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Episoden

55 Minuten
Das Handwerk ist unverzichtbar – doch Fachkräftemangel, steigende Kosten und strukturelle Veränderungen setzen viele Betriebe zunehmend unter Druck. Anton Rieder spricht mit Franz Jirka, Spartenobmann für Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Tirol und selbst mehrfacher Meister sowie Unternehmer. Gemeinsam beleuchten sie das Spannungsfeld zwischen dem aktuellen Rückgang am Bau und dem langfristig wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften.

 

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die berufliche Ausbildung weiterentwickelt werden kann. Diskutiert werden eine breitere handwerkliche Grundausbildung, mehr Technikverständnis und digitale Kompetenzen sowie eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Lehre. Auch der Meistertitel spielt dabei eine zentrale Rolle: Er steht für fachliches Können, persönliche Leistung und die Verantwortung, Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.

 

Zum Abschluss richtet sich der Blick auf den österreichischen Mittelstand. Bürokratie, hohe Kosten und Vergabeverfahren, die große Strukturen begünstigen, schränken den Handlungsspielraum vieler Familienunternehmen ein. Franz Jirka und Anton Rieder plädieren für mehr Praxisnähe, faire Wettbewerbsbedingungen und ein neues Selbstbewusstsein für Österreich als Land des Handwerks und der Meister.
49 Minuten
Nachhaltiges Bauen ist längst keine freiwillige Zusatzaufgabe mehr. Doch reichen neue Vorschriften, Zertifikate und digitale Modelle aus, um Gebäude tatsächlich ressourcenschonender zu planen und zu errichten? Anton Rieder und Architekt Thomas Hoppe diskutieren, warum Nachhaltigkeit als grundlegende Systemfrage verstanden werden muss. BIM kann dabei wichtige Daten zu Materialien, CO₂-Werten und Gebäuden verfügbar machen. Der Nutzen entsteht jedoch erst, wenn von Beginn an klar ist, wie sie im weiteren Prozess eingesetzt werden.

 

Das Gespräch zwischen Anton Rieder und Thomas Hoppe richtet den Blick außerdem auf das Bauen im Bestand und auf die steigende Zahl an Normen, Gutachten und Komfortanforderungen. Bestehende Gebäude können nicht immer nach denselben Maßstäben beurteilt werden wie Neubauten. Zu starre Vorgaben verteuern Projekte, erhöhen den Ressourcenverbrauch und können sinnvolle Umnutzungen verhindern. Gefragt sind daher klare Ziele, aber auch ausreichend Spielraum für individuelle Lösungen und fachliche Verantwortung. Echter Fortschritt entsteht nicht durch eine einzelne Disziplin, sondern durch das Zusammenspiel aller Beteiligten, die das Gebäude als gemeinsames Werkstück verstehen.
47 Minuten
Neue Technologien verändern die Bauwirtschaft: Robotik, künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse eröffnen neue Möglichkeiten, um körperlich belastende Arbeiten zu reduzieren, Fehler zu vermeiden und die Produktivität zu steigern. Doch Technologie allein löst noch keine Probleme. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Karina Breitwieser darüber, weshalb zuerst die bestehenden Abläufe verstanden und neu organisiert werden müssen, bevor digitale Werkzeuge sinnvoll eingesetzt werden können.

 

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Maschine, sondern das gesamte System Bau. Durchgängige Datenketten, klare Verantwortlichkeiten, kooperative Vertragsmodelle und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Planung und Ausführung sind entscheidende Voraussetzungen für Veränderung. Am Beispiel von PIM4BIM wird deutlich, wie Produktinformationen direkt in digitale Gebäudemodelle integriert werden können. Gleichzeitig zeigt sich: Pilotprojekte müssen unter realen Randbedingungen auf der Baustelle stattfinden, damit neue Lösungen tatsächlich praxistauglich werden.

 

Auch die Rolle des Menschen verändert sich. Maschinen können wiederkehrende, gefährliche oder körperlich belastende Aufgaben übernehmen. Verantwortung und soziale Kompetenz bleiben jedoch beim Menschen. Anton Rieder und Karina Breitwieser diskutieren, welche neuen Berufsbilder dadurch entstehen, weshalb Mitarbeitende frühzeitig in Veränderungsprozesse eingebunden werden müssen und woran erkennbar wird, dass technologischer Fortschritt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich gelungen ist.
51 Minuten
Warum wird Wohnen immer weniger leistbar? Und warum bleibt der Traum vom Eigenheim für viele junge Menschen heute oft ein Traum? In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ spricht Anton Rieder mit Patrick Götz, Vorstand der Tiroler Sparkasse und Spartenobmann für Bank und Versicherung, über Finanzierungsrichtlinien, Kreditvergaben, Eigenkapital, Wohnbauförderung und die Frage, wie viel Spielraum es braucht, damit Eigentum wieder realistischer wird.

Im Mittelpunkt steht die These: Wohnraum braucht Spielraum. Denn Leistbarkeit entscheidet sich nicht nur über Baukosten oder Grundstückspreise, sondern auch über politische Rahmenbedingungen, Bankenregulierung, Abgaben, Standards und langfristige Lebensplanung. Das Gespräch zeigt: Wer Wohnen möglich machen will, muss Finanzierung, Baupraxis und gesellschaftliche Entwicklung gemeinsam denken – und jungen Menschen wieder das Gefühl geben, dass Leistung, Vorsorge und Eigentum erreichbar bleiben.
54 Minuten
Seit Jahren spricht die Bauwirtschaft über Digitalisierung, BIM und künstliche Intelligenz. Doch warum kommt davon in der Praxis oft so wenig an? Genau dieser Frage widmen sich Anton Rieder und Hannes Schwarzwälder in dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“.

Im Zentrum steht die These, dass Digitalisierung im Bau selten an der Technologie scheitert, sondern an Organisation, Zusammenarbeit und fehlenden stabilen Prozessen. Gemeinsam sprechen sie über fragmentierte Projektstrukturen, die Grenzen heutiger BIM-Modelle, unterschiedliche Unternehmenslogiken und die Frage, warum Datenflüsse am Bau noch immer zu oft abbrechen. Gleichzeitig zeigen sie auf, wo Digitalisierung bereits heute echten Mehrwert schafft – etwa in integrierten Planungsprozessen, bei Design-&-Build-Modellen oder durch produktivere Zusammenarbeit.

Außerdem geht es um Innovationstreiber in der Branche, neue Kooperationsmodelle, Forschung und Wissenschaftskommunikation, Bauinformatik, Robotik und künstliche Intelligenz. Eine Folge über Technologie – und darüber, warum die Zukunft des Bauens vor allem eine organisatorische Aufgabe ist.
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Über diesen Podcast

Bau-Enthusiasten & Branchenkenner! Gemeinsam tauchen wir ein in die beeindruckende Welt des Bauens und erkunden, wohin die digitale Transformation das Bauwesen führen wird: Welche Innovationen werden sich durchsetzen? Wohin geht die Reise? Im neuen RIEDERBAU-Podcast "Die Zukunft baut mit" teilt Anton Rieder seine Begeisterung für Zukunftsthemen und bittet führende Expert*innen der Baubranche vor das Mikrophon.
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„Die Zukunft baut mit“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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