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  3. Architektourist - der Podcast für Architektur, Bautechnik und Baukultur Podcast

Episoden

17 Minuten
Die Sommer werden heißer, die Nächte kühlen kaum noch ab. Während Hersteller von Klimageräten angesichts steigender Temperaturen für mehr aktive Kühlung werben, setzen viele Architektinnen und Architekten auf passive Maßnahmen und möglichst wenig Gebäudetechnik. Doch wie finden wir heraus, welche Lösung langfristig sinnvoll ist?

Beim Forum Nachhaltige Architektur der DGNB am 21. Oktober 2026 in Mannheim stand genau diese Frage im Mittelpunkt. Die Vorträge und Diskussionen haben mich darin bestärkt, unsere technischen Gewohnheiten zu hinterfragen. Wie viel können Verschattung, Speichermasse, Nachtlüftung und eine klug geplante Gebäudehülle leisten? Wo stoßen passive Konzepte an ihre Grenzen? Was passiert, wenn komplexe Anlagen im Gebäudebetrieb mehr Probleme schaffen, als sie lösen?

In dieser Debatte sollten auch die unterschiedlichen Perspektiven gehört werden. Planende, Hersteller, Bauherrschaften und Gebäudenutzende bringen eigene Erwartungen und Erfahrungen mit. Diese miteinander abzugleichen, kann helfen, tragfähige Konzepte für die Baupraxis zu entwickeln. In dieser Bau.Pause greife ich Gedanken aus Mannheim auf, verbinde sie mit aktuellen Diskussionen über aktive Kühlung und frage, wie wir Gebäude planen können, die auch in einem wärmeren Klima zuverlässig funktionieren.

Weitere Links: Forum Nachhaltige Architektur 2026

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

SHIFT, internationale Initiative für klimaangepasste Architektur

Coverbild: KI-generiert mit ChatGPT

Der Podcast:

Architektourist bietet eine Hörreise durch unsere gebaute Umwelt. In jeder Episode nehmen wir Euch mit in die Welt der Architektur und Baustoffe, erkunden kreative Anwendungen und tauchen ein in die Geschichten hinter den Bauprojekten – von der ersten Skizze bis zur fertigen Umsetzung.

Seid bei der nächsten Folge wieder dabei, wenn wir weitere spannende Projekte und Persönlichkeiten aus der Welt des Bauens vorstellen. Wenn Euch die Episode gefallen hat, abonniert Architektourist bei Eurem bevorzugten Podcast-Anbieter.

Ihr habt Fragen oder Vorschläge? Wir freuen uns auf Eure Nachrichten unter kontakt@architektourist.de.
18 Minuten
Die Saar zieht unten im Tal ihre Schleife, die Hänge steigen steil auf, Reben zeichnen Linien in die Landschaft. Hoch darüber steht auf dem Wiltinger Schlossberg die Weinmanufaktur Van Volxem. Heller Naturstein, klare Baukörper, ein Turm an der Hangkante, große Fenster mit weitem Blick über die Weinberge. Darunter liegen Räume für Produktion, Reifung, Arbeit und Gastlichkeit.

Für diese Bauwerk.Stimme bin ich zurück an die Saar gereist, zumindest gedanklich. Nach einem Besuch im Sommer bei Van Volxem wollte ich genauer verstehen, wie dieser Ort entstanden ist. Warum baut ein Weingut eine solche Manufaktur? Welche Rolle spielen Landschaft, Material, Logistik und Geschichte? Wie entsteht Architektur, die präzise wirkt und zugleich Menschen willkommen heißt?

Darüber habe ich mit Roman Niewodniczanski gesprochen. Er hat Van Volxem im Jahr 2000 übernommen, das historische Gut im Ortskern von Wiltingen restauriert und viele Jahre nach dem richtigen Standort für eine neue Manufaktur gesucht. Im Gespräch erzählt er von Vorbildern in der internationalen Weinwelt, von der langen Suche nach dem passenden Ort, vom Modell des gesamten Saar-Tals, vom Turm als Landmarke und von Details, für die er mit großer Konsequenz gekämpft hat.

