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#57: Gefühl schlägt Fakten - Warum Kriminalitätsfurcht oft irrational ist (Mit Dr. Marie von Seeler)
01.04.2026
34 Minuten
Viele kennen es: man geht nachts eine dunkle Straße entlang oder steht allein in einer leeren U-Bahn-Station und plötzlich ist da dieses diffuse Angstgefühl. Es könnte jemand kommen. Es könnte etwas passieren. Vielleicht spielt das Kopfkino auch einen ganz konkreten Film ab: einen brutalen Angriff, einen Überfall, eine Person, die einen auf die Gleise stößt.
Solche Dinge passieren – aber vermutlich viel seltener als die meisten von uns denken. Denn die Verbreitung von Angst vor Kriminalität folgt nicht immer der tatsächlichen Kriminalitätssstatistik. In dieser Folge spricht Moderatorin Sara Reinke mit der Psychologin Dr. Marie von Seeler darüber, wie persönliche Erfahrungen, Medienberichterstattung und politischer Diskurs Kriminalitätsfurcht beeinflussen und wie ein rationaler Umgang damit aussehen kann.
Zur Person
Marie von Seeler studierte Psychologie an den Universitäten Freiburg und Zürich. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Universität Hildesheim. Dort promovierte sie zum Thema Kriminalitätsfurcht. Seit August 2025 ist sie als schulpsychologische Dezernentin beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Hannover tätig. Das Wichtigste, was sie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Kriminalitätsfurcht für sich selbst gelernt hat, ist, dass Ängste stark kontextabhängig sind: Je nach Situation, Umgebung und eigenen Erfahrungen können sie trotz rationalem Wissen sehr real und belastend wirken.
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Philo Schäfer & Akira Behrmann
Einspieler: Philo Schäfer & Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
Solche Dinge passieren – aber vermutlich viel seltener als die meisten von uns denken. Denn die Verbreitung von Angst vor Kriminalität folgt nicht immer der tatsächlichen Kriminalitätssstatistik. In dieser Folge spricht Moderatorin Sara Reinke mit der Psychologin Dr. Marie von Seeler darüber, wie persönliche Erfahrungen, Medienberichterstattung und politischer Diskurs Kriminalitätsfurcht beeinflussen und wie ein rationaler Umgang damit aussehen kann.
Zur Person
Marie von Seeler studierte Psychologie an den Universitäten Freiburg und Zürich. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Universität Hildesheim. Dort promovierte sie zum Thema Kriminalitätsfurcht. Seit August 2025 ist sie als schulpsychologische Dezernentin beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Hannover tätig. Das Wichtigste, was sie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Kriminalitätsfurcht für sich selbst gelernt hat, ist, dass Ängste stark kontextabhängig sind: Je nach Situation, Umgebung und eigenen Erfahrungen können sie trotz rationalem Wissen sehr real und belastend wirken.
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Philo Schäfer & Akira Behrmann
Einspieler: Philo Schäfer & Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
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03.03.2026
44 Minuten
Den Link auf diese Podcast-Folge solltet ihr wirklich nicht anklicken – außer ihr wollt wissen, warum ihr ihn trotzdem unbedingt anklicken müsst.
„Clickbaiting“ heißt die Methode, mit der Medienschaffende Überschriften, Teaser und Vorschaubilder so zuspitzen, dass sie maximale Aufmerksamkeit ziehen und euch zum Weiterklicken bringen – mit spannenden Infos, starken Emotionen und manchmal auch mit gezielter Irreführung. Und genau so entsteht der Sog, der euch am Ende sogar durch die Paywall führt: noch ein Klick, noch ein Detail – und plötzlich geht’s um den ganzen Beitrag oder gleich ums Abo.
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Bettina Kluge, Sprach- und Übersetzungswissenschaftlerin. Sie zeigt aus wissenschaftlicher Perspektive, wie Clickbaiting Mediennutzung, Journalismus und Wissenschaftskommunikation verändert – und wie wir als Nutzende lernen können, solche Mechanismen zu erkennen und reflektierter damit umzugehen.
Zur Person
Prof. Dr. Bettina Kluge ist Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Spanisch) am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation und nebenberufliche Vizepräsidentin für Internationales und Chancengleichheit an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben zu Medienlinguistik und Kommunikation in den Sozialen Medien auch Migrationslinguistik, Interaktionale Soziolinguistik, Anredeforschung, Kontrastive Pragmatik, audiovisuelle Übersetzung, insbesondere Voice-over-Übersetzung sowie Fachkommunikationswissenschaft.
