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Systemischer Kinderschutz Podcast – Für deine Inspiration und dein Empowerment im Kinderschutz!

Systemischer Kinderschutz Podcast – Für deine Inspiration und dein Empowerment im Kinderschutz!

Anja Thürnau – SYKK-Institut für systemischen Kinderschutz 60 Episoden Neueste vor 1 Woche
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Episoden

1 Stunde 48 Minuten
In dieser Themenfolge des Systemischen Kinderschutz Podcasts spreche ich mit Tobias Meilicke. Er ist Geschäftsführer des IZRD, dem Interdisziplinären Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung e.V. in Berlin. Wir sprechen über die Herausforderungen im Kinderschutz im Kontext und im Spannungsfeld von Extremismus. Tobias teilt seine Erfahrungen und Einsichten aus seiner Arbeit im Bereich von Radikalisierung und Extremismus.

In dieser Themenfolge sprechen wir über die Sensibilisierung für Extremismus im Kontext des Kinderschutzes und diskutieren, wie Fachkräfte Anzeichen von Radikalisierung bei Kindern erkennen können und welche Rolle Eltern dabei spielen. Zudem wird auf die Risiken für Fachkräfte eingegangen, insbesondere in Bezug auf Hausbesuche in extremistischen Umfeldern.

Wir sprechen über die Bedeutung der frühen Prävention im Kinderschutz, insbesondere in Bezug auf als radikal eingeschätzte Äußerungen von Kindern, die sie oft von ihren Eltern übernommen haben. Und über die Herausforderungen, mit denen Jugendämter konfrontiert sind, insbesondere im Umgang mit extremistischen Familien.

Die Bedeutung der Kinderrechte wird hervorgehoben, ebenso wie die Notwendigkeit, sowohl Ressourcen als auch Risiken im Kinderschutz zu berücksichtigen. Zentral dabei ist die Gesprächsführung mit Eltern, die möglicherweise extremistische Ansichten haben, um das Wohl der Kinder zu sichern. Zudem sprechen wir über die Bedeutung von Resilienzförderung und Sprachförderung als präventive Maßnahmen.

Tobias und ich sind uns sicher, die Rolle von Angst wird von extremistischen Akteure fokussiert und mobilisiert. Zudem wird die Auswirkung von ANGST auf die Gesellschaft und die Notwendigkeit, diese Ängste aktiv anzugehen, thematisiert. Tobias betont die Notwendigkeit, Grenzen im Umgang mit solchen Akteuren zu setzen und er stellt die Angebote und E-Learning-Programme vom IZRD als flexible Fortbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte vor. 

Wir beide betonen die Wichtigkeit von Biografiearbeit im Kinderschutz, in der Radikalisierungsprävention und die Herausforderungen, die das Jugendamt in der Gesellschaft hat.

Unbedingter Hörtipp!

️ Zitate aus der Folge:

»Wir müssen alles erwarten, auch das Gute. (Jo Schück)«

»Radikalisierung ist ein Prozess, den wir beeinflussen können.«

»Extremismus ist ein streitbarer Begriff, der weit vor Gewalt ansetzt.«

»Diskriminierung und Rassismuserfahrungen sind Radikalisierungsfaktoren.«

Hier findest du die Links zu den Angeboten des IZRD e. V.:

E-Learning Qualifizierung zum*r Weltanschauungs- und Extremismusbeauftragten (https://www.izrd.de/de/projekte/weiterbildungskurs-weltanschauungs-und-extremismusbeauftragte-welex.html)

Broschüre „ Im Spannungsfeld zwischen Kinderschutz und Extremismus. Sensibilisierung und Handlungssicherheit für pädagogische Fachkräfte (https://www.izrd.de/files/pdfs/Brosch%C3%BCre%20Im%20Spannungsfeld%20zwischen%20Kinderschutz%20und%20Extremismus%20-%20Fortbildungskurs%202025%20-%20IZRD%20eV.pdf)

Orientierungshilfe für Jugendämter: Kindeswohl bei Aufwachsen in islamistisch oder salafistisch geprägten Familien (https://jugendhilfeportal.de/artikel/kindeswohl-bei-aufwachsen-in-islamistisch-oder-salafistisch-gepraegten-familien)

