Digitalgelddickicht

Digitalgelddickicht

Zur politischen Zukunft von Währung und Werten

Episoden

3.2. Sicheres Geld im Netz - Was kann die Blockchain?
17.12.2025
43 Minuten
Blockchain gilt als Hoffnungsträger für sicheres, transparentes und datenschutzfreundliches digitales Bezahlen. Doch wie begründet sind diese Hoffnungen? In dieser Folge des Digitalgelddickichts nehmen wir Bitcoin, Ethereum und DeFi genauer unter die Lupe. Wir schauen, wie Blockchains als „verteilte Kassenbücher“ (Distributed-Ledger-Technologie) funktionieren, wie Konsens ohne Banken oder andere zentrale Instanzen entsteht und warum Transparenz kein freiwilliges Extra, sondern ein technisches Grundprinzip der Blockchain ist. Thema sind außerdem der hohe Energieverbrauch, der Unterschied zwischen Proof of Work und Proof of Stake sowie das Innovationspotenzial – und die Risiken – sogenannter Smart Contracts. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Privatsphäre und Zahlungssicherheit: Entgegen weitverbreiteter Annahme ermöglichen öffentliche Blockchains keine Anonymität, sondern meist nur Pseudonymität – die sich häufig nachträglich auflösen lässt. Die Folge zeigt, was Privacy Coins sind und wie kryptografische Zusatzlösungen funktionieren, wie Ermittlungsbehörden Erfolge verbuchen und welche unvermeidlichen Trade-offs zwischen Autonomie, Komfort, Regulierung und Sicherheit bestehen. Maximale Privatsphäre entsteht beim Zahlen auf der Blockchain nicht automatisch, sondern erfordert Wissen, Aufwand und Disziplin. Statt Hype oder Verteufelung plädiert die Episode dafür, den Blick für das große Innovationspoztenzial der Blockchain als einer jungen, faszinierenden Basistechnologie zu schärfen, aber auch keinen falschen Versprechen aufzusitzen und Optimierungsmöglichkeiten, strukturelle Grenzen und Risiken der Technologie zu beforschen und zu diskutieren.
Mehr
3.1. Sicheres Geld im Netz - Wer unsere Zahlungen sieht und sie wie nutzt
30.10.2025
32 Minuten
Digitale Zahlungen sind längst Alltag - ob mit Karte, Handy oder PayPal. Doch jedes Mal hinterlassen wir Datenspuren. In dieser Auftaktfolge der Staffel „Sicheres Geld im Netz“ fragen wir: Wer sieht diese Daten eigentlich? Warum sind Zahlungsdaten so viel sensibler als andere digitale Spuren? Und wie werden sie insbesondere von den derzeitigen Akteuren am Zahlungsmarkt genutzt? Ist diffuses Unbehagen oder Gleichmut berechtigt – denn konkretes Wissen darüber, was im Hintergrund passiert, ist nicht gang und gäbe. Die Folge diskutiert den Unterschied zwischen Security und Privacy, und wer Zahlungsdaten für personalisierte Angebote, Services oder anderweitig verwertet. Sie beleuchtet die Datennutzung und die Geschäftsmodelle von PayPal, Klarna, Mastercard, Visa, Google und Apple Pay, von klassischen Geschäftsbanken und der Wero-Initiative, fragt, welche Bezahloption eher „datenarm“, welche eher „datenintensiv“ sind.  Schließlich fragen wir, welche Risiken aus der Konzentration von Zahlungs- und Nutzerdaten bei Big Tech entstehen könnte - und warum der Umgang mit Zahlungsdaten nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich relevant ist.
Mehr
3.0 - Staffel 3: Sicheres Geld? - Teaser
21.08.2025
3 Minuten
Teaser zur Staffel 3 des Digitalgelddickichts: Sicheres Geld im digitalen Raum?
Mehr
2.4. Kleines Geld, große Wirkung? – Im Wirrwarr digitaler Bezahldienstleister
23.06.2025
27 Minuten
In den zurückliegenden Folgen haben wir beispielhafte Bereiche beleuchtet, in denen kleine digitale Zahlungen auf ganz unterschiedliche Weise eine zentrale Rolle spielen. Dabei haben wir gesehen, dass Mikrotransaktionen in manchen Bereichen kaum ausreichen, um mit den Geschäftsmodellen der vordigitalen Zeit mitzuhalten – etwa im Journalismus. Gleichzeitig eröffnen sie andernorts ganz neue, lukrative Geschäftsfelder – so im Gaming. Und wir? Wir genießen oft den Komfort und die Einfachheit digitaler Zahlungen, verlieren dabei jedoch leicht den Überblick und die Kontrolle – gerade beim schnellen Bezahlen im Netz. In dieser vierten und letzten Folge unserer Staffel zum kleinen Geld wollen wir deshalb etwas grundsätzlicher fragen: Wer verdient an den kleinen Digitalzahlungen? Warum kann ich mittlerweile auch Kleinstbeträge beim Bäcker gebührenfrei mit Karte zahlen? Was kann das Digitalgeld im Kleinen womöglich doch nicht so gut wie das Bargeld? Inwiefern fördert digitales Bezahlen soziale  Ungleichheitsdynamiken? Und was bedeutet das für unsere Gesellschaft? 
Mehr
2.3. Kleines Geld, große Wirkung? – Mikrotransaktionen im Gaming
04.05.2025
26 Minuten
Schon in den 1970er-Jahren begann der Erfolg mit Mikrotransaktionen im Gaming mit den sogenannten Arcade-Videospielen: In öffentlichen Spielhallen ließen sich Spiele wie Donkey Kong oder Pacman an Automaten per Münzeinwurf starten. Heute werden mit sogenannten Free to Play-Games – die den Markt dominieren – zunächst kostenlos angebotene Spiele mit Mikrotransaktionen finanziert, mit denen man im Spiel Fortschritte, Gegenstände oder Figuren kaufen kann. Worin Teile der Spielebranche besonders raffinierte Strategien entwickelt haben: Mittels kleinster Zahlungen, für sich genommen marginal, die Hemmschwelle für eine Transaktion auf ein Mindestmaß zu verringern. Und wer einmal gekauft hat, wird es wieder tun – so intelligent bzw. manipulativ sind die datengetriebenen Algorithmen, auf der Suche nach dem kleinen Pool zahlungskräftiger Spieler, noch dazu häufig Minderjährige, die dann immer tiefer in ihre Abhängigkeit zum Spiel hineingeraten und die in der Fachsprache als "Wale" bezeichnet werden, die die Spielemacher "fangen" wollen. Darüber hinaus hat die Mikrotransaktion auch das Spieldesign verändert: Wer nicht mehr mit dem Spiel für dessen Kauf werben will, sondern innerhalb eines Spiels ständig monetarisiert, wird das Spiel so gestalten, dass möglichst häufig eine Transaktion sinnvoll erscheint. Ein Manipulationsmechanismus?
Mehr