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Philo Schäfer & Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
„Clickbaiting“ heißt die Methode, mit der Medienschaffende Überschriften, Teaser und Vorschaubilder so zuspitzen, dass sie maximale Aufmerksamkeit ziehen und euch zum Weiterklicken bringen – mit spannenden Infos, starken Emotionen und manchmal auch mit gezielter Irreführung. Und genau so entsteht der Sog, der euch am Ende sogar durch die Paywall führt: noch ein Klick, noch ein Detail – und plötzlich geht’s um den ganzen Beitrag oder gleich ums Abo.
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Bettina Kluge, Sprach- und Übersetzungswissenschaftlerin. Sie zeigt aus wissenschaftlicher Perspektive, wie Clickbaiting Mediennutzung, Journalismus und Wissenschaftskommunikation verändert – und wie wir als Nutzende lernen können, solche Mechanismen zu erkennen und reflektierter damit umzugehen.
Zur Person
Prof. Dr. Bettina Kluge ist Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Spanisch) am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation und nebenberufliche Vizepräsidentin für Internationales und Chancengleichheit an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben zu Medienlinguistik und Kommunikation in den Sozialen Medien auch Migrationslinguistik, Interaktionale Soziolinguistik, Anredeforschung, Kontrastive Pragmatik, audiovisuelle Übersetzung, insbesondere Voice-over-Übersetzung sowie Fachkommunikationswissenschaft.
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Philo Schäfer & Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
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04.02.2026
1 Stunde 8 Minuten
Millionen Menschen führen täglich Gespräche mit Chatbots, digitalen Assistenten und lernenden Systemen, die nicht nur zuhören, sondern auch emotional reagieren – oder zumindest so tun. Aber: Wenn uns eine KI das Gefühl gibt, verstanden, gesehen und geliebt zu werden, ist das dann „echte“ Liebe? Oder nur eine perfekte Simulation? Das ist das Thema in dieser Podcastfolge mit den Soziologen Prof. Dr. Holger Herma und Dr. Sascha Oswald. Gemeinsam wollen wir herausfinden, was passiert, wenn Maschinen unsere intimsten Bedürfnisse zu erfüllen scheinen – und was das über uns als Menschen aussagt.
Zur Person
Prof. Dr. Holger Herma ist außerplanmäßiger Professor im Fach Soziologie an der Universität Hildesheim. Er ist Verantwortlicher für den Forschungsschwerpunkt „Soziologie des Subjekts, der Sprachhandlungen und der Kommunikation in digitalen Medien“. In Forschung und Lehre setzt er sich unter anderem mit den Bezugsräumen des Selbst und dem Thema der Bildungsungleichheit auseinander. Zur Person: Dr. Sascha Oswald
Sascha Oswald hat in Konstanz Soziologie studiert und sich in seiner Promotion am Beispiel Instagram mit dem „Ich und Wir im digitalen Raum“ auseinandergesetzt. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem die Kultur- und Mikrosoziologie; Medien- und Kommunikationssoziologie; Visuelle Soziologie; Soziologie des Körpers und des Sports sowie die Geschlechter- und Sexualitätsforschung. Seine Beziehung zur KI beschreibt er als “es ist kompliziert”.
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
Zur Person
Prof. Dr. Holger Herma ist außerplanmäßiger Professor im Fach Soziologie an der Universität Hildesheim. Er ist Verantwortlicher für den Forschungsschwerpunkt „Soziologie des Subjekts, der Sprachhandlungen und der Kommunikation in digitalen Medien“. In Forschung und Lehre setzt er sich unter anderem mit den Bezugsräumen des Selbst und dem Thema der Bildungsungleichheit auseinander. Zur Person: Dr. Sascha Oswald
Sascha Oswald hat in Konstanz Soziologie studiert und sich in seiner Promotion am Beispiel Instagram mit dem „Ich und Wir im digitalen Raum“ auseinandergesetzt. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem die Kultur- und Mikrosoziologie; Medien- und Kommunikationssoziologie; Visuelle Soziologie; Soziologie des Körpers und des Sports sowie die Geschlechter- und Sexualitätsforschung. Seine Beziehung zur KI beschreibt er als “es ist kompliziert”.