Gestärkt durchs Leben – Übungen zur Resilienzförderung in der Grundschule. Im Themenfeld Aufwachsen in islamistisch und salafistisch geprägten Familien (https://provention.tgsh.de/wp-content/uploads/2026/04/Resilienzbroschuere-Gestaerkt-durchs-Leben_compressed.pdf)

Verein IZRD e.V. www.izrd.de

Meine SYKK-Fachkraft und InsoFa-Zertifikatskurse findest du hier: ⁠⁠⁠⁠⁠https://www.anjathuernau.de/sykk⁠⁠⁠⁠⁠

Hier geht es zum SYKK-Retreat – Supervision & Psychohygiene an der Nordsee: https://cdn.prod.website-files.com/64d0bc92384954c43b3e84c0/6a108ef603c6acf097062ec0_SYKK-Retreat-Anmeldung-2027.pdf

Du systemische Supervisionfür dein Praxisfeld im Kinderschutz? ⁠⁠⁠⁠⁠https://www.anjathuernau.de/angebot⁠⁠
27 Minuten
Willkommen im Systemischen Kinderschutz Podcast und zur letzten Folge vor der Sommerpause! In dieser Impulsfolge möchte ich einige Gedanken zu einem Thema teilen, das uns alle betrifft: die Herausforderungen und Belastungen im Bereich des Kinderschutzes. Ich bin Anja Thürnau, deine Gastgeberin, und ich lade dich ein, mit mir über Angst und Trauer im System und wie wir mit Belastungen im Kinderschutz umgehen, zu reflektieren.

Über Angst und Trauer sprechen

Angst und Trauer sind emotionale Reaktionen, die wir oft im Zusammenhang mit tragischen Ereignissen erleben. Der Tod einer Fachkraft, die ich dieses Jahr kennengelernt habe, hat mich persönlich sehr bewegt und zeigt, wie wichtig es ist, solche Gefühle ernst zu nehmen. In diesem Beitrag werde ich darüber sprechen, wie wir diese Emotionen in unserem Arbeitsumfeld erkennen, würdigen und verarbeiten können.

Der Einfluss von Belastungen auf unser System

Renate Jegodtka beschreibt in ihrem Buch die sekundäre Traumatisierung von Helfern, die mit den Folgen von Gewalt konfrontiert sind. Diese Erfahrungen können nicht nur individuelle, sondern auch kollektive Auswirkungen auf Kolleg:innen, unsere Teams und Institutionen haben. Hier gilt es, ein Bewusstsein für unsere Emotionen zu schaffen und aktiv dagegen zu steuern.

Die Bedeutung der Selbststeuerung

In Krisenzeiten wirkt unser Umgang mit Angst und Trauer entscheidend. Der Neurowissenschaftler Joachim Bauer spricht in seinem Buch über die Potenziale der Selbststeuerung. Indem wir lernen, unsere Emotionen zu steuern, können wir unsere Widerstandskraft steigern und gestärkt aus schwierigen Situationen hervorgehen. Ich werde einige Strategien vorstellen, die uns helfen können, in Zeiten der Belastung zu bestehen.

Praktische Ansätze zur Emotionsregulation

Ich möchte dir eine kleine Emotionsregulationstankstelle anbieten. Dabei lade ich dich ein, deine innere Belastungstemperatur zu messen. Stell dir vor, ein Thermometer zeigt dir an, wie stark du belastet bist. Verschiedene Farben repräsentieren unterschiedliche Stresslevel. Diese Visualisierung kann dir helfen, einen klaren Überblick über deine Emotionen zu bekommen und dich selbst besser zu regulieren.

Fazit: Stark aus der Krise hervorgehen

Indem wir Gefühle wie Angst und Trauer anerkennen und lernen, mit ihnen umzugehen, können wir nicht nur unsere eigene Widerstandskraft stärken, sondern auch die unserer Kollegen. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und Raum für diese Emotionen schaffen. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, in schwierigen Zeiten nicht nur zu überleben, sondern daran zu wachsen.

️ Impulstankstelle

Angst und Trauer sind normale Reaktionen auf belastende Ereignisse und sollten ernst genommen werden.

Selbststeuerung ist eine Schlüsselkompetenz, um in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.

Das Messen der eigenen Belastung kann helfen, sich selbst besser zu regulieren und Unterstützung zu suchen.

