Podcaster
Episoden
18.02.2026
34 Minuten
„Innovation ist nicht nur Technologie, sondern eine neue Denkweise,
Neues auszuprobieren. Innovation entsteht zwischen den Menschen.“
In der neuen Folge von SphereRaum Talk sprechen wir mit Sahar
Zabler, Geschäftsführerin von PropTech Powerhouse, über Haltung,
Hebelwirkung und die Kraft vernetzter Veränderung. Sahar erzählt,
wie sie: - Start-ups, Corporates und Politik an einen Tisch bringt,
- mit Road to Green eine Plattform geschaffen hat, die echten
Impact erzeugt, - und warum „Powerhouse“ nicht Showroom, sondern
Zuhause bedeutet. Ein besonders starker Moment im Gespräch war
Sahars Einblick in das Treffen mit dem Bundesbauministerin Verena
Hubertz. Dort hat sie drei zentrale Impulse gesetzt: Erstens müsse
die Transformation der Branche nicht nur den Neubau, sondern vor
allem auch den Bestand konsequent mitdenken. Zweitens brauche es
standardisierte und zugängliche Gebäudedaten – Building Data, die
für alle Akteur:innen nutzbar sind und echte Effizienz ermöglichen.
Und drittens forderte sie mehr Sichtbarkeit für das Thema
Digitalisierung, damit der notwendige Wandel nicht auf der Strecke
bleibt. Jetzt reinhören, wie aus Haltung Veränderung wird!
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03.02.2026
43 Minuten
In der aktuellen Folge von SphereRaum Talk war Olaf Cunitz zu Gast
– und das Gespräch hat deutlich gemacht, wie komplex, aber auch
gestaltbar Stadt- und Quartiersentwicklung heute ist. Ein zentraler
Gedanke zog sich durch die Folge: Perspektivwechsel – verbunden mit
Selbstreflexion und dem Aufbau von Vertrauensebenen zwischen
Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und den Menschen vor Ort.
Dabei wurde auch klar: „Manchmal könnte man verzweifeln – sollte
man aber nicht tun.“ Denn die Herausforderungen sind enorm: von
Dekarbonisierung über demografischen Wandel bis hin zu sozialen
Fragen im Bestand. Ein besonders prägnanter Punkt: „Das Nadelöhr
sind die Kommunen.“ Nicht selten entscheidet weniger das Gesetz als
die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und auch unpopuläre
Entscheidungen zu treffen, ob Wohnungsbau und Quartiersentwicklung
vorankommen. Spannend war zudem die Frage: „Wann ist ein Quartier
sozial ausgewogen? Was ist echte Teilhabe?“ Begriffe, die häufig
verwendet werden, aber in der Praxis oft unscharf bleiben.
Entscheidend sind weniger Schlagworte als konkrete Lebensqualität:
soziale Infrastruktur, Begegnungsorte, Mobilität und Angebote für
unterschiedliche Lebensphasen. Das Gespräch zeigt: Stadtentwicklung
braucht Gestaltungsfreiräume, verlässliche Rahmenbedingungen und
Menschen, die bereit sind, Brücken zu bauen.
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19.01.2026
41 Minuten
Gebäude werden in unserer Branche oft über Planung und Bau erzählt.
Andreas Iding denkt konsequent vom Betrieb her – und macht
deutlich, warum Services heute kein „nice to have“ sind, sondern
ein strategischer Bestandteil der Wertschöpfungskette. Im Gespräch
wird klar: Gebäude müssen über Investition und Nutzungsphase hinweg
gedacht werden. Erst im Betrieb zeigt sich, ob Architektur,
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit tatsächlich zusammenfinden.
Oder, wie Andreas Iding es zugespitzt formuliert: „Geld mit teuren
Materialien oder Entwürfen auszugeben, die in der Nutzungsphase
hohe Folgekosten erzeugen – das kann jeder.“ Nachhaltigkeit
versteht er dabei nicht als Zusatz, sondern als Ergebnis von
Effizienz. Materialeinsatz, serielles und systemisches Denken sowie
ein reduzierter Planungsaufwand sind für ihn zentrale Hebel. Gute
Architektur und wirtschaftlicher Betrieb stehen dabei nicht im
Widerspruch; die eigentliche Herausforderung liegt darin, beides
über den gesamten Lebenszyklus zusammenzubringen. Auch der Blick
auf die Zukunft des Gebäudebetriebs bleibt nüchtern. Er wird
weniger heterogen, stärker standardisiert, automatisiert und
digitalisiert sein müssen. Nicht aus technischer Begeisterung
heraus, sondern aus Notwendigkeit, weil Produktivität und
demografischer Wandel sonst eine reale Lücke reißen. Ein Gespräch
mit viel Praxisnähe und einem klaren Blick auf das, was Gebäude im
Betrieb wirklich leisten müssen.
