Podcaster
Episoden
17.02.2026
18 Minuten
Rund ein Jahr nach dem Prozess gegen ihre Vergewaltiger spricht
Gisèle Pelicot ausführlich über das, was ihr angetan wurde – und
darüber, warum ihr Buch trotzdem Eine Hymne ans Leben heißt.
Jahrelang hatte ihr Ehemann Dominique Pelicot sie betäubt,
missbraucht und anderen Männern zur Vergewaltigung angeboten. Im
Dezember 2024 wurde er in Avignon zu 20 Jahren Haft verurteilt, 50
Mitangeklagte erhielten ebenfalls Gefängnisstrafen. In dieser
Sonderfolge von Was jetzt? spricht ZEIT-Redakteurin Tanja Stelzer
über ihre Begegnung mit Gisèle Pelicot: über eine Frau, die ihren
Prozess bewusst öffentlich führte, um anderen Mut zu machen. Im
Gespräch geht es um offene Fragen rund um die Taten und um die
Spuren, die der Fall in Frankreich hinterlassen hat, etwa beim "Ja
heißt Ja"-Gesetz, und um Pelicots Rolle als feministische
Bezugsperson. Und es geht um ihr Leben heute, um eine neue Liebe
und einen Satz, der nach allem besonders kraftvoll klingt: "Ich
erlaube mir, glücklich zu sein." Das gesamte Interview können Sie
hier lesen. Host: Hannah Grünewald Redaktion: Constanze Kainz Die
Redaktion erreichen Sie per Mail an wasjetzt@zeit.de [ANZEIGE] Mehr
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14.02.2026
31 Minuten
Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen
Dokumente im Fall Jeffrey Epstein. In ihnen finden sich Hinweise
auf ein mutmaßliches Netzwerk aus Menschenhandel und sexualisierter
Gewalt – sowie die Geschichte einer Frau, die in den Akten als
"Jane Doe" geführt wird. Aus E-Mails, Tagebüchern und einer
Zivilklage ergibt sich das Bild einer Jugendlichen, die nach
eigenen Angaben in Epsteins Umfeld geraten sein soll. Sie erhebt
schwere Vorwürfe gegen den inzwischen verstorbenen Finanzier und
gegen einen weiteren einflussreichen Investor. Gerichtsurteile gibt
es in ihrem Fall bislang nicht. Die Beschuldigten bestreiten die
Anschuldigungen, Verfahren laufen noch. Epstein selbst wurde
2008 wegen der Beschaffung von Minderjährigen für Prostitution
verurteilt und kam bald wieder frei. 2019 starb er in
Untersuchungshaft. Der Fall erregte weltweit Aufsehen und nährt bis
heute Verschwörungstheorien. Die Akten enthalten zahlreiche Fotos
von ihm mit Prominenten und hochrangigen Politikern wie Bill
Clinton und Donald Trump. In diesem Spezial von Was jetzt? spricht
Helena Schmidt mit Paul Middelhoff. Der US-Korrespondent der ZEIT
hat gemeinsam mit Anna Mayr und Kerstin Kohlenberg zu dem Fall von
Jane Doe recherchiert und sich durch die Akten gearbeitet. Im
Podcast rekonstruiert er ihre Geschichte und spricht über die
journalistischen Grenzen der Verdachtsberichterstattung, über Macht
und Straflosigkeit und darüber, was die neuen Akten politisch
bedeuten. Moderation und Skript: Helena Schmidt
Redaktion: Constanze Kainz, Elise Landschek Produktion: Markus
Gläser Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere
Links zur Folge: Timeline zu den Epstein-Files: Das sind die
wichtigsten Entwicklungen im Fall Epstein Klage gegen Jeffrey
Epstein: Die Klage der Jane Doe Epstein-Files: Trump soll bereits
2006 Informationen über Epsteins Taten gehabt haben [ANZEIGE] Mehr
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31.01.2026
1 Stunde 11 Minuten
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Badboy
der EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn
schon mal frotzelnd mit “Hello, dictator”. Daheim höhlt
Orbán den Rechtsstaat aus, in Brüssel legt er Veto gegen
Ukrainehilfen ein. Und zu Hause scheint Orbán den Machterhalt
perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren regiert er in Ungarn, wurde
dreimal wiedergewählt und kann auf eine Zweidrittelmehrheit im
Parlament zurückgreifen. Das System Orbán fasziniert Rechte
weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern auch das
Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn zu
lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orbán-Fan, worüber sie
heute nicht mehr so gerne spricht. In einer neuen Ausgabe von Was
jetzt? – Der Wahlkreis sprechen Lisa Caspari, Paul Middelhoff und
Robert Pausch über Orbáns Begriff der “illiberalen Demokratie”
und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was unterscheidet seinen
Autoritarismus von dem in Russland, und warum ist er für Rechte
gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über all
die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen
– und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt, vor den nächsten
Wahlen, zu bröckeln? Der nächste Wahlkreis erscheint am 28.
