Podcaster
Episoden
14.06.2026
51 Minuten
Im Gespräch stellt sich Dr. Maren Grütters als promovierte Neurobiologin, Unternehmerin und Hypnosecoach vor. Sie berichtet, dass sie nach dem Biologiestudium und der Promotion zunächst über zehn Jahre in einem mittelständischen Unternehmen im Management, Personalführung, Vertrieb und Marketing gearbeitet hat. Parallel habe sie sich mit Persönlichkeitsentwicklung und Beziehungsmustern beschäftigt und sei dabei auf die Hypnose gestoßen. Nach einer Ausbildung ab 2020 arbeitete sie ab 2021 als Hypnosecoach und gab zunächst nebenberuflich Hypnosen. Im Verlauf gründete sie ihr eigenes Unternehmen “me Time”. Daraus entwickelte sie eine Akademie und ein Franchise-System; inzwischen arbeitet sie mit einem Team und Partnern zusammen. Zur Ausbildung erklärt sie, dass es verschiedene Angebote am Markt gibt. Ihre eigene Ausbildung dauerte mehrere Monate. Bei MeTime umfasst die Ausbildung zum Hypnose Coach u.a. Themen zur Neurobiologie, dem Unterbewusstsein und vor allem praktische Arbeit mit Klienten. Die angehenden Hypnose Coaches werden persönlich von Maren ausgesucht, es bedarf jedoch keiner besonderen beruflichen Qualifikationen als Vorraussetzung. Im Team finden regelmäßiger Austausch, Weiterbildungen und ein Forum zu Themen wie Ängsten oder Depressionen statt. Zu den Klienten sagt Grütters, dass Menschen mit unterschiedlichen Themen kommen, etwa Vortragsangst, schwierige Beziehungsmustern, Bettnässen, Ängsten vor der Schule oder Nägelkauen bei Kindern. Sie beschreibt einen Ablauf mit Kennenlerngespräch, Fragebogen, gefolgt von einer Hypnose, Dauer etwa zwei Stunden und einer anschließenden Audio-Hypnose über mehrere Wochen, die jeder Klient erhält. Bei Kindern arbeite sie mit einer darauf spezialisierten Kollegin zusammen. Die Eltern würden einbezogen, die Kinder hätten aber ihren eigenen geschützten Raum, so dass nur ausgewählte Themen bei Bedarf mit den Eltern besprochen werden. Typische Themen seien Einkoten, Bettnässen, Ängste, sozialer Rückzug, Schlafprobleme und Schulangst. Sie betont, dass es nicht um Schuld gehe, sondern darum, was das Unterbewusstsein falsch verstanden habe. Zum neurobiologischen Hintergrund erklärt Maren, dass vieles unbewusst ablaufe und Kindheitserfahrungen im Unterbewusstsein gespeichert würden. Hypnose setze dort an, um alte Verknüpfungen zu lösen und neue zu stärken. Besonders häufig nennt sie Ängste und Essstörungen. Online-Hypnose funktioniere gut und mache etwa 40 Prozent ihrer Arbeit aus. Kontakt: team@gesundheitszone.info Webseite: http://www.gesundheitszone.info Forum: http://forum.gesundheitszone.info/
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01.06.2026
49 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit unserer Kollegin Sigrid Bitzhenner, die als Kinderärztin in einer Gemeinschaftspraxis in Friedrichsort bei Kiel arbeitet. Wir geben einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und in die Themen, die uns in der Kinder- und Jugendmedizin derzeit beschäftigen. Wir sprechen über Sigrids beruflichen Weg von der Uniklinik in Kiel in die Niederlassung und darüber, wie es zur Übernahme der Praxis kam. Dabei geht es auch um die organisatorischen Schritte bei der Niederlassung, um KV-Sitze, Ausschreibungen und die finanzielle Belastung am Anfang der Selbstständigkeit. Ein weiterer Schwerpunkt ist die wirtschaftliche und bürokratische Seite der Praxisarbeit. Wir beschreiben, wie verzögert die Vergütung zu Beginn der Niederlassung erfolgt, welche laufenden Kosten entstehen und wie wichtig Steuerberatung, Bankberatung und Personalplanung sind. Kurz gesagt, man wird zur Unternehmerin:). Außerdem sprechen wir über die aktuellen Herausforderungen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören der Fachkräftemangel, knappe Termine, lange Wartezeiten bei Fachärzten und die Rolle der Kinderarztpraxis als erste Anlaufstelle für viele akute und psychosoziale Probleme. Wir thematisieren auch den hohen Zeitaufwand durch Gespräche, Untersuchungen und die Betreuung von Familien. Ein weiteres Thema sind die Veränderungen im Umgang mit Eltern und die wachsende Rolle von Informationen aus sozialen Medien, die zum Teil zu großen Verunsicherungen führen. Zum Schluss geht es darum, warum wir unseren Beruf trotz aller Belastungen gerne ausüben und welche Bedeutung die Begleitung von Kindern und Jugendlichen über viele Jahre für uns hat. Kontakt: team@gesundheitszone.info Webseite: http://www.gesundheitszone.info Forum: http://forum.gesundheitszone.info/
