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Episoden
28.02.2026
1 Stunde 13 Minuten
Unter einem Vorwand reist der Rabbi Moshe Levinger im April 1968
nach Hebron. Etwa 60 Mitstreiter begleiten ihn in diese Stadt im
Westjordanland, das Israel im Vorjahr besetzt hat. Sie sind
unterwegs in heiliger Mission: Vor Ort erklären sie sich zur
"ersten Gruppe von Siedlern, die gekommen ist, die jüdische
Gemeinde in Hebron zu erneuern". Denn sie betrachten das
Westjordanland als Teil des Territoriums, das Gott den Juden
verheißen hat. Und bald entsteht dort am Rand von Hebron eine der
ersten jüdischen Siedlungen. Heute sind die Siedler politisch so
einflussreich wie nie zuvor – und gelten als eine der großen Hürden
für einen Frieden mit den Palästinensern. Im Schatten des
Gazakrieges eskaliert zunehmend auch im Westjordanland die Gewalt.
Immer rücksichtsloser treibt die israelische Regierung dort die
Besiedelung voran und damit in den Augen von Kritikern eine
faktische Annexion. In unserer neuen Sendung zeichnen wir die
Geschichte dieser Siedlerbewegung nach, seit ihren Anfängen 1967,
als Israel im Sechstagekrieg Besatzungsmacht wurde und plötzlich
die Kontrolle über das Westjordanland erlangte. Der Historiker
Moshe Zimmermann ordnet für uns ein, wie radikalreligiöse
Aktivisten wie Levinger dort auf eigene Faust Fakten schafften und
die Politik unter Zugzwang setzten. Damals begannen auch säkulare
Israelis, die Ziele der Siedler zu unterstützen. Es war die
Beinahe-Niederlage im Jom-Kippur-Krieg sieben Jahre nach diesen
Anfängen, die der Siedlerbewegung einen entscheidenden Schub
verschaffte. Wir nehmen das Jahr 1977 in den Blick, als der
konservative Likud-Block erstmals an die Macht gelangte. Nun
forcierte die israelische Regierung selbst die systematische
Besiedlung des Westjordanlandes, ohne Rücksicht auf das
Völkerrecht. Wir berichten von der Rebellion der Siedlerbewegung
gegen den Friedensprozess der 1990er-Jahre und von den
Terroranschlägen, die Siedler und Palästinenser gegeneinander
verübt haben. Außerdem fragen wir: Wer sind die rechtsextremen
Siedler, die heute als Minister Benjamin Netanjahus Kabinett
angehören? Steht eine offizielle Annexion des Westjordanlandes
bevor? Und ist eine Zweistaatenlösung durch die etwa 700.000
Siedler inzwischen unmöglich geworden? Unser aktuelles Heft "Israel
und Palästina" bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel.
Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte
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zeitgeschichte@zeit.de. Für unsere Sendung haben wir folgende
Literatur benutzt, die wir gerne empfehlen möchten: Idith Zertal,
Akiva Eldar: Die Herren des Landes. Israel und die Siedlerbewegung
seit 1967, München 2007 Sara Yael Hirschhorn: City on a Hilltop.
American Jews and the Israeli Settler Movement, Cambridge,
Massachusetts 2017 Moshe Zimmermann: Niemals Frieden? Israel am
Scheideweg, Propyläen Verlag, Berlin 2024 Hier können Sie eine
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31.01.2026
1 Stunde 15 Minuten
Beinahe hätte eine Coladose die Geschichte des Nahen Ostens
verändert, auf jeden Fall die Geschichte der Hamas. Es passiert am
24. September 1997 in Amman, der Hauptstadt Jordaniens: Ein
Kommando des israelischen Geheimdienstes Mossad versucht, Chalid
Maschal zu töten, damals einer der Anführer der Terrororganisation.
Zwei Agenten attackieren ihn mit Gift. Um den Angriff zu tarnen,
spritzen sie mit einer geschüttelten Coladose umher. Aber Maschal
bemerkt sie, die Angreifer fliehen, werden gefasst und verhaftet.
