Podcaster
Episoden
04.02.2026
1 Stunde 8 Minuten
Millionen Menschen führen täglich Gespräche mit Chatbots,
digitalen Assistenten und lernenden Systemen, die nicht nur
zuhören, sondern auch emotional reagieren – oder zumindest so
tun. Aber: Wenn uns eine KI das Gefühl gibt, verstanden, gesehen
und geliebt zu werden, ist das dann „echte“ Liebe? Oder nur eine
perfekte Simulation? Das ist das Thema in dieser Podcastfolge mit
den Soziologen Prof. Dr. Holger Herma und Dr. Sascha Oswald.
Gemeinsam wollen wir herausfinden, was passiert, wenn Maschinen
unsere intimsten Bedürfnisse zu erfüllen scheinen – und was das
über uns als Menschen aussagt.
Zur Person
Prof. Dr. Holger Herma ist außerplanmäßiger
Professor im Fach Soziologie an der Universität Hildesheim. Er
ist Verantwortlicher für den Forschungsschwerpunkt „Soziologie
des Subjekts, der Sprachhandlungen und der Kommunikation in
digitalen Medien“. In Forschung und Lehre setzt er sich unter
anderem mit den Bezugsräumen des Selbst und dem Thema der
Bildungsungleichheit auseinander. Zur Person: Dr. Sascha
Oswald
Sascha Oswald hat in Konstanz Soziologie
studiert und sich in seiner Promotion am Beispiel Instagram mit
dem „Ich und Wir im digitalen Raum“ auseinandergesetzt. Zu seinen
wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem die
Kultur- und Mikrosoziologie; Medien- und
Kommunikationssoziologie; Visuelle Soziologie; Soziologie des
Körpers und des Sports sowie die Geschlechter- und
Sexualitätsforschung. Seine Beziehung zur KI beschreibt er als
“es ist kompliziert”.
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
Mehr
07.01.2026
33 Minuten
Autorität. Ein Begriff, der uns in der familiären Erziehung, im
Klassenzimmer, im Hörsaal, im Beruf oder auch auf der politischen
Bühne begegnet. Auf den ersten Blick scheint man gleich zu
wissen, was damit gemeint ist, doch ganz so einfach ist es, wie
immer in der Wissenschaft, eben doch nicht. So ist „als Autorität
wahrgenommen zu werden" nicht gleichbedeutend mit „autoritär
handeln" - und die Bedeutung beider Formulierungen hängt zudem
stark vom Kontext ab. Das sagt die Erziehungswissenschaftlerin
Prof. Dr. Meike Sophia Baader, die sich seit vielen Jahren in
ihrer Forschung mit diesem Thema befasst und als titelgebende
Frage für diese Folge gewählt hat: Was ist Autorität?
Zur Person
Prof. Dr. Meike Sophia Baader ist Professorin
für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität
Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter
anderem Kindheits-, Jugend- und Familienforschung, die Forschung
zu sexualisierter Gewalt sowie Forschungsfragen rund um
Demokratie, Bildung, Pädagogik und Erziehung in verschiedenen
historischen und gesellschaftlichen Kontexten. Mit dem
Autoritätsbegriff hat sie sich, inspiriert nicht zuletzt durch
ihren akademischen Lehrer, den jüngst verstorbenen Frankfurter
Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik, bereits im
Studium erstmals wissenschaftlich befasst. Damals noch ohne zu
wissen, dass dieses Thema sie über lange Strecken ihres weiteren
akademischen Lebenswegs hinweg immer wieder begleiten
würde.
Im Interview: Prof. Dr. Meike Sophia Baader
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Illustration: Philo Schäfer
Mehr
03.12.2025
48 Minuten
In dieser Podcastfolge geht es um Musik, die von einigen als
sentimental-anrührend geliebt und von anderen als unfassbar
kitschig belächelt wird: die sogenannte "Schnulze". Wir sprechen
heute mit dem Soziologen Prof. Dr. Michael Corsten und dem
Erziehungswissenschaftler im Ruhestand Prof. Dr. Volker Schubert
über das popmusikalische Phänomen und die Frage, warum dieser
Musikstil so eine große Bandbreite von Emotionen auslöst.
Zur Person:
Prof. Dr. Michael Corsten lehrt und forscht am
Institut für Soziologie der Universität Hildesheim. Zu seinen
Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem die Soziologie der
Kultur, Lebenslaufforschung und Fragen des sozialen Wandels.
Privat hört er Musikrichtungen von Jazz über
Soul// (speziell: Doo Wap) bis hin zu Deutschem Rock
Tocotronic). Seine Lieblings“schnulze“ ist das Chanson „Que
reste-t-il" von Charles Trenet (in der Version aus dem Film
„Baisers volés" von François Truffaut).
