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grenzenlos. der p.ostcast Archiv

11 Episoden
1 Stunde 34 Minuten
Here we come! Unsere neue Folge führt uns ins Herz einer Perspektive, die allzu oft fehlt, wenn über die DDR, Ostdeutschland und Schwarze Biografien gesprochen wird. Wir freuen uns, dass Alina Chipo zu Gast ist und mit uns über eigene Erfahrungen und Forschung spricht. 

Alinas Masterarbeit trägt den Arbeitstitel: „Schwarz und ossi. (Dis-)Kontinuitäten von Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in der DDR und der Post-DDR.“ Und auch unser Gespräch ist ein Beitrag zu dieser fehlenden Geschichtsschreibung. Was hieß es, Schwarz in der DDR zu sein? Welche Rolle spielen Schwarze ossi Perspektiven in der deutsch-deutschen Erzählung? Und wie unterscheiden sich die Erfahrungen von Schwarzen Ostdeutschen in und nach der DDR?

In unserem Gespräch geht es um kollektives Schweigen und neues Erinnern, um abwesende Väter und sich findende Communities, um die “IG Farbig”, die Bedeutung von Wurzeland, und eine künstliche Intelligenz, die Schwarze ostdeutsche Perspektiven einfach nicht kennt. Und darum, wie das Wort “ossi” als Adjektiv eine neue Funktion bekommt. Eine Folge mit über das Sichtbarmachen von Wissen, über Lücken die zu feinen Differenzierungen werden, der Komplexität Schwarzer ostdeutscher Erfahrungen und der Suche nach einer Geschichte, die noch geschrieben wird.

Wir danken Alina für die Zeit, Offenheit und so wichtige Forschung (O-ton Alina: “Leute, wir müssen mehr forschen!”). Und freuen uns sehr, wenn ihr reinhört.

Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:

// Lydia Lierke, Massimo Perinelli (Hg.): "Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive." Verbrecher Verlag, 2020.

Diskutiert mit. Stellt Fragen. Teilt gerne Erlebtes, Gedachtes, Gefühltes mit uns. 

Email: grenzenlos.podcast@proton.me

Instagram: @p.ostcast

Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
1 Stunde 26 Minuten
Da geben wir uns zu Anfang dieser Folge so viel Mühe, im Sinne eines gelungenen Spannungsbogens, den Namen unserer diesmaligen Gesprächsperson nicht sofort auszuplaudern, nur um ihn hier herauszuposaunen

Susan Arndt unterrichtet an der Universität Bayreuth anglophone Literaturen und liefert in dem 2024 erschienenen Buch „Ich bin ostdeutsch und gegen die AfD“ nicht nur ein kluges Plädoyer gegen diese Partei und ihre Machenschaften, sondern erklärt auch profund, dass, wie und warum das Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland Diskiminierungsmerkmale aufweist.

Wir sprechen darüber, warum Susan glaubt, dass Ostdeutschsein eine Widerstandsidentität ist, und was darunter zu verstehen ist. In unserem Gespräch geht es um die Verantwortung, die im Ostdeutschsein liegt, um die Frage, warum wir Ostdeutschen um das Ostdeutschsein kämpfen müssen und was westdeutsch sozialisierte Menschen stante pede tun können, um der Schieflage zwischen Ost- und Westdeutschland etwas entgegenzusetzen.

In recht persönlichen Episoden, teilt Susan - in Magdeburg geboren und aufgewachsen - wie es war, in der DDR mit Lügen zur Wahrheit erzogen werden zu sollen und wie eine Geburtstagsparty trotz der unverhofften Grenzöffnung am 09.11.89 nicht doch baden ging. Neben all dem hält in dieser Folge ein musikalisches Element Einzug in unseren p.ostcast, dessen tiefere Sinn sich erschließt, wenn ihr euch dieses kurze Video anschaut:

Sarah Hakenberg - d-Moll absteigend: https://www.youtube.com/watch?v=T_SRMNtNZFw (24.09.2018)

Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:

// Susan Arndt: "Ich bin ostdeutsch und gegen die AfD. Eine Intervention." C.H.Beck. 2024. 

// Dirk Oschmann: "Der Osten: eine westdeutsche Erfindung: Wie die Konstruktion des Ostens unsere Gesellschaft spaltet". 2023.

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
6 Minuten
Die gängige Geschichtsschreibung geht davon aus, unzählige Menschen - vor allem aus der DDR - hätten die Mauer zum Einsturz gebracht. In Wahrheit war es nur ein Mädchen, das sich als Wossi bezeichnet. Ein zeitreisender Drachen und eine steinfressenden Pflanze haben auch eine Rolle gespielt. Ganz, ganz ehrlich! Pionierehrenwort!!!

