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Sphereraum Talk Archiv

64 Episoden
44 Minuten
Was treibt Unternehmer:innen heute an? In der neuen Folge von SphereRaum Talk spricht Dr. Lis Hannemann-Strenger, Vorstand der Strenger Gruppe, genau darüber. Seit 2014 ist sie Teil des Familienunternehmens, das ihr Vater gegründet hat. Heute gestaltet sie gemeinsam mit ihrem Mann die Weiterentwicklung – zwischen Marktveränderungen, Wachstum und langfristiger Verantwortung. Im Gespräch wird schnell klar, was sie prägt: ein hoher Anspruch an die eigene Arbeit und gleichzeitig ein klarer Fokus auf die Menschen im Unternehmen. Oder anders gesagt: Ehrgeiz und Menschen. Wir sprechen über die besondere Dynamik von Familienunternehmen, über Führung in herausfordernden Zeiten und darüber, warum langfristiges Denken oft bedeutet, Entscheidungen anders zu treffen. Die Strenger Gruppe, lange regional geprägt, ist heute deutschlandweit aktiv und wurde zuletzt als Familienunternehmen des Jahres ausgezeichnet. Ein Gespräch über Haltung, Verantwortung und darüber, was Unternehmertum heute ausmacht.
32 Minuten
„Ich liebe komplexe Strukturen.“ Was erstmal technisch klingt, ist bei genauerem Hinhören eine echte Haltung. In der neuen Folge von SphereRaum Talk war Melanie Sauerbier zu Gast – Leiterin der Region West bei der BPD Immobilienentwicklung. Wir haben über ihren Wechsel vom öffentlichen Bauen in die private Projektentwicklung gesprochen, über Wohnen unter Druck und über die Frage, wie man in komplexen Systemen trotzdem Tempo entwickelt. Impulse aus dem Gespräch: - Vom Silo zum System: Projektentwicklung funktioniert nicht isoliert. Verwaltung, Politik, Markt – nur wenn alle an einem Tisch sitzen, entsteht „Tempo im System“. - Eigene DNA fürs Quartier: "Gutes wohnen bedeutet, dass man gerne nach Hause kommt. Dass sich die Nutzer wohlfühlen." Gutes Wohnen heißt für sie nicht nur Kompaktheit oder Kennzahlen, sondern Identität. Orte, die verbinden. Quartiere, die ein eigenes Leben entwickeln. - Kooperatives Führungsmodell: „Richtung statt Anweisung.“ Orientierung geben, Prioritäten klären, das Warum erklären – gerade im Change. Führung als gemeinsames Gestalten. - Regularien, Förderkulisse, Mut: Dreimal hat sie es gesagt ... "die Regularien". Aber statt zu klagen: Krise als Chance. Digitalisierung, Systembau, Pilotprojekte – ausprobieren, lernen, weiterentwickeln. Was besonders spannend war: Melanies' konsequenter Blick aufs Ganze – strategisch denken, pragmatisch handeln. Oder wie sie es indirekt beschreibt: Vogelperspektive plus Umsetzungskraft. Danke, liebe Melanie, für die Offenheit und die klaren Worte.
34 Minuten
„Innovation ist nicht nur Technologie, sondern eine neue Denkweise, Neues auszuprobieren. Innovation entsteht zwischen den Menschen.“ In der neuen Folge von SphereRaum Talk sprechen wir mit Sahar Zabler, Geschäftsführerin von PropTech Powerhouse, über Haltung, Hebelwirkung und die Kraft vernetzter Veränderung. Sahar erzählt, wie sie: - Start-ups, Corporates und Politik an einen Tisch bringt, - mit Road to Green eine Plattform geschaffen hat, die echten Impact erzeugt, - und warum „Powerhouse“ nicht Showroom, sondern Zuhause bedeutet. Ein besonders starker Moment im Gespräch war Sahars Einblick in das Treffen mit dem Bundesbauministerin Verena Hubertz. Dort hat sie drei zentrale Impulse gesetzt: Erstens müsse die Transformation der Branche nicht nur den Neubau, sondern vor allem auch den Bestand konsequent mitdenken. Zweitens brauche es standardisierte und zugängliche Gebäudedaten – Building Data, die für alle Akteur:innen nutzbar sind und echte Effizienz ermöglichen. Und drittens forderte sie mehr Sichtbarkeit für das Thema Digitalisierung, damit der notwendige Wandel nicht auf der Strecke bleibt. Jetzt reinhören, wie aus Haltung Veränderung wird!
