Stufen.aufs.Ohr Archiv
168 Episoden
1 Minute
Wir alle haben Ressourcen, die wir einsetzen können und sollen. Sie sind sehr vielseitig und reichen von Begabungen, über Wissen, materielle Mittel, Beziehungen bis hin zu Zeit.
Im Laufe unseres Lebens kann es auch Veränderungen geben. Entweder weil ich neue Begabungen entdecke oder mein Wissen erweitere, aber auch, weil vielleicht meine körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, ich aber dafür mehr Einfühlungsvermögen und Zeit für Gebet für andere aufbringe.
Alle Ressourcen haben gemeinsam, dass sie einen begrenzten Umfang haben. Gerade bei Zeit und Geld stoßen wir immer wieder an diese Begrenzung. Und damit müssen wir entscheiden, wo und wie wir sie verwenden.
Jesus erzählt in Matt. 25 ein Gleichnis von einem Mann, der ins Ausland reist und seinen Dienern sein Vermögen anvertraut. Zwei der Diener handeln mit dem Anvertrauten, können dieses verdoppeln und der Herr lobt sie dafür. Der dritte Diener vergräbt das Geld und kann deshalb keinen Zuwachs vorweisen. Dies kritisiert der Herr nach seiner Rückkehr sehr stark.
Was schließe ich aus diesem Gleichnis?
Grundsätzlich sollte ich mir bewusst sein, dass mir meine Ressourcen nur anvertraut sind. Sie sind nicht meins. Für andere mag dieser Unterschied nicht zu erkennen sein, aber es geht – wie so oft in unserer Beziehung zu Gott – um die Haltung und um die Ehrlichkeit mir selbst und Gott gegenüber. Fühlt es sich für mich an, als müsste ich etwas von mir hergeben oder setze ich das Anvertraute ein? Ist das oberste Ziel die Vermehrung des Reichtums meines Herrn oder möchte ich eher etwas für mich, mein Ego erreichen? Will ich möglichst genau bestimmen, wie mein Geld oder meine Gaben eingesetzt werden oder bin ich bereit loszulassen.
Ich würde mir wünschen, dass Gott mir konkreter zeigt, was gerade am wichtigsten ist. Aber oft ist es eher wie im Gleichnis: Der Mann, der ins Ausland verreist ist, ist nicht erreichbar für Rückfragen und es liegt in meiner Verantwortung, mit dem Anvertrauten in seinem Sinn umzugehen.
Wir erfahren im Gleichnis nicht, wie die erfolgreichen Diener die Vermehrung schaffen. Das Geheimnis hinter Wachstum und Vervielfältigung bleibt verborgen. Das Wesentliche scheint zu sein, das Anvertraute einzusetzen. Die große Kritik bezieht sich darauf, Gaben zu vergraben.
Ich soll meinen Verstand und mein Herz nutzen, um zu entscheiden, was und wofür ich mich gerade einsetze. Ich darf darauf vertrauen, dass Leiter und Leiterinnen die Weisheit haben, Mittel richtig zu priorisieren. Und ich glaube daran, dass Gott alle Möglichkeiten hat mich und andere in die richtige Richtung zu leiten, wenn ich meine Schwerpunkte falsch legen würde.
Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt mit unseren Talenten zu wuchern.
Eure Christine Sommer
Im Laufe unseres Lebens kann es auch Veränderungen geben. Entweder weil ich neue Begabungen entdecke oder mein Wissen erweitere, aber auch, weil vielleicht meine körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, ich aber dafür mehr Einfühlungsvermögen und Zeit für Gebet für andere aufbringe.
Alle Ressourcen haben gemeinsam, dass sie einen begrenzten Umfang haben. Gerade bei Zeit und Geld stoßen wir immer wieder an diese Begrenzung. Und damit müssen wir entscheiden, wo und wie wir sie verwenden.
Jesus erzählt in Matt. 25 ein Gleichnis von einem Mann, der ins Ausland reist und seinen Dienern sein Vermögen anvertraut. Zwei der Diener handeln mit dem Anvertrauten, können dieses verdoppeln und der Herr lobt sie dafür. Der dritte Diener vergräbt das Geld und kann deshalb keinen Zuwachs vorweisen. Dies kritisiert der Herr nach seiner Rückkehr sehr stark.
Was schließe ich aus diesem Gleichnis?
Grundsätzlich sollte ich mir bewusst sein, dass mir meine Ressourcen nur anvertraut sind. Sie sind nicht meins. Für andere mag dieser Unterschied nicht zu erkennen sein, aber es geht – wie so oft in unserer Beziehung zu Gott – um die Haltung und um die Ehrlichkeit mir selbst und Gott gegenüber. Fühlt es sich für mich an, als müsste ich etwas von mir hergeben oder setze ich das Anvertraute ein? Ist das oberste Ziel die Vermehrung des Reichtums meines Herrn oder möchte ich eher etwas für mich, mein Ego erreichen? Will ich möglichst genau bestimmen, wie mein Geld oder meine Gaben eingesetzt werden oder bin ich bereit loszulassen.
Ich würde mir wünschen, dass Gott mir konkreter zeigt, was gerade am wichtigsten ist. Aber oft ist es eher wie im Gleichnis: Der Mann, der ins Ausland verreist ist, ist nicht erreichbar für Rückfragen und es liegt in meiner Verantwortung, mit dem Anvertrauten in seinem Sinn umzugehen.
Wir erfahren im Gleichnis nicht, wie die erfolgreichen Diener die Vermehrung schaffen. Das Geheimnis hinter Wachstum und Vervielfältigung bleibt verborgen. Das Wesentliche scheint zu sein, das Anvertraute einzusetzen. Die große Kritik bezieht sich darauf, Gaben zu vergraben.
Ich soll meinen Verstand und mein Herz nutzen, um zu entscheiden, was und wofür ich mich gerade einsetze. Ich darf darauf vertrauen, dass Leiter und Leiterinnen die Weisheit haben, Mittel richtig zu priorisieren. Und ich glaube daran, dass Gott alle Möglichkeiten hat mich und andere in die richtige Richtung zu leiten, wenn ich meine Schwerpunkte falsch legen würde.
Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt mit unseren Talenten zu wuchern.
Eure Christine Sommer
1 Minute
Vor zwei Wochen habe ich das minimalistischste Bodenbild von Stufen des Lebens gesehen.
Auf einer blauen Baumatte lag ein Holzstöckchen und sonst nichts. Also superminimalistisch. Damit stiegen wir in den Männerkurs ein mit dem Thema: „Ist das Leben eine Baustelle?“ Entwickelt von einem Mann, unterstützt von einigen anderen. Premiere mit 16 Männern.
Die Bodenbildbeschreibung fiel kurz aus. Das Nachsinnen umso länger.
Christoph Wiemann, der Entwickler dieses Kurses zum Nehemiabuch, fügte nach einiger Zeit des Rätselns links des Stöckchens eine Jahreszahl, 1964, hinzu und rechts vom Stöckchen die ersten beiden Ziffern einer zweiten Jahreszahl 2 und 0.
Da fiel bei allen der Groschen. Das Holzstöckchen steht für den Bindestrich zwischen dem Geburtsjahr und dem noch offenen Todesjahr. Bei Stufen des Lebens geht es immer um uns selbst. Was macht das mit mir, wenn ich mich meinem Bindestrich zuwende. Also meinem bisher schon gelebten Leben und dem, was noch vor mir liegt. Von dem ich nicht weiß, wie lange es noch währen wird. Wir fragen nach uns selbst. Nach dem, was wir bereits gelebt haben, das Schöne und das Schwere. Wir fragen, wozu wir da sind. Haben wir eine Bestimmung? Was würde fehlen, wenn unsere Stimme fehlen würde?
Zwei Jahreszahlen mit einem Bindestrich dazwischen. So knapp kann ein Leben umschrieben werden. So steht es auf Grabkreuzen und Grabsteinen. Zum Bindestrich des gelebten Lebens steht nichts auf dem Grab.
Als Pfarrer habe ich viele Menschen bestattet. Immer versuche ich dann den Bindestrich des Lebens in der Horizontale mit einem Bindestrich senkrecht dazu zu ergänzen. Das ergibt ein Kreuz. So wird ja das Todesjahr auf den Grabsteinen angezeigt. Mich bewegt, was das Kreuz von Jesus mit dem Verstorbenen zu tun hatte. Ich will unsere begrenzte Zeit mit der Ewigkeit Gottes in einen Dialog bringen. Das Kreuz steht beim Todestag.
Beim Tag der Geburt dagegen steht ein Stern. Das erinnert mich. Bei einem Neugeborenen sagt man: sie oder er hat das Licht der Welt erblickt. Könnte der Stern beim Geburtstag nicht auch sagen: Mit deiner Geburt ist ein Stern aufgegangen. Du hast ein Licht in die Welt gebracht. So möchte ich mein Leben und das der anderen anschauen. Welcher Stern ist mit dir und mit mir in die Welt gekommen? Über deinem und meinem Stern sehe ich den Stern von Bethlehem. Der ist uns allen aufgegangen.
