Podcaster
Episoden
26.06.2026
56 Minuten
Es ist der 27. Juni 1926 als es zur größten Jugendaktion in der Geschichte der Stadt kommt: Ein riesiger Demonstrationszug zieht von der Innenstadt bis ins Waldstadion - und das mit einem Ziel: Aufmerksamkeit schaffen und Geld sammeln für ein „Haus der Jugend“. An der Demonstration beteiligen werden sich viele - bis zu 30 Tausend Menschen sollen damals dabei gewesen sein. Und ihre Forderung wird war: 1930 wird am Dornbusch das erste „Haus der Jugend“ eröffnet - und das soll Jugendzentrum und Jugendherberge zugleich sein. Doch mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten folgt der Einschnitt: der Verein hinter dem "Haus der Jugend" wird gleichgeschaltet - und auch nach dem Zweiten Weltkrieg geht es am Dornbusch nicht weiter. Denn nach 1945 beschlagnahmen die US-Amerikaner den Bau - doch zeitgleich helfen diese beim Bau eines neuen "Haus der Jugend" am Sachsenhäuser Mainufer. Ein Bau, der weit mehr sein wird als nur eine reine Jugendherberge: Hier trifft sich die iranische studentische Opposition, hier tagt der erste Bundesfrauenkongress – und hier findet sogar die erste internationale Wikipedia-Konferenz statt. In den 1990er Jahren kehrt dann auch das erste Haus am Dornbusch zurück in den Besitz des Vereins - und der wiederum vermietet das Haus seitdem unter anderem an die Jugendbildungssstätte Anne Frank und den Frankfurter Jugendring. Da ist also eine Menge passiert in den letzten 100 Jahren - und intensiv damit auseinandergesetzt hat sich der Stadtführer und Stadthistoriker Dieter Wesp, der uns all das was in diesem einem Jahrhundert passiert ist, heute noch einmal genauer erzählen wird. Dass Dieter heute in meinem Podcast ist - das bedeutet mir total viel. Denn er war es, der mit einer anderen Geschichte - der Villa Speyer in Sachsenhausen, die später als Villa Kennedy bekannt wurde - mein Interesse an Frankfurts Geschichte erst so richtig geweckt hat.
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28.10.2025
1 Stunde 10 Minuten
In dieser Episode bin ich live vor Ort an der Volksbühne - genauer gesagt im Cantate-Saal. Ein Ort, der mir total viel bedeutet, weil ich hier in der Vergangenheit und auch in der Zukunft mit meiner Show „Damals in Frankfurt LIVE“ auftreten durfte und darf – und weil dieser Ort auch einfach wirklich so, so cool ist. Im Stil der 1950er Jahre erbaut, versprüht er wirklich einen ganz besonderen Charme. Und das mein ich auch so. Schon länger wollte ich mal über diesen Ort hier erzählen. Denn die Anfänge gehen bis in die 1950er Jahre zurück. Und um all das zu erfahren: Also was das eigentlich für ein Ort ist, habe ich mich mit Michael Quast getroffen. Michael ist eigentlich gebürtiger Heidelberger, studierte in Stuttgart an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Danach folgten deutschlandweit zahlreiche Engagements als Regisseur und Schauspieler an den unterschiedlichsten Theatern und Bühnen. 2008 gründete er die „Fliegende Volksbühne Frankfurt“. Und vielleicht habt ihr ihn hier in Frankfurt sogar schon mal live gesehen – denn er ist nicht nur Intendant der Volksbühne, sondern steht nach wie vor regelmäßig auf der Bühne des Cantate-Saals. Er weiß viel über die Geschichte und Geschichten dieser Stätte – und wir hoffentlich nach dieser Folge auch. Die Geschichte des Cantate-Saals, Spielstätte der Fliegenden Volksbühne Frankfurt – heute das Thema bei Damals in Frankfurt mit meinem Gast, dem Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Michael Quast.
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14.10.2025
1 Stunde 1 Minute
Seit über 100 Jahren gibt es das Gesundheitsamt Frankfurt am Main bereits. Es hat schon viel gesehen und miterlebt, doch seine Geschichte reicht sogar noch weiter zurück. Die ganze Geschichte des Frankfurter Gesundheitsamtes haben Prof. Dr. Gine Elsner und Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt, im Buch „Bevölkerungsmedizin & Öffentlicher Gesundheitsdienst“ aufgeschrieben. Genau darum dreht sich auch der Live-Podcast, der am Montag, 29. September, im Gesundheitsamt, Breite Gasse 28, stattgefunden hat und nun als Aufzeichnung hier zur Verfügung steht. Gemeinsam mit Mirco Becker von „Damals in Frankfurt“ spricht Dr. Tinnemann über Historie und Zukunft und darüber, wie die öffentliche Gesundheit das Leben in der Stadt prägt.
