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Episoden
05.06.2026
2 Stunden 15 Minuten
Im Februar 2025 schreibt Félix Tshisekedi, Präsident der Demokratischen Republik Kongo, einen Brief an Donald Trump, mit einem Angebot: Zugang zu den Kobalt-, Coltan- und Kupfervorkommen seines Landes im Gegenzug für amerikanische Sicherheitsgarantien im andauernden Kampf mit den M23-Rebellen im Osten des Landes. Ein Rohstoffe-gegen-Schutz-Deal, der wenige Monate später als Washington Accords unterzeichnet wird und damit die Frage, wem der Boden des ansonsten international wenig beachteten Kongo eigentlich gehört, schlagartig wieder in die Mitte der Weltpolitik rückt. Dabei folgt der neue Deal mit Trump eigentlich nur einem sehr alten Muster, das sich im Kongo über die letzten 140 Jahre etabliert hat: Große, oft vage Versprechen aus dem Ausland im Austausch für die realen Rohstoffe des Kongo. Diese Reihe widmet sich der Geschichte, die zu dem Deal geführt hat, sowie seiner Gegenwart und damit der heutigen Demokratischen Republik Kongo wie dem internationalen und nationalen Ringen um ihre Rohstoffe. Einem Ort, der politisch und medial wenig betrachtet wird - als die vermeintliche globale Peripherie -, der aber gleichzeitig nicht nur überladen ist mit allerlei Symbolik, sondern real eigentlich schon immer einer der Knotenpunkte der Weltpolitik ist: über die Kolonialgeschichte, den Kalten Krieg bis hin zur heutigen Energiewende. Folge eins legt das historische Fundament. Von der Berliner Konferenz 1884, auf der Leopold II. den Kongo zugesprochen bekommt, über die belgische Kolonialherrschaft und die Ermordung Patrice Lumumbas bis zu Mobutus drei Jahrzehnten Kleptokratie und den Kongokriegen. Eine Folge über die Frage, wie ein Land so systematisch arm geblieben ist - obwohl, oder eher: weil es auf einem der größten Rohstoffvorkommen der Welt sitzt. ------------------------------------------------------------------------------ Ihr könnt dieses Podcast finanziell unterstützen, via: Überweisung an: Mick Klöcker ING-Diba IBAN DE17 5001 0517 5446 1036 89 Paypal an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über steadyhq.com: Neben der Spur https://steadyhq.com/de/neben-der-spur/ ------------------------------------------------------------------------------ Produktion, Recherche und Moderation: Mick Klöcker Feedback, Anregungen und Kritik an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über Twitter: @NDS_mk1 Besonderer Dank für künstlerische, musikalische, technische und freundschaftliche Unterstützung an: Musik: Joscha @gruneWav Logo: Danny @Dann_____y
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12.05.2026
2 Stunden 2 Minuten
Ende März diesen Jahres kommt der syrische Übergangspräsident al-Shaara zum ersten Mal nach Berlin, inklusive großem Empfang und gemeinsamer Pressekonferenz bei der es um die Vorstellung eines gemeinsamen deutsch-syrischen-Aktionsplanes gehen soll: um Wiederaufbau, wirtschaftliche Kooperation und politischen Austausch. Nach dem Treffen geht es aber vor allem um einen Satz, den Merz fast beiläufig in den Raum wirft, der seitdem aber hunderttausende Syrerinnen hier und auch die Frage des syrischen Wiederaufbaus massiv belastet. Knapp dreißig Wörter: 80 % der in Deutschland lebenden Bürgerinnen sollten in den folgenden 3 Jahren in ihre ehemalige Heimat zurückkehren. Als vermeintlich gewohnter Merz „Ausrutscher“ ist die Aussage schnell wieder aus dem öffentlichen Blickfeld verschwunden, aber sie ist deutlich mehr als das, denn sie formuliert eine Erwartung, die nicht nur mit Syrien verbunden ist, sondern längst zur Realität europäischer Entwicklungspolitik geworden ist, deren Unterordnung und Instrumentalisierung im Sinne der Migrationspolitik. Diese Folge kehrt daher nach Syrien zurück, um die aktuelle Lage zu beschreiben und zu Fragen, was Syrien nun eigentlich braucht, um dann kritisch einzuordnen, was es tatsächlich bekommt: eine deutsche und europäische Hilfspolitik mit widersprüchlichen Signalen, die vor allem innenpolitische Narrative bedient, während Entwicklungspolitische Ziele zunehmend durch Migrationspolitische ersetzt werden. Eine Folge über Syrien, seine politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, wie Deutschland, die „Trumpisierung“ der CDU, die Mechanismen der europäischen Festungspolitik und was das für die Zukunft der Entwicklungspolitik bedeutet. betrachtet daher beispielhaft die aktuelle Lage in Syrien und was die Verschmelzung von Entwicklungs- und Migrationspolitik theoretisch wie praktisch bedeutet. ------------------------------------------------------------------------------ Zeit Online: Nichts als Staub, Schrott und Ruinen https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-11/syrien-harasta-damaskus-lebensbedingungen-stadt ------------------------------------------------------------------------------ Ihr könnt dieses Podcast finanziell unterstützen, via: Überweisung an: Mick Klöcker ING-Diba IBAN DE17 5001 0517 5446 1036 89 Paypal an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über steadyhq.com: Neben der Spur https://steadyhq.com/de/neben-der-spur/ ------------------------------------------------------------------------------ Produktion, Recherche und Moderation: Mick Klöcker Feedback, Anregungen und Kritik an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über Twitter: @NDS_mk1 Besonderer Dank für künstlerische, musikalische, technische und freundschaftliche Unterstützung an: Musik: Joscha @gruneWav Logo: Danny @Dann_____y
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01.04.2026
2 Stunden 15 Minuten
Fünf Wochen Krieg. Eine der größten Luftkampagnen der Geschichte. Dutzende betroffene Staaten. Die Straße von Hormus de facto geschlossen. Panik auf den internationalen Energiemärkten. Und doch: Das Regime in Teheran steht weiterhin und niemand weiß so genau, wie das enden soll. Diese Folge versucht daher das, was im medialen Dauerfeuer der letzten Wochen nur allzu leicht untergeht: den Weg zu diesem Krieg nachzuzeichnen, die Motivationen der Akteure zu verstehen, ebenso wie die möglichen Folgen und eine aktuelle Historie vom Weg in diesen Krieg bis über ihn hinaus darzustellen. Inklusive der entscheidenden Fragen: Wer schiebt hier eigentlich wen? Hat Netanyahu die USA erneut in einen Krieg geführt? Was bleibt von einem Atomprogramm, das man für zerstört erklärt hat? Warum bricht ein Regime nicht, das man schon für erledigt hielt? Und was bedeutet dieser Krieg für eine internationale Ordnung, die ohnehin schon unter Druck steht – und für eine Weltwirtschaft, die die Folgen gerade erst zu spüren beginnt? Eine lange Aufarbeitung zu einem Krieg, der lange noch nicht zu Ende sein könnte. ------------------------------------------------------------------------------ Ihr könnt dieses Podcast finanziell unterstützen, via: Überweisung an: Mick Klöcker ING-Diba IBAN DE17 5001 0517 5446 1036 89 Paypal an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über steadyhq.com: Neben der Spur https://steadyhq.com/de/neben-der-spur/ ------------------------------------------------------------------------------ Produktion, Recherche und Moderation: Mick Klöcker Feedback, Anregungen und Kritik an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über Twitter: @NDS_mk1 Besonderer Dank für künstlerische, musikalische, technische und freundschaftliche Unterstützung an: Musik: Joscha @gruneWav Logo: Danny @Dann_____y
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06.03.2026
2 Stunden 35 Minuten
In Teil zwei zu Geschichte und Zukunft Venezuelas geht es diesmal um den Weg ab dem Aufbruch der Fünften Republik unter Chávez. von der Revolution und ihren Widersprüchen, über den Kollaps unter Maduro und ein Sanktionsregime, das ein ganzes Land in die Knie zwingt, bis hin zu Trumps Operation Absolute Resolve Anfang 2026. Mit der nicht nur die politische Geschichte Maduros endet, sondern die auch beispielhaft ist für den neuen Modus amerikanischer Machtprojektion, der längst weit über Venezuelas Grenzen hinaus wirkt. Warum scheitert ein Land mit den größten Ölreserven der Welt trotz enormer Ressourcen und breiter gesellschaftlicher Unterstützung? Wie wird aus einer sozialen Revolution ein autoritäres Regime – und aus einem autoritären Regime wieder ein Vasallenstaat? Und vor allem: Was passiert eigentlich mit einem Land, das versucht, die Souveränität über seine Ressourcen