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Episoden

47 Minuten
Neue Technologien verändern die Bauwirtschaft: Robotik, künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse eröffnen neue Möglichkeiten, um körperlich belastende Arbeiten zu reduzieren, Fehler zu vermeiden und die Produktivität zu steigern. Doch Technologie allein löst noch keine Probleme. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Karina Breitwieser darüber, weshalb zuerst die bestehenden Abläufe verstanden und neu organisiert werden müssen, bevor digitale Werkzeuge sinnvoll eingesetzt werden können.

 

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Maschine, sondern das gesamte System Bau. Durchgängige Datenketten, klare Verantwortlichkeiten, kooperative Vertragsmodelle und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Planung und Ausführung sind entscheidende Voraussetzungen für Veränderung. Am Beispiel von PIM4BIM wird deutlich, wie Produktinformationen direkt in digitale Gebäudemodelle integriert werden können. Gleichzeitig zeigt sich: Pilotprojekte müssen unter realen Randbedingungen auf der Baustelle stattfinden, damit neue Lösungen tatsächlich praxistauglich werden.

 

Auch die Rolle des Menschen verändert sich. Maschinen können wiederkehrende, gefährliche oder körperlich belastende Aufgaben übernehmen. Verantwortung und soziale Kompetenz bleiben jedoch beim Menschen. Anton Rieder und Karina Breitwieser diskutieren, welche neuen Berufsbilder dadurch entstehen, weshalb Mitarbeitende frühzeitig in Veränderungsprozesse eingebunden werden müssen und woran erkennbar wird, dass technologischer Fortschritt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich gelungen ist.
51 Minuten
Warum wird Wohnen immer weniger leistbar? Und warum bleibt der Traum vom Eigenheim für viele junge Menschen heute oft ein Traum? In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ spricht Anton Rieder mit Patrick Götz, Vorstand der Tiroler Sparkasse und Spartenobmann für Bank und Versicherung, über Finanzierungsrichtlinien, Kreditvergaben, Eigenkapital, Wohnbauförderung und die Frage, wie viel Spielraum es braucht, damit Eigentum wieder realistischer wird.

Im Mittelpunkt steht die These: Wohnraum braucht Spielraum. Denn Leistbarkeit entscheidet sich nicht nur über Baukosten oder Grundstückspreise, sondern auch über politische Rahmenbedingungen, Bankenregulierung, Abgaben, Standards und langfristige Lebensplanung. Das Gespräch zeigt: Wer Wohnen möglich machen will, muss Finanzierung, Baupraxis und gesellschaftliche Entwicklung gemeinsam denken – und jungen Menschen wieder das Gefühl geben, dass Leistung, Vorsorge und Eigentum erreichbar bleiben.
54 Minuten
Seit Jahren spricht die Bauwirtschaft über Digitalisierung, BIM und künstliche Intelligenz. Doch warum kommt davon in der Praxis oft so wenig an? Genau dieser Frage widmen sich Anton Rieder und Hannes Schwarzwälder in dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“.

Im Zentrum steht die These, dass Digitalisierung im Bau selten an der Technologie scheitert, sondern an Organisation, Zusammenarbeit und fehlenden stabilen Prozessen. Gemeinsam sprechen sie über fragmentierte Projektstrukturen, die Grenzen heutiger BIM-Modelle, unterschiedliche Unternehmenslogiken und die Frage, warum Datenflüsse am Bau noch immer zu oft abbrechen. Gleichzeitig zeigen sie auf, wo Digitalisierung bereits heute echten Mehrwert schafft – etwa in integrierten Planungsprozessen, bei Design-&-Build-Modellen oder durch produktivere Zusammenarbeit.

Außerdem geht es um Innovationstreiber in der Branche, neue Kooperationsmodelle, Forschung und Wissenschaftskommunikation, Bauinformatik, Robotik und künstliche Intelligenz. Eine Folge über Technologie – und darüber, warum die Zukunft des Bauens vor allem eine organisatorische Aufgabe ist.
51 Minuten
Bauen funktioniert heute oft wie ein Zufallssystem: viele Schnittstellen, wenig Abstimmung und hoher Druck auf allen Ebenen. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Prof. Dr. Claus Nesensohn darüber, warum genau darin das eigentliche Problem liegt – und warum die Lösung nicht mehr Projektmanagement, sondern Produktionsdenken ist.