Supervision hilft, die emotionale Belastung zu reflektieren und bietet Unterstützung in Krisensituationen.

Hier findest du mich und meine Angebot:

Wenn du dich systemisch fort- und weiterbilden möchtest schau gern einmal hier auf meine Webseite: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.anjathuernau.de/sykk⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Suchst du systemische Supervision, Coaching oder Fachberatung für dein Praxisfeld im Kinderschutz, findest du mein Angebot hier: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.anjathuernau.de/angebot⁠⁠⁠

Wenn du Supervision und Psychohygiene für dich nutzen möchtest und das noch an einem wunderschönen Ort, dann schau dir mal mein SYKK-Retreat an: ⁠https://www.anjathuernau.de/sykk#SYKK-Retreat⁠

und direkt zur Anmeldung: ⁠https://cdn.prod.website-files.com/64d0bc92384954c43b3e84c0/6a108ef603c6acf097062ec0_SYKK-Retreat-Anmeldung-2027.pdf⁠
1 Stunde 38 Minuten
In dieser Themenfolge spreche ich mit Michael Krause. Er ist langjährig tätiger Praktiker und Experte der Kinder- und Jugendhilfe, speziell der Hilfen zur Erziehung, sowie Geschäftsführer des freien Jugendhilfeträgers JUHIBO (Jugendhilfe Bockenem). Zusätzlich engagiert er sich seit Mai 2026 fachpolitisch als Vorstandsmitglied bei der EREV (Evangelischer Erziehungsverband).

Wir Fachkräfte wissen, dass im Kontext Kinderschutz Krisen völlig unerwartet auftreten können, die Beteiligten mit Angst und Schrecken konfrontieren und mit dem Wunsch nach wirksamen Lösungen zurücklassen. Ich spreche mit Michael über seine Erfahrungen bei der Bewältigung von Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe – insbesondere vor dem Hintergrund jüngster tragischer Ereignisse in Stade. 

Bei diesem Attentat in Stade wurden sechs Sozialarbeiter:innen im Rahmen eines (Hilfeplan-)Gesprächs in einer Mutter-Kind-Einrichtung erschossen. Wir haben über die »Schockwellen« gesprochen, die diese Tragödie in der Fachwelt und darüber hinaus ausgelöst hat. Und darüber, was dieser Fall möglicherweise verändern wird. Denn wir sind uns einig: Die Fachkräfte, die Kinder schützen, müssen innerhalb ihrer Tätigkeit geschützt werden. Aber gibt es den hundertprozentigen Schutz überhaupt und wenn, wie kann er aussehen?

Michael hat ein sehr passendes Eingangszitat mitgebracht, das von Marie Curie stammt. Es lautet: »Man braucht im Leben nichts zu fürchten, man muss es nur verstehen. Jetzt ist es an der Zeit, mehr zu verstehen, damit wir weniger fürchten.« 

Um den steigenden Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe bei gleichzeitigen Sparzwängen wirksam zu begegnen, unterstreicht Michael, dass Organisationen bereit sein müssen, traditionelle Ansätze zu überdenken und innovative Lösungen zu nutzen, die den spezifischen Herausforderungen der heutigen Gesellschaft gerecht werden. Dies kann bedeuten, bestehende Strukturen zu hinterfragen und sich für neue Methoden zu öffnen, bei denen das Wohl der Kinder im Mittelpunkt steht.

Hier findest du den Link zur freien Jugendhilfeeinrichtung JUHIBO (Jugendhilfe Bockenem) sowie zum Erziehungsverband EREV.

Wenn du dich im Rahmen der SYKK-Fachkraft-Zertifikatskurse im Kinderschutz professionalisieren und qualifizieren lassen möchtest, findest du alle Infos dazu hier: ⁠https://www.anjathuernau.de/sykk#SYKK-Weiterbildung⁠

Suchst du systemische Supervision, Coaching oder Fachberatung für dein Praxisfeld im Kinderschutz, findest du mein Angebot hier: ⁠⁠⁠⁠⁠https://www.anjathuernau.de/angebot⁠⁠
27 Minuten
Diese Impulsfolge widmet sich einem Thema, das viele Eltern und Fachkräfte beschäftigt: ADHS im System. Oft wird ADHS als eine Störung betrachtet, doch könnte es auch als eine Kompetenz gesehen werden? In dieser Folge biete ich einige systemische Anregungen und Reflexionen zu ADHS an, um ein besseres Verständnis für die Herausforderungen zu ermöglichen, mit denen betroffene Kinder und Erwachsene konfrontiert sind.

