.2026
1 Minute
Liebe Hörerschaft, Neues Jahr - neues (Podcast-)Glück. Daniela hat eine kleine Ankündigung für euch. Vom ganzen Team die herzlichsten Grüße und auf Wiederhören, egal ob in Kurz- oder Langform. Bis bald, euer "unerhörtes Mittelalter"
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Folge 2.1: Die Rittertreue
16.01.2026
1 Minute
Die ›Rittertreue‹ erzählt von einem dramatischen Konflikt, in den der fesche, aber verarmte Ritter Willekin gerät, der mit seinem letzten Geld in eine Stadt kommt, in der um die Hand der reichen Königstochter gekämpft werden soll. Dort lässt er sich auf ein verhängnisvolles Versprechen gegenüber einem fremden Ritter ein, der in Wirklichkeit ein Untoter ist, dessen Seele noch keinen Frieden gefunden hat: Dieser ist bereit, Willekin sein außergewöhnliches Pferd für das Versprechen zu überlassen, dass Willekin alles, was er im Turnier durch das Pferd erkämpft, mit ihm teilt. Willekin ist einverstanden und siegt. Doch in der Hochzeitsnacht erscheint der untote Ritter und fordert seinen Anteil an der Braut. Jetzt muss sich Willekin entscheiden: Überlässt er dem Fremden seine Braut oder bricht er sein ritterliches Ehrenwort? Über Kommentare oder Feedback an unerhoertes.mittelalter@gmail.com oder auf Instagram (unerhoertes_mittelalter) freuen wir uns natürlich auch! Credits: Hosts: Prof. Dr. Katharina Philipowski, Daniela Vukadin Gast: Prof. Dr. Christian Schneider Erzähler: Prof. i. R. Dr. Harald Haferland Jingle: Karl Wenzel Schnitt: Max Asmus Ein besonderer Dank gilt außerdem der Universität Potsdam für die Bereitstellung von Mitteln, technischer Unterstützung und vor allem unserem Tonstudio.
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Folge 12: Des Hundes Not
19.12.2025
58 Minuten
In dieser Erzählung geht um einen hungrigen Hund, den sein Herr vom Hof gejagt hat, und um eine raffinierte Lerche, die dem verzweifelten Hund zu einer Mahlzeit verhilft. Endlich wieder satt, steht dem Hund der Sinn nach Unterhaltung. Auch diesen Wunsch erfüllt ihm die Lerche. Sie führt ihn zu einer Scheune, von deren Dach aus er dabei zusehen kann, wie sie zwischen zwei Männern, die in der Scheune dreschen, eine Schlägerei anzettelt. Darüber gerät der Hund in ein so heftiges Gelächter, dass er vom Dach stürzt. Was es mit dem Lachen des Hundes auf sich hat, ob die Lerche ihm weitere Wünsche erfüllt und worum es bei dieser scheinbar so leichtfüßigen Geschichte wirklich geht, erfahrt ihr von Prof. Dr. Hans-Jürgen Scheuer (HU Berlin), der für diese Episode zu Gast im Podcaststudio ist. Über Kommentare oder Feedback an unerhoertes.mittelalter@gmail.com oder auf Instagram (unerhoertes_mittelalter) freuen wir uns natürlich auch! Credits: Hosts: Natalie Mlynarski-Jung, Hans Levin Gast: Prof. Dr. Hans-Jürgen Scheuer Erzähler: Prof. i. R. Dr. Harald Haferland Jingle: Karl Wenzel Schnitt: Max Asmus Ein besonderer Dank gilt außerdem der Universität Potsdam für die Bereitstellung von Mitteln, technischer Unterstützung und vor allem unserem Tonstudio.
