BOOK SHOT. Literatur beflügelt.

BOOK SHOT. Literatur beflügelt.

Episoden

»Das Ende der Geschichte« und »Identität« von Francis Fukuyama
25.02.2026
5 Minuten
Ist die Geschichte wirklich an ihrem Ziel angekommen? Warum gerät die Demokratie heute weltweit unter Druck? Valerie Springer stellt zwei Bücher des Politikwissenschaftlers Francis Fukuyama vor: „Das Ende der Geschichte“, den berühmten Klassiker über den Siegeszug der liberalen Demokratie, und „Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet“, seine Analyse der heutigen Krisen. Fukuyama fragt: Was, wenn die liberale Demokratie zwar keine bessere ideologische Alternative kennt, aber dennoch ins Wanken gerät? Was, wenn Menschen sich nicht gesehen fühlen und Anerkennung in Nation, Religion oder radikalen Bewegungen suchen? „Das Ende der Geschichte“ ist Vision und Warnung zugleich. „Identität“ ist eine Diagnose unserer Gegenwart. Zwei Bücher, ein zentrales Thema: Demokratie braucht mehr als Institutionen. Sie braucht Würde. Valerie Springer: „Klar, analytisch, hochaktuell.“
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»Der Luxus ist ein sehr notwendiges Ding«, Essays von Adolf Loos
18.02.2026
5 Minuten
Adolf Loos galt als der „Mann, der Nein sagt“: Nein zum Ornament, Nein zum dekorativen Übermaß, Nein zum Zeitgeschmack. Mit scharfem Furor propagierte er Klarheit, Funktionalität und geistige Disziplin, nicht nur in der Architektur, sondern im Denken insgesamt. Sein berühmter Vortrag „Ornament und Verbrechen“ wurde zum Manifest der Moderne. Die in diesem Band versammelten Essays zeigen ihn als pointierten, literarisch versierten Polemiker mit einer überraschend aktuellen Botschaft: Luxus und Sparsamkeit sind keine Gegensätze. Valerie Springer: „Provokant, radikal, widersprüchlich.“
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»Über das Lieben in unruhigen Zeiten«, Sondersendung Valentinstag
13.02.2026
10 Minuten
Valerie Springer nähert sich dem Valentinstag aus einer persönlichen Perspektive und macht eine Inventur der Aufmerksamkeit. Liebe ist für sie kein romantischer Rückzugsort, sondern eine hellwache, alltagstaugliche Haltung zur Welt. Es geht um Zuwendung ohne Ausweichen, um Selbstachtung statt großer Gesten und um die Frage, wie sie sich im eigenen Leben positioniert, nicht als Hoffnung auf ferne Lösungen, sondern als Entscheidung im Hier und Jetzt. „Ehrlich gesagt kann ich mit der klassischen Valentinstag-Romantik wenig anfangen“, sagt Valerie Springer. „Deshalb werfe ich einen anderen Blick darauf , ganz ohne Herzchenbrille. Ich maße mir nicht an zu wissen, wie es geht. Ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung, von meinen Versuchen und Zweifeln, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.“
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„Abschied(e)“, autobiografischer Roman von Julian Barnes
11.02.2026
5 Minuten
Ein leiser, konzentrierter Roman über Erinnerung, Altern und das Ende von Gewissheiten. Ausgehend von autobiografischen Reflexionen erzählt Julian Barnes die Geschichte eines Paares, das sich im Laufe eines Lebens verliert und im Alter wiederbegegnet. Persönliche Rückblicke und Fiktion greifen ineinander und hinterfragen, was von einem Leben bleibt, wenn die Zeit sich verengt. Barnes schreibt über den nachlassenden Körper, die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und die Zumutungen des Abschieds, über das Loslassen, ohne Trostversprechen, aber mit feiner erzählerischer Klarheit. Valerie Springer: „Präzise, ironisch, unaufdringlich.“
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„Der andere Arthur“, Roman von Liz Moore
04.02.2026
5 Minuten
Der Roman Der andere Arthur von Liz Moore erzählt von zwei Menschen, deren Leben zunächst nichts miteinander zu tun haben. Arthur Opp, ein ehemaliger Literaturprofessor, lebt seit Jahren zurückgezogen in seinem Haus in Brooklyn, während der siebzehnjährige Kel Keller versucht, Schule, Sport und die Pflege seiner kranken Mutter zu bewältigen. Eine Verbindung entsteht über Kels Mutter Charlene, eine frühere Studentin Arthurs, die ihn nach langer Zeit um Hilfe bittet. Der Roman wechselt zwischen den Perspektiven der beiden und schildert ihre jeweiligen Lebensumstände und inneren Konflikte. Im Zentrum steht die Frage, wie Verantwortung und Nähe auch über Distanz entstehen können. Valerie Springer: „Ruhig, menschlich, präzise.“
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Über diesen Podcast

Die Schriftstellerin Valerie Springer spaziert durch die zeitgenössische Literatur. In jedem 5-Minuten-Shot liefert ihr Bücherpodcast kurz und knapp Inhaltsangabe, Leseprobe und Autoreninfo eines von ihr ausgewählten Buches. Ihre Empfehlungen sind Ungewöhnliches abseits des Massenware-Mainstreams sowie Neuerscheinungen, Bekanntes und auch Bestseller. Ihr Motto: Literatur beflügelt, Lesen befreit.

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