Trag in die Welt nun dein Licht und sei herzlich gegrüßt
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
Auf einer blauen Baumatte lag ein Holzstöckchen und sonst nichts. Also superminimalistisch. Damit stiegen wir in den Männerkurs ein mit dem Thema: „Ist das Leben eine Baustelle?“ Entwickelt von einem Mann, unterstützt von einigen anderen. Premiere mit 16 Männern.
Die Bodenbildbeschreibung fiel kurz aus. Das Nachsinnen umso länger.
Christoph Wiemann, der Entwickler dieses Kurses zum Nehemiabuch, fügte nach einiger Zeit des Rätselns links des Stöckchens eine Jahreszahl, 1964, hinzu und rechts vom Stöckchen die ersten beiden Ziffern einer zweiten Jahreszahl 2 und 0.
Da fiel bei allen der Groschen. Das Holzstöckchen steht für den Bindestrich zwischen dem Geburtsjahr und dem noch offenen Todesjahr. Bei Stufen des Lebens geht es immer um uns selbst. Was macht das mit mir, wenn ich mich meinem Bindestrich zuwende. Also meinem bisher schon gelebten Leben und dem, was noch vor mir liegt. Von dem ich nicht weiß, wie lange es noch währen wird. Wir fragen nach uns selbst. Nach dem, was wir bereits gelebt haben, das Schöne und das Schwere. Wir fragen, wozu wir da sind. Haben wir eine Bestimmung? Was würde fehlen, wenn unsere Stimme fehlen würde?
Zwei Jahreszahlen mit einem Bindestrich dazwischen. So knapp kann ein Leben umschrieben werden. So steht es auf Grabkreuzen und Grabsteinen. Zum Bindestrich des gelebten Lebens steht nichts auf dem Grab.
Als Pfarrer habe ich viele Menschen bestattet. Immer versuche ich dann den Bindestrich des Lebens in der Horizontale mit einem Bindestrich senkrecht dazu zu ergänzen. Das ergibt ein Kreuz. So wird ja das Todesjahr auf den Grabsteinen angezeigt. Mich bewegt, was das Kreuz von Jesus mit dem Verstorbenen zu tun hatte. Ich will unsere begrenzte Zeit mit der Ewigkeit Gottes in einen Dialog bringen. Das Kreuz steht beim Todestag.
Beim Tag der Geburt dagegen steht ein Stern. Das erinnert mich. Bei einem Neugeborenen sagt man: sie oder er hat das Licht der Welt erblickt. Könnte der Stern beim Geburtstag nicht auch sagen: Mit deiner Geburt ist ein Stern aufgegangen. Du hast ein Licht in die Welt gebracht. So möchte ich mein Leben und das der anderen anschauen. Welcher Stern ist mit dir und mit mir in die Welt gekommen? Über deinem und meinem Stern sehe ich den Stern von Bethlehem. Der ist uns allen aufgegangen.
Trag in die Welt nun dein Licht und sei herzlich gegrüßt
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
3 Minuten
Jetzt sind wir so in der nachpfingstlichen Zeit und ich frage mich: wie zeigt sich der Heilige Geist in unserem Alltag?
An Pfingstmontag wird hier im Heidelberger Norden jedes Jahr ein ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienstgefeiert. Ich mag das gerne: ökumenisch, sich gemeinsam erinnern an die Zusage Gottes: Du bist mein geliebtes Kind. Ich bin bei dir! Der Pfarrer forderte uns auf, sich zu erinnern, sich bewusst zu machen: auch unabhängig von der Taufe: wo habe ich ganz tief gespürt: Gott sieht mich, nennt mich bei MEINEM Namen?
Können Sie sich, könnt Ihr Euch an solche Berührungen Gottes, Berührungen durch den Heiligen Geist erinnern?
Sowohl bei der Konfirmation als auch bei der Hochzeit waren es nicht nur die Worte, sondern eine ganz tiefes inneres Angesprochen Sein. Ich spürte bei der Konfirmation als würde eine Hand auf meiner Schulter liegen, die mir sagt: DU bist gemeint.
Auch bei der Hochzeit spürte ich diese segnende Hand über meinen Mann und mich und erlebte eine ganz tiefe Gemeinschaft als Paar mit dem Heiligen Geist unter der Botschaft: ihr gehört zusammen, egal was kommt.
In Krisenzeiten konnte ich mir immer wieder diese Erfahrung bewusst machen, das half!
Am Tag der Beerdigung, übrigens, war das Losungswort unser Trauspruch aus dem Epheserbrief: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Eine weitere Situation fällt mir ein: neulich wurden 5 ehrenamtliche Klinikseelsorgende in einem wunderschönen Gottesdienst in der Kopfklinik eingeführt und eingesegnet. Es war eine große Freude. Tief im Inneren dachte ich: ach, nach so vielen Jahren der Beauftragung würde ich mir einen auffrischenden Segen für diesen Dienst wünschen. Auf einmal wurden alle Gottesdienstteilnehmenden eingeladen, sich segnen zu lassen. Wie liebevoll weht der Geist Gottes! Es war so berührend, sich mit anderen Kollegen und Kolleginnen, auch mit den Patienten und anderen Gottesdienstbesuchern, unter Gottes liebevollen Segen zu stellen.
In dem oben genannten Tauferinnerungsgottesdienst ließ mich gleichzeitig auch aufhorchen: mit dem Segen ist ein Auftrag verbunden. Wir sind herausgefordert, uns aufzumachen, hinauszugehen, zu hören, zu ermutigen, unseren Gaben entsprechend die Liebe und den Segen Gottes weiterzugeben.
Im Vertrauen auf den Heiligen Geist wünsche ich viele segensreiche Erfahrungen und den Mut des Aufbruchs,
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
An Pfingstmontag wird hier im Heidelberger Norden jedes Jahr ein ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienstgefeiert. Ich mag das gerne: ökumenisch, sich gemeinsam erinnern an die Zusage Gottes: Du bist mein geliebtes Kind. Ich bin bei dir! Der Pfarrer forderte uns auf, sich zu erinnern, sich bewusst zu machen: auch unabhängig von der Taufe: wo habe ich ganz tief gespürt: Gott sieht mich, nennt mich bei MEINEM Namen?
Können Sie sich, könnt Ihr Euch an solche Berührungen Gottes, Berührungen durch den Heiligen Geist erinnern?
Sowohl bei der Konfirmation als auch bei der Hochzeit waren es nicht nur die Worte, sondern eine ganz tiefes inneres Angesprochen Sein. Ich spürte bei der Konfirmation als würde eine Hand auf meiner Schulter liegen, die mir sagt: DU bist gemeint.
Auch bei der Hochzeit spürte ich diese segnende Hand über meinen Mann und mich und erlebte eine ganz tiefe Gemeinschaft als Paar mit dem Heiligen Geist unter der Botschaft: ihr gehört zusammen, egal was kommt.
In Krisenzeiten konnte ich mir immer wieder diese Erfahrung bewusst machen, das half!
Am Tag der Beerdigung, übrigens, war das Losungswort unser Trauspruch aus dem Epheserbrief: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Eine weitere Situation fällt mir ein: neulich wurden 5 ehrenamtliche Klinikseelsorgende in einem wunderschönen Gottesdienst in der Kopfklinik eingeführt und eingesegnet. Es war eine große Freude. Tief im Inneren dachte ich: ach, nach so vielen Jahren der Beauftragung würde ich mir einen auffrischenden Segen für diesen Dienst wünschen. Auf einmal wurden alle Gottesdienstteilnehmenden eingeladen, sich segnen zu lassen. Wie liebevoll weht der Geist Gottes! Es war so berührend, sich mit anderen Kollegen und Kolleginnen, auch mit den Patienten und anderen Gottesdienstbesuchern, unter Gottes liebevollen Segen zu stellen.
In dem oben genannten Tauferinnerungsgottesdienst ließ mich gleichzeitig auch aufhorchen: mit dem Segen ist ein Auftrag verbunden. Wir sind herausgefordert, uns aufzumachen, hinauszugehen, zu hören, zu ermutigen, unseren Gaben entsprechend die Liebe und den Segen Gottes weiterzugeben.
Im Vertrauen auf den Heiligen Geist wünsche ich viele segensreiche Erfahrungen und den Mut des Aufbruchs,
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
1 Minute
Zwei Tage haben wir den Heilgen Geist und den Geburtstag der Kirche gefeiert. Für mich selbst ist Pfingsten ganz wichtig, weil es an einem Pfingstfest war, dass der Heilige Geist mich gefunden und zu Jesus und zum Vater gebracht hat. Unermüdlich war der Geist Gottes unterwegs auf der Suche nach mir.
