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Episoden
12.07.2026
1 Stunde 9 Minuten
Pflegen, Kinder betreuen, Angehörige unterstützen oder den Haushalt organisieren; Sorgearbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen. Doch sie gerät zunehmend unter Druck. Im bezahlten Care-Sektor führen Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung und Zeitdruck an die Belastungsgrenze. Gleichzeitig übernehmen Frauen trotz ihrer gestiegenen Erwerbstätigkeit nach wie vor den grössten Teil der unbezahlten Sorgearbeit. Die Folgen sind Zeitnot, Erschöpfung und fehlende gesellschaftliche Anerkennung. Mit Sarah Schilliger sprechen wir darüber, warum die Care-Krise die gesamte Gesellschaft betrifft. Warum bleibt Sorgearbeit so ungleich verteilt? Welche Verantwortung tragen Männer? Und wie lässt sich Care gerechter organisieren? Ausserdem blicken wir auf das Konzept der Caring City und das Beispiel Barcelona. Dort wird Sorgearbeit als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe verstanden mit dem Ziel, Städte so zu gestalten, dass Fürsorge besser möglich wird und diejenigen, die sie leisten, die Anerkennung und Unterstützung erhalten, die sie verdienen.
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21.06.2026
47 Minuten
Was haben Kapitalismus, Patriarchat und Männlichkeit mit Gewalt zu tun? Mehr als oft angenommen. Wenn wir Gewaltverhältnisse kritisieren, landen wir schnell bei Individuen und Männern. Wenn wir diese Macht- und Gewaltverhältnisse jedoch verändern möchten, müssen wir analytisch die Systeme, die uns prägen und formen betrachten. In dieser Folge gehen wir deshalb der Frage nach, wie Kapitalismus und Patriarchat Männlichkeit als soziale Ordnung produzieren, die Gewalt strukturell fördert. Daraus folgt eine andere politische Frage: nicht wer schuld ist, sondern welche Verhältnisse verändert werden müssen für weniger Gewalt und mehr Gerechtigkeit. Wurst-Käse-Salat-Live-Shows: https://lnk.bio/wurstkaesesalat
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24.05.2026
51 Minuten
Was darf man(n) heute eigentlich noch sagen und worum geht es in Debatten um “Cancel Culture”? Geht es wirklich um Sprachverbote oder um Macht, Sichtbarkeit und darum, wer bestimmen darf, was als „normal“ gilt? Denn Politik für traditionelle Werte ist nichts anderes, als Identitätspolitik für weisse, heterosexuelle cis Männer. Und führt mehr Sichtbarkeit unterschiedlicher Stimmen dazu, dass gewisse Selbstverständlichkeiten stärker hinterfragt werden? In dieser Folge sprechen wir über die Angst vieler Männer, gesellschaftlich an Bedeutung zu verlieren und über die Abwehrreaktionen, die daraus entstehen.
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03.05.2026
59 Minuten
In dieser Folge nehmen wir Täterarbeit kritisch unter die Lupe. Wir sprechen darüber, warum manche Ansätze zu kurz greifen etwa durch fehlende gesellschafts- und gendertheoretische Perspektiven oder die mangelnde Einbindung des sozialen Umfelds. Als Gegenentwurf schauen wir uns transformative Gerechtigkeit an: ein Ansatz, der Verantwortung, Beziehungen und strukturelle Veränderungen stärker zusammendenkt. Gleichzeitig bleibt auch hier Raum für Kritik – was funktioniert, was nicht? Am Ende fragen wir uns, ob es überhaupt den einen richtigen Ansatz gibt – oder ob es sinnvoller ist, Elemente aus beiden Perspektiven zu verbinden.
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12.04.2026
55 Minuten
In dieser Folge spricht Zübeyir Sizici über sein Aufwachsen als kurdischer junger Mann in einem Dorf in der Türkei und die prägenden Vorstellungen von Männlichkeit.
Er erzählt, wie ihn die Auseinandersetzung mit den Schriften von Abdullah Öcalan politisiert hat und zu einer kritischen Reflexion seiner eigenen Sozialisation führte. Die Folge beleuchtet, warum die Hinterfragung von Männlichkeit eine zentrale Rolle in der kurdischen Freiheitsbewegung spielt.
Er erzählt, wie ihn die Auseinandersetzung mit den Schriften von Abdullah Öcalan politisiert hat und zu einer kritischen Reflexion seiner eigenen Sozialisation führte. Die Folge beleuchtet, warum die Hinterfragung von Männlichkeit eine zentrale Rolle in der kurdischen Freiheitsbewegung spielt.
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Über diesen Podcast
Zweimal „Wurst-Käse-Salat“ bitte! Ist das noch Salat oder schon
gesundheitsgefährdend? Männlichkeit scheint nicht nur für Männer
selbst, sondern auch für andere Geschlechter ungesund zu sein. Sie
wird als toxisch oder traditionell beschrieben, und gleichzeitig
spricht man von neuen Männlichkeiten. Männlichkeit befindet sich
also im Umbruch, was Frust, Irritationen, aber auch Inspiration
auslösen kann. Alle drei Wochen treffen sich die Männer- und
Gewaltberater*innen Timo und Christoph zum Gespräch und setzen sich
genau damit auseinander: Männlichkeit(en). Es gibt feministische
Analysen, persönliche Geschichten, Erfahrungen aus der
Männerberatung und natürlich werden auch populärkulturelle und
gesellschaftliche Themen und Entwicklungen unter die Lupe genommen.
Das ist „Wurst-Käse-Salat“ – für Männer, die mehr wollen als das,
was ihnen traditionell serviert wird, und für FINTA*-Personen, die
noch Hoffnung haben. Gemeinsam gehen wir den Fragen nach, die uns
alle betreffen, und suchen nach neuen Wegen, Männlichkeit zu leben
und zu verstehen. Lass dich inspirieren, hinterfragen und
vielleicht auch ein bisschen herausfordern. Über Feedback und
Gedanken zum Podcast oder zu einzelnen Folgen freuen wir uns.
E-Mail: wurstkaesesalat@protonmail.com / Instagram:
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