43 Minuten
In der aktuellen Folge von SphereRaum Talk war Olaf Cunitz zu Gast – und das Gespräch hat deutlich gemacht, wie komplex, aber auch gestaltbar Stadt- und Quartiersentwicklung heute ist. Ein zentraler Gedanke zog sich durch die Folge: Perspektivwechsel – verbunden mit Selbstreflexion und dem Aufbau von Vertrauensebenen zwischen Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und den Menschen vor Ort. Dabei wurde auch klar: „Manchmal könnte man verzweifeln – sollte man aber nicht tun.“ Denn die Herausforderungen sind enorm: von Dekarbonisierung über demografischen Wandel bis hin zu sozialen Fragen im Bestand. Ein besonders prägnanter Punkt: „Das Nadelöhr sind die Kommunen.“ Nicht selten entscheidet weniger das Gesetz als die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, ob Wohnungsbau und Quartiersentwicklung vorankommen. Spannend war zudem die Frage: „Wann ist ein Quartier sozial ausgewogen? Was ist echte Teilhabe?“ Begriffe, die häufig verwendet werden, aber in der Praxis oft unscharf bleiben. Entscheidend sind weniger Schlagworte als konkrete Lebensqualität: soziale Infrastruktur, Begegnungsorte, Mobilität und Angebote für unterschiedliche Lebensphasen. Das Gespräch zeigt: Stadtentwicklung braucht Gestaltungsfreiräume, verlässliche Rahmenbedingungen und Menschen, die bereit sind, Brücken zu bauen.
41 Minuten
Gebäude werden in unserer Branche oft über Planung und Bau erzählt. Andreas Iding denkt konsequent vom Betrieb her – und macht deutlich, warum Services heute kein „nice to have“ sind, sondern ein strategischer Bestandteil der Wertschöpfungskette. Im Gespräch wird klar: Gebäude müssen über Investition und Nutzungsphase hinweg gedacht werden. Erst im Betrieb zeigt sich, ob Architektur, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit tatsächlich zusammenfinden. Oder, wie Andreas Iding es zugespitzt formuliert: „Geld mit teuren Materialien oder Entwürfen auszugeben, die in der Nutzungsphase hohe Folgekosten erzeugen – das kann jeder.“ Nachhaltigkeit versteht er dabei nicht als Zusatz, sondern als Ergebnis von Effizienz. Materialeinsatz, serielles und systemisches Denken sowie ein reduzierter Planungsaufwand sind für ihn zentrale Hebel. Gute Architektur und wirtschaftlicher Betrieb stehen dabei nicht im Widerspruch; die eigentliche Herausforderung liegt darin, beides über den gesamten Lebenszyklus zusammenzubringen. Auch der Blick auf die Zukunft des Gebäudebetriebs bleibt nüchtern. Er wird weniger heterogen, stärker standardisiert, automatisiert und digitalisiert sein müssen. Nicht aus technischer Begeisterung heraus, sondern aus Notwendigkeit, weil Produktivität und demografischer Wandel sonst eine reale Lücke reißen. Ein Gespräch mit viel Praxisnähe und einem klaren Blick auf das, was Gebäude im Betrieb wirklich leisten müssen.
43 Minuten
Anke Parson, Co-Founderin von Urban Beta ist eher zufällig in der Architektur gelandet. Eigentlich wollte sie Produktdesign studieren. Über Stationen in Stadtforschung, Strategie und Projektentwicklung hat sie ihren Blick dann sehr bewusst auf zirkuläres, systemisches Bauen geschärft. Die ursprüngliche Idee war es, brachliegende Flächen schnell mit nachhaltigem Holzmodulbau zu aktivieren. Aus diesem Forschungsauftrag heraus entstand – Schritt für Schritt – ein System: das BetaPort-System. Im Gespräch mit Natalie Bräuninger und Anna Otto-Sebeczek wurde deutlich: Innovation im Bau ist kein Masterplan, sondern ein Prozess aus Iteration, Lernen und Weiterentwickeln. - BetaPort denkt Gebäude wie ein steckbares System: umbauen, erweitern, rückbauen und Bauteile wiederverwenden statt entsorgen. - Kreislauf heißt auch: Wissen, wo Bauteile sind und wie es ihnen geht. Über Tracking, Datenbanken und digitale Produktionsketten. - Besonders spannend: das Thema Finanzierung. Wenn Gebäude nicht bei „Restwert null“ enden, sondern als Assets weiterarbeiten, braucht es neue Denkweisen bei Banken, Investoren und Regulierung. Was Anke potentiellen Bauherren mit auf den Weg geben möchte: "Wir können Ihnen live zeigen, wie gut Ihr Kapital in einem Gebäude arbeitet." Und: "Zirkularität ist ab heute finanzierbar."