Wer ist der Heilige Geist und was tut er? Es sind Dinge, die für uns unmöglich sind, wo wir nur noch Flehen und Schreien können: “Komm herab o heilger Geist.“ Ein 800 Jahre altes Gebet hat es mir angetan. Was der Heilige Geist ist und was er tut, wird darin aufgezählt. In der Vertonung durch Frieder Gutscher will ich es singen:
Komm herab o Heilger Geist, der die dunkle Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Komm der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit. Gast, der Herz und Sinn erfreut. Köstlich Labsal in der Not. In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.
Komm O du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht dring bis in der Seele Grund. Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist wasche rein. Dürrem gieße Leben ein. Heile du, wo Krankheit quält. Wärme du was kalt und hart, löse was in sich erstarrt, lenke was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit. Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.
Amen Halleluja.
Ihre und eure Traudel Krause
Wer ist der Heilige Geist und was tut er? Es sind Dinge, die für uns unmöglich sind, wo wir nur noch Flehen und Schreien können: “Komm herab o heilger Geist.“ Ein 800 Jahre altes Gebet hat es mir angetan. Was der Heilige Geist ist und was er tut, wird darin aufgezählt. In der Vertonung durch Frieder Gutscher will ich es singen:
Komm herab o Heilger Geist, der die dunkle Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Komm der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit. Gast, der Herz und Sinn erfreut. Köstlich Labsal in der Not. In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.
Komm O du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht dring bis in der Seele Grund. Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist wasche rein. Dürrem gieße Leben ein. Heile du, wo Krankheit quält. Wärme du was kalt und hart, löse was in sich erstarrt, lenke was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit. Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.
Amen Halleluja.
Ihre und eure Traudel Krause
1 Minute
Letzte Woche war ich auf dem Katholikentag in Würzburg und bin noch ganz erfüllt von den vielen Begegnungen an unserem Stand auf der Kirchenmeile, an dem wir mit Menschen über unsere Kurse ins Gespräch kamen.
Mit unserem Glücksrad luden wir jeden - klein und groß - ein, zu entdecken, welcher Segen aus den biblischen Geschichten in unser Leben fließt.
So manches Gesicht zieht noch durch meine Gedanken, manches Lächeln, manche Träne und manches Gespräch, das ganz ehrlich und tief war.
Heute morgen mit dem Blick auf Pfingsten - auch der Geburtstag der Kirche genannt - sehe ich die vielen Menschen, die sich zu diesem „Kirchen-Fest“ versammelt hatten unter dem Motto „Habe Mut, steh auf“. Beides passt so sehr zu dem, auf das wir nun zugehen und in einigen Tagen feiern werden.
Viele verschiedene Menschen kamen damals in Jerusalem zusammen. Jeder davon mit seinem persönlichen „Lebenspäckchen“, seiner Sehnsucht, seiner Suche nach Gemeinschaft, Hoffnung, Erlösung in einer Welt, die sicherlich nicht leichter zu tragen war als unsere heute.
Die Jünger mit wenig Mut im Herzen, versammelt in ihrem „Obergemach“. Wartend, was kommen wird.
Und dann kam der, den Jesus versprochen hatte:
Es kam der Geist Gottes. Es kam der, der bleiben wird und nicht wieder gehen wird, der uns belebt und der uns tröstet - so hatte es Jesus seinen Jüngern versprochen.
Der Geist kam, in einem Brausen, erfüllte die Jünger und sie hatten Mut, Kraft und Freude und standen auf, verließen ihr Haus, um von dem zu erzählen, das sie erlebt und erkannt hatten - von Jesus Christus, der Auferstehung und dem Leben.
Bis heute erleben wir das: Der Geist Gottes kommt.
Manchmal säuselnd wie bei Elia in der Höhle: sanft und zart, Wunden versorgend, dass wir wieder Lebensmut bekommen.
Manchmal brausend und aufwühlend, wie damals bei den Jüngern: alles steht Kopf und wir können nicht anders, als zu bekennen: Jesus ist Herr!
Manchmal mitten im Alltag mit einem kurzen Satz, der Situationen sprengen kann, ohne dass Beziehungen gesprengt werden.
Manchmal mit Entspannung, weil ich wieder entdecke: ER ist der Herr, der HERR, der mich sucht, der mich findet, der mich stärkt, der mich hält, der mich versorgt und ich MUSS NICHT…
Wo der Geist Gottes ist, lesen wir im Galaterbrief, da ist Freiheit, da ist Liebe, da ist Geduld, da ist Selbstbeherrschung, da ist Freude, Güte, Freundlichkeit, Sanftmut und Friede.
Beim Katholikentag habe ich diesen Frieden und diese Freude in den Begegnungen erlebt: Der Friede zog beim Erzählen von Jesus, beim Segnen der Menschen im Herzen ein und ich hoffe und bete, dass diese Früchte weiter wachsen und sich vermehren zum Segen vieler - denn das ist Pfingsten: Der Geist ist spürbar und verbreitet die Gute Nachricht hinaus zu allen Menschen.
Ich wünsche uns, dass wir Gottes Geist erleben - vielleicht ganz neu, ganz anders als bisher in diesen Pfingsttagen.
Viele Grüße, Damaris Friedrich
Mit unserem Glücksrad luden wir jeden - klein und groß - ein, zu entdecken, welcher Segen aus den biblischen Geschichten in unser Leben fließt.
So manches Gesicht zieht noch durch meine Gedanken, manches Lächeln, manche Träne und manches Gespräch, das ganz ehrlich und tief war.
Heute morgen mit dem Blick auf Pfingsten - auch der Geburtstag der Kirche genannt - sehe ich die vielen Menschen, die sich zu diesem „Kirchen-Fest“ versammelt hatten unter dem Motto „Habe Mut, steh auf“. Beides passt so sehr zu dem, auf das wir nun zugehen und in einigen Tagen feiern werden.
Viele verschiedene Menschen kamen damals in Jerusalem zusammen. Jeder davon mit seinem persönlichen „Lebenspäckchen“, seiner Sehnsucht, seiner Suche nach Gemeinschaft, Hoffnung, Erlösung in einer Welt, die sicherlich nicht leichter zu tragen war als unsere heute.
Die Jünger mit wenig Mut im Herzen, versammelt in ihrem „Obergemach“. Wartend, was kommen wird.
Und dann kam der, den Jesus versprochen hatte:
Es kam der Geist Gottes. Es kam der, der bleiben wird und nicht wieder gehen wird, der uns belebt und der uns tröstet - so hatte es Jesus seinen Jüngern versprochen.
Der Geist kam, in einem Brausen, erfüllte die Jünger und sie hatten Mut, Kraft und Freude und standen auf, verließen ihr Haus, um von dem zu erzählen, das sie erlebt und erkannt hatten - von Jesus Christus, der Auferstehung und dem Leben.
Bis heute erleben wir das: Der Geist Gottes kommt.
Manchmal säuselnd wie bei Elia in der Höhle: sanft und zart, Wunden versorgend, dass wir wieder Lebensmut bekommen.
Manchmal brausend und aufwühlend, wie damals bei den Jüngern: alles steht Kopf und wir können nicht anders, als zu bekennen: Jesus ist Herr!
Manchmal mitten im Alltag mit einem kurzen Satz, der Situationen sprengen kann, ohne dass Beziehungen gesprengt werden.
Manchmal mit Entspannung, weil ich wieder entdecke: ER ist der Herr, der HERR, der mich sucht, der mich findet, der mich stärkt, der mich hält, der mich versorgt und ich MUSS NICHT…
Wo der Geist Gottes ist, lesen wir im Galaterbrief, da ist Freiheit, da ist Liebe, da ist Geduld, da ist Selbstbeherrschung, da ist Freude, Güte, Freundlichkeit, Sanftmut und Friede.
Beim Katholikentag habe ich diesen Frieden und diese Freude in den Begegnungen erlebt: Der Friede zog beim Erzählen von Jesus, beim Segnen der Menschen im Herzen ein und ich hoffe und bete, dass diese Früchte weiter wachsen und sich vermehren zum Segen vieler - denn das ist Pfingsten: Der Geist ist spürbar und verbreitet die Gute Nachricht hinaus zu allen Menschen.
Ich wünsche uns, dass wir Gottes Geist erleben - vielleicht ganz neu, ganz anders als bisher in diesen Pfingsttagen.
Viele Grüße, Damaris Friedrich
3 Minuten
Kürzlich bin ich an einer Aufforderung der Bibel hängen geblieben: „Seid allezeit fröhlich!“
Da regt sich Widerstand in mir: Wie soll das denn gehen??? Ich kann doch nicht immer fröhlich sein – es gibt genug Situationen im Alltag, die mich nicht zur Freude und zum fröhlich sein animieren!
Ich werde neugierig… will der Freude auf die Spur kommen… und entdecke beim Bibellesen, dass bei Gott viel Freude ist.
ER freut sich riesig, wenn ein Mensch sich Ihm zuwendet, Beziehung mit Ihm leben möchte. Das ist vielleicht Gottes größte Freude!
