Laut + Leis

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Der Podcast für Religion, Ethik und Gesellschaft

Episoden

Taufe, Hochzeit und Beerdigung – mit oder ohne Kirche?
27.02.2026
39 Minuten
Während die klassischen Kasualien in den Landeskirchen drastisch zurückgehen, wächst der Markt für freie Zeremonien. Darüber diskutieren Christian Walti, Pfarrer am Zürcher Grossmünster, und Philipp Erne, Präsident vom Berufsverband Schweizerischer ZeremonienleiterInnen (SZL).  Die Themen dieser Folge: Zwingt man seinem Kind einen Glauben auf, wenn man es kirchlich taufen lässt? Wie unterscheidet sich eine Willkommensfeier von einer Taufe? Christian Walti plädiert für eine «klient:innen-zentrierte Kasualpraxis». Doch genau das scheint den Landeskirchen nicht zu gelingen. Warum? Was machen freie Zeremonienleiterinnen und Ritualbegleiter anders als Pfarrpersonen? Philipp Erne ist römisch-katholisch getauft und hat die Erstkommunion empfangen. Warum hat er auf die Firmung verzichtet? Heute arbeitet Erne als Krisenbegleiter und präsidiert den Berufsverband SZL. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um Mitglied zu werden? In der Schweiz sind heute rund 250 Ritualbegleiter:innen tätig. Vor zehn Jahren waren es erst 15. Macht diese Entwicklung Christian Walti Angst? In der Deutschschweiz finden zwei von drei Beerdigungen nicht in der Kirche statt. Wer bucht den Trauerredner Philipp Erne? Was können und müssen Landeskirchen unternehmen, um attraktiver zu werden? Droht Beliebigkeit, wenn Landeskirchen stärker auf die individuellen Wünsche der Menschen eingehen?
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Kunstmaler Manuel Dürr über seinen Kreuzweg im Petersdom
13.02.2026
31 Minuten
Ein Kunstwettbewerb hat den bislang unbekannten jungen Bieler in den Vatikan katapultiert. Er hatte acht Monate Zeit, um für den Petersdom einen Kreuzweg mit 14 grossformatigen Ölgemälden zu malen. Was es heisst, neben Michelangelo und Bernini auszustellen, erzählt Manuel Dürr.  Die Themen dieser Folge: Beworben haben sich tausend Kunstschaffende aus achtzig Ländern: Weshalb hat Manuel Dürr gewonnen? Er ist ein exzellenter figurativer Maler: Welchen Ausbildungsweg hat er gemacht? Acht Monate Zeit für diesen Grossauftrag: Was waren die grössten Herausforderungen? Bezug zum Kontext: Wie korrespondieren die Ölgemälde mit den anderen grossartigen Kunstwerken im Petersdom? Die Rechte am Kreuzweg gehen an den Vatikan: Ist der Lohn von 120'000 Euro bescheiden? Antisemitische Ikonografie auf Kreuzwegen: Wie vermeidet Manuel Dürr Stereotype? Eine Kommission aus dem Vatikan hat den Künstler begleitet: Hat sie ihm dreingeredet? Manuel Dürr gehört zur Glaubensgemeinschaft Jahu in Biel: Wie hat die Arbeit am Kreuzweg seine Sicht aufs Christentum verändert? Mit seinen 36 Jahren ist er auf dem Zenit seiner Künstlerkarriere: Was kommt jetzt? Erstmals aufgehängt werden die 14 Ölgemälde am Aschermittwoch. Künftig werden sie jährlich während der Fasten- und Osterzeit zu sehen sein.
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Monika Hungerbühler: «In der christkatholischen Kirche spüre ich einen theologischen Rückstand»
30.01.2026
32 Minuten
Sie hat als römisch-katholische Theologin die Offene Kirche Elisabethen in Basel geleitet und ist dank Auftritten in der TV-Sendung «Wort zum Sonntag» und ihren Radiopredigten weit über das Bistum Basel hinaus bekannt. Nach ihrer Pensionierung wechselte Monika Hungerbühler zur christkatholischen Kirche.  