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Episoden

1 Stunde 9 Minuten
In Sachsen-Anhalt holt die AfD 43,8 Prozent der Stimmen, in Mecklenburg-Vorpommern 38,2 Prozent. In beiden Bundesländern wird die Partei stärkste Kraft. Was sind die Gründe für den Aufstieg? Warum ist die AfD in Ostdeutschland so stark – und was sagt das über die politische Entwicklung im ganzen Land aus? Unter der Überschrift „Wird der Osten blau?“ haben bei einer Live-Aufnahme des Podcasts „Debatte in Sachsen“ von LVZ und SZ die Publizistin Anne Rabe, der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, der Schriftsteller Ingo Schulze und der Kabarettist Philipp Schaller darüber diskutiert. Die Veranstaltung fand am 10. September statt, also nur wenige Tage nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Das ist der Mitschnitt des Live-Podcasts.
1 Stunde 14 Minuten
Die Kritik an der Presse hat in Deutschland eine zuvor ungekannte Heftigkeit erreicht. Zum Bestseller wurde das Buch „Links-grüne Meinungsmacht: Die Spaltung unseres Landes“ der jungen und konservativen ARD-Journalistin Julia Ruhs. Für den Podcast „Debatte in Sachsen“ diskutiert sie in der Dresdner Frauenkirche mit der MDR-Journalistin und Sachsen-Vorsitzenden des Deutschen Journalistenverbandes Ine Dippmann sowie Professor Lutz Hagen, Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden. Julia Ruhs kritisiert im Podcast, der Anfang März aufgezeichnet wurde, dass man ihrer eigenen Sendung „Klar“ unterstelle, sie habe eine konservative politische Tendenz, was im Öffentlich-Rechtlichen aber nicht sein solle. „Da muss ich sagen: Ihr habt offenbar nicht verstanden, dass es im Universum des Öffentlich-Rechtlichen auch andere Sendungen gibt, die eben auf der linken Seite eine gewisse Überlast haben.“ Den Vorwurf mancher Kritiker, man habe Julia Ruhs durch die Halbierung der Zahl ihrer Sendungen gecancelt, will Ine Dippmann nicht stehenlassen: „Frau Ruhs hat ein sehr erfolgreiches Buch geschrieben. Sie moderiert im Bayerischen Rundfunk weiter. Sie hat eine Debatte angestoßen und deutschlandweit für Diskussionen gesorgt. Und das macht für mich Journalismus aus, dass wir streiten und kämpfen, auch um den richtigen Weg.“ Aus medienwissenschaftlicher Sicht merkt Lutz Hagen an: „Das politische Meinungsbild der Journalistinnen und Journalisten in Deutschland ist im Vergleich zur Bevölkerung nach links verschoben. Das ist in fast allen westlichen Demokratien so.“ Die entscheidende Frage aber sei eine andere, nämlich: Spiegelt sich das auch in den Inhalten wider? Die Antwort darauf gibt es in dieser Folge "Debatte in Sachsen".
1 Stunde 11 Minuten
In der Diskussion um die Russlandreise mehrerer AfD-Politiker inklusive des sächsischen Parteichefs Jörg Urban hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner einen klaren Verdacht geäußert. „Wenn AfD-Politiker nach Russland reisen, tun sie das, weil sie dann den besuchen, in dessen Auftrag sie gern tätig sind“, sagte der 66-Jährige bei einem Debattenabend von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung am Donnerstag in der Dresdner Frauenkirche. „Die haben mit Demokratie nichts am Hut, lassen sich aber schmieren von Chinesen und Russen“, so Stegner. In der aktuellen Folge der Podcast-Reihe wurde zu der Frage diskutiert: Kann Europa in der Ukraine Frieden schaffen ohne Waffen? Neben Ralf Stegner waren auch Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt dabei, die Ukrainerin und Antidiskriminierungsbeauftragte des Freistaats Sachsen Natalija Bock, sowie Sachsens Oberlandeskirchenrat i.R. Harald Bretschneider, der neben dem gestorbenen Friedrich Schorlemmer eine leitende Figur der kirchlichen Friedensbewegung in der DDR war.
1 Stunde 8 Minuten
Dreieinhalb Jahrzehnte nach dem Mauerfall ist die DDR lebendig wie lange nicht in gesellschaftlichen Debatten, im Wahlkampf, in Gesprächen unter Familienmitgliedern und Freunden. Im Podcast „Debatte in Sachsen“ streiten die Autorin Ines Geipel und die Filmemacherin Grit Lemke darüber, welche Prägungen der DDR sich bis heute fortsetzen und wie diese sich auswirken – etwa in den Wahlergebnissen für die AfD.
56 Minuten
Erst durch eine Recherche der Sächsischen Zeitung wurde breiter bekannt: Der bis heute in Dresden hochgeehrte "Feuerzangenbowle"-Star Erich Ponto hat bei vielen NS-Propagandafilmen mitgewirkt, auch im antisemitischen Hetzfilm "Die Rothschilds". Warum blieb das so lange unterm Tisch? Beim Podcast-Festival "Leipzig lauscht" ist darüber in einer Live-Ausgabe von "Debatte in Sachsen" diskutiert worden. Die Gäste sind der Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Joachim Klement, und der Leipziger Historiker Andreas Kötzing vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung. Klement stellt in der Diskussion heraus: Auch "weil Ponto so lange unangefochten als große Persönlichkeit in Dresden und darüber hinaus wahrgenommen wurde", sei der Fall mutmaßlich so lange Zeit nicht publik geworden. Schon 1990 sei Ponto zum Ehrenmitglied des Staatsschauspiels ernannt worden. Dem schließt sich der Historiker Andreas Kötzing vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an. "Nachdem Erich Ponto 1957 gestorben war, wurde er sogar in der DDR in Nachrufen gewürdigt", so der Historiker. "Es hieß, er habe eine integre Haltung gegen den Nationalsozialismus eingenommen und sich nicht korrumpieren lassen. Das wirkt lange nach." Diese Würdigung sei ziemlich verwunderlich, "weil man ansonsten der DDR sich eigentlich nicht davor gescheut hat, mit dem Finger auf die Altnazis in der Bundesrepublik zu zeigen". Wie sollten die Stadt Dresden, das Staatsschauspiel, aber auch andere Orte mit diesem oder einem vergleichbaren Fall umgehen? Denn klar sei, darüber sind sich die Diskutierenden einig, Ponto ist kein Ausnahmefall.
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Über diesen Podcast

Was beschäftigt die Sachsen am meisten? Worüber wird in dem Bundesland am leidenschaftlichsten debattiert? Das bilden wir intensiv ab – im Podcast "Debatte in Sachsen": Oliver Reinhard, stellvertretender Ressortleiter Feuilleton bei Sächsische.de, lädt regelmäßig Expertinnen, Experten und Betroffene ein. Zum Schlagabtausch ihrer unterschiedlichen Meinungen und Argumente zu den relevanten Themen der Gegenwart. Klar in der Sache, aber fair und konstruktiv. Es geht um unsere Zukunft. Und um unser Miteinander. Auch in Sachsen. "Debatte in Sachen". Der Podcast für alle, die eine Meinung haben.
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„Debatte in Sachsen“

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