Podcaster
Episoden
17.12.2025
43 Minuten
Blockchain gilt als Hoffnungsträger für sicheres, transparentes und
datenschutzfreundliches digitales Bezahlen. Doch wie begründet sind
diese Hoffnungen? In dieser Folge des Digitalgelddickichts nehmen
wir Bitcoin, Ethereum und DeFi genauer unter die Lupe. Wir schauen,
wie Blockchains als „verteilte Kassenbücher“
(Distributed-Ledger-Technologie) funktionieren, wie Konsens ohne
Banken oder andere zentrale Instanzen entsteht und warum
Transparenz kein freiwilliges Extra, sondern ein technisches
Grundprinzip der Blockchain ist. Thema sind außerdem der hohe
Energieverbrauch, der Unterschied zwischen Proof of Work und Proof
of Stake sowie das Innovationspotenzial – und die Risiken –
sogenannter Smart Contracts. Im Mittelpunkt steht die Frage nach
Privatsphäre und Zahlungssicherheit: Entgegen weitverbreiteter
Annahme ermöglichen öffentliche Blockchains keine Anonymität,
sondern meist nur Pseudonymität – die sich häufig nachträglich
auflösen lässt. Die Folge zeigt, was Privacy Coins sind und wie
kryptografische Zusatzlösungen funktionieren, wie
Ermittlungsbehörden Erfolge verbuchen und welche unvermeidlichen
Trade-offs zwischen Autonomie, Komfort, Regulierung und Sicherheit
bestehen. Maximale Privatsphäre entsteht beim Zahlen auf der
Blockchain nicht automatisch, sondern erfordert Wissen, Aufwand und
Disziplin. Statt Hype oder Verteufelung plädiert die Episode dafür,
den Blick für das große Innovationspoztenzial der Blockchain als
einer jungen, faszinierenden Basistechnologie zu schärfen, aber
auch keinen falschen Versprechen aufzusitzen und
Optimierungsmöglichkeiten, strukturelle Grenzen und Risiken der
Technologie zu beforschen und zu diskutieren.
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30.10.2025
32 Minuten
Digitale Zahlungen sind längst Alltag - ob mit Karte, Handy oder
PayPal. Doch jedes Mal hinterlassen wir Datenspuren. In dieser
Auftaktfolge der Staffel „Sicheres Geld im Netz“ fragen wir: Wer
sieht diese Daten eigentlich? Warum sind Zahlungsdaten so viel
sensibler als andere digitale Spuren? Und wie werden sie
insbesondere von den derzeitigen Akteuren am Zahlungsmarkt genutzt?
Ist diffuses Unbehagen oder Gleichmut berechtigt – denn konkretes
Wissen darüber, was im Hintergrund passiert, ist nicht gang und
gäbe. Die Folge diskutiert den Unterschied zwischen Security und
Privacy, und wer Zahlungsdaten für personalisierte Angebote,
Services oder anderweitig verwertet. Sie beleuchtet die
Datennutzung und die Geschäftsmodelle von PayPal, Klarna,
Mastercard, Visa, Google und Apple Pay, von klassischen
Geschäftsbanken und der Wero-Initiative, fragt, welche Bezahloption
eher „datenarm“, welche eher „datenintensiv“ sind.
Schließlich fragen wir, welche Risiken aus der Konzentration von
Zahlungs- und Nutzerdaten bei Big Tech entstehen könnte - und warum
der Umgang mit Zahlungsdaten nicht nur individuell, sondern auch
gesellschaftlich relevant ist.
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21.08.2025
3 Minuten
Teaser zur Staffel 3 des Digitalgelddickichts: Sicheres Geld im
digitalen Raum?
