Podcaster
Episoden
27.02.2026
1 Stunde 26 Minuten
Theater als Denkraum, als Brücke, als Widerstand: In dieser Folge
spreche ich mit Anna Luca Krassnigg über ihre Arbeit zwischen
Regie, Lehre und Festivalleitung. Seit 2012 ist sie Professorin am
Max Reinhardt Seminar, seit 2020 leitet sie das
„Wortwiege“-Festival in den historischen Kasematten von Wiener
Neustadt – ein Ort, an dem Theater, Literatur, Musik, Film und
Wissenschaft aufeinandertreffen. Wir sprechen über ihre Vision
eines politischen Theaters, über das Spannungsfeld zwischen
Klassikern und Gegenwartsdramatik, über Macht, Mythos und das
aktuelle Spielzeitmotto „Ungeheuer… ist viel“. Es geht um
interdisziplinäres Arbeiten, auch in ihren eigenen Projekten wie
Fox On Ice, um Empowerment, welche Rolle Sprache und Kunst in
politisch aufgeladenen Zeiten spielen können. Ein Gespräch über
Theater als vielschichtiges Kunstverständnis und über die ungeheure
Doppelgestalt des Menschen.
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20.02.2026
1 Stunde 53 Minuten
Ein entschleunigtes Album in einer Zeit des schnellen Skips: In
dieser Folge spreche ich mit Andreas Lechner über „Sorrows“, ein
bewusst analog klingendes Werk zwischen Melancholie und Hoffnung.
Wir reden über Kreativität als Haltung, über sein Aufwachsen in der
Steiermark, erste musikalische Erweckungsmomente zwischen Nirvana
und Metallica, sein Gitarrenstudium in Wien und warum er Jazz als
Urform des Punk versteht. Außerdem geht es um Resonator-Gitarren
als Gegenentwurf zur Künstlichen Intelligenz und welche Rolle
Musiker:innen in einer von Algorithmen geprägten Welt spielen. Ein
Gespräch über Kummer und Frohsinn im Plural – und über Musik als
Gegenmodell zur Gegenwart.
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13.02.2026
1 Stunde 9 Minuten
„The Souffleur“ bewegt sich zwischen Theater und Kino, zwischen
Spielfilm und dokumentarischer Atmosphäre. Der Film – mit Willem
Dafoe – führt ins InterContinental, zum Wiener Eislaufverein, ins
Papageienschutzzentrum und stellt Fragen nach Macht, Stimme und
System: Wer spricht? Und wer lenkt im Hintergrund? Darüber spreche
ich mit Claus Philipp, Dramaturg, Publizist, langjähriger
Kulturressortleiter des “Standard” und ehemaliger Geschäftsführer
des Stadtkino Wien. Wir reden über Kino als Ort und Institution,
über Irritation als produktive Zuschauererfahrung und über die
Arbeit hinter den Kulissen. Was bleibt von einem Film wie “The
Souffleur”, wenn man das Kino verlässt, eine Botschaft oder ein
leiser Widerstand?
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06.02.2026
1 Stunde 32 Minuten
Marc Carnal ist Gott – zumindest auf der Bühne. In seinem ersten
eigenen Kabarettprogramm “Gott live” spielt er den Allmächtigen, im
echten Leben ist er einer der wichtigsten Gaglieferanten des
Landes: Autor der Late-Night-Show “Willkommen Österreich”,
FM4-Kolumnist, Hörspielautor. Wir sprechen über Witze als
Muskeltraining, über Schreiben für andere und für sich selbst, über
seine Arbeit mit den Satirikern Dirk Stermann und Christoph
Grissemann, über die Freiheit, ein Programm auch nach der Premiere
noch ständig umzubauen. Es geht um die Entwicklung eines eigenen
Programms, um seine Arbeit im Team von “Willkommen Österreich” und
um die Frage, welche Gags funktionieren und warum der
offensichtlichste Schmäh selten der beste ist. Hinweis: Das Theater
am Alsergrund, in dem “Gott live” u.a. zu sehen war, hat
mittlerweile geschlossen. Aktuelle Termine von “Gott live” sind am
19. Februar in der Kulisse Wien und am 25. Februar im Kleines
Theater Salzburg.
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30.01.2026
1 Stunde 7 Minuten
Was passiert, wenn Worte nicht nur beschreiben, sondern krank
machen? In dieser Folge spreche ich mit dem Autor, Poetry-Slammer
und Musiker Elias Hirschl („Salonfähig“, 2021) über seinen Roman
„Schleifen“, ein Buch über die Obsession, die Welt vollständig in
Sprache zu überführen. Im Zentrum stehen die Sprachphilosophin
Franziska Denk und der Mathematiker Otto Mandl, angesiedelt im
Umfeld des Wiener Kreises – und der Traum von einer
Universalsprache, die alles ordnen, erklären und heilen soll. Ein
Projekt, das immer wieder neu beginnt und zwangsläufig scheitert.
Wir sprechen über Sprache als Macht, über Klarheit als Verheißung
und Gefahr, über Wörter, die Realität verzerren oder auslöschen
können. Über Krankheiten, die erst real werden, wenn sie benannt
sind. Es geht um mathematische Beweise und literarische Formen, um
Fußnoten, erfundene Quellen und die Frage, warum wir Texten
vertrauen, sobald sie wissenschaftlich klingen. Elias Hirschl
erzählt von seinen eigenen Zugängen zwischen Mathematik,
Philosophie und Schreiben und dem Wunsch vieler Menschen nach einer
Weltformel. Wir sprechen über Hirschls musikalisches Projekt Ein
Gespenst, über seine Schreibroutinen zwischen Disziplin und
Kontrollverlust und darüber, warum er sich mit jedem neuen Buch
bewusst neu erfinden möchte, statt an einer einmal gefundenen Form
festzuhalten. Über Schreiben als Risiko, als ewige Schleife mit
offenem Ausgang.
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Über diesen Podcast
Willkommen bei „Was soll das alles?“. Im Kultur-Podcast spricht
Journalist Philip Dulle mit Künstler:innen über ihre Inspiration
und Kreativität, über Zweifel und die großen wie kleinen Fragen des
Lebens. Neue Folgen immer freitags. Überall, wo es Podcasts gibt.
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