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Keine Mauer, aber Diskriminierung: Was ist los zwischen Ost- und Westdeutschland?
Keine Mauer, aber Diskriminierung: Was ist los zwischen Ost- und Westdeutschland?
Podcaster
Episoden
13.06.2025
1 Stunde 34 Minuten
Here we come! Unsere neue Folge führt uns ins Herz einer Perspektive, die allzu oft fehlt, wenn über die DDR, Ostdeutschland und Schwarze Biografien gesprochen wird. Wir freuen uns, dass Alina Chipo zu Gast ist und mit uns über eigene Erfahrungen und Forschung spricht.
Alinas Masterarbeit trägt den Arbeitstitel: „Schwarz und ossi. (Dis-)Kontinuitäten von Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in der DDR und der Post-DDR.“ Und auch unser Gespräch ist ein Beitrag zu dieser fehlenden Geschichtsschreibung. Was hieß es, Schwarz in der DDR zu sein? Welche Rolle spielen Schwarze ossi Perspektiven in der deutsch-deutschen Erzählung? Und wie unterscheiden sich die Erfahrungen von Schwarzen Ostdeutschen in und nach der DDR?
In unserem Gespräch geht es um kollektives Schweigen und neues Erinnern, um abwesende Väter und sich findende Communities, um die “IG Farbig”, die Bedeutung von Wurzeland, und eine künstliche Intelligenz, die Schwarze ostdeutsche Perspektiven einfach nicht kennt. Und darum, wie das Wort “ossi” als Adjektiv eine neue Funktion bekommt. Eine Folge mit über das Sichtbarmachen von Wissen, über Lücken die zu feinen Differenzierungen werden, der Komplexität Schwarzer ostdeutscher Erfahrungen und der Suche nach einer Geschichte, die noch geschrieben wird.
Wir danken Alina für die Zeit, Offenheit und so wichtige Forschung (O-ton Alina: “Leute, wir müssen mehr forschen!”). Und freuen uns sehr, wenn ihr reinhört. Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:
// Lydia Lierke, Massimo Perinelli (Hg.): "Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive." Verbrecher Verlag, 2020.
Diskutiert mit. Stellt Fragen. Teilt gerne Erlebtes, Gedachtes, Gefühltes mit uns. Email: grenzenlos.podcast@proton.me Instagram: @p.ostcast Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor.ian Fischer
Alinas Masterarbeit trägt den Arbeitstitel: „Schwarz und ossi. (Dis-)Kontinuitäten von Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in der DDR und der Post-DDR.“ Und auch unser Gespräch ist ein Beitrag zu dieser fehlenden Geschichtsschreibung. Was hieß es, Schwarz in der DDR zu sein? Welche Rolle spielen Schwarze ossi Perspektiven in der deutsch-deutschen Erzählung? Und wie unterscheiden sich die Erfahrungen von Schwarzen Ostdeutschen in und nach der DDR?
In unserem Gespräch geht es um kollektives Schweigen und neues Erinnern, um abwesende Väter und sich findende Communities, um die “IG Farbig”, die Bedeutung von Wurzeland, und eine künstliche Intelligenz, die Schwarze ostdeutsche Perspektiven einfach nicht kennt. Und darum, wie das Wort “ossi” als Adjektiv eine neue Funktion bekommt. Eine Folge mit über das Sichtbarmachen von Wissen, über Lücken die zu feinen Differenzierungen werden, der Komplexität Schwarzer ostdeutscher Erfahrungen und der Suche nach einer Geschichte, die noch geschrieben wird.
Wir danken Alina für die Zeit, Offenheit und so wichtige Forschung (O-ton Alina: “Leute, wir müssen mehr forschen!”). Und freuen uns sehr, wenn ihr reinhört. Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:
// Lydia Lierke, Massimo Perinelli (Hg.): "Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive." Verbrecher Verlag, 2020.
