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Episoden
02.06.2026
57 Minuten
Vor genau zehn Jahren habe ich meinen Ex-Mann verlassen. Und als Claudia bei mir am Küchentisch sitzt, denke ich nur: Wo warst du damals? Denn Claudia macht etwas, das viele Frauen dringend brauchen: Sie begleitet Frauen durch Trennungen. Und zwar genau die Frauen, die längst wissen, dass sie gehen wollen. 70 % aller Trennungen gehen von Frauen aus. Nicht selten, weil sie sich über Jahre hinweg entwickelt haben, während ihr Partner stehen geblieben ist. Weil sie Gespräche geführt, Chancen gegeben, gehofft und gekämpft haben – und irgendwann merken: Es reicht. Wir sprechen darüber, warum Selbstbewusstsein oft das Erste ist, was nach Jahren in einer unglücklichen Beziehung wieder aufgebaut werden muss weshalb Frauen heute nicht mehr aus Abhängigkeit bleiben müssen warum eine Beziehung nicht um jeden Preis gerettet werden sollte und was passiert, wenn eine Frau beschließt, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen Claudia erlebt immer wieder, dass Frauen längst entschieden haben, zu gehen – während der Mann aus allen Wolken fällt und nichts hat kommen sehen. Und trotzdem machen wir uns nichts vor: Eine Trennung ist kein leichter Weg. Sie kostet Mut, Kraft, und Zeit. Und manchmal auch sehr, sehr viel Nerven. Auch ich erzähle in dieser Folge sehr offen, wie sich mein Leben zehn Jahre nach meiner eigenen Trennung anfühlt. Dass ich damals überzeugt war, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, und trotzdem nicht damit gerechnet hätte, heute noch alleine an meinem Küchentisch zu sitzen. Diese Folge ist kein Aufruf zur Trennung. Sie ist eine Erinnerung daran, dass niemand dein Leben für dich leben wird. Niemand wird kommen und dich retten. Und genau darin liegt vielleicht die größte Freiheit. Ein Gespräch über Mut, Selbstwert, Neuanfänge – und darüber, warum Gehen manchmal die liebevollste Entscheidung für sich selbst sein kann.
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19.05.2026
56 Minuten
Paulita Pappel sitzt an meinem Küchentisch. Porn Evangelist, Producerin, Directorin, Performerin –
eine Frau aus einer Welt, über die viele sprechen, aber nur wenige wirklich offen. Und ich sag’s ehrlich: Vor zehn Jahren hätte ich sie vermutlich verurteilt. Heute weiß ich: Genau da, wo die Scham am größten ist, steckt oft das größte Entwicklungspotenzial. Dieses Gespräch hat meinen Horizont erweitert, sehr sogar. Denn Paulita will nicht einfach Pornos machen. Sie will einen neuen gesellschaftlichen Umgang mit Sexualität schaffen. Ehrlicher, bewusster, weniger heimlich. Wir sprechen darüber,
warum so viele Menschen Pornos konsumieren – aber ungern dafür bezahlen
wo eigentlich der Unterschied liegt zwischen Fantasie im eigenen Kopf und dem Konsum echter Bilder
was „echter Sex“ vor der Kamera überhaupt bedeutet
warum Dating als Sexarbeiterin alles andere als unkompliziert ist
und weshalb selbstbewusste Frauen Männern beim Dating oft Angst machen Mit ihrer Plattform Lustery zeigt Paulita echte Paare beim Sex. Keine Hochglanz-Fantasie, sondern echte Menschen, echte Körper, echte Lust. Und plötzlich stehen ganz andere Fragen im Raum: Wer benutzt hier eigentlich wen? Und warum schämen wir uns für Dinge, die wir längst selbst konsumieren? Was mich an dieser Folge so liebe: Sie ist unbequem, offen, und maximal ehrlich. Ein Gespräch über Sexualität, Vorurteile, Freiheit – und darüber, wie viel Wachstum genau dort liegt, wo wir am liebsten weggucken würden.
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05.05.2026
1 Stunde 5 Minuten
Diese Folge ist für euch, Männer. Ob ihr es wollt oder nicht. Patrick trägt lila. Nicht als Style-Statement – sondern als Haltung. Feminismus als Mann, und genau damit eckt er an: Bei Männern, und manchmal auch bei Frauen. Patrick macht Content, der Dinge ausspricht, die viele lieber nicht hören wollen.
Damit auch der Letzte versteht: Gleichberechtigung geht uns alle an. Wir sprechen darüber,
warum Männer Wut kennen – aber selten für Frauenrechte
weshalb Gleichstellung für viele Männer wie ein Verlust wirkt
warum privilegierte Strukturen so schwer loszulassen sind
und was es bedeutet, als Mann Verantwortung zu übernehmen Denn ja: Mit Gleichstellung verlieren manche Männer etwas. Macht, Deutungshoheit, den unsichtbaren Rückenwind. Und genau da wird es unbequem. Was mich besonders berührt: Patricks Geschichte, sein Warum. Und der Moment, der alles verändert hat. Seine Frau, nachts auf dem Heimweg, mit geballter Faust um ihren Schlüssel. Für viele Frauen Alltag, für viele Männer ein Schock. Und genau hier beginnt Veränderung. Natürlich wird es auch in dieser Folge wieder persönlich.