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28.03.2026
40 Minuten
In dieser Episode des Gesundheitszone-Podcasts laden wir Enken Landgrebe ein, die als Diplompädagogin beim Verein für Trauernde Kinder Schleswig-Holstein e. V. arbeitet. Im Gespräch mit den Kinderärztinnen Katrin und Jessica beleuchtet Enken die bedeutende Arbeit des Vereins, der Familien, Schulen und anderen Einrichtungen bei Trauerereignissen Unterstützung bietet. Der Verein, der ausschließlich durch private Spenden finanziert wird, hat sich zu einer wertvollen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche etabliert, die den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten müssen. Enken berichtet über ihre Erfahrungen und ihre Herangehensweise an die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche. Sie erläutert, wie die Nachmittage der Trauergruppen ablaufen und wie die ehrenamtlichen Mitarbeiter zur Trauerbegleitung ausgebildet werden. Besonders beeindruckend ist die empathische und respektvolle Atmosphäre, die den Kindern geboten wird, um ihren individuellen Trauerprozess zu erleben, unterstützt von geschulten Fachkräften und einem hohen Betreuungsverhältnis. Enken erklärt auch, wie wichtig es ist, einen Raum für offene Kommunikation über den Tod zu schaffen, in dem jegliches Gefühl zugelassen werden kann. Desweiteren gibt Enken praktische Tipps, wie Eltern und Fachkräfte im Gespräch mit Kindern das Thema Tod behutsam und authentisch angehen können. Sie betont die Bedeutung von Ehrlichkeit und Transparenz und gibt Ideen, wie Kinder aktiv in Trauerfeiern und Gedenkrituale einbezogen werden können. Die Diskussion schließt mit einem Blick auf die Herausforderungen, vor denen der Verein steht, insbesondere in Bezug auf die finanzielle Absicherung seiner Angebote. Enken berichtet von gelungenen Veranstaltungen und Kooperationen, die es dem Verein ermöglichen, seine wertvolle Arbeit fortzuführen, und sie ermutigt die Zuhörer, sich zu engagieren und die Initiative des Vereins zu unterstützen. Zusammenfassend bietet diese Episode nicht nur einen Einblick in die emotionale Arbeit mit trauernden Kindern, sondern auch wertvolle Informationen und Ressourcen für Eltern, Fachkräfte und alle, die sich mit dem komplexen Thema Tod und Trauer auseinandersetzen möchten. Kontakt: team@gesundheitszone.info Webseite: http://www.gesundheitszone.info Forum: http://forum.gesundheitszone.info/
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03.03.2026
40 Minuten
In dieser Episode des Gesundheitszone-Podcasts begrüßen wir Professor Dr. med. Michael Schulte-Markwort, einen erfahrenen Experten für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Professor Schulte-Markwort hat einige Kliniken und Praxen mitbegründet und ist Autor mehrerer Bücher, darunter das kürzlich erschienene Werk "Mutlose Mädchen". Unsere Gastgeberinnen, die Kinderärztinnen Katrin und Jessica, sprechen mit ihm über seinen Werdegang, die Gründung seiner Einrichtungen und die Herausforderungen, die er in seiner Laufbahn erlebt hat. Professor Schulte-Markwort gibt tiefere Einblicke in das partizipative Konzept, mit dem er in seiner Praxis arbeitet. Er betont, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche in den Behandlungsprozess einzubeziehen und ihnen mit Respekt und Würde zu begegnen. Seine Philosophie basiert auf der Überzeugung, dass partizipative Ansätze zu einer besseren Therapie führen, da sie das Kind in den Mittelpunkt stellen und es in die Entscheidungen einbeziehen. Dies spiegelt sich in der Gestaltung seiner Praxis wider, die nicht nach klassischen Klinikstrukturen organisiert ist, sondern Räume für Interaktion und Gemeinschaft fördert. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die zunehmende Behandlungsnotwendigkeit bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere bei Mädchen, die an Mutlosigkeit leiden. Professor Schulte-Markwortt beschreibt die diagnostischen Herausforderungen, die häufig in der Praxis auftreten, und diskutiert effektive Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich der Verwendung von Medikamenten und psychotherapeutischen Ansätzen. Dabei wird auch die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Eltern hervorgehoben, um eine ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten. Die Diskussion beleuchtet die gesellschaftlichen Veränderungen, die auch zur Veränderung der psychischen Erkrankungen beitragen, sowie die Rolle, die Schule und soziale Medien in der Entwicklung von psychischen Symptomen spielen. Professor