Die Themen dieser Folge: Austritt aus der römisch-katholischen Kirche: Weshalb so leise und still? Christkatholische Kirche: Was fasziniert Monika Hungerbühler, und was fehlt ihr? Religiöse Erziehung: Wer hat sie geprägt? Sie hat sich ein Leben lang für Frauen und Flüchtlinge eingesetzt: Woher kommt ihr Gerechtigkeitssinn? Als feministische Theologin steckte sie in einem ständigen Dilemma: Welche Erinnerungen sind beispielhaft? Einmal musste sie sich beim damaligen Bischof Kurt Koch entschuldigen: Was war vorgefallen? Ein grosses Anliegen ist Monika Hungerbühler die Schöpfung: Haben wir überhaupt noch eine Chance, unsere Welt zu retten? Als freiberufliche Theologin bietet sie auch feministische Wallfahrten nach Lourdes an: Was darf man sich darunter vorstellen? Monika Hungerbühler hat sich jahrzehntelang mit der Bibel befasst: Welche Inhalte sind ihr besonders wichtig?
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Was soll mit Kirchen geschehen, die nicht mehr gebraucht werden?
16.01.2026
34 Minuten
«KirchenRaum. Begegnung neu denken» ­– so heisst das jüngste Buch von Ann-Katrin Gässlein. Die Liturgiewissenschaftlerin an der Universität Luzern und Mitarbeiterin der Cityseelsorgerin St. Gallen hat Fachleute befragt aus Theologie und Kunstgeschichte, Archäologie und Denkmalpflege sowie Architektur und Stadtentwicklung. Die Themen dieser Folge: Aus Kirchen werden Hotels, Schwimmbäder oder gar Einkaufszentren. Zumindest im Ausland. Könnte das in der Schweiz auch passieren? Mitgliederschwund und Rückgang der finanziellen Mittel sind auch in der Schweiz Realität: Wie gross ist der Druck, sich zu verkleinern? Im Buch wird mehrfach der sogenannte «MaiHof» in Luzern als positives Beispiel erwähnt: Was zeichnet diese Umnutzung aus? Gibt es auch etwas am «MaiHof», das die Liturgiewissenschaftlerin kritisiert? Wie unterscheiden sich katholische von reformierten Kirchen, wenn es um Umnutzung geht? Kirchen prägen das Stadt- und das Dorfbild und sind mit Emotionen verbunden: Wie können sie öffentliche Orte bleiben? Kirchenumnutzung ist ein komplexer Prozess: Wer hat den Lead, und wie kann ein solcher Prozess partizipativ und zielführend gestaltet werden? Welche Rolle spielt der Denkmalschutz in der Schweiz? Die Schweizer Bischofskonferenz hat im Dezember 2024 einen Leitfaden zu Kirchenumnutzungen herausgegeben: Was empfehlen die Bischöfe? Buch und Datenbank: Ann-Katrin Gässlein (Hg.): «KirchenRaum. Begegnung neu denken. 196 Seiten. Theologischer Verlag Zürich. Zugang zur Datenbank mit Informationen zu über 200 umgenutzten Kirchen, Kapellen und Klöstern in der Schweiz:https://www.schweizerkirchenbautag.unibe.ch 
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Simone Dollinger – wie gelingen Abschied und Neuanfang? (W)
02.01.2026
27 Minuten
Das neue Jahr ist noch jung: Vielleicht sind Vorsätze gefasst, und bestimmt hat der eine oder die andere einen Neustart geplant. Eine, die weiss, was es heisst, immer wieder neu anzufangen, ist die katholische Theologin Simone Dollinger von Mission 21. Sie hat neun Jahre zusammen mit ihrer Familie in Bolivien und Costa Rica gelebt und gearbeitet und ist nun zurück in der Schweiz. Die Themen dieser Folge: Mut und Abenteuerlust Vertrauen und Geduld als Voraussetzung Einbezug von Kindern und Jugendlichen in die Entscheidung Rolle der Partnerorganisation vor Ort Die eigene Wohnung als Rückzugsort Umgang mit Schwierigkeiten und Zweifeln Warum es helfen kann, vor dem Abschied nochmals einen Lieblingsort aufzusuchen Finanzielle und administrative Hürden
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Über diesen Podcast

«Laut + Leis», der Podcast von kath.ch, behandelt relevante und aktuelle Themen rund um Religion, Ethik und Gesellschaft. Ob im Gespräch mit einem spannenden Gast oder in der klugen Debatte: Sandra Leis lädt Menschen ein, die sich mit der Welt auseinandersetzen, über den eigenen Tellerrand hinausschauen und etwas zu sagen haben. Zu hören sind laute und leise Töne, Gedanken und Argumente, die inspirieren und unterhalten.

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