Sphereraum Talk Archiv
64 Episoden
47 Minuten
„Ich bin ein Produktentwickler.“ Frank Schmid baut keine Immobilien. Er denkt sie neu. In unserer neuen Folge von SphereRaum Talk erzählt er, wie aus einem Kindheitstraum - einer eigenen Tankstelle - ein ganzes Infrastruktur-Ökosystem wurde. Wir sprechen über Mobilität, Eigenverantwortung, Preisschilder an öffentlichen Leistungen, kreative Irrwege, politische Trägheit und über das vielleicht ambitionierteste Wohnbauprojekt Deutschlands: Pi. Der Überbauung einer Schnellstraße in Düsseldorf. Pi ist keine Vision mehr, sondern bald Realität. Eine Antwort auf urbane Flächenknappheit, aber auch ein Prototyp für andere Städte und Straßen. Und ein Statement für neue Wege im Planungsrecht. Frank erzählt, warum er keine Lust mehr hatte, immer nur am Bedarf vorbeizuplanen. Warum Standardisierung nicht das Gegenteil von Qualität ist. Und warum Google heute besser Mobilität organisiert als jede deutsche Stadt. Ein Gespräch über Pioniergeist, Beharrlichkeit und eine Vision, die von der Infrastruktur aus gedacht ist.
46 Minuten
In der neuen Folge von SphereRaum Talk erzählt Caroline Oelmann, kaufmännische Geschäftsführerin der Berlinovo, eine Geschichte, die Mut macht – weil sie zeigt, dass es keine geradlinigen Karrieren braucht, um Verantwortung zu übernehmen. Ihr Weg? Alles andere als klassisch: Mit 38 startete sie beruflich neu, gründete eine Hausverwaltung, wurde oft abgelehnt, weil da „noch ein kleines Kind“ war. Später managte sie große Portfolios, führte Teams, wurde zur „Feuerwehr“ in Veränderungsprozessen und prägt heute die soziale Ausrichtung eines landeseigenen Unternehmens. „Erstaunlich, dass ich da bin, wo ich bin – wenn ich meinen Lebenslauf rückblickend betrachte.“ Ein Gespräch über: Führung mit Haltung statt Hierarchie Senior Living zwischen Bestandsentwicklung und Neubau Gesellschaftlichen Zusammenhalt – besonders im Alter
47 Minuten
SphereRaum Talk mit Laurent Brückner „Hürden gibt es nur im Kopf.“ In der neuen Folge sprechen wir mit dem Architekten und Unternehmer darüber, warum es sich lohnt, klassische Prozesse zu hinterfragen, neue Wege zu gehen – und den Spaß dabei nicht zu verlieren. Laurent hat das Büro Brückner Architekten weiterentwickelt und mit Property Max ein Unternehmen gegründet, das zeigt, wie KI hilft, Visionen schneller umzusetzen. Nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Werkzeug, das Freiräume schafft. Wir sprechen über Architektur, die Probleme löst und Wert schafft. Über veraltete Prozesse, unnötige Reibung zwischen Entwicklern und Architekten – und die Verantwortung, als Planer die Bau- und Immobilienwirtschaft besser zu verstehen. „Probleme zu lösen, macht mich unheimlich happy.“ Genau das spürt man in dieser Folge. Jetzt reinhören! SphereRaum Talk ist ein gemeinsamer Podcast von Rotonda Business Club und JUNG.
45 Minuten
In der aktuellen Folge von SphereRaum Talk hatten Wiebke Becker und Natalie Bräuninger die große Freude, mit Andreas Krüger, Geschäftsführer der Belius GmbH, zu sprechen – einem klarsichtigen, kreativen und zugleich zutiefst gesellschaftlich verankerten Stadtentwickler unserer Zeit. Andreas blickt auf einen Werdegang, der so vielfältig ist wie ein Stadtquartier selbst: vom Seefahrer-Traum und einer Tischlerlehre über Stationen in Kalifornien und Göttingen bis hin zur Leitung von Modulor GmbH und zur Gründung von Belius , einem Unternehmen, das sich der gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung verschrieben hat. Wir sprachen über das „Dorf in der Stadt“, das einst rund um den Moritzplatz in Berlin entstand. Über die HallenKalk in Köln, über Tübingen, über die Markthallenlandschaft Deutschlands. Und über ein neues Verantwortungsverständnis in der Immobilienwelt: „Ich bin nicht gegen Geldverdienen. Aber Gemeinwohl ist kein Add-on. Es ist der Prüfstein, ob ein Projekt wirklich Bestand hat.“ Besonders eindrücklich: Wie aus einem kleinen Kreativunternehmen ein Standort mit über 50.000 m² wurde – ohne Plan, aber mit Haltung: „Wir haben uns der Welt ausgesetzt. Und die Welt hat uns gefunden.“ Denn Andreas ist nicht nur Planer und Unternehmer, sondern auch Moderator, Brückenbauer und Prozessgestalter. Über zwölf Jahre moderierte er den Runden Tisch Liegenschaftspolitik in Berlin. Seine Motivation: „Ich denke, dass man Welt machen kann. Und wenn man das Gefühl hat, man kann den Unterschied machen – dann muss man das auch tun.“ Und was braucht es dafür? Eine antizipierende Haltung, wie er es nennt. Weniger Reaktion, mehr Vorausschau. Weniger Hindernisse, mehr Vertrauen. Und vor allem Räume – physische und soziale –, in denen Dialog entstehen kann, bevor Konflikte entstehen.