Warum ADHS oft missverstanden wird

Viele Menschen glauben, dass Kinder mit ADHS einfach nicht wollen. Doch die Realität ist komplexer. Ein Zitat aus der ADHS Spektrum Community von Martin Winkler verdeutlicht dies: »Mein Kind will nicht, einfach nicht. Es kann gerade nicht müssen..« Dieser Satz hilft, den Fokus von einer Schuldzuweisung an das Kind und die Eltern hinzulenken und zu einem Verständnis für die neuroaffektiven Herausforderungen des Kindes.

 Das Nervensystem im Alarmmodus

Kinder mit ADHS, Autismus oder dem PDA-Profil (Pathological Demand Avoidance) erleben alltägliche Anforderungen oft als Bedrohung. Diese Wahrnehmung kann zu angstgetriebenem Verhalten führen, das von außen wie Trotz aussieht, jedoch innerlich als Kontrollverlust wahrgenommen wird. Es ist wichtig, zu verstehen, dass diese Kinder nicht aus Faulheit oder bösem Willen nicht teilnehmen – sie sind schlichtweg überfordert.

 Die Rolle des Systems im Kinderschutz

Die Frage, die sich stellt, ist nicht, wie wir das Kind zum »Funktionieren« bringen, sondern wie wir Sicherheit und Vorhersagbarkeit schaffen können. Der Fokus sollte auf Beziehungen und dem Verständnis für die Bedürfnisse der Kinder liegen. Wenn wir als Fachkräfte im Kinderschutz diese Prinzipien integrieren, können wir die Zusammenarbeit mit betroffenen Familien erheblich verbessern.

 Reflexionstankstelle für Fachkräfte

In dieser Folge möchte ich den hörenden Fachkräften einige Fragen mit auf den Weg geben, die helfen können, die eigene Sichtweise auf das Thema »ADHS im System?!« zu reflektieren.

ADHS ist weit mehr als nur eine Diagnose; es ist ein komplexes Zusammenspiel von Herausforderungen und Stärken. Die systemische Perspektive kann uns helfen, die Bedürfnisse von betroffenen Kindern und ihren Familien besser zu verstehen und die Unterstützung zu bieten, die sie benötigen. 

Folgende Links und Titel wurden genannt:

Zitierter Beitrag aus der ADHS-Spektrum-Community von Martin Winkler: https://www.instagram.com/p/DYz3z4NDSmz/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte – Strategien für einen dauerhaft erfolgreichen Umgang mit einer besonderen Art zu sein: https://www.penguin.de/content/edition/excerpts_extended/Leseprobe_978-3-466-34858-9.pdf

Lotta Borg Skoglund (Mädchen und Frauen mit ADHS) aus 2025: https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783432119557/Skoglund-Lotta-Borg/M%E4dchen-und-Frauen-mit-ADHS?wt_mc=p.sea.ecom_campaign.google.pmax_shopping_buecher.&gad_source=1&gad_campaignid=18908265277&gbraid=0AAAAADOxNKBn1FQhkx5ow81nx9j0DRtDx&gclid=CjwKCAjw8uTQBhAdEiwAVvtJyvzmX4aZrnu_Ouk2MnwJaNRydcSIXQsrnk50eLSbmHUwzn2za-ha7xoC2JUQAvD_BwE

Astrid Neuy-Lobkowicz (Weibliche AD(H)S) aus 2024: https://praxis-neuy.de/publikationen/

Der Unterstützungs-Kompass: https://understanding-me-guide.lovable.app/

ADS Fragelisten von Astrid Neuy-Lobkowicz: https://praxis-neuy.de/wp-content/uploads/2017/12/ads_fragebogen_erwachsene.pdf

Und last but not least:

Links zum SYKK-Retreat: https://www.anjathuernau.de/sykk#SYKK-Retreat

und direkt zur Anmeldung: https://cdn.prod.website-files.com/64d0bc92384954c43b3e84c0/6a108ef603c6acf097062ec0_SYKK-Retreat-Anmeldung-2027.pdf

