Der MARCHIVUM Podcast - Geschichten aus dem Bunker
Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung
Podcaster
Episoden
13.03.2026
34 Minuten
Vor einem Jahr wurde der Rosengarten um den Alice-Bensheimer-Saal erweitert. Doch wer war diese Frau eigentlich? Dieser Frage gehen Christine Weiner von dem Freien Radio Rhein-Neckar und Dr. Rosmarie Günther, Althistorikerin und Autorin des Buches „Ein deftiges Mitmenschenherz. Alice Bensheimer“, in dieser Folge nach. Bensheimer gehört zu den wichtigsten Frauen in der Mannheimer Geschichte. Sie war die erste Armenpflegerin der Stadt in einem bis dato von Männern dominierten Arbeitsfeld. Durch ihre langjährige Tätigkeit im Bund Deutscher Frauenvereine und ihren Einsatz für das Frauenwahlrecht ging sie zudem als Frauenrechtlerin in die Mannheimer Geschichte ein. Herausragend war hierbei ihr Engagement für das Frauenwahlrecht, das dann 1918 in Deutschland eingeführt wurde. Weitere Stationen im Leben der Mannheimerin lassen sich in ihrer Biografie nachlesen, die im MARCHIVUM vor Ort oder im Onlineshop erhältlich ist. Jetzt reinhören und einen kleinen Vorgeschmack bekommen!
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30.01.2026
32 Minuten
Unter diesem Slogan steht das neue Buch von Heiner Bernhard, dem Vorsitzenden des Vereins Kurpfalz e.V. und Ulrich Nieß, ehemals Direktor des MARCHIVUM, über „Geschichte(n) aus der Kurpfalz“. Darüber plaudern die beiden Herausgeber mit Annette Lennartz im neuesten Podcast. Vor 75 Jahren wurde der Verein Kurpfalz aus der Taufe gehoben. Sein Anliegen ist es, die historischen Wurzeln der heutigen Metropolregion Rhein-Neckar aufzuzeigen und zu verdeutlichen, woher die Besonderheit in der Mentalität seiner Bevölkerung rührt und warum sich der Name „Kurpfalz“ so hartnäckig hält, obwohl diese vor mehr als 200 Jahren von der politischen Landkarte verschwand. Fundiert wie kurzweilig und mit einem Augenzwinkern präsentieren namhafte Kenner im Buch dabei den „ersten Kurpfälzer“ vor 600.000 Jahren, die Höhe- wie Tiefpunkte im 17. bis 19. Jahrhundert oder weltbekannte Erfindungen aus der Region wie das Automobil. Und nicht zuletzt wird ein Ausblick gewagt, wie sich der Rhein-Neckar-Raum weiterentwickelt. Ein Buch für alle, die sich als Kurpfälzerin oder Kurpfälzer verstehen – oder die Kurpfalz verstehen wollen!
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19.12.2025
34 Minuten
Was genau macht eigentlich ein Förderverein? Und warum sind Freundeskreise für Kulturinstitutionen heute wichtiger denn je? Kulturredakteurin Annette Lennartz spricht in dieser Folge mit Dr. Harald Stocker, Direktor des MARCHIVUM, und Helen Heberer, 1. Vorsitzende des Freundeskreises MARCHIVUM. Im Mittelpunkt stehen Aufgaben, Engagement und Verantwortung eines Fördervereins: von der finanziellen Unterstützung kultureller Projekte wie dem Sourati-Mural oder der Lichtmeile über den Betrieb des Museumsshops durch Ehrenamtliche bis hin zur Rolle des Freundeskreises in Zeiten kommunaler Sparmaßnahmen. Seit 1997 engagieren sich inzwischen über 900 Mitglieder für das MARCHIVUM – ein starkes Netzwerk für die Förderung von Geschichte, Kunst und Kultur.
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21.11.2025
36 Minuten
Mannheim hat viele Gesichter – und mindestens vier Mentalitäten. In der neuen Folge sprechen wir über das frisch erschienene Buch „Mannheimer Mentalitäten“, Band 13 der Schriftenreihe des MARCHIVUM. Autor Peter Koppenhöfer hat dafür über Jahre Geschichten von Mannheimer*innen gesammelt – mal heiter, mal überraschend, mal historisch wertvoll. Aus rund 100 Erzählungen entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie Menschen in dieser Stadt leben, denken und handeln – gestern wie heute. Gemeinsam mit Dr. Heidrun Pimpl, Redakteurin und Lektorin der Publikation, blickt Koppenhöfer hinter die Kulissen des Entstehungsprozesses. Moderatorin Christine Weiner führt durch ein Gespräch, das neugierig macht: Welche vier Mentalitäten prägen Mannheim? Und was verraten die vielen Geschichten über das Selbstverständnis einer ganzen Stadt? Das Buch ist bereits kurz nach Erscheinen ein Bestseller im MARCHIVUM – erhältlich vor Ort oder im Onlineshop. Jetzt reinhören und Mannheims Vielfalt neu entdecken!
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08.10.2025
34 Minuten
Vor 85 Jahren, am 22./23. Oktober 1940 deportierten die Nationalsozialisten mehr als 6.500 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Baden, der Pfalz und dem Saarland nach Südfrankreich, wo sie im Lager Gurs interniert wurden. Darunter befanden sich knapp 2.000 Menschen aus Mannheim. Es war eine der ersten Massendeportationen deutscher Jüdinnen und Juden aus dem Reichsgebiet und bedeutete das faktische Ende der Jüdischen Gemeinden in Südwestdeutschland. Hunderte Deportierte starben in den französischen Lagern; die meisten wurden ab 1942 in den Vernichtungslagern Auschwitz-Birkenau, Sobibor und Majdanek ermordet. Im MARCHIVUM ist bis 9. November die Sonderausstellung „Gurs 1940“ der Berliner Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz zu sehen, die aus verschiedenen Perspektiven die Gurs-Deportationen, deren geschichtliche Kontexte und die Folgen der Deportation in den Blick nimmt. Sie wird ergänzt um lokale Aspekte und Biografien aus Mannheim. MARCHIVUM-Mitarbeiter Dr. Marco Brenneisen berichtet im Gespräch mit Kulturredakteurin Annette Lennartz über die Deportationen 1940, die Wanderausstellung sowie die anstehenden Begleitveranstaltungen – darunter die Präsentation eines Buches, das das MARCHIVUM in Kooperation mit dem Stadtarchiv Ludwigshafen und der Stiftung Topographie des Terrors (Berlin) veröffentlicht hat und die Fotografien der Deportation aus Ludwigshafen in den Blick nimmt.
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Über diesen Podcast
Wissen und mehr rund um Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte
und Erinnerung. Eine Koproduktion des Stadtarchivs
Mannheim und der Kulturredaktion des bermuda.funk – dem Freien
Radio Rhein-Neckar e. V.
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