42 Minuten
„Ich bin kein Konzernmensch. Ich bin nicht stromlinienförmig.“ Mit dieser Klarheit startet Nicole Wallner in die aktuelle Folge von SphereRaum Talk und setzt damit den Ton für ein Gespräch, das nicht um Trends kreist, sondern um Verantwortung. Nicole steht für einen Weg, der nicht glattgebügelt ist: Unternehmerhaushalt, Maschinenbau & Automotive, Konzernphase, Selbstständigkeit, Beratung – und dann der bewusste Schritt in die Umsetzung. Heute verantwortet sie als Director Sustainable Business Development die gruppenweite Entwicklung und Implementierung von ESG-Strategien und Nachhaltigkeitsstrukturen bei Ten Brinke. Im Kern bleibt eine Leitfrage: Wie können wir mit Verantwortung besser werden? Denn: Eigentlich wissen wir längst, wie es geht. Natalie Bräuninger und Anna Otto-Sebeczek sprechen mit ihr über: - Ten Brinke als „bauenden Entwickler“: Strategie trifft Umsetzbarkeit – mit Blick auf die gesamte Wertschöpfung. - Zirkularität braucht Ehrlichkeit: Wo stehen wir wirklich – und was ist nur Etikett? - Weg von der Holzdiskussion als Allheilmittel: Holz ist stark, aber nicht für jede Assetklasse die Antwort. - Manchmal hilft nur „Stecker ziehen“: Überkomplexität, Routinen, Normenlogik – und neu priorisieren. - Gebäude nicht als Thermoskannen planen, sondern mit Blick auf reale Standorte modellierte Zukunftsszenarien: Klimapfade, Kühl-/Heizbedarfe, Material- und Technikeinsatz. Ihr Tipp für die junge Generation? Geht nicht den bequemen Weg – bleibt neugierig. Never give up.
51 Minuten
„Meine größte Stärke ist wahrscheinlich, dass ich kein Spezialist bin, sondern ein Generalist, der die verschiedenen Akteure versteht, der mit allen diskutieren kann – nicht bis ins letzte Detail, aber gut genug, um Menschen und Unternehmen zusammenzubringen. Und am Ende höre ich dann auf mein Bauchgefühl. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, mache ich es nicht.“ In der neuen Folge SphereRaum Talk sprechen Natalie Bräuninger und Wiebke Becker mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der HAMBURG TEAM Gruppe über seinen Weg in die zweite Generation, über Verantwortung, Mut und darüber, wie man Stadtentwicklung heute denken muss. Es geht zudem um: - Gründen ohne Perfektionsanspruch: „Ich hatte keinen Businessplan – nichts von dem, was ich dachte, habe ich am Ende gemacht.“ - Führung heißt loslassen: Statt zwei „Chefs an der Spitze“ setzt Nikolas auf flachere Strukturen: „Die Superstars stehen heute neben mir – nicht unter mir.“ - Ruhig bleiben als Führungsskill: „Mit Panik kriegt man nichts gelöst. Ich schlafe gut – auch in der Krise.“ - Quartiere als Haltung, nicht als Buzzword: Mischnutzung, sozialer Mix, Energie, Mobilität – Quartiere sind für ihn die DNA zukunftsfähiger Städte. - Geförderter Wohnungsbau als Chance: „Man kann etwas Gutes tun und trotzdem eine Rendite erzielen.“ Besonders inspirierend? Seine Verbindung aus analytischem Blick, Pragmatismus und einer sehr entspannten Art, mit Risiko umzugehen.