Und es macht Ihm Freude, wenn wir Ihn um etwas bitten! Er liebt es, uns zu beschenken! Jesus fordert uns direkt auf: „Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen werde!“ Johannes 16,24
Im Nachdenken, was Gott mir schon alles geschenkt hat, fällt mir immer mehr ein - das macht mich dankbar und ich merke, wie aus der Dankbarkeit die Freude wächst.
Gott hat seinen Sohn auf diese Erde geschickt, um uns seine große Liebe durch ihn zu zeigen! Und Jesus bezeugt diese Liebe zu uns in Johannes 15: „Wie der Vater mich geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! …dies alles sage ich aus einem Grund: Euch soll meine Freude erfüllen, damit eure Freude überfließt!“
Vielleicht ist genau das ein Schlüssel für die Freude: in Jesu Liebe zu bleiben!
Seine Liebe immer wieder neu in uns aufzunehmen und darin zu leben!
Ja, mit Jesus zieht Freude in unser Herz ein!!
Ich kann es direkt spüren, wenn ich mit Gott rede, wenn ich Ihm meine Anliegen mitteile oder meinen Dank bringe… wie die Freude und der Friede bei mir einzieht und sich ausbreitet.
Auch in Traurigkeit und notvollen Zeiten können wir uns an Gott und in Ihm freuen in der Gewissheit, dass ER da ist, mitfühlt und Neues schaffen kann und wird!
Die Osterfreude darf immer wieder neu aufleben: wir haben einen auferstandenen HERRN, der lebt – der durch den Heiligen Geist immer da ist, wenn wir ihn einladen in unser Leben, in unseren Alltag – auch in schwere Situationen hinein!
Wir haben einen Gott, der FÜR UNS ist!! Wenn das nicht Grund zur Freude ist!!
Ich wünsche euch gute Entdeckungen mit der Freude!
Herzliche Grüße von Ute Wolf
Da regt sich Widerstand in mir: Wie soll das denn gehen??? Ich kann doch nicht immer fröhlich sein – es gibt genug Situationen im Alltag, die mich nicht zur Freude und zum fröhlich sein animieren!
Ich werde neugierig… will der Freude auf die Spur kommen… und entdecke beim Bibellesen, dass bei Gott viel Freude ist.
ER freut sich riesig, wenn ein Mensch sich Ihm zuwendet, Beziehung mit Ihm leben möchte. Das ist vielleicht Gottes größte Freude!
Und es macht Ihm Freude, wenn wir Ihn um etwas bitten! Er liebt es, uns zu beschenken! Jesus fordert uns direkt auf: „Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen werde!“ Johannes 16,24
Im Nachdenken, was Gott mir schon alles geschenkt hat, fällt mir immer mehr ein - das macht mich dankbar und ich merke, wie aus der Dankbarkeit die Freude wächst.
Gott hat seinen Sohn auf diese Erde geschickt, um uns seine große Liebe durch ihn zu zeigen! Und Jesus bezeugt diese Liebe zu uns in Johannes 15: „Wie der Vater mich geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! …dies alles sage ich aus einem Grund: Euch soll meine Freude erfüllen, damit eure Freude überfließt!“
Vielleicht ist genau das ein Schlüssel für die Freude: in Jesu Liebe zu bleiben!
Seine Liebe immer wieder neu in uns aufzunehmen und darin zu leben!
Ja, mit Jesus zieht Freude in unser Herz ein!!
Ich kann es direkt spüren, wenn ich mit Gott rede, wenn ich Ihm meine Anliegen mitteile oder meinen Dank bringe… wie die Freude und der Friede bei mir einzieht und sich ausbreitet.
Auch in Traurigkeit und notvollen Zeiten können wir uns an Gott und in Ihm freuen in der Gewissheit, dass ER da ist, mitfühlt und Neues schaffen kann und wird!
Die Osterfreude darf immer wieder neu aufleben: wir haben einen auferstandenen HERRN, der lebt – der durch den Heiligen Geist immer da ist, wenn wir ihn einladen in unser Leben, in unseren Alltag – auch in schwere Situationen hinein!
Wir haben einen Gott, der FÜR UNS ist!! Wenn das nicht Grund zur Freude ist!!
Ich wünsche euch gute Entdeckungen mit der Freude!
Herzliche Grüße von Ute Wolf
1 Minute
Manchmal kommen wir in Situationen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Wir sehen keinen Ausweg oder andere wollen etwas von uns, dass wir nicht geben können oder möchten. Wir fühlen uns angegriffen oder überfordert.
Was machen wir, wenn die Stimmung aufgeheizt ist? Wenn wir glauben, dass uns sowieso keiner mehr zuhört oder uns das Herz bis zum Hals schlägt.
Mir fällt die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein, die in Johannes, Kapitel 8 steht.
Jesus war im Tempel und das Volk kam zu ihm und er lehrte sie. Eine schöne, eine entspannte Situation. Und dann ändert sich die Szene komplett. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer bringen eine Frau, die man beim Ehebruch ertappt hat und stellen sie in die Mitte, präsentieren sie und konfrontieren Jesus mit Fragen: Mose hat geboten, solche Frauen zu steinigen, also ohne weitere Verzögerung zu töten. Was sagst Du?
In der Bibel steht auch, dass sie das sagten, damit sie etwas hätten, um ihn zu verklagen. Es geht also nicht um die Sache. Es geht auch nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Ihre Geschichte soll dazu dienen, Jesus eine Falle zu stellen.
Ich kann spüren, wie die Stimmung kippt. Wie aus einer Lehrstunde eine todesbedrohliche Situation entsteht, wie viel Druck aufgebaut ist.
Und Jesus bückt sich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde.
Wie kann mir dieses Beispiel helfen, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle?
Ich muss nicht direkt reagieren. Ich muss die Sache auch nicht sofort lösen. Jesus zieht die Aufmerksamkeit weg von der Frau und nimmt sich die Zeit etwas völlig anderes, verspielt und nutzlos wirkendes zu tun.
Ich kann in meinem Kopf auch Jesus in den Fokus stellen. Atmen wir durch, wiederholen wir im Kopf eine Zusage Gottes, die uns einfällt. Übergeben wir im Gebet die Situation an Jesus. Wenn es möglich ist, schreiben wir den Zuspruch, der uns einfällt auf ein Blatt Papier. Oder wir malen den Liedvers, der uns ermutigen kann mit dem Finger auf unser Hosenbein.
Die Pharisäer und Schriftgelehrten in der Bibel geben nicht so schnell auf. Auch das werden wir erleben. Aber wir können durch den Fokus auf Jesus wieder freier atmen und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns unterstützt. Durch Ruhe, durch innere Gelassenheit oder auch durch die Wahl der richtigen Worte.
Jesus antwortet den Herausforderern schließlich: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jesus gelingt es, mit diesem Satz weder selbst zum Angriffspunkt zu werden noch die Frau ungeschützt auszuliefern.
Ich bin mir bewusst, dass wir nicht in jeder Situation eine solche weise, schnelle und wunderbare Lösung erhalten werden. Aber wir haben immer die Chance den Druck herauszunehmen und uns an Gott auszurichten, nicht an unserer Schwachheit.
Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer
Was machen wir, wenn die Stimmung aufgeheizt ist? Wenn wir glauben, dass uns sowieso keiner mehr zuhört oder uns das Herz bis zum Hals schlägt.
Mir fällt die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein, die in Johannes, Kapitel 8 steht.
Jesus war im Tempel und das Volk kam zu ihm und er lehrte sie. Eine schöne, eine entspannte Situation. Und dann ändert sich die Szene komplett. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer bringen eine Frau, die man beim Ehebruch ertappt hat und stellen sie in die Mitte, präsentieren sie und konfrontieren Jesus mit Fragen: Mose hat geboten, solche Frauen zu steinigen, also ohne weitere Verzögerung zu töten. Was sagst Du?
In der Bibel steht auch, dass sie das sagten, damit sie etwas hätten, um ihn zu verklagen. Es geht also nicht um die Sache. Es geht auch nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Ihre Geschichte soll dazu dienen, Jesus eine Falle zu stellen.
Ich kann spüren, wie die Stimmung kippt. Wie aus einer Lehrstunde eine todesbedrohliche Situation entsteht, wie viel Druck aufgebaut ist.
Und Jesus bückt sich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde.
Wie kann mir dieses Beispiel helfen, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle?
Ich muss nicht direkt reagieren. Ich muss die Sache auch nicht sofort lösen. Jesus zieht die Aufmerksamkeit weg von der Frau und nimmt sich die Zeit etwas völlig anderes, verspielt und nutzlos wirkendes zu tun.
Ich kann in meinem Kopf auch Jesus in den Fokus stellen. Atmen wir durch, wiederholen wir im Kopf eine Zusage Gottes, die uns einfällt. Übergeben wir im Gebet die Situation an Jesus. Wenn es möglich ist, schreiben wir den Zuspruch, der uns einfällt auf ein Blatt Papier. Oder wir malen den Liedvers, der uns ermutigen kann mit dem Finger auf unser Hosenbein.