Gesprächspartner in dieser Episode: Roman Niewodniczanski, Eigentümer des Weinguts Van Volxem in Wiltingen an der Saar

Baubeteiligte: Architektur und künstlerische Oberleitung: arch.tv Trojer Vonmetz Architekten, Terlan

Detailentwicklung und Bauleitung: roth-architektur, Trier

Innenarchitektur: KnallGrau, Bad Soden

Landschaftsarchitektur: ernst + partner, Trier

Bauherr: Roman Niewodniczanski, Weingut Van Volxem

Weitere Links zur Folge: Weinmanufaktur Van Volxem beim Architekturpreis Wein 2022

#50 Bauwerk.Stimme: Weingut Cantzheim in Kanzem an der Saar

Coverbild: KI-generiert mit ChatGPT

Der Podcast:

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29 Minuten
Ein leerstehendes Kaufhaus in der Innenstadt. Die Rolltreppen stehen still, hinter den Schaufenstern liegt Staub. Früher gehörte dieses Gebäude zum Alltag vieler Menschen. Heute steht es da und stellt eine Frage: Was kann hier wieder entstehen? Dann ist da noch eine Wiese am Rand eines bestehenden Quartiers. Noch wächst dort Gras, noch gibt es keine Klingelschilder, keine Fahrräder vor dem Eingang, keine Kinderstimmen im Hof. Aber in den ersten Projektunterlagen stehen längst Zahlen: Wohnungen, Quadratmeter, Stellplätze, Geschosse, Baukosten. Zwei erfundene Orte, aber sehr reale Situationen. In vielen Städten suchen große Bestandsgebäude eine neue Rolle. Gleichzeitig sollen dringend Wohnungen entstehen: schnell, bezahlbar, klimagerecht und mit Qualität für viele Jahrzehnte. An solchen Punkten wird entschieden, wie Stadt weitergebaut wird.

Für diese Folge habe ich mit Andrea Gebhard gesprochen. Sie ist Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, leitet in München das Büro mahl gebhard konzepte und ist Präsidentin der Bundesarchitektenkammer. Mit Architekturwettbewerben kennt sie sich aus vielen Perspektiven aus: als Planerin, Preisrichterin, Juryvorsitzende und als berufspolitische Stimme der Architektenschaft. Sie erklärt, warum eine gute Auslobung so wichtig ist, welche Rolle Bauherrschaften im Preisgericht spielen und weshalb eine Jury nicht automatisch Kontrollverlust bedeutet. Sie erzählt von einer Wettbewerbsarbeit, die fast ausgeschieden wäre und am Ende den ersten Preis gewann. Und sie spricht darüber, wie viel Zeit, Wissen und Herzblut in Entwürfen steckt, von denen am Ende nur einer realisiert werden kann.

Die Folge erscheint im Vorfeld der Expo Real. Dort wird viel über Grundstücke, Renditen, ESG-Ziele, Bestand, Wohnungsbau, Finanzierung und Transformation gesprochen. Diese Episode stellt dazu eine einfache, aber grundlegende Frage: Was machen wir aus diesem Ort?

Expertin in dieser Episode: Andrea Gebhard – Landschaftsarchitektin, Stadtplanerin, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer

Links zur Folge: Bundesarchitektenkammer

Andrea Gebhard bei der Bundesarchitektenkammer

mahl gebhard konzepte

Wettbewerbswesen bei der Bundesarchitektenkammer

Expo Real

Coverbild: KI-generiert

Der Podcast:

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9 Minuten
Wer entscheidet künftig, welches Fenster verbaut wird: das Architekturbüro oder das System, in das es eingebettet ist? In dieser Bau.Pause führe ich die Gedanken aus Teil 1 weiter und frage, was es bedeutet, wenn sich der Wettbewerb im Bauen tatsächlich vom Baustoff zum Bausystem verschiebt.

