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  3. Architektourist - der Podcast für Architektur, Bautechnik und Baukultur Podcast

Episoden

11 Minuten
Kalksandstein für Schallschutz, Ziegel für Behaglichkeit, Beton für Formfreiheit: Jahrelang habe ich Pressetexte geschrieben, in denen der Baustoff im Mittelpunkt stand. In dieser Bau.Pause denke ich darüber nach, warum diese Logik ins Wanken gerät und warum sich der Wettbewerb im Bauen zunehmend vom Material zum Prozess verschiebt.

Hinter dieser Folge steckt eine Beobachtung, die mich schon länger begleitet: Wenn Baukosten steigen, Fachkräfte fehlen und Anforderungen wachsen, zählt immer stärker, wie gut sich eine Bauweise in einen verlässlichen und industrialisierten Prozess übersetzen lässt. Ich verbinde das mit einer alten Idee, die gerade neu verhandelt wird. Serielles Bauen ist keine Erfindung der Gegenwart, sondern reicht bis in die Moderne und die Nachkriegszeit zurück, mit einem Imageproblem, das bis heute nachwirkt. Dabei sortiere ich auch die Begriffe Elementbau, modulares und systemisches Bauen und gehe der Frage nach, was eine Bauweise tatsächlich seriell macht.

Diese Folge ist der erste Teil einer zweiteiligen Bau.Pause zum seriellen Bauen, ein gedanklicher Rundgang vom Baustoff über das Bauteil zum System, mit einem Ausblick auf die Frage, die Teil 2 weiterverfolgt: Wer bestimmt künftig, wie wir bauen?

Weitere Links: GdW: Serielles Bauen 2.0

Bundesarchitektenkammer: Serieller Wohnungsbau

BMWSB: Serielles, modulares und systemisches Bauen

Der Podcast:

Architektourist bietet eine Hörreise durch unsere gebaute Umwelt. In jeder Episode nehmen wir Euch mit in die Welt der Architektur und Baustoffe, erkunden kreative Anwendungen und tauchen ein in die Geschichten hinter den Bauprojekten – von der ersten Skizze bis zur fertigen Umsetzung.

Seid bei der nächsten Folge wieder dabei, wenn wir weitere spannende Projekte und Persönlichkeiten aus der Welt des Bauens vorstellen. Wenn Euch die Episode gefallen hat, abonniert Architektourist bei Eurem bevorzugten Podcast-Anbieter.

Ihr habt Fragen oder Vorschläge? Wir freuen uns auf Eure Nachrichten unter kontakt@architektourist.de.
36 Minuten
Wohnungsbau mit System verspricht kürzere Bauzeiten, besser kalkulierbare Kosten und einen hohen Grad an Vorfertigung. Gleichzeitig berührt diese Bauweise zentrale Fragen der Architektur und Planung: den Umgang mit Wiederholung, den gestalterischen Spielraum und die Rolle externer Büros und regionaler Handwerksbetriebe. Für diese Folge geht es nach Hirschberg an der Bergstraße. Dort spreche ich mit Andreas Göbel, Architekt und Head of Business Development Residential bei Goldbeck.

Die Folge unterscheidet systemisches, serielles und modulares Bauen und zeigt, wie das Wohnungssystem des Unternehmens funktioniert. Es geht um Vorfertigung, Bauzeit und Kosten, um frühe Planungsentscheidungen und um die Zusammenarbeit mit freien Architekturbüros und dem regionalen Handwerk. Auch die Kritik aus der Architektenschaft spielt eine wichtige Rolle. Große Gesamtvergaben können den Wettbewerb verändern und kleinere Büros unter Druck setzen. Zugleich zeigt sich, dass ein konstruktiver Rahmen kreative Entwürfe nicht ausschließen muss. Die Folge nähert sich dem systemischen Wohnungsbau deshalb aus mehreren Richtungen. Sie betrachtet die Chancen des Verfahrens, seine Grenzen und die Frage, wie daraus schneller realisierbarer Wohnraum mit architektonischem Anspruch entstehen kann.