Über diesen Podcast

Das Digitalgelddickicht ist ein Podcast von ZEVEDI, dem Zentrum verantwortungsbewusste DIgitalisierung. Es widmet sich den gesellschaftlichen Aspekten, die mit der digitalen Transformation des Finanzsektors einhergehen. Der Podcast erschließt im Rahmen des Diskursprojektes  eFin & Demokratie» Themen aus dem Bereich digitalen Geldes und Bezahlens. Was sonst nur unter Expert:innen diskutiert wird, soll  zugänglicher werden. Der Podcast hat nicht alle Antworten – und Finanztipps schon gar keine. Vielmehr will er Fragen stellen und zum öffentlichen Gespräch darüber auffordern, wie der digitale Wandel des Finanzsektors auch das politische und gesellschaftliche Miteinander betrifft. Dazu sammelt er unterschiedliche Stimmen, auch, aber nicht nur von Expert:innen. Das Diskursprojekt „Demokratiefragen des digitalisierten Finanzsektors“ (eFin & Demokratie) ist an der Geschäftsstelle des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI) an der TU Darmstadt angesiedelt und wird von der Stiftung Mercator gefördert. ZEVEDI ist ein Forschungs- und Kompetenznetz, das die wissenschaftliche Expertise der hessischen Hochschulen zur Analyse der normativen Dimensionen des digitalen Wandels bündelt und zur Gestaltung dieses Wandels beiträgt. ZEVEDI wird durch die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung gefördert. (Impressum: https://zevedi.de/impressum) Musik: Punch Clock, Künstler: Nu Alkemi$t, Soundstripe Productions

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15