Schulte-Markwort hält es für entscheidend, Kinder medial zu begleiten und ihnen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Inhalten zu vermitteln. Er äußert sich kritisch über das derzeitige Schulsystem und die gravierenden Herausforderungen, mit denen Lehrer und Schüler konfrontiert sind, und fordert innovative Ansätze für eine zukunftsorientierte Bildung. Abschließend thematisiert die Episode, wie das Gesundheitssystem auf die steigenden Zahlen psychisch kranker Kinder reagieren kann und die Notwendigkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu verbessern. Professor Schulte-Markwort plädiert für eine breitere Verfügbarkeit psychotherapeutischer Ressourcen und ein Umdenken in der medizinischen Versorgungslandschaft, um den Bedürfnissen der Jugendlichen besser gerecht zu werden. Hörerinnen und Hörer erhalten wertvolle Einblicke, die sowohl für Fachkräfte im Gesundheitswesen als auch für interessierte Eltern von Bedeutung sind. Kontakt: team@gesundheitszone.info Webseite: http://www.gesundheitszone.info Forum: http://forum.gesundheitszone.info/
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18.02.2026
56 Minuten
In dieser Episode des Gesundheitszone-Podcasts sprechen die Kinderärztinnen Katrin und Jessica mit Laura Tzanev, einer erfahrenen Digitaltrainerin, die an Schulen Workshops zur Medienkompetenz und den Umgang mit Social Media durchführt. Laura bringt ihre Expertise aus der Praxis mit und berichtet über ihren Werdegang, der von ihrer Ausbildung in der IT bis zu ihrer heutigen Rolle als Digitaltrainerin reicht. Laura beschreibt ihren Alltag, in dem sie regelmäßig an Schulen und in Workshops mit Schülern, Lehrern und Eltern arbeitet. Sie gibt praktische Tipps, die den Eltern helfen sollen, das Thema Social Media und Smartphone-Gebrauch besser zu verstehen und daruber aufzuklären. Besonders eindrücklich ist ihr Ansatz, sich in die Perspektive der Kinder zu versetzen, um deren Herausforderungen im Umgang mit digitalen Medien besser nachvollziehen zu können. Sie reflektiert, warum es so wichtig ist, frühzeitig mit der Medienerziehung zu beginnen, da viele Kinder bereits in der Grundschule ein eigenes Smartphone besitzen und sich in einer digitalen Welt zurechtfinden müssen, die oft von Unsicherheiten geprägt ist. Ein zentrales Thema des Gesprächs sind die Gefahren und Chancen von Social Media. Laura thematisiert die Gefahren wie Cybermobbing und den Druck, der durch den Vergleich mit anderen entsteht. Sie gibt den Zuhörern wertvolle Ratschläge, wie sie mit ihren Kindern über diese Themen sprechen können und erklärt, dass die Verantwortung für den Umgang mit digitalen Medien zwischen Eltern, Schulen und der Gesellschaft geteilt wird. Dabei wird auch deutlich, dass viele Eltern gar nicht wissen, wie sie den Umgang ihrer Kinder mit sozialen Medien regulieren sollen und oft keine konkreten Strategien haben. Laura betont die Bedeutung des dialogischen Austauschs zwischen Eltern und Kindern, um Vertrauen und Verständnis zu schaffen. Sie ermutigt Eltern dazu, ins Gespräch zu kommen und eine offene Kommunikation über die Herausforderungen in der digitalen Welt zu fördern. Es wird zudem besprochen, wie wichtig es ist, auch die positiven Aspekte von Technologie und KI zu erkennen und zu nutzen, um den Kindern hilfreiche Tools zur Verfügung zu stellen, die ihr Lernen unterstützen können. Abschließend wird deutlich, dass sowohl Aufklärung als auch ein respektvolles Miteinander in der Familie notwendig sind, um Kinder auf ihrem Weg durch die digitale Landschaft zu begleiten. Laura gibt den Zuhörern eine ermutigende Perspektive, dass mit der richtigen Unterstützung und dem nötigen Bewusstsein Verbesserungen in der Mediensituation von Kindern und Jugendlichen möglich sind. Kontakt: team@gesundheitszone.info Webseite: http://www.gesundheitszone.info Forum: http://forum.gesundheitszone.info/
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Über diesen Podcast
Der Alltag als Kinderarzt ist schwer. Das liegt nicht an den
Patienten, sondern an allem drumherum. Praxissoftware,
Kassenabrechnung, Haftung, Klinikbetten, Bezahlung, Mitarbeiter,
Gesundheitsamt, Jugendamt, Versicherungen,
Medikamentenverfügbarkeit.... Alles scheint schief zu laufen und
damit die Versorgung der Kinder zu gefährden. Warum ist das so und
was lässt sich dagegen tun? Darüber sprechen die beiden Kinderärzte
Katrin und Jessica im Podcast. Feedback: team@gesundheitszone.info
Diskussion: forum.gesundheitszone.info
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