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Episoden

25 Minuten
In der zwölften Episode gilt es einen Fall zu verhandeln, der in der Musikgeschichte seines Gleichen sucht: Der einzigartige Fall des Monsieur Saint-Saëns. Die Einzigartigkeit attestierte ihm auch sein Freund und Musikerkollege Charles Gounod: „ Er glich Niemanden als sich selbst.” So wird es kein Leichtes sein, bei ihm das ein oder andere Motiv zu finden, das es irgendwie und irgendwo schon gab. Gounod: „Saint-Saëns ist eine musikalische Kraft, wie ich keine zweite kenne. Er ist allen Anforderungen gewachsen, für alle Ansprüche ausgerüstet. Er weiß in seiner Kunst wie kein Anderer Bescheid; die Meister kennt er auswendig; er besitzt ein äußerst seltenes Darstellungsvermögen und ein erstaunliches Aneignungs- und Assimilationstalent: er könnte, je nachdem es von ihm verlangt würde, ein Werk à la Rossini, à la Verdi, à la Schumann oder à la Wagner componiren; er kennt sie alle von Grund aus und ist darum vielleicht vor der Versuchung sicher, einen derselben nachzuahmen.” Das wird spannend. Ein Podcast von CRESCENDO in Kooperation mit der Deutschen Welle.
30 Minuten
Die elfte Episode führt uns in die Tiefen von Beethovens Skizzen und Notizen. Gleich zweimal finden wir in Beethovens eigenhändiger Schrift Geständnisse des Diebstahls. In einem Brief an den Verleger Schott heißt es in Bezug auf sein Streichquartett op. 131: „ „N.b. Zusammengestohlen aus Verschiedenem, Diesem und Jenem“. Dann im Kafka-Skizzenbuch unter ein paar flüchtig hingeworfenen Takten der Vermerk: „Diese ganze Stelle ist gestohlen!“ Ist das Waldstein-Bonmot „Mozarts Geist aus Haydns Händen“ vielleicht eher so verstehen, dass wir Mozart in Beethovens Werken hören können? Fragen über Fragen, doch alles klärt sich auf, Beethoven bleibt unverrückbar das Originalgenie. Er hat schon „Boogie Woogie” gespielt, als es den noch gar nicht gab! Bei den Ermittlungen mit dabei unser Experte Sebastian Knauer, einer der gefragtesten Pianisten unserer Zeit sowie künstlerischer Leiter mehrerer internationaler Festivals hat zum Jubiläumsjahr mit dem eigens für ihn geschriebenen Klavierkonzert „This is (not) Beethoven” ein hörenswertes Statement abgegeben, über das sich zu sprechen lohnt. Ein Podcast von CRESCENDO in Kooperation mit der Deutschen Welle.
29 Minuten
In der zehnten Episode führen unsere Ermittlungen direkt ins Epizentrum der klassischen Musik, zu Bach, dem „Anfang und Ende aller Musik” wie Max Reger versicherte. Beethoven sprach von einem „unendlichen, unerschöpflichen Reichtum an Tonkombinationen und Harmonien” und schlug vor: „Nicht Bach, sondern Meer soll er heißen!” Wie kommt es dann, dass die Melodie eines seiner bekanntesten Choräle „O Haupt voll Blut und Wunden” gar nicht von ihm stammt, ja dass dieses so bekannte Passionslied einst ein Liebeslied war, dessen Melodie ein Musikautomatenerfinder aus Nürnberg komponiert hat? Gleich fünfmal taucht diese Melodie in Bachs Matthäuspassion auf, zweimal in seinem Weihnachtsoratorium, immer wieder neu, immer wieder anders. Bei den Ermittlungen mit dabei unser Experte, Hansjörg Albrecht, künstlerischer Leiter des Münchener Bach-Chores und Bach-Orchesters, Organist und Cembalist. Er gilt als „musikalischer Grenzgänger ohne Berührungsängste”, beherrscht „Die Kunst der Orgeltranskription“ und ist vor allem ein versierter Bachkenner. Ein Podcast von CRESCENDO in Kooperation mit der Deutschen Welle.
22 Minuten
In der neunten Episode führen unsere Ermittlungen direkt in die Welt der Oper. Gluck, Händel, Donizetti, sie alle haben Motive, Themen und Melodien verwendet, die es irgendwie und irgendwo schon gab. Wenn Händel sich wiederholt bei einer bereits existierenden Melodie bediente, meinte er, „wäre doch schade um die schöne Melodie!” Er war der Überzeugung: „die anderen wissen doch mit einer guten Melodie rein gar nichts anzufangen!” Wie kommt es, dass Gluck ausgerechnet bei Bach für seine Opern ein Motiv findet, obwohl Bach keine einzige Oper geschrieben hat? Forkel muss den Diebstahl bei Bach vorausgesehen haben, er bezeugt: „Noch in unserem Zeitalter wird sich ein junger Künstler Ehre damit erwerben können.” Ein Podcast von CRESCENDO in Kooperation mit der Deutschen Welle.
28 Minuten
In der achten Episode geht es um eine geheime Klangformel, die es irgendwie und irgendwo schon gab. Der Fall scheint klar. Der Tristan-Akkord? Der stammt von Richard Wagner! Wie aber kann er dann in abgewandelter Form zuvor schon bei Mozart, Beethoven, Spohr und Liszt auftauchen? Wir machen uns wieder auf Spurensuche, erfahren, dass Wagner zeitweise steckbrieflich gesucht wurde, ihn in Wien eine Gefängnisstrafe erwartete und er immer wieder Geld, Geld, Geld brauchte. Wir hören, dass eine enthusiastische Wagnerianerin in ihrer Begeisterung auf einen völlig banalen E-Moll-Akkord verfiel und bekommen Lust, das großartige Werk Wagners wieder und wieder zu hören. Bei den Ermittlungen mit dabei unser Experte, Cornelius Meister, Generalmusikdirektor der Staatsoper und Staatsorchester Stuttgart. Er hilft uns mit seinem besonderen Blick auf Wagner, das Auftauchen der geheimen Klangformel zu entschlüsseln. Ein Podcast von CRESCENDO in Kooperation mit der Deutschen Welle.
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Über diesen Podcast

Jeden ersten Samstag im Monat! Wer hat hier von wem geklaut? Detektivgeschichten aus der Welt der Klassik: Gehört Klauen zum Handwerk eines Komponisten? Der Konzertgitarrist und CRESCENDO-Autor Stefan Sell begibt sich auf Spurensuche. Er geht verdächtigen Motiven nach, sammelt unterschlagene und offensichtliche Indizien und ermittelt, wer sich wann und wo die ein oder andere Melodie geborgt hat. Packend und augenzwinkernd entdeckt Stefan Sell hörenswerte Diebstähle der Musikgeschichte. Ein Podcast von CRESCENDO in Kooperation mit der Deutschen Welle.
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„Hidden Secrets of Classical Music“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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