Aber hört selbst. Eine Geschichte aus der Schreibwerkstatt von Simbi Schwarz. (6min)

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
1 Stunde 28 Minuten
Immer mehr Menschen mit DDR-Vergangenheit und/oder ostdeutscher Sozialisation beginnen, ihre Geschichten zu erzählen. Das ist mehr als begrüßenswert. Allerdings kommen die meisten dieser Erzählungen von weißen Menschen, als hätte es keine Schwarzen ostdeutschen Menschen gegeben. Natürlich gab es die und gibt es uns. Mit zweien von ihnen haben wir uns am 14. Juni 2024 - an dem Tag als ein Teil der Manteufelstraße in Berlin Kreuzberg in Audre-Lorde-Straße umbenannt  wurde - getroffen.

Von Dr. Gabriela Willbold und Aicy Eisner hören wir, welche Vorzüge ein Inselleben haben kann, dass und wie Menschen auch in der DDR Freiheitsgefühle entwickeln konnten, vom sagenumwobenen Operncafé in Ost-Berlin, wie es war, von einem Trabbi in der Farbe Senf-Ocker auf einen kotzgrünen Mercedes umzusatteln, vom ersten Begegnen zwischen ost- und westdeutschen Schwarzen Menschen und, dass die Diskriminierung als Ostdeutsche leider auch keinen Bogen um die Schwarze Community im wi(e)dervereinten Deutschland gemacht hat.

Wir machen es uns gemütlich mit vier Mikrofonen. Hört rein in unsere erste Folge mit Gästinnen! Es wird spannend. 

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
12 Minuten
Und hier kommt Kais Geschichte aus der Schreibwerkstatt. Wir hatten uns damals die Aufgabe gestellt, eine Geschichte zu schreiben, in der eine gute Fee drei Wünsche gewährt, die alle mit 'den beiden Deutschlands' zu tun haben sollten. Kai machte daraus eine Geschichte, die erzählt, "Wie die Wiedervereinigung repariert wurde" - mit einer bärtigen Fee, blaublättrigem Grunewald, Nachhilfeträumen zu ostdeutschen Realitäten für Westdeutsche und dem unerfüllten Wunsch der Vollbeschäftigung. Aber hört selbst! (12min)

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
47 Minuten
... über all dies und mehr geht es in dieser Folge. Wir erzählen von zwei Launch-Veranstaltungen zu unserem p.ostcast, was geschieht, wenn wir Räume öffnen, um über Ost- und West-Erfahrungen zu sprechen, dass das Thema auch für Generationen interessant ist, die nach 1990 geboren wurden, was nicht nur diese Generationen vom Osten lernen können und was Empowerment im Ost-West-Deutschen-Diskiminierungsverhältnis bedeuten könnte.

Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:

// Martin Ahrends: "1989 hätte unser 1968 sein können. 30 Jahre Wende in der DDR.", in: Deutschlandfunk Kultur, 16.09.2019. (https://www.deutschlandfunkkultur.de/30-jahre-wende-in-der-ddr-1989-haette-unser-1968-sein-100.html)

// Jeannette Gusko: "Aufbrechen: Warum wir jetzt Menschen brauchen, die große Umbrüche bewältigt haben." Atrium Zündstoff. 2023.

// Das Zitat aus einem Essay von Konrad Weiß findet ihr hier: Constantin Hühn: "Als ein dritter Weg möglich schien. Erinnerungen von DDR-Oppositionellen", in: Deutschlandfunk Kultur, 05.10.2020. (https://www.deutschlandfunkkultur.de/erinnerungen-von-ddr-oppositionellen-als-ein-dritter-weg-100.html)

// Konrad Weiß berühmte Rede "Ich schäme mich", in der er 1992 die rassistischen Gewalttaten von Nazis und das ignorante Verhalten der CDU/CSU/FDP-Regierung harsch kritisierte, könnt ihr hier anhören: radio corax, 'Ich schäme mich' - Über Kontinuitäten von Rassismus und Antisemitismus im Gespräch mit Konrad Weiß, 09.02.2021. (https://radiocorax.de/ich-schaeme-mich-ueber-kontinuitaeten-von-rassismus-und-antisemitismus-im-gespraech-mit-konrad-weiss/)

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
12 Minuten
Die dritte Geschichte kommt von Isabel Janke, einer wichtigen mitstreitenden & -schreibenden Person unserer Schreibwerkstatt. Isabel beschreibt hier, wie ein Gegenstand nach langem Dornröschenschlaf im November 1989, in der Hosentasche seiner Besitzerin für einen Tag nach Westberlin reist. Diejenigen, die sich noch an jene Zeit erinnern können, werden beim Hören der Geschichte vielleicht denken: Ja, ja, so war das damals. Was für ein Freudentaumel! Welch eine Großzügigkeit! Wie treffsicher die Zuschreibungen! Und heute?