Der Vorfall löst eine politische Krise aus, an deren Ende Israel
Maschal mit einem Gegengift das Leben retten und den inhaftierten
Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin freilassen muss. Der Angriff ist
misslungen. In unserer neuen Sendung zeichnen wir den
Aufstieg der Hamas nach, die seit ihrer Gründung 1987/88 zum
gefährlichsten Gegner Israels aufgestiegen ist und zum Rivalen der
Fatah-Bewegung des Palästinenserführers Jassir Arafat. Mit dem
Historiker und Journalisten Joseph Croitoru sprechen wir darüber,
wie aus einer ursprünglich religiösen Vereinigung, die als Ableger
der Muslimbrüder entstand, während der ersten Intifada Anfang der
Neunzigerjahre die bewaffnete Hamas wurde, die Israel seitdem mit
Terror attackiert. In den Neunzigerjahren, als Jassir Arafat und
Israels Regierungschef Izchak Rabin Frieden schlossen, waren es vor
allem die Kassam-Brigaden der Hamas, ihr militärischer Arm, der mit
Selbstmordattentaten den Friedensprozess beenden wollte. Wir
rekapitulieren, wie und warum Israel die Gruppe anfangs in den
Achtzigerjahren, gewähren ließ, welch ambivalenten Kurs vor allem
der Langzeitpremier Benjamin Netanjahu, aber auch sein
Parteikollege Ariel Scharon gegenüber der Gruppe einschlug – bis
die Organisation seit 2007 im Gazastreifen ein islamistisches
Regime errichtete. Seitdem kommt es immer wieder zu kriegerischen
Auseinandersetzungen, die 2023 im Terrorangriff auf Israel und dem
anschließenden Gazakrieg eskalierten. Wir fragen zudem, wie
stark die Hamas heute unter den Palästinensern ist; was sie von der
Fatah unterscheidet, die Jassir Arafat lange anführte, bis Mahmud
Abbas ihm nachfolgte. Wir wollen schließlich wissen: Gibt es einen
Frieden nur ohne die Hamas? Oder nur mit ihr? Unser neues Heft
"Israel und Palästina" bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im
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folgende Literatur benutzt, die wir gerne empfehlen möchten:
Joseph Croitoru – Die Hamas. Herrschaft über Gaza. Krieg gegen
Israel, München 2024 Michael Brenner – Israel. Traum und
Wirklichkeit des jüdischen Staates, München 2023 Moshe Zimmermann –
Niemals Frieden? Israel am Scheideweg, Berlin 2025 Ronen Bergman –
Der Schattenkrieg. Israel und die geheimen Tötungskommandos des
Mossad, München 2018 Hier können Sie eine aktuelle
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13.01.2026
3 Minuten
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20.12.2025
57 Minuten
Es ist die Sure 19, die Maria, der Mutter Jesu, gewidmet ist. Sie
erzählt, wie Maria ihren Sohn auf die Welt bringt – und sofort kann
er sprechen. Ein Wunder. Doch wer ist dieser Jesus des Korans
eigentlich und wie führte sein Weg in Mohammeds Offenbarung? Welche
Rolle spielt seine Mutter Maria? Die neue Folge von Wie war das
noch mal? begibt sich auf eine geschichtlich-theologische Suche in
die Welt der Spätantike, nach Mekka und Medina, in die Lebenszeit
Mohammeds zu Beginn des siebten Jahrhunderts. Gemeinsam mit dem
islamischen Theologen und Religionspädagogen Mouhanad Khorchide aus
Münster spüren wir der Frage nach, welche Rolle das Christentum der
arabischen Halbinsel für die ersten Muslime spielte, was Mohammed
von Jesus gehört hatte und welche Rolle Jesus in seiner Offenbarung
spielte. Wir entdecken, dass Christentum und Islam nicht
immer in Konkurrenz und Feindschaft zueinander standen, sondern
dass Mohammed sich und seine Botschaft vielmehr in einer Tradition
mit Jesus, aber auch mit den jüdischen Urvätern Abraham und Mose
sieht. Und wir wollen wissen, was wir heute daraus lernen
können, dass "Jesus, Sohn der Maria", eine prominente Figur im
Koran ist. Unser neues Heft Christentum und Islam bekommen Sie
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Sendung haben wir folgende Literatur benutzt, die wir gerne
empfehlen möchten: - Mouhanad Khorchide: Der andere Prophet. Jesus
im Koran, Herder Verlag - Martin Bauschke: Der Sohn Marias: Jesus
im Koran, Lambert Schneider/WBG - Karl-Josef Kuschel: "Dass wir
alle Kinder Abrahams sind ...": Helmut Schmidt begegnet Anwar
as-Sadat, Herder Verlag - Gudrun Krämer: Geschichte des Islam, C.H.
Beck Verlag Hier können Sie eine aktuelle Gratisausgabe von ZEIT
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25.10.2025
56 Minuten
Am 20. Januar 1956 haben sich die ersten etwa 1000 Soldaten der
neuen westdeutschen Streitkräfte in Andernach in Rheinland-Pfalz
versammelt. Sie erwarten hohen Besuch, der Bundeskanzler hat sich
angekündigt. Konrad Adenauer kann die Visite in Andernach als
großen Erfolg verbuchen: Nur zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs darf die Bundesrepublik im Rahmen der Nato eigene
Streitkräfte aufstellen. Das Besatzungsstatut ist aufgehoben worden
und Westdeutschland mit wenigen Einschränkungen wieder souverän.