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23.03.2025
55 Minuten
100 Jahre Waldstadion – Die unglaubliche Geschichte einer Frankfurter Ikone! Fast wäre alles ganz anders gekommen: Ursprünglich sollte das Stadion gar nicht im Wald stehen, sondern auf dem Rebstockgelände. Doch das war nur die erste von vielen überraschenden Wendungen in der Geschichte dieses legendären Ortes. Wusstet ihr, dass das Waldstadion früher mehr mit einem modernen Fitnessstudio als mit einem klassischen Fußballstadion gemeinsam hatte? Oder dass in den Räumen der Haupttribüne einst Künstler ihre Ateliers hatten? Und in den 1930er Jahren - da stand sogar plötzlich die Idee im Raum, direkt gegenüber ein zweites Stadion zu bauen! Von kuriosen Plänen über sportliche Meilensteine bis hin zu seiner heutigen Bedeutung – in dieser Folge tauchen wir tief in die Geschichte des Waldstadions ein. Damals in Frankfurt - Der Podcast - 100 Jahre Waldstadion mit Matthias Thoma vom Eintracht Museum. Jetzt reinhören!
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24.02.2025
1 Minute
1970 gründeten Alf und Beate Pohlenz in ihren Wohnräumen in der Holzhausenstraße 11 im Frankfurter Westend das “Haus der Werbung” - kurz: HDW. Der Ort entwickelte sich schnell zu einem “Place To Be” in der Agenturszene. Kunden und Künstler gingen ein und aus und gemeinsam mit HDW entwickelten sie dort Entwürfe, Ideen und Shootings zu markanten Kampagnen. Das Kundenportfolio wuchs schnell - und prominent: Sei es die Stadt Frankfurt, Hartmann & Braun, Telenorma, AEG oder Porsche. Sie alle fanden Platz am großen Konferenztisch, der zum Mittelpunkt von zahlreichen innovativen Kampagnen wurde. Neben den “klassischen” Agenturthemen wie Corporate Design, Fotografie und Dokumentationen betätigte sich HDW aber auch schnell in einem neuen Berufsfeld - dem Ausstellungsdesign. Ausschlaggebend war ein von der Stadt Frankfurt initiierter Malwettbewerb, “Frankfurt im Jahr 2000”, für den HDW Design eine Ausstellung konzipierte. Das innovative Beleuchtungs- und Wegführungskonzept kam so gut an, dass weitere Anfragen folgten. HDW Design ging es dabei von Anfang an um ein gesamtheitliche Umsetzung: Von den ersten Grobideen bis hinzu haptischen, anfassbaren Objekten - eine in früheren Jahren einmalige Marktlücke, die HDW Design ausfüllte. 1978 folgte der Umzug der wachsenden Designagentur HDW nach Offenbach. Die nun um ein vielfaches größeren Flächen wurde auch dafür genutzt, um Künstlerinnen und Künstlern wie Ferry Ahrle, Christoph M. Gais die Möglichkeit für Ausstellungen zu bieten. 2014 übernahm die Tochter der Firmengründer, Ulrike Wernig-Pohlenz, die Geschäftsführung. Eine Staffelübergabe mit vollem Erfolg - davon zeugen unter anderem Kundenbeziehungen, die seit Jahrzehnten anhalten, der Anspruch an eine ganzheitliche Markengestaltung sowie sowie neue der Erschließung neuer Themenkomplexe wie dem “Healing Environment”. Nach 55 Jahren sieht HDW Design noch immer Entwicklungspotential in der Branche und weiß sich mit seinem Team gut gerüstet für die Zukunft: “Wir sind bereit für die nächsten 55 Jahre!”, so Ulrike Wernig-Pohlenz.
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Über diesen Podcast
Damals in Frankfurt - Der Podcast, in dem ich, Mirco Becker, mit
Menschen spreche, die zu Frankfurt Geschichte ihr ganz eigenes,
individuelles – aber wichtiges – Puzzleteil beigetragen haben.
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