Die Pharisäer und Schriftgelehrten in der Bibel geben nicht so schnell auf. Auch das werden wir erleben. Aber wir können durch den Fokus auf Jesus wieder freier atmen und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns unterstützt. Durch Ruhe, durch innere Gelassenheit oder auch durch die Wahl der richtigen Worte.
Jesus antwortet den Herausforderern schließlich: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jesus gelingt es, mit diesem Satz weder selbst zum Angriffspunkt zu werden noch die Frau ungeschützt auszuliefern.
Ich bin mir bewusst, dass wir nicht in jeder Situation eine solche weise, schnelle und wunderbare Lösung erhalten werden. Aber wir haben immer die Chance den Druck herauszunehmen und uns an Gott auszurichten, nicht an unserer Schwachheit.
Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer
1 Minute
Ostern ist noch gar nicht so lange her.
Wie geht es Ihnen und Euch?
Begleitet euch der Glanz von Ostern noch und immer wieder in den Alltag hinein?
Ist es nicht so?: Karfreitag und Ostern liegen so nahe beieinander.
Vielleicht komme ich zur Osterfreude gar nicht ohne den Karfreitag?
Vielleiht halte ich den Karfreitag nur aus, weil ich die Aussicht auf Ostern habe?
„Hoffnung trotzt allem!“, das war in Heidelberg eine stadtweite ökumenische Aktion, unsere christliche Hoffnungsbotschaft zu verbreiten.
Überall, auf den Plakaten und Bierdeckeln strahlte dieses Motto.
Öffnete man den QR Code, dann fand man alle Informationen über Ostern und alle Osterveranstaltungen.
Hoffnung trotzt allem! Welch eine Botschaft.
Kurz nach Ostern durfte ich wieder mal eine Andacht in der Klinik halten.
In der Vorbereitung entdeckte ich eine Einheit aus einem Kurs von „Stufen des Lebens“, in der die innere Auferstehungsgeschichte von Händel beschrieben wurde.
Dies in Anlehnung an Stefan Zweig´s „Sternstunden der Menschheit“!
Es wird der Weg von Händel aus seiner Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit heraus in ein neues Leben beschrieben.
In dem Moment, als er das Wort „sei getrost“ vor sich liegen sieht, weiß er, dass Gott zu ihm spricht, ihn sieht, ihn meint.
Daraufhin erwacht er zu neuem Leben und Schaffenskraft und komponiert den „Messias“.
Ich fragte die Patientinnen, ob sie darin auch für sich österliche Momente entdeckten, sich erinnerten in ihrem Leben.
Eine erinnerte sich an ihre Taufe mit 25 Jahren, wo ihr der Bibelvers aus Jes. 41,10 zu gesprochen wurde: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.
Eine andere Patientin entdeckte, dass Dunkel und Licht, Schmerz und Freude so nah beieinander liegen dürfen , sich immer wieder verwandeln.
Hoffnung trotzt allem!
Eine betagte Freundin von mir befand sich gerade in der Osterzeit in einer traurigen, depressiven Stimmung, sie fiel in eine tiefe Einsamkeit.
Zwei Begegnungen nach Ostern haben sie aufblicken lassen.
Sie entdeckte in aller Tiefe, dass durch Jesu Leiden, sie in ihrem nicht allein war.
Es war ein Ringen, aber dann erwachte sie wieder zum Leben,
Ein Geschenk, für das sie sehr dankbar ist.
Hoffnung trotzt allem.
Möge diese Haltung uns immer wieder helfen, den Blick aufzurichten, auch wenn es oft ein Kampf ist.
Freude und Dankbarkeit stimmen uns um und haben hoffnungsfrohe Ausstrahlung trotz allem!
Das wünsche ich uns allen und grüße hoffnungsfroh ,
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
Wie geht es Ihnen und Euch?
Begleitet euch der Glanz von Ostern noch und immer wieder in den Alltag hinein?
Ist es nicht so?: Karfreitag und Ostern liegen so nahe beieinander.
Vielleicht komme ich zur Osterfreude gar nicht ohne den Karfreitag?
Vielleiht halte ich den Karfreitag nur aus, weil ich die Aussicht auf Ostern habe?
„Hoffnung trotzt allem!“, das war in Heidelberg eine stadtweite ökumenische Aktion, unsere christliche Hoffnungsbotschaft zu verbreiten.
Überall, auf den Plakaten und Bierdeckeln strahlte dieses Motto.
Öffnete man den QR Code, dann fand man alle Informationen über Ostern und alle Osterveranstaltungen.
Hoffnung trotzt allem! Welch eine Botschaft.
Kurz nach Ostern durfte ich wieder mal eine Andacht in der Klinik halten.
In der Vorbereitung entdeckte ich eine Einheit aus einem Kurs von „Stufen des Lebens“, in der die innere Auferstehungsgeschichte von Händel beschrieben wurde.
Dies in Anlehnung an Stefan Zweig´s „Sternstunden der Menschheit“!
Es wird der Weg von Händel aus seiner Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit heraus in ein neues Leben beschrieben.
In dem Moment, als er das Wort „sei getrost“ vor sich liegen sieht, weiß er, dass Gott zu ihm spricht, ihn sieht, ihn meint.
Daraufhin erwacht er zu neuem Leben und Schaffenskraft und komponiert den „Messias“.
Ich fragte die Patientinnen, ob sie darin auch für sich österliche Momente entdeckten, sich erinnerten in ihrem Leben.
Eine erinnerte sich an ihre Taufe mit 25 Jahren, wo ihr der Bibelvers aus Jes. 41,10 zu gesprochen wurde: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.
Eine andere Patientin entdeckte, dass Dunkel und Licht, Schmerz und Freude so nah beieinander liegen dürfen , sich immer wieder verwandeln.
Hoffnung trotzt allem!
Eine betagte Freundin von mir befand sich gerade in der Osterzeit in einer traurigen, depressiven Stimmung, sie fiel in eine tiefe Einsamkeit.
Zwei Begegnungen nach Ostern haben sie aufblicken lassen.
Sie entdeckte in aller Tiefe, dass durch Jesu Leiden, sie in ihrem nicht allein war.
Es war ein Ringen, aber dann erwachte sie wieder zum Leben,
Ein Geschenk, für das sie sehr dankbar ist.
Hoffnung trotzt allem.
Möge diese Haltung uns immer wieder helfen, den Blick aufzurichten, auch wenn es oft ein Kampf ist.
Freude und Dankbarkeit stimmen uns um und haben hoffnungsfrohe Ausstrahlung trotz allem!
Das wünsche ich uns allen und grüße hoffnungsfroh ,
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
1 Minute
Zur Osternacht gehört für mich das schöne Osterlied: „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“. Schwungvoll ist die Melodie mit tänzerischer Leichtigkeit. Sie schwingt sich immer zu neuen Höhen auf, blickt von der Spitze des hohen C hinunter auf die tiefen Töne. Da klingt die traurige Grablegung von Karfreitag nach. Aber Ostern verkündigt, Christus ist auferstanden von den Toten. Das ist spürbar gegen Ende jeder einzelnen Strophe. Punktierte Viertelnoten Der dieses Lied singt, dem verleiht es Flügel.
EG 112,1
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden, nimm wahr, was heut geschieht;
wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt, da wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.
„Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ ist ein munteres Lied mit einem kecken Text. Ich höre den Spottvers vom Apostel Paulus heraus: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Hölle, wo ist dein Stachel?“ Dabei übergehen die Worte des Liedes nicht die Schwere des Todes. Wir werden alle einmal ins Grab gelegt. Schmerz und Trauer sollen nicht überspielt werden. Aber wir haben der Schwerkraft des Todes eine unglaubliche Gegenwelt entgegen zu setzen. Paul Gerhardt schildert das mit kindlichen Bildern. Christus hat den Tod besiegt.
Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen
vor allem, was mir will entnehmen meine Mut.
So gewaltig die Macht des Todes und des Bösen ist, sie soll mich nicht lähmen und zum Verzweifeln bringen. Ich setze darauf, dass sie nicht das letzte Wort haben. Ich vertraue dem auferstandenen Christus.
Es gibt so vieles, was uns Angst machen will. Eine furchterregende Schar wird in den Strophen 4 und 5 aufgezählt: Hölle, Sünden, Tod, Welt, Trübsal, Unglück. Wir können diese Bilder mit konkreten Schreckensnachrichten füllen. Die machen Angst und lähmen.
Paul Gerhardt setzt dem einen verwegenen Glauben entgegen. Ich soll mir nicht die Lebensfreude und den Lebensmut nehmen lassen. „Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn. Und die Hölle krümmt mir kein Haar.“
Was macht zuversichtlich trotz der Schreckensszenarien unserer Zeit. Das verkündet die drittletzte Strophe des Lieds.
Strophe 7
Ich hang und bleib auch hangen an Christus als ein Glied;
wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit.
Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not,
er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell.
Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja
Mit herzlichen Grüßen, Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
EG 112,1
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden, nimm wahr, was heut geschieht;
wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt, da wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.
„Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ ist ein munteres Lied mit einem kecken Text. Ich höre den Spottvers vom Apostel Paulus heraus: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Hölle, wo ist dein Stachel?“ Dabei übergehen die Worte des Liedes nicht die Schwere des Todes. Wir werden alle einmal ins Grab gelegt. Schmerz und Trauer sollen nicht überspielt werden. Aber wir haben der Schwerkraft des Todes eine unglaubliche Gegenwelt entgegen zu setzen. Paul Gerhardt schildert das mit kindlichen Bildern. Christus hat den Tod besiegt.
Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen
vor allem, was mir will entnehmen meine Mut.
So gewaltig die Macht des Todes und des Bösen ist, sie soll mich nicht lähmen und zum Verzweifeln bringen. Ich setze darauf, dass sie nicht das letzte Wort haben. Ich vertraue dem auferstandenen Christus.
Es gibt so vieles, was uns Angst machen will. Eine furchterregende Schar wird in den Strophen 4 und 5 aufgezählt: Hölle, Sünden, Tod, Welt, Trübsal, Unglück. Wir können diese Bilder mit konkreten Schreckensnachrichten füllen. Die machen Angst und lähmen.
Paul Gerhardt setzt dem einen verwegenen Glauben entgegen. Ich soll mir nicht die Lebensfreude und den Lebensmut nehmen lassen. „Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn. Und die Hölle krümmt mir kein Haar.“
Was macht zuversichtlich trotz der Schreckensszenarien unserer Zeit. Das verkündet die drittletzte Strophe des Lieds.
Strophe 7
Ich hang und bleib auch hangen an Christus als ein Glied;
wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit.
Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not,
er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell.
Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja
Mit herzlichen Grüßen, Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
1 Minute
Ein Satz von Martin Schleske hat mich in der Passionszeit aufhorchen lassen. Er schreibt: „Es ist ein Irrtum zu glauben, wir könnten frei entscheiden, auf welche Weise wir mit Gott zu tun bekommen.“ Die biblischen Geschichten, die uns zurzeit begleiten, bestätigen dies. Petrus, der Fels in der Jüngerschar, greift bei Jesu Gefangennahme zum Schwert und später am Feuer behauptet er, Jesus nicht zu kennen. Immer tiefer gerät er in eine Krise. Dann der dunkelste Tag, Jesus sein Herr wird gekreuzigt. Petrus versteht seine Welt nicht mehr.
Später sagt Petrus, ich will fischen gehen. Zurück ins Gewohnte. Ist es die Frage, wie es jetzt überhaupt weitergehen kann? Wo Gott ist? Wo Jesus ist? Was all das Gewesene für einen Sinn haben könnte?
Jesus gibt ihm eine „Sonderbehandlung.“ Er fragt: „Simon Petrus, hast du mich lieb?“ Dreimal fragt er ihn. Es geht hier nicht um das Versagen, das Petrus sich selbst wohl nicht verzeihen kann. Es geht Jesus um die Liebe.
Das hätte sich Petrus nicht vorgestellt, dass er es auf diese Weise mit Jesus zu tun bekommt – und gleichzeitig war genau dies seine tiefe Sehnsucht. Wir sehnen uns danach, in diese direkte Ansprache mit Jesus zu kommen. Wir sehnen uns danach, egal ob wir wie Petrus in der Krise sind und nur noch schreien können. Oder ob es im Moment so ist wie bei den zwei Jüngern, denen es vor lauter Trauer zum Davonlaufen war. Nach Emmaus, nach irgendwohin. Sie werden von Jesus angesprochen – und sie erkennen ihn nicht. Erst als Jesus das Mahl austeilt, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen.
Wir sehnen uns nach dem „Ich bin da“. Das ist Gottes Name. Das ist zutiefst sein Wesen. „Ich bin da“ – in deiner Gegenwart. In deiner Verzweiflung, in deiner Trauer, Ich bin da – in dir! Ich bin da, die sprudelnde Quelle in dir. Aus dieser Quelle strömt dir zu, was dich satt macht und noch viel mehr. Es sprudelt weit über dich hinaus.
Aus dieser Quelle strömt die Freude der Gottesgegenwart. Die Lebenskraft der Seele. Ich wünsche uns, dass wir mehr und mehr aus dieser Quelle leben.
Eine frohe nachösterliche Zeit wünscht Traudel Krause
Später sagt Petrus, ich will fischen gehen. Zurück ins Gewohnte. Ist es die Frage, wie es jetzt überhaupt weitergehen kann? Wo Gott ist? Wo Jesus ist? Was all das Gewesene für einen Sinn haben könnte?
Jesus gibt ihm eine „Sonderbehandlung.“ Er fragt: „Simon Petrus, hast du mich lieb?“ Dreimal fragt er ihn. Es geht hier nicht um das Versagen, das Petrus sich selbst wohl nicht verzeihen kann. Es geht Jesus um die Liebe.
Das hätte sich Petrus nicht vorgestellt, dass er es auf diese Weise mit Jesus zu tun bekommt – und gleichzeitig war genau dies seine tiefe Sehnsucht. Wir sehnen uns danach, in diese direkte Ansprache mit Jesus zu kommen. Wir sehnen uns danach, egal ob wir wie Petrus in der Krise sind und nur noch schreien können. Oder ob es im Moment so ist wie bei den zwei Jüngern, denen es vor lauter Trauer zum Davonlaufen war. Nach Emmaus, nach irgendwohin. Sie werden von Jesus angesprochen – und sie erkennen ihn nicht. Erst als Jesus das Mahl austeilt, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen.
Wir sehnen uns nach dem „Ich bin da“. Das ist Gottes Name. Das ist zutiefst sein Wesen. „Ich bin da“ – in deiner Gegenwart. In deiner Verzweiflung, in deiner Trauer, Ich bin da – in dir! Ich bin da, die sprudelnde Quelle in dir. Aus dieser Quelle strömt dir zu, was dich satt macht und noch viel mehr. Es sprudelt weit über dich hinaus.
Aus dieser Quelle strömt die Freude der Gottesgegenwart. Die Lebenskraft der Seele. Ich wünsche uns, dass wir mehr und mehr aus dieser Quelle leben.
Eine frohe nachösterliche Zeit wünscht Traudel Krause
1 Minute
Seit einigen Jahren gestalte ich bei uns in der Gemeinde die Ostergottesdienste mit und so stellt sich mir die Frage immer wieder neu:
Was ist es dieses Jahr, das mich an der Ostergeschichte berührt oder begeistert?
Was ist es, dass ich als Frohe Botschaft erkenne und gerne in die Welt hinaustrage zu den Menschen?
Vielleicht ist das auch eine gute Frage für dich:
Welche Geschichte,
welches Bild aus den Erzählungen oder
welche Aussage Jesu auf seinem Weg von Palmsonntag bis zu seiner Auferstehung
ist es dieses Jahr, bei der du hängen bleibst - bei der dir ein Satz „im Ohr bleibt“ - wie wir auch so oft in den Kursen sagen.
Haltet doch kurz an und schenkt euch selbst 5 min, um dieser Frage nachzugehen…
Mich begleiten dieses Jahr 2 Textstellen.
„noch heute wirst du mit mir im Paradies sein“ sagt Jesus in Lukas 23,43
zu dem Verbrecher, der mit ihm am Kreuz an seiner Seite hängt.
Für mich klingt in diesem Satz mit:
Du wirst heute noch erlöst sein,
erlöst von dem, was dich hier auf Erden geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hat
erlöst von dem, wie du selbst hier auf Erden andere geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hast.
Davon wirst du frei sein und du wirst heute noch Gott nahe sein.
Das ist doch himmlisch.
Das gilt mir und dir - jetzt schon - durch Jesu Auferstehung: Freiheit und Gottes Nähe.
Das wahrzunehmen - dazu lädt Jesus uns immer wieder ein.
Ich kann mir vorstellen, dass Jesus auch deshalb nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern an den See Tiberias kam, wie es in Joh 21 erzählt wird.
Er suchte sie auf. Er sprach zu ihnen, bis es ihnen dämmerte und sie wieder erkannten: Es ist der Herr.
Und Jesus macht das ihnen sogar noch schmackhaft - indem er für sie Brot und Fisch am Kohlenfeuer bereitet und sich mit ihnen zusammensetzt. Zeit verbringt. Ihnen wieder nahe kommt.
Jedes Jahr Ostern kommt Jesus uns nahe, setzt sich zu uns und hilft uns, uns zu erinnern und zu erkennen,
wie der Verbrecher am Kreuz
wie die Frauen am Grab
wie die Jünger auf dem Weg nach Emmaus
wie Thomas, der die Wunden sah,
wie Petrus, der vor Freude ins Wasser sprang:
Jesus ist Gott. Jesus ist unser Herr. Jesus hat alles vollbracht und ist uns nahe.
Er ist die Liebe in uns. Er ist die Gnade in uns. Er ist das Brot des Lebens.
Bleiben wir doch nahe bei ihm.