"Soldaten", hebt Adenauer in seiner Ansprache an die noch namenlose
Truppe an: "Sie stehen vor einer Aufgabe, die durch manche Schatten
der Vergangenheit und Probleme der Gegenwart besonders schwierig
ist. Das deutsche Volk erwartet von Ihnen, dass Sie in treuer
Pflichterfüllung Ihre ganze Kraft einsetzen für das über allem
stehende Ziel, in Gemeinschaft mit unseren Verbündeten den Frieden
zu sichern." Den "Schatten der Vergangenheit", die über der
Gründung der Bundeswehr liegen, spüren wir in diesem ersten Teil
unserer Doppelfolge von "Wie war das noch mal" nach. Denn deutsche
Soldaten nur wenige Jahre nach Kriegsende, das bedeutet
zwangsläufig, dass man beim Aufbau der Streitkräfte auf ehemalige
Angehörige der Wehrmacht angewiesen ist. Aber wie viel Wehrmacht
genau steckt in der neuen Bundeswehr? Um diese Frage zu
beantworten, lernen wir Hans Speidel und Adolf Heusinger kennen,
zwei ehemalige Generäle Hitlers, die schon im Jahr 1950 bei ersten
konspirativen Planspielen für eine bundesdeutsche Armee
mitmischen und die bald Führungsposten in der neuen
Bundeswehr bekleiden. Wir erzählen von der geheimen Schnez-Truppe,
einer Schattenarmee ehemaliger Wehrmachtssoldaten, die gegen den
Kommunismus kämpfen wollte, und davon, wie der Wehrmachtsveteran
Wolf Graf von Baudissin ein neues Soldatenbild entwirft, das den
Geist des Grundgesetzes atmet und die Bundeswehr bis heute prägt.
Und wir beleuchten, wie beinahe alles anders gekommen wäre: Bevor
die Bundeswehr gegründet wurde, verhandeln Adenauer und die
Alliierten über eine europäische Armee. Der zweite Teil
dieser Doppelfolge wird sich mit den großen Debatten nach der
Gründung der Bundeswehr beschäftigen. Denn schon vor 70 Jahren
stand die Bundesrepublik vor der Aufgabe, aus dem Stand Tausende
neue Soldaten aufzustellen. Ob es dazu einer Wehrpflicht bedürfe,
darüber haben sich schon in den Fünfzigerjahren die Geister
geschieden. Der zweite Teil ist im Abobereich zu finden, wo Sie
unsere Arbeit unterstützen können. Auch das aktuelle Heft von ZEIT
Geschichte dreht sich um die Geschichte der Bundeswehr seit ihrer
Gründung vor 70 Jahren und um die Fragen, die seit Putins zweitem
Überfall auf die Ukraine wieder mit Wucht auf die Tagesordnung
zurückgekehrt sind. Wir zeigen in der neuen Ausgabe, dass es in der
Geschichte der Bundeswehr nicht nur eine, sondern viele
Zeitenwenden gegeben hat. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde
aus einer Truppe zur Landes- und Bündnisverteidigung eine weltweit
operierende Einsatzarmee. Und zum ersten Mal seit 1945 starben nun
auch wieder Soldaten im Gefecht, so wie der Hauptgefreite Sergej
Motz, dessen Geschichte unser Heft erzählt. Unter
www.zeit.de/geschichte-bundeswehr können Sie uns abonnieren. Das
Heft über die Bundeswehr bekommen Sie dann als erste Ausgabe
gratis. Alle Folgen des Podcasts hören Sie hier. Die Redaktion
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Über diesen Podcast
Wo war die Varusschlacht? Was steckt hinter dem Mythos der Hanse?
War Helmut Kohl ein großer Kanzler? Und wo sind eigentlich die
Frauen in der Geschichte? Wir stellen Fragen an die Vergangenheit,
beleuchten Ereignisse und Persönlichkeiten – und zeigen, was das
alles mit heute zu tun hat. Jeden Monat neu zum Thema des aktuellen
Hefts von ZEIT Geschichte. Die Hosts von "Wie war das noch mal?",
Markus Flohr und Judith Scholter, haben zusammen in Hamburg
Geschichte studiert, Geschichten geschrieben und sind nun Redakteur
und Redakteurin bei ZEIT Geschichte. Falls Sie uns nicht nur hören,
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