52 Minuten
„Strukturwandel steckt in unserer DNA.“ Ein Satz, der sehr gut beschreibt, wie Erik Sassenscheidt über seine Arbeit und die Rolle von Projektentwicklern denkt. Im neuen SphereRaum Talk spricht er mit Natalie Bräuninger und Anna Otto-Sebeczek über Wandel: in der Branche, in Städten und in Familienunternehmen. Erik führt die Sassenscheidt Gruppe in vierter Generation! Aus einer Schmiede im Sauerland ist über die Jahrzehnte ein Unternehmen geworden, das heute im Ruhrgebiet und darüber hinaus Projektentwicklung betreibt. Mit einem besonderen Blick auf Bestand, Wohnraum und soziale Verantwortung. Wir sprechen darüber, wie sich Tradition und Zukunft verbinden lassen (“Der Übergang braucht Zeit”), was Projektentwickler in Zeiten des Strukturwandels leisten können und warum Wandel manchmal Teil der eigenen DNA ist. Außerdem: - Warum das Ruhrgebiet für ihn ein unterschätzter Zukunftsraum ist. - Wie er über Beschäftigtenwohnen und neue Wohnformen denkt. („Wir brauchen jeden Wohnraum – vom Geförderten bis zum Eigentum.“) - Ob wir derzeit am Bedarf vorbeibauen? („Der Büromarkt justiert sich gerade komplett neu – und gefühlt sucht man noch nach den Parametern, wonach er künftig wirklich folgt.“) - Und weshalb Partnerschaft und Haltung entscheidender sind als reine Marktlogik.
36 Minuten
„Don’t stop me now.“ Mit dieser Haltung geht Kristina Frank, Geschäftsführerin der Baunova Bayern GmbH, an ihre Aufgabe heran, mehr bezahlbaren Wohnraum für Bayern zu schaffen. Pragmatisch, fokussiert und mit spürbarem Gestaltungswillen. Vom Gerichtssaal in die Baupolitik – das war kein geplanter Karriereweg, sondern, wie sie selbst sagt, „einer dieser Zufälle im Leben.“ Heute verantwortet die ehemalige Richterin und Kommunlalreferntin in München die Dachgesellschaft von BayernHeim, Stadibau und Siedlungswerk Nürnberg. Die Baunova soll Kräfte bündeln, Wissen austauschen, Strukturen entlasten. Und das mit dem Anspruch, zu handeln statt nur zu fordern. Kristina Frank spricht mit Natalie Bräuninger und Wiebke Becker aber auch offen über die Herausforderungen: „Eigentlich dürfte man erwarten, dass der Mut jetzt größer ist. Aber das erlebe ich nicht an allen Stellen. Stichwort Gebäudetyp E. Ich erlebe hier Unsicherheiten, aber auch viele Möglichkeiten. Ich erlebe eine große Leidenschaft, sich an das Thema ranzuwagen. Aber auch eine große Angst." Statt großer Versprechen setzt sie auf Konsequenz und Prioritäten: „Der Schlüsselfaktor ist die Schwerpunktsetzung. Mut zum Nein, aber auch Mut zum Ja.“ Ein Gespräch mit einer Frau, die Tempo macht und zeigt, dass Fortschritt manchmal einfach heißt, den ersten Schritt zu tun.
50 Minuten
Sie planen, diskutieren, lachen – und beweisen, dass gute Gebäude nur im Team entstehen. Architektin Julia Caroline Huckenbeck und Ingenieur Lars Kratzenberg verkörpern eine neue Generation, die Architektur, Energieberatung und Ingenieurwesen nicht mehr trennt, sondern zusammen denkt. Beide sagen ganz klar: „Architektur ohne Ingenieurwesen ist langweilig. Ingenieurwesen ohne Architektur ist stupide.“ In dieser Folge sprechen wir über Synergien, die entstehen, wenn Gestaltung auf Technik trifft und warum Einfachheit dabei kein Verzicht ist, sondern ein Prinzip. „Ein guter Entwurf ist immer ein einfacher“, sagt Julia. Und Lars ergänzt: „Die Komplexität der Projekte lässt sich nur im Team bewältigen.“ Es geht um Energie und Leidenschaft für das, was Bauen heute bedeutet. Um KI als Werkzeug, das Routinearbeit übernimmt. Um Fördermittel als Tetris-Spiel, bei dem man Bauherren durch die Kombinatorik von Bund, Land und Kommune navigiert. Und um den Mut, Bürokratie, Denkweisen und alte Muster infrage zu stellen. Zwischen „Schietwetter und Klönschnack“ in Hamburg wird klar: Hier entstehen keine Einzelwerke, sondern ein Verständnis dafür, was nachhaltiges Bauen wirklich braucht, nämlich Menschen, die sich zuhören, ihre Stärken kennen und gemeinsam denken.
