Der Zweite Gedanke
Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, n...
Podcaster
Episoden
12.02.2026
49 Minuten
Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Carolina Chimoy und Nell Zink
"Das Musterland der Demokratie sehen wir so schnell nicht wieder."
(Carolina Chimoy) Ein Jahr nach dem Amtsantritt von Donald Trump II
kommt es zum ersten Aufbegehren der Zivilgesellschaft und der
Kulturwelt gegen den immer autokratischer regierenden
US-Präsidenten. Manche Beobachter sprechen jetzt von einem
Wendepunkt. Spätestens seit den tödlichen Schüssen in Minneapolis
scheint sich etwas gelöst zu haben: Zunächst demonstrierten
Tausende auf den Straßen der Stadt, dann in über 40 Bundesstaaten
und jetzt meldet sich auch die Kultur zu Wort. Auf den ganz großen
Bühnen: Zuletzt in Person von Latin-Superstar Bad Bunny bei der
Superbowl Halftime Show. Host Lukasz Tomaszewski spricht mit der
Journalistin Carolina Chimoy und der Schriftstellerin Nell Zink
über staatliche Repressionen und die zunehmende Angst im Land. Und
über die ersten, die dagegen aufbegehren. Kapitel: 00:00:00 Intro/
Der erste Gedanke 00:03:43 Trump-Gegner Bad Bunny 00:12:42
Protesthymne von Bruce Springsteen 00:15:30 Repressionen und Angst
im Land of the Free 00:26:20 Young Republicans und Dumpinglöhne
00:30:29 Alptraum für Migranten 00:35:23 Checks and Balances
verloren? 00:42:06 Protestformen 00:44:57 Wendepunkt 00:47:38 Der
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29.01.2026
1 Stunde 3 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Sabine Rennefanz und René Wilke
Auf den ersten Blick hat sich Bad Saarow am Scharmützelsee zum
Postkartenidyll entwickelt. Doch je länger der Abriss des Alten
nach der DDR zurückliegt, desto lebendiger wirken die Gespenster
der Vergangenheit – nicht nur im Osten Brandenburgs. Im Kontext der
Inszenierung „Heimsuchung“ nach dem gleichnamigen Roman von Jenny
Erpenbeck denken die in Beeskow geborene Autorin Sabine Rennefanz
und der Innenminister des Landes Brandenburg, René Wilke, darüber
nach, wer sich heute in der Idylle zu Hause fühlen darf und wie es
politisch und gesellschaftlich weitergehen soll. Mit dabei: die in
Bad Saarow lebende Architektin und Gemeinderätin Silke Wagenitz.
Aufgezeichnet am 24. Januar 2026 im Deutschen Theater Berlin, in
Kooperation mit DT Kontext. Sabine Rennefanz wurde in Beeskow
geboren und arbeitet als Kolumnistin für Der Spiegel und
Tagesspiegel. Zuletzt erschien der Roman „Kosakenberg“ (Aufbau).
René Wilke ist Minister des Innern und für Kommunales des Landes
Brandenburg. Von 2018 bis 2025 war er Oberbürgermeister seiner
Heimatstadt Frankfurt/Oder. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:02:58
Scharmützelsee als Heimat 00:09:00 Zugang zum See in der
Vergangenheit Bad Saarows 00:19:25 Kolonisierung heute? 00:33:52
Warum AfD? 00:36:42 Parteilose Politiker 00:40:25 Brandmauer
00:44:48 Wie weiter in Brandenburg? 00:50:13 Publikumsfrage: Dritte
Orte und Politik 00:57:22 Zugang zu gemeinsamer Realität 01:01:44
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22.01.2026
50 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Barbara Mittelhammer und Azadeh
Zamirirad „Der Widerstand wird nicht nachlassen.“ (Azadeh
Zamirirad) In der langen iranischen Revolutionstradition zeigen die
aktuellen Proteste eine große Verzweiflung, zugleich ungeheuren Mut
und Energie, meint die Politikwissenschaftlerin Azadeh Zamirirad.
Den Protestierenden geht es um ein Leben in Freiheit, betont die
Analystin Barbara Mittelhammer. Das Regime der Islamischen Republik
reagiert mit extremer Gewalt und einem radikalen Internet-Shutdown.
Doch der Widerstand im Land hat eine neue, landesweite Solidarität
zwischen den Ethnien und Schichten entwickelt, und die diversen
Oppositionskräfte – in den Gefängnissen, an Universitäten und auf
Basaren - brauchen jetzt internationale Aufmerksamkeit und
konkrete, humanitäre und technische Unterstützung. Azadeh Zamirirad
ist Irananalystin und seit 2024 Leiterin der Forschungsgruppe
Afrika und Mittlerer Osten bei der Stiftung Wissenschaft und
Politik in Berlin (SWP). Barbara Mittelhammer ist unabhängige
politische Analystin. Sie berät Ministerien, Think Tanks,
Stiftungen und zivilgesellschaftliche Organisationen zu
feministischer Außenpolitik und Zivilgesellschaft in der Außen- und
Sicherheitspolitik. Kapitel: 00:00:00 Intro / Der erste Gedanke
00:02:00 Breiter Protest, beispiellose Gewalt des Regimes 00:15:06
Internet-Shutdown 00:18:55 Machtstruktur der Islamischen Rep.