Experte in dieser Episode: Andreas Göbel – Architekt und Head of Business Development Residential bei GOLDBECK

Links zur Folge:

GOLDBECK

GOLDBECK Wohngebäude

Greenpark Berlin-Neukölln

Realisierungswettbewerb Bonn-Dottendorf

Coverbild: GOLDBECK (Wohnungsbau "Am Maisfeld" in Bargteheide)

Der Podcast:

Architektourist bietet eine Hörreise durch unsere gebaute Umwelt. In jeder Episode nehmen wir Euch mit in die Welt der Architektur und Baustoffe, erkunden kreative Anwendungen und tauchen ein in die Geschichten hinter den Bauprojekten – von der ersten Skizze bis zur fertigen Umsetzung.

Seid bei der nächsten Folge wieder dabei, wenn wir weitere spannende Projekte und Persönlichkeiten aus der Welt des Bauens vorstellen. Wenn Euch die Episode gefallen hat, abonniert Architektourist bei Eurem bevorzugten Podcast-Anbieter.

Ihr habt Fragen oder Vorschläge? Wir freuen uns auf Eure Nachrichten unter kontakt@architektourist.de.
33 Minuten
In dieser Folge geht es auf den Campus der Hochschule Darmstadt. Eine Woche lang geriet dort der gewohnte Hochschulbetrieb im Fachbereich Architektur bewusst aus dem Takt. Statt Vorlesungen und Entwurfsbesprechungen standen Bauen, Experimentieren und Improvisieren auf dem Programm. Anlass war die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 mit dem Motto „Design for Democracy“. Studierende und Lehrende arbeiteten gemeinsam an Pavillons, Projektionsflächen, Materialexperimenten und räumlichen Interventionen.

Bei einem Rundgang über den Campus besuche ich unter anderem eine immersive Projektionsfläche zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, einen sechs Meter hohen Hitzeschutzpavillon, einen Workshop mit natürlichen Farbpigmenten sowie den Ressourcengarten des Campus Baulabs. Beim Bauen im Maßstab 1:1 lernen Architekturstudierende, Konstruktionen und Materialien unter realen Bedingungen zu beurteilen, auf unerwartete Probleme zu reagieren und Entscheidungen im gebauten Maßstab zu treffen. Lehrende und Studierende suchen dabei Seite an Seite nach Lösungen.

Die Folge fragt außerdem, welche Rolle solche Erfahrungen künftig in der Architekturausbildung spielen. Wenn digitale Werkzeuge und Künstliche Intelligenz Planung und Darstellung verändern, rücken Lernmomente stärker in den Fokus, die sich kaum simulieren lassen: Material beurteilen, auf Unvorhergesehenes reagieren, Wissen teilen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Noch vor Ort: Der Hitzeschutzpavillon steht bis zum 9. August 2026 im Metzlerpark in Frankfurt und kann dort besichtigt werden.

Gesprächspartner:innen in dieser Episode:

Bastian Wibranek – Professor am Fachbereich Architektur und Innenarchitektur der h_da. Leitet das Lehrgebiet „edt - emerging design technologies“ mit Fokus auf digitale Planung, Konstruktion, Fertigung und Entwurf.

David Weifenbach – Masterstudent Architektur

Jan Kliebe – Professor am Fachbereich Architektur der h_da. Lehrt er vor allem in den Bereichen Baukonstruktion, Entwerfen und Baubetrieb.

Maya und Bengi – Bachelorstudentinnen Architektur

Ingo Haerlin – Professor im Studiengang Innenarchitektur am Fachbereich Architektur der h_da. Zuständig für u.a. die Bereiche Material, Konstruieren und Entwerfen.

Céline Grieb – Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Architektur/Innenarchitektur an der h_da und Doktorandin.

Daniela – Bachelorstudentin Architektur

Anke Mensing – Professorin im Studiengang Architektur/Innenarchitektur der h_da. Lehrt dort v.a. in den Bereichen Grundlagen, Möbel- und Elementebau sowie Entwerfen.

