Haben wir eine Krise der Männlichkeit?
Podcaster
Episoden
08.01.2025
20 Minuten
In einem aufschlussreichen Gespräch mit Patrick Artus spricht der Extremismus-Experte Ahmad Mansour über den oft übersehenen Zusammenhang zwischen traditionellen Männlichkeitsbildern und Radikalisierung. Während öffentliche Debatten sich häufig auf Herkunft oder Religion konzentrieren, zeigt Mansour auf, dass das Geschlecht eine weitaus bedeutendere Rolle spielt: 85% aller Verbrechen werden von Männern begangen.
Der Radikalisierungsexperte Ahmad Mansour erzählt von seinen Erfahrungen aus der Antiraidkalisierungsarbeit, Zusammenhänge zu Erziehung und Rollenbildern und wie Prävention gelingen kann.
Zum Beitrag:
https://krisedermännlichkeit.de/2025/01/16/radikalisierung-junger-maenner/
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25.11.2024
22 Minuten
Männlichkeit in der Popkultur
Was um die Jahrtausendwende als "Krise der Männlichkeit" beschrieben wurde, hat sich bis heute nicht nur fortgesetzt, sondern in vielen Bereichen sogar verschärft. Werke wie "Fight Club" und Michel Houellebecqs Romane thematisierten damals eine vermeintliche Krise der Männlichkeit. Sie stand im Widerspruch zur nach wie vor unangefochtenen männlichen Vormachtstellung, was Machtpositionen oder auch die Gehaltsschere angeht, propagierte aber einen verweichlichten Mann und eine Rückkehr in Wehrhaftigkeit und Militarisierung. Damals versteckte sich das noch in Kapitalismuskritik. Die Kapitalismuskritik dieser Werke blieb aber konservativ: Statt Systemveränderung wurde die Lösung in einer Art „In-Group/Out-Group“, also einem „Wir gegen die anderen“ gesucht und somit einer Marginalisierung anderer Gruppen.
„Der Mann in der Krise“ heißt das Buch von Kulturtheoretikerin Ines Kappert. Sie kann uns auch erzählen, was das Ganze mit Kapitalismus zu tun hat.
Podcast "Du musst dein Leben ändern" auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Amazon Podcasts und viele mehr.
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https://krisedermännlichkeit.de/2024/11/22/ines-kappert-ueber-die-krise-der-maennlichkeit-in-der-popkultur/
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Was um die Jahrtausendwende als "Krise der Männlichkeit" beschrieben wurde, hat sich bis heute nicht nur fortgesetzt, sondern in vielen Bereichen sogar verschärft. Werke wie "Fight Club" und Michel Houellebecqs Romane thematisierten damals eine vermeintliche Krise der Männlichkeit. Sie stand im Widerspruch zur nach wie vor unangefochtenen männlichen Vormachtstellung, was Machtpositionen oder auch die Gehaltsschere angeht, propagierte aber einen verweichlichten Mann und eine Rückkehr in Wehrhaftigkeit und Militarisierung. Damals versteckte sich das noch in Kapitalismuskritik. Die Kapitalismuskritik dieser Werke blieb aber konservativ: Statt Systemveränderung wurde die Lösung in einer Art „In-Group/Out-Group“, also einem „Wir gegen die anderen“ gesucht und somit einer Marginalisierung anderer Gruppen.
„Der Mann in der Krise“ heißt das Buch von Kulturtheoretikerin Ines Kappert. Sie kann uns auch erzählen, was das Ganze mit Kapitalismus zu tun hat.
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30.09.2024
22 Minuten
Milliarden an Kosten durch Männer verursacht?
Männer halten sich für die besseren Autofahrer, machen sogar Witze über Frauen am Steuer, dabei verursachen Männer wesentlich mehr Unfälle. Das ist aber nicht alles! Männer sind über 70% der Alkoholtoten, sie essen viel mehr Fleisch, sind öfter übergewichtig, haben häufiger Diabetes oder Herzkrankheiten, leben fünf Jahre kürzer, begehen 75% der Suizide. Sie sind öfter kriminell, fast 94% der Insassen, 87% schwerer Diebstahl, 89% Mord und Toschlag und 90% rechstextreme Straftaten geht auf das Konto von Männern…dabei entstehen laut Boris von Heesen in Deutschland jährlich Schäden von 63 Milliarden €.