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07.01.2026
43 Minuten
Anke Parson, Co-Founderin von Urban Beta ist eher zufällig in der
Architektur gelandet. Eigentlich wollte sie Produktdesign
studieren. Über Stationen in Stadtforschung, Strategie und
Projektentwicklung hat sie ihren Blick dann sehr bewusst auf
zirkuläres, systemisches Bauen geschärft. Die ursprüngliche Idee
war es, brachliegende Flächen schnell mit nachhaltigem Holzmodulbau
zu aktivieren. Aus diesem Forschungsauftrag heraus entstand –
Schritt für Schritt – ein System: das BetaPort-System. Im Gespräch
mit Natalie Bräuninger und Anna Otto-Sebeczek wurde deutlich:
Innovation im Bau ist kein Masterplan, sondern ein Prozess aus
Iteration, Lernen und Weiterentwickeln. - BetaPort denkt Gebäude
wie ein steckbares System: umbauen, erweitern, rückbauen und
Bauteile wiederverwenden statt entsorgen. - Kreislauf heißt auch:
Wissen, wo Bauteile sind und wie es ihnen geht. Über Tracking,
Datenbanken und digitale Produktionsketten. - Besonders spannend:
das Thema Finanzierung. Wenn Gebäude nicht bei „Restwert null“
enden, sondern als Assets weiterarbeiten, braucht es neue
Denkweisen bei Banken, Investoren und Regulierung. Was Anke
potentiellen Bauherren mit auf den Weg geben möchte: "Wir können
Ihnen live zeigen, wie gut Ihr Kapital in einem Gebäude arbeitet."
Und: "Zirkularität ist ab heute finanzierbar."
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10.12.2025
42 Minuten
„Ich bin kein Konzernmensch. Ich bin nicht stromlinienförmig.“ Mit
dieser Klarheit startet Nicole Wallner in die aktuelle Folge von
SphereRaum Talk und setzt damit den Ton für ein Gespräch, das nicht
um Trends kreist, sondern um Verantwortung. Nicole steht für einen
Weg, der nicht glattgebügelt ist: Unternehmerhaushalt, Maschinenbau
& Automotive, Konzernphase, Selbstständigkeit, Beratung – und
dann der bewusste Schritt in die Umsetzung. Heute verantwortet sie
als Director Sustainable Business Development die gruppenweite
Entwicklung und Implementierung von ESG-Strategien und
Nachhaltigkeitsstrukturen bei Ten Brinke. Im Kern bleibt eine
Leitfrage: Wie können wir mit Verantwortung besser werden? Denn:
Eigentlich wissen wir längst, wie es geht. Natalie Bräuninger und
Anna Otto-Sebeczek sprechen mit ihr über: - Ten Brinke als
„bauenden Entwickler“: Strategie trifft Umsetzbarkeit – mit Blick
auf die gesamte Wertschöpfung. - Zirkularität braucht Ehrlichkeit:
Wo stehen wir wirklich – und was ist nur Etikett? - Weg von der
Holzdiskussion als Allheilmittel: Holz ist stark, aber nicht für
jede Assetklasse die Antwort. - Manchmal hilft nur „Stecker
ziehen“: Überkomplexität, Routinen, Normenlogik – und neu
priorisieren. - Gebäude nicht als Thermoskannen planen, sondern mit
Blick auf reale Standorte modellierte Zukunftsszenarien:
Klimapfade, Kühl-/Heizbedarfe, Material- und Technikeinsatz. Ihr
Tipp für die junge Generation? Geht nicht den bequemen Weg – bleibt
neugierig. Never give up.
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Über diesen Podcast
Jede Woche versorgen wir euch mit einer neuen Folge SphereRaum
Talk, dem Podcast rund um Immobilien, Bauen und Architektur. Wir
sprechen mit Vordenkern, Unternehmenslenkern und Andersmachern aus
Immobilienwirtschaft und Architektur. Immer nah dran, immer direkt
und immer mit echtem Mehrwert. SphereRaum Talk ist ein
gemeinschaftlicher Podcast von Rotonda Business Club und JUNG.
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