zurückzugewinnen, in einer Weltordnung, gegen die es sich konstant behaupten muss? Teil 2 von 2 – Von Chávez, über das Sanktionsregime, zurück in die Abhängigkeit ------------------------------------------------------------------------------ Ihr könnt dieses Podcast finanziell unterstützen, via: Überweisung an: Mick Klöcker ING-Diba IBAN DE17 5001 0517 5446 1036 89 Paypal an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über steadyhq.com: Neben der Spur https://steadyhq.com/de/neben-der-spur/ ------------------------------------------------------------------------------ Produktion, Recherche und Moderation: Mick Klöcker Feedback, Anregungen und Kritik an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über Twitter: @NDS_mk1 Besonderer Dank für künstlerische, musikalische, technische und freundschaftliche Unterstützung an: Musik: Joscha @gruneWav Logo: Danny @Dann_____y
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29.01.2026
1 Stunde 55 Minuten
Nicolás Maduros Herrschaft in Venezuela ist vorbei, beendet durch die Trump Administration und einen Einsatz der Delta Force. Ein plötzliches Finale der Monate langen US-Aggression vor Venezuela Küsten. Womit das Land nun vor einer neuen, noch unklaren politischen und wirtschaftlichen Phase und vielen noch offenen Fragen steht. Fragen die medial bisher vor allem auf Donald Trump fokussierten, vor allem: Was hat er sich dabei gedacht? Und was hat er nun vor mit dem Land und darüber hinaus? Fragen die ohne Zweifel von Bedeutung sind, dabei bleiben jedoch grundsätzlichere Fragen bisher zumeist unbeantwortet und ungestellt. Allen voran, warum Venezuela? Warum ist in dem Land möglich, was andernorts nicht möglich scheint? Und warum fokussieren sich die USA, nicht erst seit Trump so stark auf die politische Entwicklung des Landes? Die Antwort liegt nicht allein in den Entscheidungen der Trump-Administration, sondern in einer über zweihundertjährigen Geschichte wechselseitiger Verflechtung und struktureller Abhängigkeit. Diese Folge analysiert diese Kontinuitäten, die Venezuela vom kolonialen Extraktivismus bis zur heutigen Krise prägen. Vom Kakao-Boom des 18. Jahrhunderts über Unabhängigkeit und den Ölrausch der 1920er Jahre bis zum scheinbar demokratischen Punto Fijo-System und dessen Ende. Eine Geschichte vor allem geprägt durch Ressourcenextraktion für externe Märkte, größten Reichtum, die Herausforderungen damit umzugehen und eine Pfadabhängigkeit, die die USA und Venezuela über die Jahrhunderte immer enger miteinander verbanden, sowohl als Partner als auch Antagonisten. Eine politökonomische Analyse der strukturellen Bedingungen, die Venezuelas gegenwärtige Krise und seine besondere Beziehung zu den USA erst ermöglichten. Teil 1 von 2 – Die historischen Grundlagen. Nächste Folge: Chávez, der Bolivarianismus und die Eskalation. ------------------------------------------------------------------------------ Ihr könnt dieses Podcast finanziell unterstützen, via: Überweisung an: Mick Klöcker ING-Diba IBAN DE17 5001 0517 5446 1036 89 Paypal an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über steadyhq.com: Neben der Spur https://steadyhq.com/de/neben-der-spur/ ------------------------------------------------------------------------------ Produktion, Recherche und Moderation: Mick Klöcker Feedback, Anregungen und Kritik an: Mick.Kloecker@gmx.de oder über Twitter: @NDS_mk1 Besonderer Dank für künstlerische, musikalische, technische und freundschaftliche Unterstützung an: Musik: Joscha @gruneWav Logo: Danny @Dann_____y
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Über diesen Podcast
Außenpolitik-Podcast: Krieg in Europa, Energietransformation in
Südamerika, politisches Erstarken Afrikas. Es ist viel los in der
Welt, aber oft verweilt der mediale Blick nur kurz und
Informationen fliegen nur so an uns vorbei. Höchste Zeit also,
hintergründiger und reflektiert über internationale Politik und
Entwicklungen zu sprechen. Ohne den Anspruch von Vollständigkeit, -
aber, wie der Name verspricht - mit Blick für randständige
internationale Themen und mit Begeisterung für Geschehnisse auf den
großen, wie kleinen Weltbühnen.
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