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01.10.2024
1 Stunde 26 Minuten
Da geben wir uns zu Anfang dieser Folge so viel Mühe, im Sinne eines gelungenen Spannungsbogens, den Namen unserer diesmaligen Gesprächsperson nicht sofort auszuplaudern, nur um ihn hier herauszuposaunen Susan Arndt unterrichtet an der Universität Bayreuth anglophone Literaturen und liefert in dem 2024 erschienenen Buch „Ich bin ostdeutsch und gegen die AfD“ nicht nur ein kluges Plädoyer gegen diese Partei und ihre Machenschaften, sondern erklärt auch profund, dass, wie und warum das Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland Diskiminierungsmerkmale aufweist. Wir sprechen darüber, warum Susan glaubt, dass Ostdeutschsein eine Widerstandsidentität ist, und was darunter zu verstehen ist. In unserem Gespräch geht es um die Verantwortung, die im Ostdeutschsein liegt, um die Frage, warum wir Ostdeutschen um das Ostdeutschsein kämpfen müssen und was westdeutsch sozialisierte Menschen stante pede tun können, um der Schieflage zwischen Ost- und Westdeutschland etwas entgegenzusetzen. In recht persönlichen Episoden, teilt Susan - in Magdeburg geboren und aufgewachsen - wie es war, in der DDR mit Lügen zur Wahrheit erzogen werden zu sollen und wie eine Geburtstagsparty trotz der unverhofften Grenzöffnung am 09.11.89 nicht doch baden ging. Neben all dem hält in dieser Folge ein musikalisches Element Einzug in unseren p.ostcast, dessen tiefere Sinn sich erschließt, wenn ihr euch dieses kurze Video anschaut: Sarah Hakenberg - d-Moll absteigend: https://www.youtube.com/watch?v=T_SRMNtNZFw (24.09.2018) Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:
// Susan Arndt: "Ich bin ostdeutsch und gegen die AfD. Eine Intervention." C.H.Beck. 2024. // Dirk Oschmann: "Der Osten: eine westdeutsche Erfindung: Wie die Konstruktion des Ostens unsere Gesellschaft spaltet". 2023.
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// Susan Arndt: "Ich bin ostdeutsch und gegen die AfD. Eine Intervention." C.H.Beck. 2024. // Dirk Oschmann: "Der Osten: eine westdeutsche Erfindung: Wie die Konstruktion des Ostens unsere Gesellschaft spaltet". 2023.
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23.09.2024
6 Minuten
Die gängige Geschichtsschreibung geht davon aus, unzählige Menschen - vor allem aus der DDR - hätten die Mauer zum Einsturz gebracht. In Wahrheit war es nur ein Mädchen, das sich als Wossi bezeichnet. Ein zeitreisender Drachen und eine steinfressenden Pflanze haben auch eine Rolle gespielt. Ganz, ganz ehrlich! Pionierehrenwort!!! Aber hört selbst. Eine Geschichte aus der Schreibwerkstatt von Simbi Schwarz. (6min)
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12.08.2024
1 Stunde 28 Minuten
Immer mehr Menschen mit DDR-Vergangenheit und/oder ostdeutscher Sozialisation beginnen, ihre Geschichten zu erzählen. Das ist mehr als begrüßenswert. Allerdings kommen die meisten dieser Erzählungen von weißen Menschen, als hätte es keine Schwarzen ostdeutschen Menschen gegeben. Natürlich gab es die und gibt es uns. Mit zweien von ihnen haben wir uns am 14. Juni 2024 - an dem Tag als ein Teil der Manteufelstraße in Berlin Kreuzberg in Audre-Lorde-Straße umbenannt wurde - getroffen.
Von Dr. Gabriela Willbold und Aicy Eisner hören wir, welche Vorzüge ein Inselleben haben kann, dass und wie Menschen auch in der DDR Freiheitsgefühle entwickeln konnten, vom sagenumwobenen Operncafé in Ost-Berlin, wie es war, von einem Trabbi in der Farbe Senf-Ocker auf einen kotzgrünen Mercedes umzusatteln, vom ersten Begegnen zwischen ost- und westdeutschen Schwarzen Menschen und, dass die Diskriminierung als Ostdeutsche leider auch keinen Bogen um die Schwarze Community im wi(e)dervereinten Deutschland gemacht hat.
Wir machen es uns gemütlich mit vier Mikrofonen. Hört rein in unsere erste Folge mit Gästinnen! Es wird spannend.
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Von Dr. Gabriela Willbold und Aicy Eisner hören wir, welche Vorzüge ein Inselleben haben kann, dass und wie Menschen auch in der DDR Freiheitsgefühle entwickeln konnten, vom sagenumwobenen Operncafé in Ost-Berlin, wie es war, von einem Trabbi in der Farbe Senf-Ocker auf einen kotzgrünen Mercedes umzusatteln, vom ersten Begegnen zwischen ost- und westdeutschen Schwarzen Menschen und, dass die Diskriminierung als Ostdeutsche leider auch keinen Bogen um die Schwarze Community im wi(e)dervereinten Deutschland gemacht hat.
Wir machen es uns gemütlich mit vier Mikrofonen. Hört rein in unsere erste Folge mit Gästinnen! Es wird spannend.
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20.07.2024
12 Minuten
Und hier kommt Kais Geschichte aus der Schreibwerkstatt. Wir hatten uns damals die Aufgabe gestellt, eine Geschichte zu schreiben, in der eine gute Fee drei Wünsche gewährt, die alle mit 'den beiden Deutschlands' zu tun haben sollten. Kai machte daraus eine Geschichte, die erzählt, "Wie die Wiedervereinigung repariert wurde" - mit einer bärtigen Fee, blaublättrigem Grunewald, Nachhilfeträumen zu ostdeutschen Realitäten für Westdeutsche und dem unerfüllten Wunsch der Vollbeschäftigung. Aber hört selbst! (12min)
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Über diesen Podcast
Die Abwandlung des Wortes Podcast ist in diesem p.ostcast Programm.
