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Episoden
15.02.2026
1 Stunde 31 Minuten
In dieser Folge sprechen wir endlich über den Philosophen, über den
gesagt wurde, die ganze restliche westliche Philosophie sei
eigentlich nur eine Fußnote zu seinem Werk: Platon. Er hat mit der
Akademie die erste Philosophieschule der Welt gegründet und seine
Dialoge eruieren viele Fragen, die uns heute noch umtreiben: Was
passiert nach dem Tod? Steht das Recht über dem Individuum? Was
sind Gerechtigkeit, Tapferkeit, kann man sie lernen? Was ist uns
angeboren und was bilden wir erst aus? Und wie sollte der perfekte
Staat eigentlich aussehen? Am Bekanntesten ist vielleicht das
umstrittenste Konzept aus Platons Philosophie: Die Ideenlehre. Hat
er wirklich an eine Welt der Ideen geglaubt, die von der Welt, in
der wir leben, unterschieden ist? Das ist gar nicht so leicht zu
beantworten, denn Platon hat fast alles durch die Stimme eines
anderen ausgedrückt. In Platons Dialogen nimmt Sokrates seine
Gesprächspartner genüsslich auseinander und sie wenden ein Thema
von so vielen Seiten, dass sie am Ende oft auch nicht mehr richtig
weiterwissen. Woher sollen wir jetzt also wissen, was Platon
wirklich gedacht hat? Darüber spricht Christian mit Bettina
Fröhlich, sie lehrt Philosophie an der HU Berlin und hat bei Reclam
die Einführung zu Platon veröffentlicht. Wenn ihr wollt, dass
dieser Podcast immer so weitergeht und wir in unserer
Philosophiegeschichte irgendwann in der Moderne ankommen, dann
unterstützt ihn gerne auf Steady. Wenn ihr das macht, erhaltet ihr
jeden Monat eine Extra-Folge und kommt auch auf den
geister-Discord-Server: https://steadyhq.com/geister
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31.01.2026
1 Stunde 15 Minuten
Sokrates ist ein Mysterium. Einerseits ist er einer der
berühmtesten Philosophen der Welt, andererseits haben wir all unser
Wissen über ihn von anderen. Sokrates gleicht ein bisschen Jesus
Christus, er hat nichts geschrieben, hatte eine Gefolgschaft,
machte keinen Unterschied zwischen arm und reich - und wurde
schließlich zum Tode verurteilt. Vor allem mit einem seiner Schüler
ist er auf ganz spezielle Art verbunden: Platon. Denn Platon hat
fast ausschließlich Texte über Sokrates geschrieben, aber ist das
dann nicht *nur* der "platonische Sokrates"? Gab es da nicht noch
andere Quellen? Wie sah Sokrates zum Beipsiel bei Aristophanes und
Xenophon aus? Über diese Fragen spricht Christian mit Nikolaos
Loukidelis, der an der TU Berlin lehrt und sich in seiner Forschung
speziell mit Sokrates beschäftigt.
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14.01.2026
1 Stunde 8 Minuten
Die Sophisten haben einen schlechten Ruf. Wortklauber,
Wahrheitsverdreher, reine Rhetoriker. Vor allem Platon und
Aristoteles haben auf sie eingedroschen. Wenn wir aber heute auf
sie zurückschauen, erkennen wir bei ihnen durchaus revolutionäre
Ideen: Realismus, Relativismus, Sprachphilosophie. Das Problem ist
- wie bei den Vorsokratikern - dass kaum Texte erhalten sind. Was
wir heute von den Sophisten lernen können, und wieso ihr schlechter
Ruf uns eventuell den Blick verstellt, bespricht Christian in
dieser Folge mit Thomas Schirren. Er ist Professor für Gräzistik
und klassische Rhetorik an der Universität Salzburg und hat die
Fragmente der Sophisten für Reclam übersetzt. Dieser Podcast ist
nur durch eure finanzielle Hilfe möglich. Bitte unterstützt ihn auf
https://steadyhq.com/geister. Wer das macht, erhält regelmäßig
Bonus-Folgen, in denen Christian mit dem Philosophen Jens Pier
Texte diskutiert, zu denen es vorher auf dem geister-Discord-Server
einen Lesekreis gibt. Und auf diesen Server kommt ihr, wenn Ihr uns
auf Steady unterstützt.
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22.12.2025
54 Minuten
Erst gab es Marx, dann kamen die Marxisten. Erst gab es Kant, dann
kamen die Kantianer. Wieso sind aber die Denker, die *vor* Sokrates
gelebt haben, nach ihm benannt? Und wie ging die große Wende vom
Mythos zum Logos von Statten? Wieso konnte in der griechischen
Antike überhaupt so frei miteinander gestritten werden und wieso
suchten diese Naturphilosophen nach dem Urgrund von allem? Über die
Vorsokratiker im Allgemeinen und Thales, Phytagoras, Xenophanes,
Heraklit und Parmenides im Speziellen spricht Christian mit
Dorothea Frede, sie ist emeritierte Professorin für Philosophie an
der Universität Hamburg. (Ich bitte die durchwachsene Audioqualität
zu entschuldigen, es gab ein Problem mit der Aufnahme)
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30.11.2025
15 Minuten
Da wir im Westen die Wurzeln unseres rationalen Denkens in der
griechischen Antike sehen, übersehen wir oft etwas Grundsätzliches:
In der Antike meinte Philosophie überhaupt nicht das reine
rationale Denken. Philosophie wurde stattdessen als eine Art zu
leben gesehen und ist damit auch manchen antiken Religionen gar
nicht so unähnlich. Wie genau, das ausgesehen hat, das beschreibt
der französische Philosoph und Historiker Pierre Hadot 1981 in
seinem Text “Philosophie als Lebensform”, in dem er nachvollzieht,
was Philosophie ursprünglich mal war und wie es dazu gekommen ist,
dass wir heute Philosophie vor allem als akademische Disziplin
verstehen. In diesem Special diskutieren Jens und Christian diesen
Text, um sich damit auf die nächsten Folgen über die antiken
griechischen Philosophen einzustimmen. Das ist aber nur der Teaser!
Unterstützt uns für die kompletten zwei Stunden auf
steadyhq.com/geister.
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Über diesen Podcast
"geister" ist der wöchentliche Philosophie-Podcast von mir,
Christian Eichler. In Interviews arbeite ich mich peu à peu durch
die Philosophie-Geschichte. Wir fangen bei den Grundfragen und im
Urschleim an und beschäftigen uns dann im ersten Jahr mit der
Antike. Was war vor den Vorsokratikern, was ist Philosophie und
wann fängt das alles an? Es wird aber auch immer wieder Gespräche
zu aktuellen Themen geben. Dabei bin ich auf eure Unterstützung
angewiesen. Wenn ihr diesen Podcast finanziell unterstützt,
erhaltet ihr jeden Monat ein Special, in dem ich mit dem
Philosophen Jens Pier einen Text bespreche, zu dem es auf unserem
Discord-Server einen Lesekreis geben wird. Alle Infos auf
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