Anthronaut - Der Ethnologie-Podcast

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Leihmutterschaft - Der Fall Jens Spahn ethnologisch eingeordnet
21.07.2026
20 Minuten
Auf der Raumstation New Haven beobachtet Adolar, wie geflüchtete Wesen ohne Aufenthaltsrecht als Leihmütter für wohlhabende Familien eingesetzt werden - ein Tausch von eigenem Körper und Baby für das Recht zu bleiben. Das bringt ihn zum Thema der Folge: Es geht um die Leihmutterschaft und was der Fall Jens Spahn über kulturelle Widersprüche in unserer Gesellschaft verrät. Adolar erklärt, warum "Mutter" eine kulturelle Kategorie ist, wie durch moderne Technologien der Reproduktion genetische, gestative und soziale Mutterschaft auseinander fallen können und was die Ethnologie dazu zu sagen hat. Für Crew-Mitglieder gibt es einen 16-minütigen Teil 2 zu dieser Folge, der das Thema weiter vertieft. Um ihn zu hören, werdet Mitglied der Crew! Möchtet ihr diese Folge kommentieren oder ergänzen? Schickt mir eine Sprachnachricht. Ethnologische Literatur zum Thema Leihmutterschaft: · Marilyn Strathern: Reproducing the Future. Essays on Anthropology, Kinship and the New Reproductive Technologies (1992) · Helena Ragoné: Surrogate Motherhood. Conception in the Heart (1994) · Sarah Franklin & Helena Ragoné (Hg.): Reproducing Reproduction. Kinship, Power, and Technological Innovation (1998) · Elly Teman: Birthing a Mother. The Surrogate Body and the Pregnant Self (2010) · Amrita Pande: Wombs in Labor. Transnational Commercial Surrogacy in India (2014) · Daisy Deomampo: Transnational Reproduction. Race, Kinship, and Commercial Surrogacy in India (2016) · König, Anika, Andrea Whittaker, Trudie Gerrits, and Virginie Rozée (Eds.). 2022. Shifting Surrogacies: Comparative Ethnographies. Special Issue. International Journal of Comparative Sociology 63 (5-6)
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Was Bier über uns verrät - Bierbrauen als kulturelle Praxis
24.06.2026
19 Minuten
Bier ist eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Kulturprodukte der Menschheit. Aber was steckt eigentlich dahinter? In dieser Folge schauen wir mit unserer ethnologischen Brille auf eine kulturelle Praxis, die viel mehr ist als Handwerk: Bierbrauen als soziales, politisches und symbolisches Ereignis. Wir sprechen darüber, warum Bier in vielen Gesellschaften nicht aus Überfluss gebraut wird, sondern um Überfluss zu erzeugen. Wir schauen uns an, wie Macht durch Bewirtung ausgeübt wird und warum das Bierbrauen in vielen Kulturen Frauenarbeit war - und was die Kolonisierung damit gemacht hat. Außerdem: Was verbindet die Tarahumara in Nordmexiko mit der Craft-Beer-Bewegung in Berlin oder Wien? Und was verrät uns das Getränk in unserem Glas über die Gesellschaft, in der wir leben? Prost! Ihr könnt den Anthronaut-Podcast mitgestalten. Besucht die Community-Sektion auf der Anthronaut-Website. Weiterführende Literatur zum Thema: · Wulf Schiefenhövel und Helen Macbeth (Hg.): Liquid Bread: Beer and Brewing in Cross-Cultural Perspective (Berghahn Books, 2011) · Michael Dietler: Alcohol: Anthropological/Archaeological Perspectives (Annual Review of Anthropology, 2006) · Michael Dietler: Theorizing the Feast: Rituals of Consumption, Commensal Politics, and Power in African Contexts (in: Feasts, hg. von Dietler und Hayden, Smithsonian Institution Press, 2001) · Michael Dietler: Driven by Drink: The Role of Drinking in the Political Economy and the Case of Early Iron Age France (Journal of Anthropological Archaeology, 1990) · John G. Kennedy: The Role of Beer in Tarahumara Culture (American Anthropologist, 1963) · Igor de Garine und Valerie de Garine (Hg.): Drinking: Anthropological Approaches (Berghahn Books, 2001) · Alexandre Enkerli: Brewing Cultures: Craft Beer and Cultural Identity (2006, unveröffentlichtes Konferenzpapier, zitiert in antropologi.info) · Frances Hayashida: Ancient Beer and Modern Brewers: Ethnoarchaeological Observations of Chicha Production in Peru (Journal of Anthropological Archaeology, 2008)
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Berufschancen für Ethnolog:innen - Was tut sich auf dem Arbeitsmarkt?