47 Minuten
Diese Woche wurde Susanne Eickermann-Riepe zur Senior Vice President der RICS ernannt – und genau jetzt erscheint unser Podcast-Gespräch mit ihr. Susanne ist seit Jahrzehnten eine der prägendsten Stimmen der Immobilienbranche. Sie ist Bauingenieurin, war über 30 Jahre bei PwC, leitet heute RICS Deutschland und engagiert sich in zahlreichen Beiräten. Aber im Podcast sprechen wir nicht nur über ihren beeindruckenden Lebenslauf, sondern vor allem über Haltung, Mut und Gestaltungswillen. Sie sagt zum Beispiel: „Governance ist die Macht der Schlauen – wenn man eine gute Struktur hat, kann man einiges erreichen.“ „Man muss im richtigen Moment Ja sagen – ich habe fast nie gezögert.“ „Wir müssen an der Vertrauensfrage in der Immobilienwirtschaft intensiv arbeiten.“ Wir sprachen über Druckresistenz, Reverse Mentoring und die Frage, warum wir in Deutschland manchmal zu satt sind, um uns wirklich aufzubäumen. Und darüber, warum Mut und Weitsicht wichtiger sind als jede Excel-Tabelle. Ein sehr persönliches und gleichzeitig fachlich tiefes Gespräch mit einer Frau, die es versteht, Dinge zu bewegen; und die dabei immer gelassen bleibt.
44 Minuten
Wie wird man von der Urlaubsvertretung der Empfangssekretärin zur CFO der KVL Group? Indem man tut, was getan werden muss. Indem man mit Begeisterung das Abi schmeißt. Indem man ohne Masterplan durchs Leben geht; aber mit Lust auf Verantwortung. Auf Führung. Auf Entscheidungen. Auf Wirkung. Anastasija Walcher-Radke spricht in dieser Folge so offen, pointiert und persönlich, dass man fast vergisst, wie selten solche Gespräche in unserer Branche sind. Wir reden über: - die Sichtbarkeit von Frauen über 40 - das größte Tabuthema der Immobilienwelt (Spoiler: Alkohol) - den Rausch von Macht, Geld und Status - und darüber, warum Authentizität mehr als ein LinkedIn-Buzzword ist. Dazwischen: Brad Pitt, Klappaltare, Nick Cave und Indiana Jones. Danke, Anastasija, für dieses extrem offene Gespräch zwischen Klartext und Selbstreflexion.
35 Minuten
Dieter Becken ist gelernter Maurer, Architekt und Ingenieur. Er selbst sieht sich heute aber in erster Linie als Unternehmer und Immobilienkaufmann. Und er ist ohne Zweifel eine der Größen unserer Branche. In unserem Gespräch erzählt er, wie er Risiken erkennt und auch mal auf ein vermeintlich gutes Geschäft verzichtet. Aber wenn er eine Chance sieht, gerne beherzt zugreift. „Ich kaufe gerne in den Krisen. Ich baue gerne antizyklisch.“ „Ich möchte unabhängiger von Banken sein, damit ich eine Krise überstehen kann.“ „Ich bin feige und mutig zugleich.“ Mit 75 Jahren denkt er nicht ans Aufhören. Er arbeitet sieben Tage die Woche. Entwickelt, investiert, führt. Und er träumt nicht. Trotzdem klingt es manchmal poetisch, wenn er über seine Vision spricht: „Der Elbtower wird die Hamburger Mitte verschieben. Wir werden eine Kulturmeile am nördlichen Elbrand bekommen, wie es die Stadt noch nie gesehen hat.“ Sein Rat für die junge Generation? „Durchhalten. Nicht aufgeben. Und sich quälen. Das ist mein allerwichtigster Rat für die junge Generation.“ Danke, Dieter Becken, für dieses eindrucksvolle Gespräch über Disziplin, Verantwortung, antizyklisches Denken und das Frühstücken im Wald.
51 Minuten
Veränderung ist selten beliebt. Vor allem nicht am Anfang. Michael Ehret beschreibt das so: „Ich komme mit einer Veränderung. Die führt oft zu Ablehnung, zu Depression. Und dann muss ich ganz schnell schauen, dass ich aus der Depression Neugierde wecke. Denn aus Neugierde wird Akzeptanz. Und manchmal sogar Begeisterung." In dieser Folge von SphereRaum Talk sprechen Natalie Bräuninger und Wiebke Becker mit Michael Ehret über diesen Zyklus – in der Führung wie in der Projektentwicklung. Über Verantwortung, die nicht aufhört, wenn gebaut ist. Über Grundstücke, die gelesen werden wollen wie Bücher. Über Trampelpfade, Low-Tech, Berufsethik. Über klimaangepasstes Bauen in Athen. Und über die Frage: Wie gelingt es, in einer oft skeptischen Branche neugierig zu bleiben – und andere mit dieser Neugier anzustecken? Eine Stunde kluges, aufrichtiges, humorvolles Gespräch mit einem Developer mit Passion.