Podcaster
Episoden
27.03.2026
19 Minuten
Selbstreflexion – die vielleicht einzige Freiheit, die wir haben
In einer Podcast-Episode mit der österreichischen Gerichtspsychiaterin Sigrun Rossmanith fiel ein Satz, der nachhallt: „Die Selbstreflexion ist für mich die wesentlichste und wahrscheinlich die einzige Freiheit, die wir im Leben haben.“
Ein Gedanke, der nicht nur psychologisch, sondern auch zutiefst yogisch ist. Schon in der Antike forderte der berühmte Leitsatz „Erkenne dich selbst“ dazu auf, den Blick nach innen zu richten – eine Mahnung zur Bescheidenheit, aber auch ein Aufruf zur Selbsterkenntnis als höchster Weisheit.
In dieser Episode reisen wir durch Philosophie und Mythologie: von Thales und Sokrates über den weisen Astavakra, den suchenden Indra bis hin zu einer berührenden Geschichte aus dem Bhagavata Purana – der Geschichte von König Bharata, der alles losließ, nur um sich am Ende doch wieder zu binden.
Was bedeutet echte Selbstreflexion? Ist sie Grübeln – oder das stille Beobachten des eigenen Geistes? Und wie leicht verlieren wir uns selbst, selbst wenn wir glauben, bereits auf dem Weg der Erkenntnis zu sein?
Eine Episode über den inneren Zeugen, leise Anhaftungen und die Frage, wer wir eigentlich sind, wenn wir einmal aufhören, unsere Rollen zu spielen.
In einer Podcast-Episode mit der österreichischen Gerichtspsychiaterin Sigrun Rossmanith fiel ein Satz, der nachhallt: „Die Selbstreflexion ist für mich die wesentlichste und wahrscheinlich die einzige Freiheit, die wir im Leben haben.“
Ein Gedanke, der nicht nur psychologisch, sondern auch zutiefst yogisch ist. Schon in der Antike forderte der berühmte Leitsatz „Erkenne dich selbst“ dazu auf, den Blick nach innen zu richten – eine Mahnung zur Bescheidenheit, aber auch ein Aufruf zur Selbsterkenntnis als höchster Weisheit.
In dieser Episode reisen wir durch Philosophie und Mythologie: von Thales und Sokrates über den weisen Astavakra, den suchenden Indra bis hin zu einer berührenden Geschichte aus dem Bhagavata Purana – der Geschichte von König Bharata, der alles losließ, nur um sich am Ende doch wieder zu binden.
Was bedeutet echte Selbstreflexion? Ist sie Grübeln – oder das stille Beobachten des eigenen Geistes? Und wie leicht verlieren wir uns selbst, selbst wenn wir glauben, bereits auf dem Weg der Erkenntnis zu sein?
Eine Episode über den inneren Zeugen, leise Anhaftungen und die Frage, wer wir eigentlich sind, wenn wir einmal aufhören, unsere Rollen zu spielen.
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05.03.2026
20 Minuten
In der letzten Episode sind wir der klugen Philosophin Sulabha begegnet, die einem König auf Augenhöhe die Stirn bot. Doch wer war dieser König eigentlich?
In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt von Janaka, dem legendären Herrscher von Mithila – bekannt aus dem Ramayana als Vater von Sita. Doch seine wahre Bedeutung liegt tiefer als jede genealogische Notiz. Janaka gilt als Inbegriff des Raja Yogi: ein König, der mitten im Leben steht – mit Macht, Reichtum und Verantwortung – und dennoch innerlich vollkommen frei ist.
Wir erleben die berühmte Szene am Hof von Mithila: Gelehrte diskutieren über Nicht-Anhaftung, über Atman und Moksha. Weihrauch liegt in der Luft, Worte funkeln wie geschliffene Edelsteine – bis plötzlich ein Diener hereinplatzt: „Der Palast brennt!“
Während die versammelten Asketen hastig ihre wenigen Habseligkeiten retten, bleibt Janaka ruhig sitzen....
Diese Episode ist eine Einladung, Spiritualität nicht als Weltflucht zu verstehen, sondern als Lebenskunst. Nicht weniger Leben – sondern weniger Anhaftung.
In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt von Janaka, dem legendären Herrscher von Mithila – bekannt aus dem Ramayana als Vater von Sita. Doch seine wahre Bedeutung liegt tiefer als jede genealogische Notiz. Janaka gilt als Inbegriff des Raja Yogi: ein König, der mitten im Leben steht – mit Macht, Reichtum und Verantwortung – und dennoch innerlich vollkommen frei ist.