21.05.2026
25 Minuten
„Und was machst du damit, wenn du fertig bist?" Wer Ethnologie studiert, kennt diese Frage. In dieser Folge stattet Adolar dem Job-Center auf Ysillia III einen Besuch ab. Er schaut sich an, welche Berufsfelder Ethnolog:innen derzeit offen stehen: von der Wissenschaft über den öffentlichen Sektor bis zur Privatwirtschaft. Es geht um eher unschöne Arbeitsverhältnisse in klassischen Berufen, attraktive Stellen bei Tech-Firmen, den Nutzen von LinkedIn und KI, die Möglichkeit, als Ethnolog:in freiberuflich oder selbstständig zu arbeiten - und darum, welche Fähigkeiten Ethnolog:innen auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig machen. Spoiler: Adolar findet, die Berufschancen sind besser als ihr Ruf. Ihr könnt den Anthronaut-Podcast mitgestalten. Besucht die Community-Sektion auf der Anthronaut-Website. Wenn euch das Thema dieser Folge interessiert, könnte euch auch die Exklusiv-Folge "Als Ethnologe in die Selbstständigkeit - Das habe ich erlebt!" und der Anthronaut Report #1 "Berufschancen für Ethnolog:innen" gefallen. Um Zugang zu diesen Inhalten zu bekommen, werdet Crew-Mitglieder und unterstützt diesen Podcast. Vielen Dank!
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Wendepunkt für diesen Podcast - Hallo Community & Happy Bday!
10.05.2026
11 Minuten
Adolar hängt in seiner Lieblingsbar auf Ysillia III ab, denn es gibt etwas zu feiern! Eigentlich gibt es am heutigen Tag sogar mehrere gute Gründe, die Sektkorken knallen zu lassen. Welche das sind und warum einer davon einen echten Wendepunkt für den Anthronaut-Podcast markiert, das erzählt euch Adolar in dieser Folge. Besucht die neue Website: https://anthronaut.de Für Fragen, Anregungen und Feedback schreibt mir gerne an hallo@anthronaut.de
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Igor Kopytoff und die kulturelle Biografie von Adolars Schraube
03.05.2026
21 Minuten
Was haben eine verlorene Schraube und ein Ethnologie-Klassiker gemeinsam? In dieser Folge stellt Adolar Igor Kopytoffs einflussreichen Text „The Cultural Biography of Things" vor - und berichtet dann, was mit der Schraube passiert ist, die sich bei seinem allerersten Flug mit seinem Raumschiff gelöst hatte und jahrelang durchs All trieb. Adolars Schraube hat nämlich eine Geschichte, die Kopytoffs Kerngedanken wie kaum ein anderes Beispiel illustriert: Dinge sind keine stummen Objekte. Sie wechseln ihren Wert, ihre Bedeutung, ihren Status - je nachdem, wer sie gerade in der Hand hält. Werdet Crew-Mitglied und unterstützt meinen Podcast: https://anthronaut.de/steady/ Zu den Community-Umfragen geht es hier entlang: https://anthronaut.de/umfragen/ Für Fragen, Anregungen und Feedback schreibt mir gerne an hallo@anthronaut.de Quellen in dieser Folge: · Kopytoff, Igor 1986: „The Cultural Biography of Things: Commoditization as Process“. In: Arjun Appadurai (Hrsg.): The Social Life of Things. Commodities in Cultural Perspective. Cambridge University Press, S. 64–92
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Über diesen Podcast

Hey Leute! Ich bin Adolar, der Anthronaut. Anfang der 2000er Jahre habe ich Ethnologie studiert. Das war eine sehr coole Zeit für mich. Obwohl ich nun seit einer halben Ewigkeit raus bin aus dem Uni-Betrieb, begeistert mich die ethnologische Forschung noch immer.  Schon seit vielen Jahren schlummert in mir der Wunsch, mich wieder mehr mit der Ethnologie zu beschäftigen. Deshalb habe ich den Ethnologie-Podcast Anthronaut gestartet. Für diesen Podcast lese ich jetzt wieder regelmäßig ethnologische Aufsätze und Bücher und stelle sie in meinen Folgen vor. Und das auf meine ganz persönliche Art und Weise: als Anthronaut, der mit seinem Raumschiff durch ethnologische Welten flitzt und hier und da zur Landung ansetzt, um herauszufinden, was es dort Spannendes zu entdecken gibt. Möchtet ihr meine Arbeit unterstützen? Dann kommt an Bord meines Raumschiffs und begleitet mich auf meiner Reise. Euer Adolar
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Igor Kopytoff und die kulturelle Biografie von Adolars Schraube
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