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Folge 11: Der Ritter und der Teufel
28.11.2025
1 Stunde 1 Minute
Der Ritter, um den es in dieser Geschichte geht, ist überaus verschwendungs- und selbstsüchtig. Er verprasst sein Hab und Gut, bis Gott ihm alles nimmt. Weil er den Verlust nicht ertragen kann, bittet er jemanden, der allein im Wald lebt und mit dem Teufel im Bunde steht, ihm zu helfen. Dieser fädelt eine Begegnung mit dem Teufel ein, in dessen Dienst der Ritter treten soll, um wieder zu Reichtum zu gelangen. Doch als der Teufel verlangt, dass der Ritter nicht nur Gott, sondern auch der Gottesmutter abschwört, besinnt sich der Ritter und fleht in einer Kapelle eine Holzfigur der Gottesmutter mit Kind um Vergebung an. Ob ihm wohl Vergebung zuteilwird? Vor allem stellt sich hier aber die Frage, ob man diese Erzählung heute noch kennen und verbreiten sollte, denn der, der den Teufelsbund vermittelt, ist ein Jude. Über Antijudaismus in mittelhochdeutschen Texten sprechen wir mit unserem heutigen Gast, Prof. Dr. Andreas Hammer (Konstanz). Über Kommentare oder Feedback an unerhoertes.mittelalter@gmail.com oder auf Instagram (unerhoertes_mittelalter) freuen wir uns natürlich auch! Credits: Hosts: Natalie Mlynarski-Jung, Hans Levin Gäste: Prof. Dr. Andreas Hammer Erzähler: Prof. i. R. Dr. Harald Haferland Jingle: Karl Wenzel Schnitt: Max Asmus Ein besonderer Dank gilt außerdem der Universität Potsdam für die Bereitstellung von Mitteln, technischer Unterstützung und vor allem unserem Tonstudio.
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Folge 10: Adam und Eva
07.11.2025
41 Minuten
Die heutige Erzählung handelt von einem Paar, das wirklich jeder kennt: Es geht um Adam und Eva, doch die Geschichte spielt nicht im Paradiesgarten, sondern hat eine Episode zum Thema, die in der Bibel nicht erzählt wird, nämlich das Leben des ersten Paares auf der Erde. Hier begegnet ihnen auch der Teufel wieder, der ihnen bereits in Paradies nachgestellt hatte. Und er erklärt den beiden, warum er sie so hasst: Um ihretwillen nämlich wurde er von Gottes Lieblingsengel zum Satan. Wie das zu verstehen ist, erfahrt ihr von unserem heutigen Gast, PD Dr. Beatrice Trînca (HU Berlin) in der Episode ›Adam und Eva‹. Über Kommentare oder Feedback an unerhoertes.mittelalter@gmail.com oder auf Instagram (unerhoertes_mittelalter) freuen wir uns natürlich auch! Credits: Hosts: Natalie Mlynarski-Jung, Hans Levin Gast: PD Dr. Beatrice Trînca Erzähler: Prof. i. R. Dr. Harald Haferland Jingle: Karl Wenzel Schnitt: Max Asmus Ein besonderer Dank gilt außerdem der Universität Potsdam für die Bereitstellung von Mitteln, technischer Unterstützung und vor allem unserem Tonstudio.
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Über diesen Podcast

War das Mittelalter wirklich prüde? War die Kritik an Obrigkeit und Kirche tatsächlich tabu? Wie stand es um die Rolle der Frau in Literatur und Gesellschaft? Diese und viele weitere Fragen werden Natalie Mlynarski-Jung und Hans Levin als Hosts anhand spannender Kurzerzählungen aus dem Mittelalter mit verschiedenen Expert*innen der Germanistischen Mediävistik erörtern. Für einzelne dieser Erzählungen ist auch zu diskutieren, aus welcher (kritischen) Haltung heraus eine Auseinandersetzung mit ihnen erfolgen sollte: Wie und wozu muten wir uns (mutmaßlich) misogyne, obszöne und brutale Erzählungen zu? Welchen Gewinn können wir aus einer Auseinandersetzung mit ihnen ziehen? Wie weit kann und sollte unser Entgegenkommen ihnen gegenüber und eine historische Kontextualisierung reichen?

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