37 Minuten
Wohnungsnot gemeinsam meistern. Im Gespräch mit Nathanael Over wurde eines ganz deutlich: Wohnen ist weit mehr als Quadratmeter. Es geht um Würde, um Sicherheit, um Miteinander. Und darum, wie wir als Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Auch als Immobilienwirtschaft. „Das Wort zuhause ist für mich ein zentraler Begriff geworden. Wenn wir es schaffen, sichere Orte für alle zu schaffen, dann verändert das auch unsere Gesellschaft und unser Miteinander. Dann gibt das weniger Aggression und mehr Lebensstabilität.“ Wir haben gesprochen über: – die Kraft einer neuen Baukultur des Miteinanders – über das, was entsteht, wenn Vision und Notwendigkeit zusammenkommen – über einfache, verantwortungsvolle Architektur mit gesellschaftlichem Impact – über Investoren, die soziale Wirkung wollen – und auch Rendite – über das Bauen mit gesundem Menschenverstand Sein gerade erschienenes Buch „Die Wohnwende. Wie ein Zuhause für uns alle bezahlbar, nachhaltig und gerecht wird“ ist eine Einladung, anders über Wohnen nachzudenken. "Die Wohnungsnot ist wie ein Riss durch unsere Gesellschaft. Aber wir können ihn schließen – wenn wir bereit sind, neu zu denken und endlich zu handeln."
42 Minuten
Nicole Höhr von coinel denkt Immobilien nicht in Quadratmetern, sondern in Beziehungen. Nicht in Flächen, sondern in Energie. Sie spricht von Teilen und Teilhabe, von Vertrauen, Menschlichkeit und neuen Ankerpunkten für unsere Innenstädte. Einige ihrer Sätze hallen nach: „Wir brauchen mehr Projekte mit gesellschaftlichem Impact.“ „Ohne Identifikation geht es nicht in unseren Orten und Städten.“ „Wenn du keinen Bezug zu deinen Mieter:innen hast, hast du dauerhaft ein Problem.“ „Die Innenstadt braucht Bildung, um Transformation zu ermöglichen.“ Und eben auch: „Wahrnehmen und wertschätzen – und so weit wie möglich das Leben leben.“ Natalie Bräuninger und Anna Sebeszek sprachen mit ihr über Widerstand und darüber, warum Transformation oft durch den Schmerz geht – aber sich am Ende lohnt. Weil neue Räume entstehen. Weil Energie zurückkehrt. Weil Orte zu Begegnungen werden. Unser Fazit: Wer Städte lebendig machen will, braucht Haltung. Und den Mut, neue Wege zu gehen. Nicole und coinel leben das – mit Projekten wie der Werft 16 in Düsseldorf-Heerdt, die spürbar anders sind. Reinhören lohnt sich. Besonders, wenn man wissen will, was eine House-Warming-Party mit Stadtentwicklung zu tun hat.
32 Minuten
„Ich habe mehr Hebel, mehr Wirkungskraft in der Projektentwicklung als in der klassischen Architektur.“ Als Architektin sowie Partnerin und Niederlassungsleiterin Rhein-Main bei der Landmarken AG und ULI Deutschland NEXT Chair beim ULI Germany bringt Frederike Klarheit, Haltung und Wärme in die Debatte um Stadtentwicklung. Nicht laut, aber tief. Wir haben gesprochen über: - die Stadt als Prozess - die Kraft von Transformation im Bestand - die aktuell männliche Marktphase - und warum Frankfurt mit seiner „kritischen Manövriermasse“ zur Vorreiterstadt werden kann. Danke, Frederike, für ein Gespräch, das Haltung mit Leichtigkeit verbindet.