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23.06.2025
27 Minuten
In den zurückliegenden Folgen haben wir beispielhafte Bereiche
beleuchtet, in denen kleine digitale Zahlungen auf ganz
unterschiedliche Weise eine zentrale Rolle spielen. Dabei haben wir
gesehen, dass Mikrotransaktionen in manchen Bereichen kaum
ausreichen, um mit den Geschäftsmodellen der vordigitalen Zeit
mitzuhalten – etwa im Journalismus. Gleichzeitig eröffnen sie
andernorts ganz neue, lukrative Geschäftsfelder – so im Gaming. Und
wir? Wir genießen oft den Komfort und die Einfachheit digitaler
Zahlungen, verlieren dabei jedoch leicht den Überblick und die
Kontrolle – gerade beim schnellen Bezahlen im Netz. In dieser
vierten und letzten Folge unserer Staffel zum kleinen Geld wollen
wir deshalb etwas grundsätzlicher fragen: Wer verdient an den
kleinen Digitalzahlungen? Warum kann ich mittlerweile auch
Kleinstbeträge beim Bäcker gebührenfrei mit Karte zahlen? Was kann
das Digitalgeld im Kleinen womöglich doch nicht so gut wie das
Bargeld? Inwiefern fördert digitales Bezahlen soziale
Ungleichheitsdynamiken? Und was bedeutet das für unsere
Gesellschaft?
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04.05.2025
26 Minuten
Schon in den 1970er-Jahren begann der Erfolg mit Mikrotransaktionen
im Gaming mit den sogenannten Arcade-Videospielen: In öffentlichen
Spielhallen ließen sich Spiele wie Donkey Kong oder Pacman an
Automaten per Münzeinwurf starten. Heute werden mit sogenannten
Free to Play-Games – die den Markt dominieren – zunächst kostenlos
angebotene Spiele mit Mikrotransaktionen finanziert, mit denen man
im Spiel Fortschritte, Gegenstände oder Figuren kaufen kann. Worin
Teile der Spielebranche besonders raffinierte Strategien entwickelt
haben: Mittels kleinster Zahlungen, für sich genommen marginal, die
Hemmschwelle für eine Transaktion auf ein Mindestmaß zu verringern.
Und wer einmal gekauft hat, wird es wieder tun – so intelligent
bzw. manipulativ sind die datengetriebenen Algorithmen, auf der
Suche nach dem kleinen Pool zahlungskräftiger Spieler, noch dazu
häufig Minderjährige, die dann immer tiefer in ihre Abhängigkeit
zum Spiel hineingeraten und die in der Fachsprache als "Wale"
bezeichnet werden, die die Spielemacher "fangen" wollen. Darüber
hinaus hat die Mikrotransaktion auch das Spieldesign verändert: Wer
nicht mehr mit dem Spiel für dessen Kauf werben will, sondern
innerhalb eines Spiels ständig monetarisiert, wird das Spiel so
gestalten, dass möglichst häufig eine Transaktion sinnvoll
erscheint. Ein Manipulationsmechanismus?
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Über diesen Podcast
Das Digitalgelddickicht ist ein Podcast von ZEVEDI, dem Zentrum
verantwortungsbewusste DIgitalisierung. Es widmet sich den
gesellschaftlichen Aspekten, die mit der digitalen Transformation
des Finanzsektors einhergehen. Der Podcast erschließt im Rahmen des
Diskursprojektes eFin & Demokratie» Themen aus dem
Bereich digitalen Geldes und Bezahlens. Was sonst nur unter
Expert:innen diskutiert wird, soll zugänglicher werden. Der
Podcast hat nicht alle Antworten – und Finanztipps schon gar keine.
Vielmehr will er Fragen stellen und zum öffentlichen Gespräch
darüber auffordern, wie der digitale Wandel des Finanzsektors auch
das politische und gesellschaftliche Miteinander betrifft. Dazu
sammelt er unterschiedliche Stimmen, auch, aber nicht nur von
Expert:innen. Das Diskursprojekt „Demokratiefragen des
digitalisierten Finanzsektors“ (eFin & Demokratie) ist an der
Geschäftsstelle des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung
(ZEVEDI) an der TU Darmstadt angesiedelt und wird von der Stiftung
Mercator gefördert. ZEVEDI ist ein Forschungs- und Kompetenznetz,
das die wissenschaftliche Expertise der hessischen Hochschulen zur
Analyse der normativen Dimensionen des digitalen Wandels bündelt
und zur Gestaltung dieses Wandels beiträgt. ZEVEDI wird durch die
Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung
gefördert. (Impressum: https://zevedi.de/impressum) Musik: Punch
Clock, Künstler: Nu Alkemi$t, Soundstripe Productions
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