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
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07.01.2026
33 Minuten
Autorität. Ein Begriff, der uns in der familiären Erziehung, im Klassenzimmer, im Hörsaal, im Beruf oder auch auf der politischen Bühne begegnet. Auf den ersten Blick scheint man gleich zu wissen, was damit gemeint ist, doch ganz so einfach ist es, wie immer in der Wissenschaft, eben doch nicht. So ist „als Autorität wahrgenommen zu werden" nicht gleichbedeutend mit „autoritär handeln" - und die Bedeutung beider Formulierungen hängt zudem stark vom Kontext ab. Das sagt die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Meike Sophia Baader, die sich seit vielen Jahren in ihrer Forschung mit diesem Thema befasst und als titelgebende Frage für diese Folge gewählt hat: Was ist Autorität?
Zur Person
Prof. Dr. Meike Sophia Baader ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Kindheits-, Jugend- und Familienforschung, die Forschung zu sexualisierter Gewalt sowie Forschungsfragen rund um Demokratie, Bildung, Pädagogik und Erziehung in verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Kontexten. Mit dem Autoritätsbegriff hat sie sich, inspiriert nicht zuletzt durch ihren akademischen Lehrer, den jüngst verstorbenen Frankfurter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik, bereits im Studium erstmals wissenschaftlich befasst. Damals noch ohne zu wissen, dass dieses Thema sie über lange Strecken ihres weiteren akademischen Lebenswegs hinweg immer wieder begleiten würde.
Im Interview: Prof. Dr. Meike Sophia Baader
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Illustration: Philo Schäfer
Zur Person
Prof. Dr. Meike Sophia Baader ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Kindheits-, Jugend- und Familienforschung, die Forschung zu sexualisierter Gewalt sowie Forschungsfragen rund um Demokratie, Bildung, Pädagogik und Erziehung in verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Kontexten. Mit dem Autoritätsbegriff hat sie sich, inspiriert nicht zuletzt durch ihren akademischen Lehrer, den jüngst verstorbenen Frankfurter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik, bereits im Studium erstmals wissenschaftlich befasst. Damals noch ohne zu wissen, dass dieses Thema sie über lange Strecken ihres weiteren akademischen Lebenswegs hinweg immer wieder begleiten würde.
Im Interview: Prof. Dr. Meike Sophia Baader
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Illustration: Philo Schäfer
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04.11.2025
54 Minuten
Eine heruntergekommene Tankstelle an einer einsamen, nächtlichen Landstraße. Flackerndes Licht. Ein irgendwie seltsamer Tankwart. Und dann … In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Volker Pietsch Institut für deutsche Sprache und Literatur über das Genre Horrorfilm. Was macht Horrorfilme so spannend – und manchmal sogar gesellschaftlich relevant? Wir sprechen über das Spiel mit der Erwartungshaltung, die unterschiedlichen Gefühlsebenen, die der Horror anspricht und über die Frage, warum das Genre immer wieder für eine Überraschung gut ist.
Hinweis: Die zu Beginn und Ende dieser Folge geschilderte Filmsequenz entstammt dem Slasher-Film Düstere Legenden (Originaltitel Urban Legend) von Jamie Blanks aus dem Jahr 1998. Die Szene ist aus der Erinnerung nacherzählt und kann in einigen Details vom Original abweichen.
Zur Person:
Dr. Volker Pietsch arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen und die Genreforschung. Mit Horrorfilmen befasst er sich aber nicht nur in seiner wissenschaftlichen Arbeit – auch privat ist er ein großer Fan von Kultfilmen wie Hausu oder modernen Werken wie Titane. Für ihn ganz persönlich ist das wichtigste Kriterium eines gelungenen Horrorfilms die Verunsicherung der Wahrnehmungsmuster.
Im Interview: Volker Pietsch
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
Hinweis: Die zu Beginn und Ende dieser Folge geschilderte Filmsequenz entstammt dem Slasher-Film Düstere Legenden (Originaltitel Urban Legend) von Jamie Blanks aus dem Jahr 1998. Die Szene ist aus der Erinnerung nacherzählt und kann in einigen Details vom Original abweichen.
Zur Person:
Dr. Volker Pietsch arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen und die Genreforschung. Mit Horrorfilmen befasst er sich aber nicht nur in seiner wissenschaftlichen Arbeit – auch privat ist er ein großer Fan von Kultfilmen wie Hausu oder modernen Werken wie Titane. Für ihn ganz persönlich ist das wichtigste Kriterium eines gelungenen Horrorfilms die Verunsicherung der Wahrnehmungsmuster.
Im Interview: Volker Pietsch
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
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