38 Minuten
„Eine Stadt, die ich verlasse – und dann vermisse.“ Was macht Städte lebenswert – und wie erzählen wir ihre Geschichten? In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Susanne Peick, Chefredakteurin des polis Magazins und Projektleiterin der polis Convention, über emotionale Stadtentwicklung, Wachstumsschmerzen und das Bedürfnis nach mehr Haltung in der Kommunikation. Susanne plädiert für Städte mit Ecken und Kanten, für mehr Vorstellungskraft in der Stadtplanung – und für eine breitere Perspektive: „Stadt ist kein Ort nur für Fachexperten. Ich versuche beim polis Magazin, Fachthemen immer mit gesamtgesellschaftlichen Fragestellungen zu verbinden – damit sich jede*r abgeholt fühlt.“ Warum sie die polis Convention als Klassentreffen der Stadtentwicklung bezeichnet, wie wir wieder mehr Mut zur Vision entwickeln – und was sie bei PR-Arbeit häufig vermisst, erzählt sie im Gespräch.
45 Minuten
Was machen wir eigentlich mit Gebäuderessourcenpässen, wenn wir sie endlich haben? Und wie gelingt es, Zirkularitätsbewertung, CO₂-Schattenpreise und digitale Prozesse wirklich in die Praxis zu bringen? Natalie Bräuninger und Anna Sebeczek im SphereRaum Talk mit Sebastian Theißen, Geschäftsführer von LIST Eco! Mit dem “Wingman für mehr Nachhaltigkeit” sprachen die beiden über echte Hebel für Nachhaltigkeit, über Forschung, Praxis – und über die Frage, wie Wirtschaftlichkeit und Verantwortung zusammenkommen können. Ein Gespräch, das zeigt: Nachhaltigkeit im Bauwesen ist keine Zukunftsvision – sie ist harte Arbeit, kluge Kommunikation und ein langer Weg mit vielen Schnittstellen. “Wir müssen weiter dranbleiben, es wird sich lohnen. Ich weiß, es ist komplex, wir können nicht eins nach dem anderen machen, denn es gibt einfach starke Wechselwirkungen. Weiter, immer weiter!” sagt er. Danke, Sebastian, für deine Klarheit und die vielen Impulse!
33 Minuten
"Ich bin Metropolistin." Ein Satz, der hängen bleibt – und ein Gespräch, das inspiriert. Im neuen SphereRaum Talk reden Natalie Bräuninger und Anna Sebeczek mit Carolin Schröder, COO Projekte bei der Metropol Immobiliengruppe, über ihren beeindruckenden Weg von der Praktikantin zur Führungskraft, über gelebte Werte, Haltung in der Projektentwicklung und das Quartier ZOHO in Köln-Zollstock. Wir sprechen über: – Karriere inhouse & frühe Verantwortung – Metropol als Bestandshalter mit Haltung – Warum es bei Metropol kein „Schema F“ gibt – Frauen in der Immobilienbranche – Die neue Logistiksparte Metroloq Carolin sagt: "Ich habe mich in die Branche reingearbeitet." "Ich identifiziere mich zu 100 % mit dem Unternehmen." Wer mehr über moderne Quartiersentwicklung, Unternehmenskultur und Female Leadership erfahren will, sollte reinhören!
44 Minuten
Es ging um Nachverdichtung, um Nachhaltigkeit, um Quartiere, bezahlbaren Wohnraum, um Standards und um Effizienz. Anna Rzymelka, Niederlassungsleiterin NRW bei der Instone Real Estate, ist gelernte Architektin mit langjähriger Erfahrung in der Projektentwicklung und kennt daher die Balance zwischen gestalterischer Qualität, technischer Machbarkeit und wirtschaftlicher Optimierung. Im Gespräch mit Natalie Bräuninger und Anna Sebezek ging es zudem um folgende Themen: – Nachverdichtung als Chance – Warum es nicht nur darum geht, vorhandene Flächen weiterzubauen, sondern echte Mehrwerte für Stadt und Bewohner:innen zu schaffen. – Nachhaltige Quartiersentwicklung – Wie hohe Effizienzstandards, kluge Mobilitätskonzepte und soziale Infrastruktur Hand in Hand gehen können. – Herausforderungen im Wohnungsbau – Was sich in den letzten Jahren verändert hat und welche Stellschrauben wirklich zu einer wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Bauweise beitragen. – Vom Entwurf zur Realität – Ein Einblick in Annas eigenen Werdegang von der Architektur zur Quartiersentwicklung und was es braucht, um in der Branche langfristig etwas zu bewegen.