Allerdings erklären wir - ManuEla Ritz und Flor.ian Fischer - weder
die DDR, noch wiederholen wir die oft gestellte Frage: Was ist nur
los mit dem Osten? Wir – zwei bekennende Ossis – fragen: Was ist
los zwischen Ost- und Westdeutschland und fügen dem Diskurs eine
Dimension, ein Wort hinzu, das bisher noch kaum ausgesprochen
wurde. Bereits 2015 stellten wir zaghaft und nur im stillen
Kämmerlein kleinlaut die Frage, ob das, was zwischen Ost- und
Westdeutschland abläuft, ein Diskriminierungsverhältnis ist. Nun,
fast 10 Jahre später und 35 Jahre nach der sogenannten
Wi(e)dervereinigung beantworten wir diese Frage selbstbewusst und
laut mit: Ja! In unserem p.ostcast legen wir dar, wie wir zu dieser
Antwort kommen, führen sozusagen den Beweis. Miteinander, mit
Gäst*innen aus Ost- und West und gern auch mit euch wollen wir
darüber sprechen, was die Schieflagen sind zwischen den zuweilen
noch immer so genannten neuen Bundesländern (Wie lange ist
eigentlich etwas neu?) und dem Westteil des Landes. Und wer weiß,
vielleicht finden wir mäandernd ja sogar Wege aus dem ewigen
Teufelskreis von Stereotypisierungen, Schuldzuweisungen, Ignoranz
und Abwehr in der Dynamik zwischen Ost und West. Was – unserer
Erfahrung nach - auf jeden Fall hilft im Kampf gegen
Diskriminierung ist, miteinander zu reden. Persönliche Geschichten
zu teilen, damit aus so manchem Gegen- ein Miteinander werden
kann.Herzlich Willkommen bei unserem grenzenlosen p.ostcast! ___
Diskutiert mit. Stellt Fragen. Teilt gerne Erlebtes, Gedachtes,
Gefühltes mit uns: grenzenlos.podcast@proton.me Instagram:
@p.ostcast Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor.ian Fischer
_____________________ Unser ganz und gar selbst- und handgemachter
p.ostcast wurde durch die Unterstützung folgender Menschen zu dem,
was er jetzt ist. Wir bedanken uns sehr herzlich bei _____//
Isabel Janke für Komposition, Arrangement und das Einspielen des
musikalischen Intros // Andy van Kaa für das Fotoshooting bei
Minusgraden und den dabei entstandenen Bildern // Alex Barta
für die graphische Bearbeitung eben jener Fotos und dem so
entstandenen p.ostcast-Cover // der Volkshochschule Berlin
Mitte, namentlich bei der Direktorin Manjiri Palicha, für die
herzliche Einladung unseren p.ostcast im VHS-eigenen Studio
aufzunehmen, und nicht zuletzt bei Kolja Kaspczyk, der uns so
sachkundig mit der Technik vertraut gemacht
hat. _____________________ Und nun noch ein paar Worte zu uns
Gastgeber*innen: // ManuEla Ritz wurde in Meißen geboren. Sie war
20 Jahre, als die Mauer zum Einsturz gebracht wurde. Nach Jahren
der Anpassung in das durch Westdeutschland geprägte Staatssystem
thematisiert sie heute das, was Ost- und Westdeutschland
miteinander verbindet und voneinander trennt, als
Diskriminierungsverhältnis.Kein Wunder, arbeitet sie doch schon
seit über zwei Jahrzehnten als Teamerin gegen Diskriminierung und
seit 5 Jahren als Begleiterin von Institutionen, die machtkritisch
und divers aufgestellt arbeiten wollen. In ihrer Eigenschaft als
Autorin wurde bisher die Autobiografie "Die Farbe meiner Haut" und
in Kooperation mit Simbi Schwarz das geschichtenerzählende Sachbuch
"Hinter (auf)geschlossenen Türen. Adultismus und kritisches
Erwachsensein" veröffentlicht. // Flor.ian Fischer ist ein
buchstäbliches Wendekind: Im Osten geboren und familiär verankert,
im Westen groß geworden, hat er früh gelernt, auf beiden Seiten der
(ehemaligen) Mauer mitzuspielen. Heute pflanzt er gerne Samen in
ihre Risse, hört den Geschichten zu, die sich Menschen dazu
erzählen, und versucht sich einen Reim auf seine eigene zu machen.
Er arbeitet als freier Trainer, Prozessbegleiter und Autor zu
Diversität & Diskriminierung, koloniale Kontinuitäten,
Rassismus & Weißsein sowie zu Männlichkeit(en). Zusammen mit
Nenad Čupić ist er Autor des Buches "Die Kontinuität des Genozids"
zum deutschen Völkermord an den Herero und Nama im heutigen
Namibia.
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