Die Folge knüpft an eine Erfahrung aus meiner eigenen Arbeit in der Herstellerkommunikation an: Jahrelang ging es darum, möglichst früh ins Architekturbüro zu kommen. Was passiert mit diesem Prinzip, wenn künftig häufiger komplette Bausysteme gewählt werden? Ich denke über die Rolle von Herstellern und freien Architekturbüros nach und warum gerade der heterogene Bestand perfekt durchorganisierte Bauplattformen an ihre Grenzen bringt. Mass Customization taucht dabei als möglicher Schlüssel auf, um industrielle Effizienz mit hoher Variantenfähigkeit zu verbinden.

Diese Folge schließt die zweiteilige Bau.Pause zum seriellen Bauen ab und führt zu einem einfachen Gedanken: Was lässt sich sinnvoll wiederholen und wo braucht eine Bauaufgabe tatsächlich eine individuelle Antwort?

Weitere Links: dena / Energiesprong: Serielles Sanieren

dena: Produktkatalog Serielles Sanieren

Goldbeck-System

Der Podcast:

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11 Minuten
Kalksandstein für Schallschutz, Ziegel für Behaglichkeit, Beton für Formfreiheit: Jahrelang habe ich Pressetexte geschrieben, in denen der Baustoff im Mittelpunkt stand. In dieser Bau.Pause denke ich darüber nach, warum diese Logik ins Wanken gerät und warum sich der Wettbewerb im Bauen zunehmend vom Material zum Prozess verschiebt.

Hinter dieser Folge steckt eine Beobachtung, die mich schon länger begleitet: Wenn Baukosten steigen, Fachkräfte fehlen und Anforderungen wachsen, zählt immer stärker, wie gut sich eine Bauweise in einen verlässlichen und industrialisierten Prozess übersetzen lässt. Ich verbinde das mit einer alten Idee, die gerade neu verhandelt wird. Serielles Bauen ist keine Erfindung der Gegenwart, sondern reicht bis in die Moderne und die Nachkriegszeit zurück, mit einem Imageproblem, das bis heute nachwirkt. Dabei sortiere ich auch die Begriffe Elementbau, modulares und systemisches Bauen und gehe der Frage nach, was eine Bauweise tatsächlich seriell macht.

Diese Folge ist der erste Teil einer zweiteiligen Bau.Pause zum seriellen Bauen, ein gedanklicher Rundgang vom Baustoff über das Bauteil zum System, mit einem Ausblick auf die Frage, die Teil 2 weiterverfolgt: Wer bestimmt künftig, wie wir bauen?

Weitere Links: GdW: Serielles Bauen 2.0

Bundesarchitektenkammer: Serieller Wohnungsbau

BMWSB: Serielles, modulares und systemisches Bauen

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Über diesen Podcast

Architektourist ist ein Podcast über Architektur, Baukultur und die Geschichten, die im Bauen stecken. Ich nehme dich mit an Orte, an denen unsere gebaute Umwelt entsteht: in Planungsbüros und Werkstätten, auf Baustellen und Werksgelände, in bestehende Gebäude, neue Quartiere, Forschungslabore und Materialwelten. Dabei geht es um Baustoffe und Konstruktionen, um Entwurfsprozesse und Produktionsweisen, um Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und die Frage, wie wir künftig besser bauen, umbauen und weiterdenken können. Mich interessiert, wie gute Gebäude entstehen, welche Entscheidungen sie formen, welche Haltung in ihnen steckt und was Materialien, Details und Prozesse über unsere Zeit erzählen. Architektourist richtet sich an Architekt:innen, Planende, Studierende, Bauingenieur:innen, Hersteller, Entwickler:innen und alle, die Bauprojekte genauer verstehen möchten, vom ersten Gedanken bis zum gebauten Raum.
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