Opioid-Krise: Doc O. und seine Dämonen

Opioid-Krise: Doc O. und seine Dämonen

Als junger Arzt verschrieb Lou Ortenzio großzügig Opioide. Unzählige Patienten wurden abhängig – und irgendwann auch Ortenzio selbst. Wie lebt er heute mit seiner Schuld?
43 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
Im März 2006 verurteilt ein Gericht den Arzt Lou Ortenzio aus
Clarksburg in West Virginia zu einer Bewährungsstrafe. Er verliert
seine Zulassung und steht vor dem Nichts. Es ist das vorläufige
Ende eines jahrzehntelangen Irrwegs, einer Verkettung zahlreicher
leichtsinniger Entscheidungen und folgenschwerer
Fehlscheinschätzungen. Wie Kollegen überall im Land, hatte Ortenzio
in den neunzigern Jahren – getrieben von einem Paradigmenwechsel in
der Schmerzmedizin und einer aggressiven Desinformationskampagne
der Pharmaindustrie – im großen Stil Opioide an seine Patienten
verschrieben, starke Schmerzmittel, die lange nur Krebs- und
Intensivpatienten vorbehalten gewesen waren. Es war der Beginn
einer der tödlichsten Gesundheitskrisen der Gegenwart, wegen der
bis heute jedes Jahr zehntausende US-Bürger sterben.  In
diesem Spezial von "Was jetzt?" erzählt Jannis Carmesin eine
Geschichte von Leichtsinn und Naivität, Gier und Vergebung, Schuld
und Sühne – in der Ortenzio nicht nur Täter ist, sondern auch
selbst zum Opfer wird. Moderation und Skript: Jannis Carmesin
Redaktion: Bastian Berbner Produktion: Markus Gläser Per Mail
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