„Was Männer kosten“ so heißt das Buch von Boris von Heesen.
Podcast „Du musst dein Leben ändern“ auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Amazon Podcasts und viele mehr.
https://krisedermännlichkeit.de/2024/09/02/boris-von-heesen-was-manner-kosten/
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Männer halten sich für die besseren Autofahrer, machen sogar Witze über Frauen am Steuer, dabei verursachen Männer wesentlich mehr Unfälle. Das ist aber nicht alles! Männer sind über 70% der Alkoholtoten, sie essen viel mehr Fleisch, sind öfter übergewichtig, haben häufiger Diabetes oder Herzkrankheiten, leben fünf Jahre kürzer, begehen 75% der Suizide. Sie sind öfter kriminell, fast 94% der Insassen, 87% schwerer Diebstahl, 89% Mord und Toschlag und 90% rechstextreme Straftaten geht auf das Konto von Männern…dabei entstehen laut Boris von Heesen in Deutschland jährlich Schäden von 63 Milliarden €.
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10.06.2024
22 Minuten
In den letzten 15 Jahren war es fast schon eine Binsenweisheit, dass Frauen eher links wählen, Männer stärker rechts oder sogar rechtsextrem. Frauen verlassen infrastrukturschwache Gegenden, wie Brandenburg zb um sich neue Perspektiven zu suchen, Männer bleiben frustriert sitzen. Da gibts teilweise Männerüberschuss. Kein Wunder dass die Gesellschaft schrumpft, wollen hoffnungsvolle junge Frauen mit ihren Jutesäckchen auf dem Fahrrad keine zornigen Neonazis Daten…Männer radikalisieren sich in sozialer Isolation allein in ihren dunklen Kämmerlein…und denken sich, sie hätten ein Recht auf Frauenkörper. Dann versuchen sie von PickUp Artists Manipulationstechniken zu erlernen, um sie sich holen zu können, anstatt zu lernen, wie man ehrlich und authentisch in Beziehung tritt, sie tauschen sich in Internetforen als „INCELS“ aus, spinnen Vergewaltigungsfantasien und träumen von der Beta Rebellion, einem Umsturz, der Vergewaltigung legalisiert und Frauen wieder unterwirft, die für sie zunehmend unnahbar sind. Da gab es auch schon tatsächlich Amokläufe und Tote, aber der maskulinistische Terrorismus wird kaum thematisiert. Daraus ist eine gefährliche politische Kraft geworden, die wir zu lange nicht gesehen haben. Susanne Kaiser hat das mit ihrem Buch „politische Männlichkeit“ aufgeschlüsselt.
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http://krisedermännlichkeit.de/2024/06/05/susanne-kaiser-ueber-politische-maennlichkeit/
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01.05.2024
28 Minuten
Wir sind Kinder vaterloser Generationen und Männer, die fast ausschließlich von Frauen erzogen wurden. Auch junge Väter involvieren sich kaum. Es sind überhaupt nur 4% an Männern, die überhaupt in Karenz gehen, die Zahlen waren letztens sogar rückläufig. Und von denen stellt sich auch nur 1%, also jeder hundertste Mann überhaupt länger als nur 6 Monate den väterlichen Pflichten - und Freuden.
Bis heute haben wir uns also wenig weiterentwickelt. Woher sollen wir es auch haben, über Generationen hatten wir eine ganze Menge an abwesenden oder uninvolvierten Vätern, die sich fast ausschließlich über Erwerbstätigkeit definiert. Wir haben kaum Vorbilder, weder in usneren Leben, noch in der Popkultur.
Was können junge Väter anders machen? Nils Pickert beschäftigt schon lange intensiv mit dem Thema, wie über Beziehungen oder Vaterschaft neue Männlichkeiten entstehen können, aus ganz persönlicher und lebensnaher Perspektive.
