Willkommen im Systemischen Kinderschutz Podcast und zur letzten Folge vor der Sommerpause! In dieser Impulsfolge möchte ich einige Gedanken zu einem Thema teilen, das uns alle betrifft: die Herausforderungen und Belastungen im Bereich des Kinderschutzes. Ich bin Anja Thürnau, deine Gastgeberin, und ich lade dich ein, mit mir über Angst und Trauer im System und wie wir mit Belastungen im Kinderschutz umgehen, zu reflektieren.
Über Angst und Trauer sprechen
Angst und Trauer sind emotionale Reaktionen, die wir oft im Zusammenhang mit tragischen Ereignissen erleben. Der Tod einer Fachkraft, die ich dieses Jahr kennengelernt habe, hat mich persönlich sehr bewegt und zeigt, wie wichtig es ist, solche Gefühle ernst zu nehmen. In diesem Beitrag werde ich darüber sprechen, wie wir diese Emotionen in unserem Arbeitsumfeld erkennen, würdigen und verarbeiten können.
Der Einfluss von Belastungen auf unser System
Renate Jegodtka beschreibt in ihrem Buch die sekundäre Traumatisierung von Helfern, die mit den Folgen von Gewalt konfrontiert sind. Diese Erfahrungen können nicht nur individuelle, sondern auch kollektive Auswirkungen auf Kolleg:innen, unsere Teams und Institutionen haben. Hier gilt es, ein Bewusstsein für unsere Emotionen zu schaffen und aktiv dagegen zu steuern.
Die Bedeutung der Selbststeuerung
In Krisenzeiten wirkt unser Umgang mit Angst und Trauer entscheidend. Der Neurowissenschaftler Joachim Bauer spricht in seinem Buch über die Potenziale der Selbststeuerung. Indem wir lernen, unsere Emotionen zu steuern, können wir unsere Widerstandskraft steigern und gestärkt aus schwierigen Situationen hervorgehen. Ich werde einige Strategien vorstellen, die uns helfen können, in Zeiten der Belastung zu bestehen.
Praktische Ansätze zur Emotionsregulation
Ich möchte dir eine kleine Emotionsregulationstankstelle anbieten. Dabei lade ich dich ein, deine innere Belastungstemperatur zu messen. Stell dir vor, ein Thermometer zeigt dir an, wie stark du belastet bist. Verschiedene Farben repräsentieren unterschiedliche Stresslevel. Diese Visualisierung kann dir helfen, einen klaren Überblick über deine Emotionen zu bekommen und dich selbst besser zu regulieren.
Fazit: Stark aus der Krise hervorgehen
Indem wir Gefühle wie Angst und Trauer anerkennen und lernen, mit ihnen umzugehen, können wir nicht nur unsere eigene Widerstandskraft stärken, sondern auch die unserer Kollegen. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und Raum für diese Emotionen schaffen. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, in schwierigen Zeiten nicht nur zu überleben, sondern daran zu wachsen.
️ Impulstankstelle
Angst und Trauer sind normale Reaktionen auf belastende Ereignisse und sollten ernst genommen werden.
Selbststeuerung ist eine Schlüsselkompetenz, um in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.
Das Messen der eigenen Belastung kann helfen, sich selbst besser zu regulieren und Unterstützung zu suchen.
Supervision hilft, die emotionale Belastung zu reflektieren und bietet Unterstützung in Krisensituationen.
Hier findest du mich und meine Angebot:
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