00:27:26 Rolle der Diaspora und des "Kronprinzen" Reza Pahlavi
00:33:05 Oppositionsgruppen und Solidarität in Iran 00:35:40
Ethnische Vielfalt 00:42:24 Rolle USA und Möglichkeiten der EU
00:49:48 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s.
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15.01.2026
44 Minuten
Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Christoph Safferling und
Bernd Greiner "Amerika groß zu machen, heißt andere klein zu
machen." (Bernd Greiner) Die US-Regierung degradiert das
Völkerrecht zu einer "internationalen Nettigkeit". Das Recht des
Stärkeren soll durchgesetzt werden - Venezuela hat das zuerst zu
spüren bekommen. In Deutschland und Europa reagiert man mit
Unsicherheit und vagen Formulierungen: Die Lage sei "komplex".
Müssen wir uns also vom Völkerrecht verabschieden? Mitnichten,
sagen der Völkerrechts-Experte Christoph Safferling und der
Historiker und US-Spezialist Bernd Greiner. Trotzdem stehe die
Weltordnung am Scheideweg. Wie also das Völkerrecht verteidigen?
Was verrät ein Blick in das Innere der USA über die Zukunft der
regelbasierten Ordnung? Bernd Greiner ist Historiker,
Politikwissenschaftler und Amerikanist.Sein Buch "Weißglut. Die
inneren Kriege der USA." erschien 2025 bei C.H. Beck. Christoph
Safferling ist Professor für Strafrecht, Internationales Strafrecht
und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität
Nürnberg-Erlangen. Im dtv-Verlag erschien zuletzt "Ohnmacht des
Völkerrechts. Die Rückkehr des Kriegs und der
Menschheitsverbrechen." (2025). Kapitel: 00:00:00 Intro 00:01:56
War der US-Angriff auf Venezuela vom Völkerrecht gedeckt? 00:06:50
Ein Bruch mit dem Völkerrecht? 00:08:54 Warum das Völkerrecht
größer als Trump ist. 00:16:58 Wie sollten EU und Deutschland
reagieren? 00:20:57 Ein Sieg für das „Recht des Stärkeren“?
00:27:00 Warum will Trump Grönland? 00:30:18 Was sagen die
US-Wähler? 00:35:22 Welche Kraft haben die Proteste in den USA?
00:39:36 Zweite Gedanken 00:43:44 Outro Mehr Infos und Fotos s.
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08.01.2026
52 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Ingo Petz und Ina Rumiantseva
„Wir brauchen harte Definitionen, was ist Recht, was ist Unrecht.“
(Ina Rumiantseva) Der Wandel der Weltordnung hat zum Jahreswechsel
keine Pause eingelegt, im Gegenteil. Besonders zwei Ereignisse
sorgten im Dezember und Januar für internationale Aufmerksamkeit,
in zwei Ländern, die selten im Fokus der weltweiten Nachrichten
stehen: Belarus und Venezuela. In beiden Fällen spielt der
US-Präsident eine entscheidende Rolle. Mit dem belarussischen
Präsidenten Lukaschenka vereinbarte Donald Trump einen Deal, der
zur Freilassung vieler, auch prominenter politischer Gefangener
führte. In Venezuela ließ er den amtierenden Präsidenten Nicolás
Maduro verhaften und entführen. Wie hängen die beiden Ereignisse
zusammen? Was bedeuten diese US-Interventionen für Europa, und
welche Rolle kann und sollte die EU in der neuen Welt(un)ordnung
spielen? Ingo Petz ist Leiter des Belarus-Projektes und
Gesellschafter bei der gemeinnützigen Medien-Plattform dekoder.org.
2025 erschien sein Buch „Rasender Stillstand: Belarus – eine
Revolution und ihre Folgen“ (edition fotoTapeta). Ina Rumiantseva
ist eine in Ostberlin geborene Menschenrechtsaktivistin, Sie war
stellv. Vorsitzende von RAZAM e.V. und gründete Ende 2024 gründete
den Verein Taskforce Belarus. Sie ist die erste Preisträgerin des
Werner-Schulz-Preises. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:03:43
Geopolitische Bedeutung von Belarus 00:08:40 Verhältnis Putin und
Lukaschenko 00:13:39 Politische Gefangene in Belarus 00:20:20
"Deal" zwischen USA und Belarus 00:31:00 Worum geht es Trump in
Belarus 00:36:22 Lukaschenkos Einladung an Maduro 00:39:22 Wir
wirkt die Entführung Maduros auf Lukaschenko und Putin 00:43:07
Aufgaben für Europa 00:48:20 Hoffnung für 2026 00:51:23 Outro/ Der
zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s.
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Über diesen Podcast
Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen
nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung,
Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur,
Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst,
aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet
sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel
spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden.
Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat.
Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern
knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.
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