mit Prof. Dr. Nele Matz Lück und Marc Dechmann
Podcaster
Episoden
30.04.2024
1 Stunde 11 Minuten
Gespräch zwischen Nele Matz-Lück und Marc Dechmann: Wir ziehen ein Fazit dessen, was wir im Austausch mit unseren Expert*innen, aber auch aus der Resonanz der Hörer*innen auf die verschiedenen Folgen, gelernt haben. Wir strukturieren die Folge entlang mehrerer Fragen: Dazu gehören die Frage wie gute Selbstführung gelingt, nach den großen Spannungen, die bleiben, aber auch wie gute Führung von Wissenschaftsorganisationen aussieht. Und natürlich, welche Themen offen geblieben sind, über die es weiter nachzudenken und zu sprechen lohnt. Der Diskurs bedarf weiterhin der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Und diese darf gern über den Kreis derjenigen hinausgehen, die unmittelbar in der Wissenschaft beschäftigt sind. Es geht um die Menschen, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten, aber auch um den Wissenschaftsstandort Deutschland und wie wir als Gesellschaft die großen Themen unserer Zeit angehen wollen.
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23.04.2024
27 Minuten
ACHTUNG! Das Gespräch ist bereits im Januar 2024 aufgezeichnet worden, bevor der Kabinettsbeschluss am 27. März 2024 gefasst wurde. Die Beratungen im Bundestag und Bundesrat stehen Stand April 2024 noch aus. Gespräch mit Carolin Wagner: Sie ist nicht nur Mitglied im Bildungsausschuss des Deutschen Bundestages, sondern kennt die prekären Bedingungen der Befristung in der Wissenschaft aus eigener Erfahrung. Was soll sich mit der Reform des WissZeitVG ändern und woran hakt es? Wir sprechen über das Verhältnis von Bund und Ländern und ein Gesetz, das stark in der Kritik steht, weil es anders als in der Wirtschaft Kettenbefristungen erlaubt. Carolin nennt es einen „Durchlauferhitzer“, an dessen Ende viele Wissenschaftler*innen plötzlich keine Perspektive mehr haben. Und trotzdem gilt es noch Widerstände zu überwinden, damit die Reform nicht nur ein „Reförmchen“ wird.
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16.04.2024
52 Minuten
Gespräch mit Hans-Michael Heinig: Wo setzt man in einem tradierten und geradezu versteinerten Wissenschaftssystem mit starren Hierarchien den Hebel für Veränderung an? Den einen ganz großen Wurf, die Transformation von „oben“ oder „außen“, die alles besser macht, scheint es nicht zu geben. Michael zeigt uns im Gespräch aber viele Möglichkeiten auf, das System durch viele kleine Schritte von innen zu reformieren, so dass Bewegung entsteht.
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09.04.2024
47 Minuten
Gespräch mit Gesche Braker: Wir sprechen über die Umstände, die die Postdoc-Phase in der wissenschaftlichen Karriere besonders kritisch machen können. Mit welchen Themen kommen Wissenschaftler*innen dieser Karrierestufe in die Beratung und was kann ein universitäres Postdoc-Zentrum an Unterstützung leisten? Gesche kennt beides: die wissenschaftliche Karriere bis zur Habilitation und den Wechsel in die Wissenschaftsverwaltung. Wir sprechen über alternative Karrierewege zur Wissenschaft und ein besonderes Trainingsprogramm für internationale Postdocs in Kiel: KiTE – Kiel Training for Excellence.
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02.04.2024
47 Minuten
Gespräch mit Hendrik Huthoff: Hendrik zoomt so richtig nah ran an das, was in der Wissenschaft potenziell toxisch auf hochmotivierte und leistungsfähige Forscher*innen einwirkt: die Alternativlosigkeit von Erfolg (publish or perish!), Machtmissbrauch, fehlende Strukturen für Hilfe bei psychischen Problemen. Seine internationale Erfahrung erlaubt einen guten Vergleich verschiedener Wissenschaftssysteme. Nicht zuletzt teilt er seine Ideen zu notwendigen Veränderungen mit uns.
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Über diesen Podcast
Erschöpfung, Überlastung, Burnout: Arbeitsbedingter chronischer
Stress zwingt gerade diejenigen in die Knie, die besonders
leistungsfähig erscheinen. Diejenigen, die bereit sind, über einen
langen Zeitraum über die eigenen Grenzen zu gehen. Die
Führungsebene der Wirtschaft steht längst nicht mehr allein im
Fokus der „Managerkrankheit“ – viel ist zu Burnout veröffentlicht
worden. Unsere Universitäten und Forschungseinrichtungen – die
Wissenschaft als „Branche“ – kommen in der Debatte über Burnout
trotzdem kaum vor. Das romantisch verklärte Bild der der
Universität als Ort der Ruhe zwischen angestaubten Bücherregalen
und Experimenten im Labor trifft aber schon lange nicht mehr zu.
Hoch gesteckte eigene Ziele, große Motivation, aber auch starker
Wettbewerb um Stellen und finanzielle Mittel bei oftmals
befristeten Arbeitsverhältnissen. Der Druck steigt und Betroffene
schweigen meistens. Ist Burnout von Wissenschaftler*innen an
Universitäten ein Tabu? Gibt es Besonderheiten – individuell,
sozial und strukturell – im wissenschaftlichen Umfeld, die den
Wissenschaftsbetrieb besonders anfällig machen? Zwei Hosts, zwei
Perspektiven auf das Thema: die betroffene Professorin, der
Organisationspsychologe und Coach. In zehn Folgen sprechen wir mit
Expert*innen über individuelle Belastung und strukturelle Defizite
des Wissenschaftssystems. Wir fragen: braucht es neue Antworten und
Lösungen für eine erschöpfte Wissenschaft und künftigen Wandel –
oder ist der Wissenschaftsbetrieb letztlich gar nicht so besonders?
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