Prof. em. Dr. Volker Schubert war am Institut
für Erziehungswissenschaften der Universität Hildesheim tätig mit
dem Arbeitsschwerpunkt Allgemeine und Vergleichende
Erziehungswissenschaft, Ästhetische Bildung. Er hört am liebsten
Musik unter anderem von Van Morrison. Sein Lieblingstitel in der
Kategorie „Schnulze“ ist La Paloma in der Version von Hans
Albers.
Im Interview: Michael Corsten & Volker Schubert
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Illustration: Philo Schäfer
Mehr
04.11.2025
54 Minuten
Eine heruntergekommene Tankstelle an einer einsamen, nächtlichen
Landstraße. Flackerndes Licht. Ein irgendwie seltsamer Tankwart.
Und dann … In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Volker Pietsch
Institut für deutsche Sprache und Literatur über das Genre
Horrorfilm. Was macht Horrorfilme so spannend – und manchmal
sogar gesellschaftlich relevant? Wir sprechen über das Spiel mit
der Erwartungshaltung, die unterschiedlichen Gefühlsebenen, die
der Horror anspricht und über die Frage, warum das Genre immer
wieder für eine Überraschung gut ist.
Hinweis: Die zu Beginn und Ende dieser Folge
geschilderte Filmsequenz entstammt dem Slasher-Film Düstere
Legenden (Originaltitel Urban Legend) von Jamie Blanks aus dem
Jahr 1998. Die Szene ist aus der Erinnerung nacherzählt und kann
in einigen Details vom Original abweichen.
Zur Person:
Dr. Volker Pietsch arbeitet als
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache
und Literatur an der Universität Hildesheim. Zu seinen
Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die
Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen und die
Genreforschung. Mit Horrorfilmen befasst er sich aber nicht nur
in seiner wissenschaftlichen Arbeit – auch privat ist er ein
großer Fan von Kultfilmen wie Hausu oder modernen Werken wie
Titane. Für ihn ganz persönlich ist das wichtigste Kriterium
eines gelungenen Horrorfilms die Verunsicherung der
Wahrnehmungsmuster.
Im Interview: Volker Pietsch
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Einspieler: Felix Krumme
Illustration: Philo Schäfer
Mehr
07.10.2025
44 Minuten
Mit der Podcastfolge 51 starten wir in die zweite Staffel der
Reihe UHiversum Talks und haben dafür eine kleine Neuerung
mitgebracht: Wie bisher wollen wir in den einzelnen Episoden mit
jeweils einem oder mehreren Wissenschaftler*innen der Universität
Hildesheim über Themen aus ihrer Forschung sprechen. In loser
Folge werden wir ab sofort zusätzlich ab sofort einzelne
Forschende in aller gebotenen Tiefe und Ausführlichkeit selbst
erzählen lassen, welcher übergeordneter Fragestellung sie in
ihrer wissenschaftlichen Laufbahn immer wieder begegnet sind.
Das kann ein noch ungelöstes Rätsel sein oder ein Thema, das sich
im Lauf der Zeit immer wieder aus neuen Blickwinkeln präsentiert
hat. Es kann eine Frage sein, die jemanden veranlasst hat, sich
überhaupt der Forschung zuzuwenden. Oder eine Art selbst
gestellte Lebensaufgabe, ein Thema, das einen nicht mehr loslässt
und für das man unbedingt noch Antworten finden möchte.
Den Auftakt zu dem Format „Die Frage meines Lebens“ (FmL) macht
heute Prof. Dr. Bettina Uhlig. Sie ist Professorin für
Kunstpädagogik und Didaktik der Bildenden Kunst an der
Universität Hildesheim und hat sich für eine Frage entschieden,
die sie schon seit vielen Jahren aus verschiedenen Blickwinkeln
wissenschaftlich untersucht: Wie gelingt es, Kinder für Kunst zu
begeistern?
Das ist also der Titel dieser ersten Folge in der Reihe „Frage
meines Lebens“. Und als kleinen Spoiler hat uns Bettina Uhlig
dafür bereits mitgegeben: Allein mit vielen bunten Bildern wird
das in der Regel nichts.
Zur Person:
Prof. Dr. Bettina Uhlig ist Professorin für
Kunstpädagogik und Didaktik der Bildenden Kunst an der
Universität Hildesheim. Sie erforscht, wie man Kindern Kunst
vermittelt und beschäftigt sich mit Bildsprache und Bildpraxis
von Kindern. Außerdem arbeitet Uhlig zur Zeichen- und
Bilderbuchdidaktik. Ein weiteres ihrer Themen: Das Philosophieren
mit Kindern.
Im Interview: Bettina Uhlig
Moderation: Sara Reinke, Ineke Nithack
Schnitt: Akira Behrmann, Felix Krumme
Einspieler: Ineke Nithack, Akira Behrmann
Illustration: Philo Schäfer
Mehr
Über diesen Podcast
Ein Podcast aus der Wissenschaft
Kommentare (0)