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http://krisedermännlichkeit.de/2024/04/28/nils-pickert-ueber-moderne-vaeter/
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Bis heute haben wir uns also wenig weiterentwickelt. Woher sollen wir es auch haben, über Generationen hatten wir eine ganze Menge an abwesenden oder uninvolvierten Vätern, die sich fast ausschließlich über Erwerbstätigkeit definiert. Wir haben kaum Vorbilder, weder in usneren Leben, noch in der Popkultur.
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Über diesen Podcast
Willkommen beim Podcast: Du musst dein Leben
ändern! Tatsächlich sind Männer ja so verschieden
wie alle Menschen. Leider wird uns oft etwas anderes eingeredet –
und das schafft dann sehr reale Probleme. Stereotype, die sich
sozusagen selbst bestätigen. Mein Name ist Patrick
Catuz und ich suche in diesem Podcast mit meinen Gästen
Auswege aus der Sackgasse.
Männer sind wie Hummer. Zumindest wenn es nach Jordan
Peterson geht. Der Psychologieprofessor ist als
Hobbyevolutionsbiologe zum Social Media Star aufgestiegen und
behauptet, diese Meeresbewohner hätten sich seit 350 Millionen
Jahren nicht verändert. Der am dominantesten auftretende Hummer
kriegt die meisten Weibchen. Auch wenn echte Evolutionsbiologen
widersprechen, behauptet er, dass es sich um den Beweis handelt,
dass sich Menschen von ihrer Bestimmung entfernt haben. Millionen
verunsicherte junge Männer feiern ihn als Guru für seine simplen
Antworten auf komplexe Probleme.
Doch es funktioniert nicht. Es ist eine Art Überkompensation, ein
weiterer Schritt in die falsche Richtung. Heute schulen sich
Männer gegenseitig in Sachen Belästigung als Pickup-Artists,
#metoo hat ein schauerliches männliches Sittenbild offenbart,
Männer neigen auch eher zu Radikalisierung. Sie verüben einen
Großteil der Verbrechen, wir haben stetig Rekordzahlen an
Femiziden. Jede dritte Frau hat Gewalt in der Beziehung erlebt
und generell hat ein Großteil der Gewaltdelikte und Morde einen
Beziehungshintergrund. Männer sind eine Gefahr! Warum zeigen wir
so viele problematische Verhaltensweisen?
Eine Gefahr sind Männer aber auch für sich selbst: Sie leiden
unter dem Druck ihrer Rollenerwartungen, holen sich keine Hilfe,
greifen häufiger zu Alkohol und werden eher obdachlos, sterben
aufgrund eines ungesunden Lebensstils und verweigerter
Arztbesuche und Ablehnung von Therapieangeboten immer noch
durchschnittlich fünf Jahre früher. Gibt es keine Auswege?
Anstatt nach neuen Perspektiven zu suchen fliehen junge Männer in
simple, aber ebenso gefährliche Gedankenbilder, die ihnen Männer
wie Jordan Peterson oder Andrew Tate verkaufen. Woher sollten
denn auch die Vorbilder kommen? Wir sind mit abwesenden oder
wortkargen Großvätern und Vätern aufgewachsen — und auch
gegenwärtig sieht man nur wenig Fortschritt. Es gehen nur sehr
wenige junge Männer trotz Rechtsanspruch in Karenz, die Zahlen
waren zuletzt sogar rückläufig. Männer identifizieren sich immer
noch fast ausschließlich über die Erwerbstätigkeit. Wie sollen
Kinder da männliche Vorbilder finden? So lernen wir das meiste
über Männlichkeit aus der Popkultur oder den Sozialen Medien, von
Männern wie Peterson oder Tate.
Es fehlt an Visionen – oder wollen wir sie nur nicht
sehen? Ich spreche mit Expert*innen aus der
Gewaltforschung und Radikalisierung, Popkulturforschung, modernen
Vätern und Netzfeministinnen über aktuelle Probleme und mögliche
Auswege.
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