Links zur Folge:

Hochschule Darmstadt

Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt

World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026

Design for Democracy

Die Projekte der WDC h_da HandsOn Workshopwoche

Museum Angewandte Kunst Frankfurt

17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Coverbild: Hochschule Darmstadt (h_da)

Der Podcast:

Architektourist bietet eine Hörreise durch unsere gebaute Umwelt. In jeder Episode nehmen wir Euch mit in die Welt der Architektur und Baustoffe, erkunden kreative Anwendungen und tauchen ein in die Geschichten hinter den Bauprojekten – von der ersten Skizze bis zur fertigen Umsetzung.

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35 Minuten
In dieser Folge sind wir noch einmal auf dem Merck-Campus in Darmstadt. Nach dem großen Blick auf den Standort führt der zweite Teil der Mini-Serie hinein in ein Forschungsgebäude: das Translational Science Center.

Mit Dr. Bernd Maier, technischem Projektleiter des Neubaus, geht es vom Baustellencontainer über die Pläne hinein ins Gebäude.

Das TSC entsteht für den Unternehmensbereich Healthcare und soll rund 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenbringen. Es bündelt Forschungseinheiten, die bislang über den Standort verteilt waren, und schafft eine neue räumliche Struktur für translationale Forschung. Im Mittelpunkt stehen Labore, Wissensarbeitsplätze, Activity-Based-Working, hybride Besprechungsräume, Think Tanks, Atrium, Akustik und Begegnung. Auch die Fassade spielt eine wichtige Rolle: Sie verbindet Sonnenschutz, Tageslichtlenkung und bauintegrierte Photovoltaik. Dazu kommen Geothermie, DGNB-Zertifizierung und ein Energiekonzept, das für den Merck-Campus einen wichtigen Schritt in Richtung Dekarbonisierung markiert.

Experte in dieser Episode: Dr. Bernd Maier – Principal Project Lead, Engineering Services Site Management bei Merck

Links zur Folge: Merck KGaA

Translational Science Center

Merck-Campus Darmstadt

hammeskrause architekten

Coverbild: Merck

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32 Minuten
In dieser Folge geht es nach Darmstadt, auf den Merck-Campus. Der gewachsene Industrie- und Forschungsstandort verbindet Geschichte, Produktion, Forschung, Verwaltung und neue Architektur auf engem Raum. Im Gespräch mit Baldur Steimle, Head of Architectural Design bei Merck, geht es um die bauliche Transformation dieses Standorts: um den Masterplan, den Emanuel-Merck-Platz, die Öffnung zur Stadt, architektonische Leitplanken, den Umgang mit Bestand und die Frage, wie ein Unternehmen seine räumliche Zukunft über Jahrzehnte hinweg plant.

Dabei wird der Campus als ein Stück Stadt lesbar, das sich Schicht für Schicht verändert. Historische Werksbauten, neue Forschungs- und Arbeitswelten, transparente Grenzen, Fragen der Nachhaltigkeit und eine langfristige Energie- und Infrastrukturstrategie greifen ineinander.

Experte in dieser Episode: Baldur Steimle – Head of Architectural Design bei Merck

Links zur Folge: Merck KGaA

Merck-Campus Darmstadt

Innovation Center von HENN

Coverbild: Merck

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Über diesen Podcast

Architektourist ist ein Podcast über Architektur, Baukultur und die Geschichten, die im Bauen stecken. Ich nehme dich mit an Orte, an denen unsere gebaute Umwelt entsteht: in Planungsbüros und Werkstätten, auf Baustellen und Werksgelände, in bestehende Gebäude, neue Quartiere, Forschungslabore und Materialwelten. Dabei geht es um Baustoffe und Konstruktionen, um Entwurfsprozesse und Produktionsweisen, um Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und die Frage, wie wir künftig besser bauen, umbauen und weiterdenken können. Mich interessiert, wie gute Gebäude entstehen, welche Entscheidungen sie formen, welche Haltung in ihnen steckt und was Materialien, Details und Prozesse über unsere Zeit erzählen. Architektourist richtet sich an Architekt:innen, Planende, Studierende, Bauingenieur:innen, Hersteller, Entwickler:innen und alle, die Bauprojekte genauer verstehen möchten, vom ersten Gedanken bis zum gebauten Raum.
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