Februar. Moderation: Lisa Caspari Produktion: Pool Artists
Shownotes Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn
verliebte (New York Times) Eine große New-Yorker-Reportage über die
Amerika-Leidenschaft der amerikanischen Rechten Orbáns Rede bei
CPAC Béla Greskovits über Orbáns System der Civic Circles Ein
Ideologe des Orbán-Regimes über Orbáns Regierungstechnik Orbáns
Rede zur illiberalen Demokratie Eine interessante Analyse zu Orbáns
Grundsatzreden 2014–2023 [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
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09.01.2026
43 Minuten
Im März 2006 verurteilt ein Gericht den Arzt Lou Ortenzio aus
Clarksburg in West Virginia zu einer Bewährungsstrafe. Er verliert
seine Zulassung und steht vor dem Nichts. Es ist das vorläufige
Ende eines jahrzehntelangen Irrwegs, einer Verkettung zahlreicher
leichtsinniger Entscheidungen und folgenschwerer
Fehlscheinschätzungen. Wie Kollegen überall im Land, hatte Ortenzio
in den neunzigern Jahren – getrieben von einem Paradigmenwechsel in
der Schmerzmedizin und einer aggressiven Desinformationskampagne
der Pharmaindustrie – im großen Stil Opioide an seine Patienten
verschrieben, starke Schmerzmittel, die lange nur Krebs- und
Intensivpatienten vorbehalten gewesen waren. Es war der Beginn
einer der tödlichsten Gesundheitskrisen der Gegenwart, wegen der
bis heute jedes Jahr zehntausende US-Bürger sterben. In
diesem Spezial von "Was jetzt?" erzählt Jannis Carmesin eine
Geschichte von Leichtsinn und Naivität, Gier und Vergebung, Schuld
und Sühne – in der Ortenzio nicht nur Täter ist, sondern auch
selbst zum Opfer wird. Moderation und Skript: Jannis Carmesin
Redaktion: Bastian Berbner Produktion: Markus Gläser Per Mail
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20.12.2025
1 Stunde 4 Minuten
Die erste Was jetzt?-Folge im Jahr 2025 hatte den Titel: "Ein
Jahr, das uns keine Zeit zum Warmen laufen lässt." Und
ja, die politischen Ereignisse ließen nicht auf sich warten. Am 20.
Januar legt Donald Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ab und
tritt seine zweite Präsidentschaft an. Welche seiner zentralen
Vorhaben hat diese US-Regierung bislang umgesetzt? Und was waren
für die US-Korrespondentinnen der ZEIT in den vergangenen zwölf
Monaten Lichtblicke? Auch in Deutschland hat in diesem Jahr eine
neue Regierung ihre Arbeit aufgenommen. Am 6. Mai wird Friedrich
Merz im zweiten Anlauf als Bundeskanzler vereidigt. Doch die
Koalition mit der SPD steht von Anfang an auf wackeligen Beinen.
Eine der ersten Amtshandlungen der neuen Regierung: die
Verschärfung der Migrationspolitik. Handelt sie dabei auch aus
Sorge vor der AfD? Das Jah 2025 war auch wieder von Kriegen
geprägt. Die Ukraine geht in ihren vierten Kriegswinter. Im Herbst
hat Russland seine Angriffe auf das Land verstärkt, Drohnen
bombardieren Städte, an der Front gerät die ukrainische Armee
zunehmend unter Druck. Im September dringen Drohnen in den
polnischen Luftraum ein, wurde russische Kampfjets im estnischen
Luftraum gesichtet. Doch zwischen all dem gab es in diesem Jahr
auch Momente der Hoffnung – und zuletzt intensiv geführte
Gespräche, vor allem zwischen Russland, der Ukraine und den USA.
Einen Frieden – zumindest auf dem Papier – konnten die USA in
diesem Jahr bereits an anderer Stelle herbeiführen: Am 10. Oktober
tritt im Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft. Auch wenn sie
brüchig bleibt, gibt sie den Menschen etwas Luft zum Atmen. Im
Podcast treffen wir Nour Nofal wieder. Bereits im Sommer hat sie
uns in einer Sonderfolge von ihrem Traum erzählt, Gazas erste
Neurochirurgin zu werden. Was wünscht sie sich nun? Wenn Sie
nach Trump, Regierungskrisen und Kriegen denken: Dieses Jahr möchte
ich eigentlich nicht noch einmal Revue passieren lassen – dann
haben wir in dieser Folge noch mehr für Sie. Bunte und leichtere
Momente, die 2025 ebenfalls geprägt haben, außerdem Gedichte,
Spiele und zum Abschluss Tipps und Vorhaben aller Was jetzt?-Hosts
zum Durchatmen. Redaktion: Hannah Grünewald, Pia Rauschenberger,
Constanze Kainz und Moses Fendel Weitere Recherche Gaza: Hanna
Israel Produktion: Markus Gläser und Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr
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Über diesen Podcast
Immer samstags schauen wir im Nachrichtenpodcast “Was jetzt?” auf
die Geschichten hinter den Nachrichten: In Reportagen, Interviews
und mit Stimmen aus der Community erzählen wir, wie es den Menschen
im Ahrtal ein Jahr nach der Flut geht, warum die Pflege in
Deutschland so unterbesetzt ist oder warum der russische
Angriffskrieg gegen die Ukraine anhält. In diesem Feed finden Sie
alle unsere Spezialausgaben von “Was jetzt?”. Denn die Hintergründe
bleiben interessant, auch wenn die Schlagzeilen sich ändern. Noch
mehr Hintergrundberichte zu aktuellen Nachrichten gibt es in der
ZEIT und auf zeit.de. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter
www.zeit.de/wasjetzt-abo
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