Wir erleben die berühmte Szene am Hof von Mithila: Gelehrte diskutieren über Nicht-Anhaftung, über Atman und Moksha. Weihrauch liegt in der Luft, Worte funkeln wie geschliffene Edelsteine – bis plötzlich ein Diener hereinplatzt: „Der Palast brennt!“
Während die versammelten Asketen hastig ihre wenigen Habseligkeiten retten, bleibt Janaka ruhig sitzen....
Diese Episode ist eine Einladung, Spiritualität nicht als Weltflucht zu verstehen, sondern als Lebenskunst. Nicht weniger Leben – sondern weniger Anhaftung.
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19.02.2026
18 Minuten
Was passiert, wenn eine freie Frau einem bereits „befreiten“ König begegnet?
Sulabhā war keine Rebellin. Keine Provokateurin. Keine spirituelle Influencerin mit Gefolgschaft. Sie war eine wandernde Sannyāsin — unverheiratet, hochgebildet in Vedānta und Sāṁkhya, eine jñānin: eine, die Selbsterkenntnis nicht nur denkt, sondern lebt.
Als sie hört, dass König Janaka von Mithilā als jīvanmukta gilt — als Befreiter zu Lebzeiten — beschließt sie, ihn zu besuchen. Nicht aus Eitelkeit. Sondern aus philosophischer Redlichkeit.
Was folgt, ist kein Drama. Kein Schlagabtausch. Sondern ein Dialog von bestechender Klarheit über Identität, Geschlecht, Freiheit und das, was wir „Ich“ nennen.
Sulabhā stellt keine Macht zur Schau. Sie entzieht sich ihr.
Und vielleicht liegt genau darin ihre stille Größe.
In dieser Episode erforschen wir: – Was wahre Freiheit wirklich bedeutet – Warum spirituelle Identität oft subtiler bindet als weltliche – Und was wir heute — auf und neben der Yogamatte — von Sulabhās Klarheit lernen können
Eine Heldin ohne Banner. Eine Autorität ohne Anspruch. Eine Frau, die nichts sein musste — um alles zu erkennen.
Sulabhā war keine Rebellin. Keine Provokateurin. Keine spirituelle Influencerin mit Gefolgschaft. Sie war eine wandernde Sannyāsin — unverheiratet, hochgebildet in Vedānta und Sāṁkhya, eine jñānin: eine, die Selbsterkenntnis nicht nur denkt, sondern lebt.
Als sie hört, dass König Janaka von Mithilā als jīvanmukta gilt — als Befreiter zu Lebzeiten — beschließt sie, ihn zu besuchen. Nicht aus Eitelkeit. Sondern aus philosophischer Redlichkeit.
Was folgt, ist kein Drama. Kein Schlagabtausch. Sondern ein Dialog von bestechender Klarheit über Identität, Geschlecht, Freiheit und das, was wir „Ich“ nennen.
Sulabhā stellt keine Macht zur Schau. Sie entzieht sich ihr.
Und vielleicht liegt genau darin ihre stille Größe.
In dieser Episode erforschen wir: – Was wahre Freiheit wirklich bedeutet – Warum spirituelle Identität oft subtiler bindet als weltliche – Und was wir heute — auf und neben der Yogamatte — von Sulabhās Klarheit lernen können
Eine Heldin ohne Banner. Eine Autorität ohne Anspruch. Eine Frau, die nichts sein musste — um alles zu erkennen.
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05.02.2026
14 Minuten
Es gibt Momente im Leben, in denen scheinbar alles bereit ist: Wir haben verstanden. Wir haben geübt. Wir haben gewartet. Und doch geschieht nichts.
Diese Folge ist eine Einladung, das Phänomen des „Nicht-Geschiehens“ aus einer mythischen Perspektive zu betrachten. Ausgangspunkt ist eine der großen Liebesgeschichten der indischen Mythologie: Shiva und Parvati – eine Begegnung, die nicht an fehlender Liebe scheitert, sondern an falschem Timing.
Inspiriert von aktuellen Gesprächen über Beziehungen, Nähe, Erwartungen und Rückzug fragt diese Episode: Was bedeutet es eigentlich, reif zu sein für eine Beziehung? Warum zünden manche Begegnungen sofort – und tragen doch nicht? Und warum geschieht manches erst dann, wenn wir aufgehört haben, daran zu ziehen?
Die Geschichte von Shiva und Parvati erzählt von Geduld, innerer Reifung und der unbequemen Wahrheit, dass sich Liebe nicht beschleunigen lässt. Sie stellt unser modernes Zeitverständnis infrage und erinnert daran, dass der richtige Zeitpunkt kein Datum ist, sondern ein innerer Zustand.