Ehrlich, verletzlich. Ich teile einen aktuellen Moment von Belästigung, und frage Patrick um Rat. Seine Antwort? Erschütternd und gleichzeitig stärkend. Am Ende bleibt ein Satz:
Sei Teil der Lösung. Nicht Teil des Problems. Ein Gespräch, das bewegt. Und hoffentlich auch etwas verändert.
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21.04.2026
54 Minuten
Sie wirkt zart, leise, fast unauffällig. Und genau diese Frau nimmt mich mit in eine Welt, die alles andere ist als oberflächlich: Nike Wessel. Autorin, Kulturwissenschaftlerin und seit über 10 Jahren auf einer Reise durch das, was wir oft viel zu schnell nur „Se›‹“ nennen. Angefangen hat alles mit einer Nacktparty. Und der Erkenntnis: Es geht um so viel mehr. Nicht nur um Lust – sondern um Intimität, Verbindung, Körper, Begegnung. Und darum, sich selbst immer wieder neu kennenzulernen. Wir sprechen darüber,
warum es helfen kann, Männern beim nackten Tanzen zuzuschauen
warum Körper eigentlich ziemlich absurd sind – und nie perfekt
weshalb unser klassisches Beziehungsbild uns oft eher frustriert als erfüllt
und wie viel Magie entsteht, wenn wir uns wirklich auf Menschen einlassen Nike und ich teilen eine ähnliche Geschichte: Ein sicheres Leben. Ehe. Struktur. Und trotzdem dieses leise, laute Gefühl: Da muss noch mehr sein. Was sie auf ihrer Reise immer wieder lernt: Äußerlichkeiten sagen nichts, gar nichts. Die echte Verbindung entsteht woanders. Und mit der Offenheit nach außen
kommt auch eine neue Weichheit nach innen. Ein weiches Herz. Ein anderes Fühlen. Selbst Themen wie BDSM bekommen plötzlich eine neue Perspektive – jenseits von Schmerz, hin zu Bewusstsein und Vertrauen. Und dann kommt sie, meine Angst: Wie schütze ich mich auf so einer Reise? In diesem Moment wird es stiller, ehrlicher. Und ich zeige mich – mal wieder – komplett. Diese Folge ist neugierig, offen, und gleichzeitig zutiefst menschlich.
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07.04.2026
56 Minuten
Ich grinse wie ein Honigkuchenpferd, weil diese Frau mir gegenübersitzt: Dr. Vivien Karl. Promovierte Apothekerin, Unternehmerin – und jemand, der mal eben die Intimpflege für Frauen neu gedacht hat. Ja, wir reden hier von einem echten Gamechanger. Mit 32 hat Vivien ein komplettes Intimpflegeprogramm entwickelt, das zeigt, wie viel wir im Bereich Frauengesundheit immer noch übersehen. Der Anfang? Ein ganz einfacher, aber ziemlich entlarvender Moment in der Apotheke: Frauen geben viel Geld für ihr Gesicht aus – aber für den Intimbereich? Vaseline. Warum eigentlich? Wir sprechen darüber, warum auf „da unten“ immer noch so viel Scham liegt
warum unser Intimbereich genauso hochwertige Pflege verdient
wie Vivien angefangen hat, heimlich Rezepturen zu entwickeln
und was passiert, wenn eine junge Frau merkt: Ich kann wirklich was Und dann sagt sie beim Daten einfach:
„Ich mach Muschi Creme.“ Die Reaktionen?
Sagen mehr über unsere Gesellschaft als über sie. Wir klären auf:
Eine Vulva ist ein Organ. Kein Duftbäumchen, und ganz sicher kein Erdbeerfeld. Was mich neben all ihrem Wissen am meisten beeindruckt:
Diese Klarheit, dese Selbstverständlichkeit.
Und dieser Mut, ihren Weg einfach zu gehen. Denn ja – Erfolg als Frau ist und bleibt unbequem für viele.
Auch für sie. Am Ende gibt es eigentlich nur eins zu sagen: Schmiert euch ein, und bleibt bitte geschmeidig.
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Über diesen Podcast
Anfang 2023, kurz vor ihrem 50. Geburtstag, hatte Maike Schumacher
eine folgenreiche Krise: Die nach außen hin selbstbewusste Frau
wird sich ihrer großen Scham in Bezug auf Lust und Sexualität voll
bewusst. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich nie
(zu)getraut, über diese Themen zu sprechen. Weder mit ihrem
Ehemann, noch mit der besten Freundin oder ihrer Therapeutin. Was
passiert denn mit mir, wenn ich einfach mal über alles spreche,
alles ausspreche? Meine Phantasien, meine Vorlieben, meine
Bedürfnisse, aber auch meine Grenzen und die dunklen Seiten der
menschlichen Triebe benenne? Diese Fragen stellte sich Maike, und
gleich die nächste Frage war: Was, wenn ich meinen wunden Punkt,
die Scham, nicht verstecke, sondern mich ihr stelle? Sie hat
losgelegt und einen Podcast daraus gemacht. In jeder Folge spricht
sie mit Gäst:innen über Scham und Sexualität, und was wir
vielleicht alle bei dem Thema gemeinsam haben. Oder eben auch
nicht. Und mit jeder Folge verabschiedet sie sich ein Stück mehr
von ihrem Schamgefühl.
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