Podcaster
Episoden
21.05.2026
1 Stunde 15 Minuten
Becher hatte nicht nur einen Vater, er war auch Vater – und das Verhältnis zu seinem 1933 mit der Mutter Lotte nach England ausgewanderten Hans Thomas (John T.) Becher war ebenfalls spannungsbehaftet. 1951 veröffentlichte John T. Becher nach einem Besuch bei seinem Vater in Ostberlin einen offenen Brief, indem er dem Älteren seine Blindheit und Machtlosigkeit vorwarf. Wir sprechen über diesen und über einige andere einschlägige Briefe zum Vater/Sohn-Verhältnis.
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14.05.2026
50 Minuten
„Romeo und Julia auf dem Dorfe“ (1855/56) ist einer der berühmtesten Texte Gottfried Kellers – und eines der wichtigsten Werke des Realismus. Becher hat 1946 eine eigene Neudichtung vorlegt: einen „Roman in Versen“, wie er ihn selbst nennt. Was hat es mit dieser Neudichtung eines Klassikers auf sich? Und wie wird aus einem Keller-Text ein typischer Becher? Wir fragen nach!
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07.05.2026
1 Stunde 13 Minuten
Bertolt Brecht und Gottfried Benn waren wichtige Weggefährten Bechers schon in der Weimarer Republik: Während Becher und Benn unterschiedliche Weltanschauungen vertraten, verbindet Becher mit Brecht die grundsätzliche politische Einstellung. Dennoch ist Brechts Blick auf den Kollegen durchaus kritisch. Wir begrüßen als Gast den Literaturwissenschaftler Hans-Harald Müller, einen Experten der linksbürgerlichen und linksradikalen Literatur der Weimarer Republik, der uns hilft, die drei Dichter mit B in Bezug zueinander zu setzen, und tragen ihm unsererseits ein Gedicht vor.
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30.04.2026
1 Stunde 16 Minuten
Der Uracher Kreis von Karl Raichle war eine revolutionäre Kommune, die zwischen 1920 und 1931 im heutigen Bad Urach Bestand hatte und der Becher Anfang der 1920er Jahre einige Zeit angehört – prägende Jahre, wie man daraus ersehen kann, wie oft er noch im Alter in seinen Dichtungen auf Urach zurückkommt. Wir rekonstruieren, was es mit Urach auf sich hat und sprechen über Bechers Versepos „Urach. Der Wanderer aus Schwaben“ (1947).
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23.04.2026
90 Sekunden
Am 30. April 2026 startet die dritte Staffel "Wiederanders. Der Johannes-R.-Becher-Podcast" von Kristin Eichhorn und Toni Bernhart. Das ist der Teaser zur dritten Staffel.
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Über diesen Podcast
Mit Kristin Eichhorn und Toni Bernhart Immer donnerstags. Johannes
R. Becher (1891–1958) ist bekannt als Dichter der Hymne der DDR und
als deren erster Kulturminister. Doch sein Leben war sehr viel
abenteuerlicher, als dieser vermeintliche Zielpunkt erahnen lässt.
Er war Expressionist und Sprachzertrümmerer par excellence,
verfasste Poetiken, galt als Repräsentant des Sozialistischen
Realismus und schrieb spätromantische Lieder. Mit fast allen, die
in Kunst und Literatur, später auch in der Politik Rang und Namen
hatten, stand er in Verbindung und überlebte drei Suizidversuche.
Seine Spuren führen, ausgehend von der Münchner Bohème der Zeit der
Klassischen Moderne, nach Paris, Wien, Prag und Moskau und ebenso
nach Jena, Bad Saarow oder Bad Urach. Bechers Geschichte ist ein
wilder Ritt durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts,
kompliziert, verworren und verwoben mit der
deutsch-deutsch-deutschen Geschichte. Davon wird dieser Podcast
erzählen und Fragen stellen, die heute relevanter denn je
erscheinen: Was verbindet Ost und West? Was bringt ein politisches
System zum Kippen und was kann man dafür oder dagegen tun? Wie
politisch soll die Kunst sein und verliert sie dadurch automatisch
an Qualität? Mit diesen und weiterführenden Fragen befassen sich
die Literaturwissenschaftler:innen Kristin Eichhorn und Toni
Bernhart von der Universität Stuttgart und nähern sich dem
umfangreichen und vielschichtigen literarischen Schaffen des
Schriftstellers Johannes R. Becher. Konzept, Redaktion, Regie,
Produktion und Stimmen: Kristin Eichhorn, Toni Bernhart Grafik: Lea
Mina Rossatti, unter Verwendung eines Fotos von Johannes R. Becher,
Moskau 1931, Quelle: Akademie der Künste, Berlin,
Johannes-R.-Becher-Archiv Musik: Hans C. Miersch (Intro und Outro),
Toni Bernhart (Seilbahnseilmusik als Hintergrund für Textzitate)
Mit Unterstützung der Hochschulkommunikation der Universität
Stuttgart und in Zusammenarbeit mit HORADS 88,6, dem Campusradio
für die Region Stuttgart und Ludwigsburg Die Entwicklung der
Seilbahnseilmusik wurde unterstützt durch einen Arbeitsaufenthalt
im Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste,
Berlin, und durch eine Beihilfe des Amtes für Kultur der Autonomen
Provinz Bozen/Südtirol
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