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1 Stunde 38 Minuten
In dieser Dialogfolge spreche ich mit Dr. Martin Winkler. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt ADHS im Erwachsenenalter. Martin gewährt wertvolle Einblicke in das Thema ADHS, dabei betont er insbesondere neuroentwicklungsbedingte Aspekte sowie die Bedeutung eines »psycho-logischen« Verständnisses für die emotionale Regulation – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Hier einige Inhalte:

Die Realität von ADHS: Jenseits der Etiketten

ADHS wird häufig fälschlicherweise lediglich als Verhaltensstörung missverstanden. Martin Winkler stellt diese Sichtweise infrage und ordnet ADHS stattdessen als eine Besonderheit der Neuroentwicklung ein – und nicht als einen Defekt. Er erläutert, dass Menschen mit ADHS oftmals intensivere emotionale Reaktionen erleben und Schwierigkeiten bei der Selbstregulation haben, was in verschiedenen Lebensbereichen zu Herausforderungen führen kann.

Emotionale Intensität und Regulation

Martin betont, dass Menschen mit ADHS Emotionen bis zu 70-mal intensiver erleben können als ihre neurotypischen Altersgenossen. Diese emotionale Intensität kann zu überwältigenden Gefühlen von Scham und Angst führen – insbesondere in Umgebungen, denen es an Verständnis und Unterstützung mangelt.

Schlaf als Grundlage für die Gesundheit

„Die ADHS-Therapie beginnt für mich beim Schlaf“, erklärt Dr. Winkler und hebt hervor, dass Kinder ohne ausreichende Erholung möglicherweise nicht in der Lage sind, ihre Erlebnisse zu verarbeiten oder ihre Emotionen effektiv zu regulieren.

Missverständnisse im Kinderschutz

Natürlich geht es in unserem Dialog um den Kontext »Kinderschutz & ADHS«: Martin Winkler weist darauf hin, dass viele Kinder mit ADHS häufig missverstanden werden. Kinderschutz beginnt bereits dort, wo ein Kind missverstanden wird, sagt er. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, dass Fachkräfte die spezifischen Herausforderungen erkennen, denen sich neurodivergente Kinder gegenübersehen, und ihnen angemessene Unterstützung bieten – anstatt auf strafende Maßnahmen zurückzugreifen.

Hier einige O-Töne aus der Dialogfolge:

– »Erwachsenenschutz ist Kinderschutz«

– »Kinderschutz beginnt nicht erst, wenn ein Kind körperlich verletzt wurde. Kinderschutz beginnt dort, wo ein Kind dauerhaft nicht versanden wird.«

– »ADHS ist nicht zu wenig Wille oder zu wenig Anstrengung, es ist oft zu viel Alarm bei zu wenig innerer Sortierkapazität.«

Martins Angebote für neurodivergente Erwachsene:

ADHSSpektrum-Community: Austausch, Coaching & Wissen zu ADHS

Zur Skool-Community: https://www.skool.com/adhsspektrum-adhs-community-9978

ADHS-Newsletter abonnieren: https://steadyhq.com/de/adhsspektrum

Fragebogen zu struktureller Gewalt https://inner-balance-scanner.lovable.app

Emoflex-Community: Selbsthilfe bei Stress, Blockaden & Trauma

Zur Community: https://www.skool.com/emoflex-4802

Emoflex-Newsletter abonnieren: https://steadyhq.com/de/emoflex-synchronisation-der-regulationsdynamik/about

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Über diesen Podcast

Freu` dich auf systemische Inspirationen & Empowerment im Kinderschutz! In diesem Podcast teile ich meine Erfahrungen und Einsichten zum systemischen Paradigma im Kinderschutz und gehe dazu auch mit anderen Praktiker:innen ins Gespräch. Als Autorin des Fachbuchs »Systemischer Kinderschutzkompass« habe ich meine Sichtweisen auf hinderliche Muster, Dynamiken und Blockaden im Kinderschutz dargestellt und Lösungs- sowie Handlungsideen entwickelt. Im SYKK®-Fortbildungsinstitut bilde ich Fachkräfte aus, die sich im systemisch-kontextsensiblem Kinderschutz weiter professionalisieren möchten.
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