41 Minuten
"Wir können uns in unseren Städten nicht verwirklichen mit unseren Ideen, weil die Grundstücke in privaten Händen liegen. Und solange dies so der Fall ist, können wir die Städte nicht entwickeln. Deswegen ist die Stadt der Zukunft im Grunde eine Illusion." Ein starkes Statement von Barbara Possinke, geschäftsführende Gesellschafterin von RKW Architektur +, mit der Natalie Bräuninger und Anna Sebeczek in der neuesten Folge des SphereRaum Talks über die Herausforderungen unserer Städte gesprochen habe. Wie entwickeln wir nachhaltige und lebenswerte Städte, wenn Raum zur Ware wird? Barbara spricht über die unausgewogenen Kräfteverhältnisse in der Stadtentwicklung, die Privatisierung von Flächen und die damit verbundenen Herausforderungen für Architektinnen und Stadtplanerinnen. Sie plädiert für eine systemische Veränderung, denn: Städte können nur dann nachhaltig gestaltet werden, wenn der öffentliche Raum nicht zum „Restraum“ verkommt. Warum müssen wir den Bestand stärker in den Fokus rücken? In unserem Gespräch ging es auch um das enorme Potenzial von Bestandsgebäuden. Abriss sollte die Ausnahme sein – stattdessen braucht es kreative Lösungen für Revitalisierung und Umnutzung. Barbara teilt spannende Einblicke in ihre Projekte und ihre Vision für eine Architektur, die sich stärker an den Bedürfnissen der Menschen und den Anforderungen des Klimawandels orientiert.
42 Minuten
"Wenn uns eines nicht fehlt in dieser Branche, dann ist es Selbstbewusstsein. (...) Und wenn man von diesem hohen Ross des Selbstbewusstseins einmal runterkommen würde und sich hin-integrieren würde in Richtung Proptechs, Startups, Technologie – ich glaube dann würden wir in einem weniger testosterongetriebenen Level unterwegs sein und einfach ein bisschen mehr g'scheites G'schäft machen", sagt Manuel Niederhofer.
40 Minuten
“Aus meiner Sicht braucht es eine gesamtheitliche Energiestrategie”, sagt Ulrike Janssen. In der neuesten Folge unseres Podcasts begrüßen Natalie Bräuninger und Anna Sebeczek die Geschäftsführerin der LEG-Immobilien-Gruppe, die uns ihre Perspektiven zur Dekarbonisierung und Regulatorik aber auch zu Female Leadership in der Immobilienbranche näherbringt. Unter Ulrikes Leitung treibt die LEG wegweisende Projekte hin zur Energiewende im Wohnungsbau voran und setzt neue Maßstäbe im Bereich des bezahlbaren und nachhaltigen Wohnens. Und sie spricht sehr offen und ehrlich über politische Rahmenbedingungen und was sie hier anders machen würde.
27 Minuten
Wie kombiniert man Nahversorgung mit Wohnraum, Nachhaltigkeit und innovativer Stadtentwicklung? Gibt es eigentlich einen ALDI-Baukasten für Mixed-Use-Objekte? Und was plant ALDI Süd in der Zukunft? Der Discounter auf Erfolgskurs in der Immobilienbranche: Vor einigen Jahren hat sich der Discounter mit der Gründung einer neuen Immobilienverwaltungsgesellschaft neu ausgerichtet. Heute hat die Immobiliensparte etwa 500 Mitarbeitende. Zudem fließt jährlich ein dreistelliger Millionenbetrag in das Immobilienportfolio. ALDI Süd hat sich auch zu einem bedeutenden Akteur auf dem Immobilienmarkt entwickelt. Darüber hinaus ist das Unternehmen aktiv auf der Suche nach neuen Partnerschaften im Immobiliensektor. In dieser Podcast-Folge erfahrt ihr mehr zu: – Mixed-Use-Immobilien: Wie und wo Handel, Wohnen und Büroflächen erfolgreich kombiniert werden. – Nachhaltige Bauweise: Vom Holzbau bis zu energieeffizienten Sanierungen. – Feierabend-Parken: Smarte Lösungen für urbane Räume. – Partnerschaften: Zusammenarbeit mit Städten, Kommunen und Architekt/-innen. – Visionen für die Zukunft: Wie ALDI Süd die Immobilienbranche verändert. Einblicke aus erster Hand: Jan Riemann, Group Director Real Estate bei ALDI Süd, gibt spannende Einblicke in Projekte wie Duisburg und Waldbronn. Zudem teilt er seine Perspektiven zu Digitalisierung, Umsetzungsgeschwindigkeit und Standardisierung.