Bleiben wir dieses Ostern ein bisschen länger oder ganz bewusst an seinem Feuer sitzen, stärken uns, spüren die Nähe und die Freiheit und tragen diese gute Nachricht hinaus zu den Menschen:
Es ist vollbracht. Gott ist da. Gott ist nahe. Komm, setz dich zu uns. Iss und trink.
Schon jetzt bis in alle Ewigkeit.
Eine gesegnete Osterzeit
Damaris Friedrich
Was ist es dieses Jahr, das mich an der Ostergeschichte berührt oder begeistert?
Was ist es, dass ich als Frohe Botschaft erkenne und gerne in die Welt hinaustrage zu den Menschen?
Vielleicht ist das auch eine gute Frage für dich:
Welche Geschichte,
welches Bild aus den Erzählungen oder
welche Aussage Jesu auf seinem Weg von Palmsonntag bis zu seiner Auferstehung
ist es dieses Jahr, bei der du hängen bleibst - bei der dir ein Satz „im Ohr bleibt“ - wie wir auch so oft in den Kursen sagen.
Haltet doch kurz an und schenkt euch selbst 5 min, um dieser Frage nachzugehen…
Mich begleiten dieses Jahr 2 Textstellen.
„noch heute wirst du mit mir im Paradies sein“ sagt Jesus in Lukas 23,43
zu dem Verbrecher, der mit ihm am Kreuz an seiner Seite hängt.
Für mich klingt in diesem Satz mit:
Du wirst heute noch erlöst sein,
erlöst von dem, was dich hier auf Erden geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hat
erlöst von dem, wie du selbst hier auf Erden andere geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hast.
Davon wirst du frei sein und du wirst heute noch Gott nahe sein.
Das ist doch himmlisch.
Das gilt mir und dir - jetzt schon - durch Jesu Auferstehung: Freiheit und Gottes Nähe.
Das wahrzunehmen - dazu lädt Jesus uns immer wieder ein.
Ich kann mir vorstellen, dass Jesus auch deshalb nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern an den See Tiberias kam, wie es in Joh 21 erzählt wird.
Er suchte sie auf. Er sprach zu ihnen, bis es ihnen dämmerte und sie wieder erkannten: Es ist der Herr.
Und Jesus macht das ihnen sogar noch schmackhaft - indem er für sie Brot und Fisch am Kohlenfeuer bereitet und sich mit ihnen zusammensetzt. Zeit verbringt. Ihnen wieder nahe kommt.
Jedes Jahr Ostern kommt Jesus uns nahe, setzt sich zu uns und hilft uns, uns zu erinnern und zu erkennen,
wie der Verbrecher am Kreuz
wie die Frauen am Grab
wie die Jünger auf dem Weg nach Emmaus
wie Thomas, der die Wunden sah,
wie Petrus, der vor Freude ins Wasser sprang:
Jesus ist Gott. Jesus ist unser Herr. Jesus hat alles vollbracht und ist uns nahe.
Er ist die Liebe in uns. Er ist die Gnade in uns. Er ist das Brot des Lebens.
Bleiben wir doch nahe bei ihm.
Bleiben wir dieses Ostern ein bisschen länger oder ganz bewusst an seinem Feuer sitzen, stärken uns, spüren die Nähe und die Freiheit und tragen diese gute Nachricht hinaus zu den Menschen:
Es ist vollbracht. Gott ist da. Gott ist nahe. Komm, setz dich zu uns. Iss und trink.
Schon jetzt bis in alle Ewigkeit.
Eine gesegnete Osterzeit
Damaris Friedrich
1 Minute
Jesus überrascht eines Tages seine Jünger mit der Frage: „Was sagen denn die Menschen, wer ich bin?“
Die Jünger hatten verschiedenes gehört: er könnte Johannes der Täufer sein oder Elia oder einer der Propheten.
JESUS – Menschensohn / Gottessohn?
JESUS – für Viele ein Rätsel! Mensch und Geheimnis zugleich!
Es ist wie heute: hier hört man diese Meinung, dort jene. Wem soll man Glauben schenken?
Jesus fragt die Jünger dann ganz persönlich: „Was sagt denn ihr, wer ich bin?“
An dieser Frage bleibe ich hängen! Wie wenn Jesus mich ganz persönlich
fragen würde: „Was denkst du denn über mich??“
Jetzt geht es nicht mehr um das, was ich schon alles von ihm oder über ihn gehört
und gelesen habe! Jetzt bin ich ganz persönlich gefragt!!
Wie denkst du darüber? WER ist Jesus für dich??
Vielleicht magst du dir einen Moment Zeit nehmen und überlegen, was Jesus dir ganz persönlich bedeutet?!
Ist er ein Freund für dich? Ein Wegbegleiter oder Wegbereiter? Helfender Ratgeber?
Vielleicht Licht in der Dunkelheit? Ein Alleswisser – oder unbequemer Besserwisser?? Hoffnungsanker, Friedefürst, Wundervollbringer, Perspektiveneröffner… oder manchmal auch ein Unruhestifter???
Was bedeutet ER dir? Wie möchtest du Jesus in deinen Alltag mit einbeziehen?
Was erzählst du über ihn weiter?
Palmsonntag steht vor der Türe. Ich staune, wie Jesus bejubelt wird als Retter und König. Doch wie schnell kann sich Begeisterung und Verehrung ins Gegenteil kehren!
Aus fröhlichen Hosianna-Rufen werden plötzlich „Kreuzige ihn“-Aufrufe!
Vielleicht können wir uns gerade jetzt in der Passionszeit neu Gedanken darüber machen, wie wir zu IHM stehen – was uns wichtig geworden ist an IHM - was wir von IHM weitersagen möchten…
Vielleicht lassen wir uns selbst auch neu einladen - Zeit mit IHM zu verbringen – IHN noch mehr zu erkennen.
Sei gesegnet in deiner Jesus-Begegnung!
Ich wünsche dir eine wertvolle Passionszeit.
SHALOM und herzliche Grüße von Ute Wolf
Die Jünger hatten verschiedenes gehört: er könnte Johannes der Täufer sein oder Elia oder einer der Propheten.
JESUS – Menschensohn / Gottessohn?
JESUS – für Viele ein Rätsel! Mensch und Geheimnis zugleich!
Es ist wie heute: hier hört man diese Meinung, dort jene. Wem soll man Glauben schenken?
Jesus fragt die Jünger dann ganz persönlich: „Was sagt denn ihr, wer ich bin?“
An dieser Frage bleibe ich hängen! Wie wenn Jesus mich ganz persönlich
fragen würde: „Was denkst du denn über mich??“
Jetzt geht es nicht mehr um das, was ich schon alles von ihm oder über ihn gehört
und gelesen habe! Jetzt bin ich ganz persönlich gefragt!!
Wie denkst du darüber? WER ist Jesus für dich??
Vielleicht magst du dir einen Moment Zeit nehmen und überlegen, was Jesus dir ganz persönlich bedeutet?!
Ist er ein Freund für dich? Ein Wegbegleiter oder Wegbereiter? Helfender Ratgeber?
Vielleicht Licht in der Dunkelheit? Ein Alleswisser – oder unbequemer Besserwisser?? Hoffnungsanker, Friedefürst, Wundervollbringer, Perspektiveneröffner… oder manchmal auch ein Unruhestifter???
Was bedeutet ER dir? Wie möchtest du Jesus in deinen Alltag mit einbeziehen?
Was erzählst du über ihn weiter?
Palmsonntag steht vor der Türe. Ich staune, wie Jesus bejubelt wird als Retter und König. Doch wie schnell kann sich Begeisterung und Verehrung ins Gegenteil kehren!
Aus fröhlichen Hosianna-Rufen werden plötzlich „Kreuzige ihn“-Aufrufe!
Vielleicht können wir uns gerade jetzt in der Passionszeit neu Gedanken darüber machen, wie wir zu IHM stehen – was uns wichtig geworden ist an IHM - was wir von IHM weitersagen möchten…
Vielleicht lassen wir uns selbst auch neu einladen - Zeit mit IHM zu verbringen – IHN noch mehr zu erkennen.
Sei gesegnet in deiner Jesus-Begegnung!
Ich wünsche dir eine wertvolle Passionszeit.
SHALOM und herzliche Grüße von Ute Wolf
1 Minute
Im Markusevangelium, Kapitel 4 steht:
„26Er (Jesus) sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; 27dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. 28Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. 29Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
30Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? 31Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. 32Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“
In beiden Gleichnissen geht es um das Reich Gottes. Dort wo Reich Gottes ist, ist es so wie es sein soll. Reich Gottes bedeutet, im Frieden mit Gott, mit mir selbst und mit anderen zu sein.
Jesus beschreibt Wachstum und Wandlung. Das Reich Gottes wächst, und zwar ohne das Zutun von Menschen. Wir denken oft, wir müssen es machen. Wir sind verantwortlich und zuständig und haben gelernt, dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt.