 

Im Zentrum steht die Idee, Bauprojekte wie stabile Produktionssysteme zu organisieren: mit klaren Abläufen, abgestimmten Prozessen und echter Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Claus Nesensohn bringt dazu internationale Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ein, während Anton Rieder zeigt, was diese Ansätze konkret für ein Unternehmen wie RIEDERBAU bedeuten.

 

Die Folge beleuchtet außerdem, warum Lean Construction mehr ist als ein Effizienzprogramm, welche Rolle neue Kooperationsmodelle spielen und weshalb Digitalisierung erst dann wirkt, wenn die Prozesse dahinter stimmen. Ein Gespräch über Produktivität, Fachkräfte, Verantwortung – und die Frage, wie Bauen wieder beherrschbarer werden kann.
47 Minuten
Digitalisierung ist in der Baubranche längst mehr als ein Schlagwort. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Florian Biller, Co-Founder und Geschäftsführer von Capmo, darüber, warum digitale Werkzeuge allein noch keine Veränderung bewirken – und worauf es in der Praxis wirklich ankommt.

Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Frage, warum die Baubranche in Sachen Produktivität seit Jahren hinter ihren Möglichkeiten bleibt. Anton Rieder macht deutlich, dass es dafür nicht nur externe Gründe wie überbordende Bürokratie, Normen und regulatorische Vorgaben gibt, sondern auch hausgemachte Probleme innerhalb der Branche. Dazu zählen vor allem die starke Fragmentierung, das strikte Trennen von Planung und Ausführung sowie fehlende Standards in der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten. Florian Biller ergänzt diese Perspektive um den Blick auf konkrete Projektprozesse: Häufig seien es nicht die großen Fehler, sondern viele kleine Reibungsverluste – etwa bei Planfreigaben, Schnittstellen oder Dokumentationen –, die Projekte teuer, langsam und riskant machen.

Im Zentrum der Folge steht die Überzeugung, dass Digitalisierung Probleme nicht automatisch löst, aber sichtbar macht. Genau darin liegt ihr Wert: Prozesse werden nachvollziehbar, Fehlerkosten erkennbar und Verbesserungen überhaupt erst möglich. Florian Biller erklärt, wie Capmo als digitales Betriebssystem für Baustellen Informationen, Unterlagen und Kommunikationswege in einem System bündelt – ohne dabei zu ignorieren, dass unterschiedliche Nutzergruppen unterschiedlich arbeiten. Anton Rieder ordnet ein, wie sich dieser Ansatz von der RIEDERBAU-eigenen Lösung MyBauOffice unterscheidet, die stärker als ganzheitliche Unternehmenssoftware gedacht ist.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, warum sich digitale Lösungen in der Branche oft nur langsam durchsetzen. Beide Gesprächspartner betonen, dass Software nur dann einen Effekt hat, wenn sie tatsächlich genutzt wird. Dafür braucht es einfache Anwendungen, realistische Erwartungen und vor allem Führungskräfte, die Digitalisierung nicht delegieren, sondern selbst mittragen. Ebenso wichtig ist eine Unternehmenskultur, in der Transparenz nicht zur Schuldzuweisung führt, sondern zum gemeinsamen Lernen.

Zum Ende richtet sich der Blick nach vorne: Die Baubranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen, neue Technologien wie KI verstärken diesen Wandel zusätzlich. Für Anton Rieder und Florian Biller ist klar: Wer heute baut, muss Prozesse neu denken. Digitalisierung ist dabei kein Nice-to-have, sondern ein zentraler Hebel, um Produktivität, Qualität und Zukunftsfähigkeit im Bauwesen zu sichern.
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Über diesen Podcast

Bau-Enthusiasten & Branchenkenner! Gemeinsam tauchen wir ein in die beeindruckende Welt des Bauens und erkunden, wohin die digitale Transformation das Bauwesen führen wird: Welche Innovationen werden sich durchsetzen? Wohin geht die Reise? Im neuen RIEDERBAU-Podcast "Die Zukunft baut mit" teilt Anton Rieder seine Begeisterung für Zukunftsthemen und bittet führende Expert*innen der Baubranche vor das Mikrophon.
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„Die Zukunft baut mit“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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