Viel Spaß beim zuhören. (12min)

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
1 Stunde 2 Minuten
Hier kommt die zweite Folge unseres p.ostcast zu Ost-West Diskriminierung! Bevor wir Leute einladen, steigen wir dieses Mal noch etwas tiefer darin ein, warum wir das, was zwischen Ost- und Westdeutschland abläuft, mit Diskriminierung verbinden. Dafür gibt es einen Crash-Kurs zum Thema Diskriminierung, extravagante Wörter wie Kontext, dethematisieren und finalmente, einen Witz ohne Pointe und noch ein paar Anekdoten aus unseren Leben.

Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:

// Albert Scherr, Aladin El-Mafaalani, Gökçen Yüksel: "Handbuch Diskriminierung". 2017.

// Dirk Oschmann: "Der Osten: eine westdeutsche Erfindung: Wie die Konstruktion des Ostens unsere Gesellschaft spaltet". 2023.

// Naika Foroutan & Jana Hensel: "Die Gesellschaft der Anderen". 2020.

// Naika Foroutan, Mara Simon, Sabrina Zajak: "Wer ist hier eigentlich ostdeutsch, und wenn ja, wie viele? Zur Konstruktion, Wirkungsmacht und Implikation von Ostidentitäten." DeZIM Research Notes 15, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). 2023.

 // Resmaa Menakem: "My Grandmothers Hands: Racialized Trauma and the Pathway to Mending Our Hearts and Bodies". 2017.

// Susan Arndt: "Ich bin ostdeutsch und gegen die AfD. Eine Intervention". 2024.

Wenn ihr bei der Idee eines "Dritten Raumes" im Kontext von Rassismus hellhörig geworden seid, könnt ihr Phoenix e.V. anschreiben (www.phoenix-ev.org). Die bieten neben Anti-Rassismus- und Empowerment Trainings mittlerweile auch sog. "Dritter Raum"-Trainings an.  

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
16 Minuten
Hier kommt die erste Geschichte aus der Schreibwerkstatt "einschreibungen ost/west. Schreib-Werkstatt für ost- und west-deutsche Lebenserfahrungen". Wir starten mit Manu's Geschichte zu "Ostdeutsch passen. Eine Chronik." - darüber, wie es sie verformte, als Manu versuchte, sich im wi(e)dervereinten Deutschland anzupassen, was sie dabei verlor und was sie fand. Hört rein. (15min)

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
17 Minuten
Und direkt die zweite Geschichte aus der Schreibwerkstatt. Diesmal von Flor zu "Zwischen den Rissen" über die Erfahrung, als Ostkind kurz vor dem Mauerfall in den Westen rüberzumachen und dort, na sagen wir: nicht so richtig anzukommen. Gutes Hören. (16min)

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
48 Minuten
Was ist nur los zwischen Ost- und Westdeutschland?, fragen wir, zwei bekennende Ossis, und bringen als Antwort ein Wort ins Gespräch, das bisher in diesem Zusammenhnag noch kaum ausgesprochen wurde: Diskriminierung.

Willkommen zu der ersten Folge unseres p.ostcast zu Ost-West Diskriminierung!

Dürfen wir uns vorstellen? Gestatten: Manu und Flor. 

In dieser ersten Folge tun wir genau das. Wir stellen uns vor und erzählen, welche Wege uns über eine Schreibwerkstatt und unsere eigens konzipierten grenzenlos-Workshops vor die Mikrophone des p.ostcasts geführt haben. Quasi nebenbei lassen wir hier und da anhand unserer biographischen Geschichten unsere These aufblitzen, dass das, was sich zwischen Ost und West in diesem Land abgespielt hat und noch immer abspielt, nicht nur unglücklich gelaufen, unschön und unfair, sondern von Diskriminierung geprägt ist.

Wenn ihr mögt, schreibt uns: grenzenlos.podcast@proton.me

oder folgt uns auf Instagram für Beobachtungen in diesem Ost-West Gefüge: @p.ostcast

Shownotes oder die Bücher & Personen, die wir erwähnen:

// Dirk Oschamann: "Der Osten: eine westdeutsche Erfindung: Wie die Konstruktion des Ostens unsere Gesellschaft spaltet". 2023.

// Naika Foroutan & Jana Hensel: "Die Gesellschaft der Anderen". 2020.

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Ein Podcast von ManuEla Ritz und Flor Fischer
grenzenlos. der p.ostcast

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Keine Mauer, aber Diskriminierung: Was ist los zwischen Ost- und Westdeutschland?