Abgerundet wird die Folge durch eine yogische Praxisreflexion und eine Asana, die wie kaum eine andere für Verwurzelung, Wachstum und das eigene Tempo steht.
Diese Folge ist eine Einladung, das Phänomen des „Nicht-Geschiehens“ aus einer mythischen Perspektive zu betrachten. Ausgangspunkt ist eine der großen Liebesgeschichten der indischen Mythologie: Shiva und Parvati – eine Begegnung, die nicht an fehlender Liebe scheitert, sondern an falschem Timing.
Inspiriert von aktuellen Gesprächen über Beziehungen, Nähe, Erwartungen und Rückzug fragt diese Episode: Was bedeutet es eigentlich, reif zu sein für eine Beziehung? Warum zünden manche Begegnungen sofort – und tragen doch nicht? Und warum geschieht manches erst dann, wenn wir aufgehört haben, daran zu ziehen?
Die Geschichte von Shiva und Parvati erzählt von Geduld, innerer Reifung und der unbequemen Wahrheit, dass sich Liebe nicht beschleunigen lässt. Sie stellt unser modernes Zeitverständnis infrage und erinnert daran, dass der richtige Zeitpunkt kein Datum ist, sondern ein innerer Zustand.
Abgerundet wird die Folge durch eine yogische Praxisreflexion und eine Asana, die wie kaum eine andere für Verwurzelung, Wachstum und das eigene Tempo steht.
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23.01.2026
18 Minuten
Indra ist ein Macher. Blitz, Donner, Siege – alles kein Problem. Nur eines irritiert ihn zutiefst: die Frage, wer er ist, wenn er einmal nichts tut. In dieser Episode erzähle ich die mythologische Geschichte von Indra und Prajapati – eine Geschichte über Geduld, Reife und die Zumutung des Wartens.
Es geht um zweiunddreißig Jahre Schweigen, um falsche Antworten, die verführerisch einfach sind, und um den Mut, nicht sofort zufrieden zu sein. Um Erkenntnis, die nicht durch Aktion entsteht, sondern durch Bleiben.
Wir schlagen den Bogen zur Yogapraxis: vom Yang ins Yin, vom Beweis zur Beziehung, von Asana als Leistung hin zu Asana als Dialog. Und wir begegnen einer stillen, fast vergessenen Haltung: Yoni Mudra Asana – unspektakulär, unfotogen, tief.
Eine Episode für alle, die merken, dass mehr Tun nicht immer mehr Tiefe bringt. Und dass Lauschen vielleicht nicht das Gegenteil von Stärke ist – sondern ihre reifste Form.
Es geht um zweiunddreißig Jahre Schweigen, um falsche Antworten, die verführerisch einfach sind, und um den Mut, nicht sofort zufrieden zu sein. Um Erkenntnis, die nicht durch Aktion entsteht, sondern durch Bleiben.
Wir schlagen den Bogen zur Yogapraxis: vom Yang ins Yin, vom Beweis zur Beziehung, von Asana als Leistung hin zu Asana als Dialog. Und wir begegnen einer stillen, fast vergessenen Haltung: Yoni Mudra Asana – unspektakulär, unfotogen, tief.
Eine Episode für alle, die merken, dass mehr Tun nicht immer mehr Tiefe bringt. Und dass Lauschen vielleicht nicht das Gegenteil von Stärke ist – sondern ihre reifste Form.
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Über diesen Podcast
„Von Yogis und Heldinnen“ ist der Podcast für alle, die Yoga nicht
nur praktizieren, sondern leben möchten. Egal ob du unterrichtest
oder einfach tiefer in die vielschichtige Welt des Yoga eintauchen
willst — hier findest du Inspiration, Wissen und Geschichten, die
dich berühren und begleiten.Ich erzähle dir faszinierende mythische
Erzählungen aus dem Hinduismus, in denen Göttinnen, Dämonen,
Heldinnen und Weise zu dir sprechen. Ihre Abenteuer und Weisheiten
zeigen dir, wie Yoga weit über die Matte hinaus wirkt und dich im
Alltag, in deinen Beziehungen und im Umgang mit dir selbst
unterstützen kann.Dazu bekommst du wertvolles Hintergrundwissen,
philosophische Impulse und eine Asana-Empfehlung, die die
Geschichte in deine Praxis holt.Lass dich inspirieren, zum
Nachdenken anregen und zum Weitererzählen verführen. Ob für deinen
Unterricht oder deinen eigenen Weg — dieser Podcast begleitet dich
mit Herz, Humor und einer Prise Mythologie.
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