Aber Jesus betont, dass das Wachstum passiert, während der Mensch schläft und noch nicht einmal weiß, wie es geschieht. Aus einem unscheinbar kleinen Körnchen erwächst es. Es ist ein Prozess, der eine bestimmte zeitliche Abfolge hat.
Wir Menschen können säen und pflegen – aber das eigentliche Wunder des Wachstums, der Umwandlung eines Samens in Halme, Ähren, Nahrungsmittel geschieht ohne unser Zutun. Und aus den Gewächsen entsteht ein Wohnraum, eine Zuflucht, eine Heimat für andere.
Im Frühling haben wir die Möglichkeit dieses Gleichnis mit allen Sinnen zu erfassen. Ich möchte Euch einladen, das Erwachen der Natur ganz bewusst zu erleben. Beobachtet, wie jeden Tag neue Pflanzen sprießen und zu blühen beginnen, wie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge wieder fliegen. Hört zu, wie die Vögel singen und seht, wie sie beginnen Nistmaterial zu sammeln. Steckt einen Samen in die Erde und erlebt, wie wenig wir dazu tun müssen, dass er wächst. Pflückt Euch ein Gänseblümchen, für das sich niemand anstrengen musste, und schmeckt seine guten Aromen.
Es gibt so viel, um das wir uns Sorgen machen und das uns belastet. Aber dieses Erleben des Erwachens, des Wachsens und der Vielfalt lässt uns verstehen, wie Wachstum von Reich Gottes funktioniert und kann uns die innere Ruhe geben zu schlafen und zu wissen, dass wachsen, reifen und werden neuer Lebensräume uns im Schlaf geschenkt werden.
Eine wunderbare Frühlingswoche wünscht Christine Sommer
„26Er (Jesus) sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; 27dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. 28Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. 29Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
30Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? 31Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. 32Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“
In beiden Gleichnissen geht es um das Reich Gottes. Dort wo Reich Gottes ist, ist es so wie es sein soll. Reich Gottes bedeutet, im Frieden mit Gott, mit mir selbst und mit anderen zu sein.
Jesus beschreibt Wachstum und Wandlung. Das Reich Gottes wächst, und zwar ohne das Zutun von Menschen. Wir denken oft, wir müssen es machen. Wir sind verantwortlich und zuständig und haben gelernt, dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt.
Aber Jesus betont, dass das Wachstum passiert, während der Mensch schläft und noch nicht einmal weiß, wie es geschieht. Aus einem unscheinbar kleinen Körnchen erwächst es. Es ist ein Prozess, der eine bestimmte zeitliche Abfolge hat.
Wir Menschen können säen und pflegen – aber das eigentliche Wunder des Wachstums, der Umwandlung eines Samens in Halme, Ähren, Nahrungsmittel geschieht ohne unser Zutun. Und aus den Gewächsen entsteht ein Wohnraum, eine Zuflucht, eine Heimat für andere.
Im Frühling haben wir die Möglichkeit dieses Gleichnis mit allen Sinnen zu erfassen. Ich möchte Euch einladen, das Erwachen der Natur ganz bewusst zu erleben. Beobachtet, wie jeden Tag neue Pflanzen sprießen und zu blühen beginnen, wie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge wieder fliegen. Hört zu, wie die Vögel singen und seht, wie sie beginnen Nistmaterial zu sammeln. Steckt einen Samen in die Erde und erlebt, wie wenig wir dazu tun müssen, dass er wächst. Pflückt Euch ein Gänseblümchen, für das sich niemand anstrengen musste, und schmeckt seine guten Aromen.
Es gibt so viel, um das wir uns Sorgen machen und das uns belastet. Aber dieses Erleben des Erwachens, des Wachsens und der Vielfalt lässt uns verstehen, wie Wachstum von Reich Gottes funktioniert und kann uns die innere Ruhe geben zu schlafen und zu wissen, dass wachsen, reifen und werden neuer Lebensräume uns im Schlaf geschenkt werden.
Eine wunderbare Frühlingswoche wünscht Christine Sommer
3 Minuten
Gedanken zu einem Bild, das auf website/Insta/Facebook von Stufen zu sehen ist
Im Treppenhaus laufe ich jeden Tag auf das Bild zu und schmunzle.
Am Anfang meiner Zeit als junger Pfarrer in der Gemeinde hat mich ein Künstler gemalt für eine Fastnachtsitzung. Schwungvoll renne ich und tippe einen Handball auf die Erde, ohne auf den Ball zu sehen.
Das brauche ich auch nicht. Den Ball tippen ohne hinzusehen, das kann ein Handballer einfach. Meine Augen sehen auch nicht in die Runde, wo ich den Ball vielleicht hinspielen will. Meine Augen sehen ungewöhnlich steil nach oben. Denn über mir fliegt der Engel des HERRN. Auch der in vollem Schwung in dieselbe Richtung wie ich. Und er zwinkert mir wohlwollend zu. Ich bin als junger Pfarrer zu erkennen. Denn statt eines Sporthemds trage ich einen halblangen Talar mit halblangen Ärmeln, wie ich ihn in voller Länge im Gottesdienst anhabe.
Mit dem Engel des HERRN, mit Gott selbst habe ich Augenkontakt. In dieser Woche vom
3. Sonntag der Passionszeit mit dem Namen Okuli werde ich daran besonders erinnert.
So beginnt in Psalm 25 Vers 15 auf Latein der Vers: „Okuli“ – „Meine Augen“. Eben:
„Meine Augen sehen stets auf den HERRN.“ Mein Handballergemälde im Treppenhaus trifft diesen Satz vollendet. Es erinnert mich jeden Tag, wenn ich auf das Bild zulaufe. Es ist eine witzige Erinnerung, damit ich immer wieder nach Gott sehe, frage, was er mit mir vorhat, was er mir gegeben hat, wo er mich brauchen will. „Meine Augen sehen stets auf den HERRN.“ Das ist täglich eine neue Entscheidung. Eine befreiende. Wegschauen von mir und meinem Überfordert-Sein, Wegschauen auch von den scheinbar unüberwindbaren Hindernissen, die Angst machen. Einfach auf Gott und seine Möglichkeiten sehen und seinen Willen für mich, der voller Lust am Leben ist, wie ich als junger Mann beim Handballspielen.
Das Augenzwinkern des Engels des HERRN ist mir auch wichtig. Gott hat ein Auge auf mich. Ich bin ihm wichtig und wertvoll. Dazu fällt mir ein anderes Wort ein aus Psalm 32 Vers 8. Das sagt Gott zu mir und dir auch: „Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Gott im Auge haben, weil Gott seine Augen auf mich richtet. Mit Gott im Augenkontakt bleiben. Er hat noch etwas mit mir vor. Augenkontakt mit Gottes Wort. Augenkontakt im Gebet. Darauf vertrauen, dass er uns zugesagt hat:
„Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Auf diese Zusage und Verheißung will ich antworten: „Meine Augen sehen stets auf den HERRN.“ Und im Augenkontakt mit Gott mich üben.
Mit augenzwinkernden Grüßen
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
Im Treppenhaus laufe ich jeden Tag auf das Bild zu und schmunzle.
Am Anfang meiner Zeit als junger Pfarrer in der Gemeinde hat mich ein Künstler gemalt für eine Fastnachtsitzung. Schwungvoll renne ich und tippe einen Handball auf die Erde, ohne auf den Ball zu sehen.
Das brauche ich auch nicht. Den Ball tippen ohne hinzusehen, das kann ein Handballer einfach. Meine Augen sehen auch nicht in die Runde, wo ich den Ball vielleicht hinspielen will. Meine Augen sehen ungewöhnlich steil nach oben. Denn über mir fliegt der Engel des HERRN. Auch der in vollem Schwung in dieselbe Richtung wie ich. Und er zwinkert mir wohlwollend zu. Ich bin als junger Pfarrer zu erkennen. Denn statt eines Sporthemds trage ich einen halblangen Talar mit halblangen Ärmeln, wie ich ihn in voller Länge im Gottesdienst anhabe.
Mit dem Engel des HERRN, mit Gott selbst habe ich Augenkontakt. In dieser Woche vom
3. Sonntag der Passionszeit mit dem Namen Okuli werde ich daran besonders erinnert.
So beginnt in Psalm 25 Vers 15 auf Latein der Vers: „Okuli“ – „Meine Augen“. Eben:
„Meine Augen sehen stets auf den HERRN.“ Mein Handballergemälde im Treppenhaus trifft diesen Satz vollendet. Es erinnert mich jeden Tag, wenn ich auf das Bild zulaufe. Es ist eine witzige Erinnerung, damit ich immer wieder nach Gott sehe, frage, was er mit mir vorhat, was er mir gegeben hat, wo er mich brauchen will. „Meine Augen sehen stets auf den HERRN.“ Das ist täglich eine neue Entscheidung. Eine befreiende. Wegschauen von mir und meinem Überfordert-Sein, Wegschauen auch von den scheinbar unüberwindbaren Hindernissen, die Angst machen. Einfach auf Gott und seine Möglichkeiten sehen und seinen Willen für mich, der voller Lust am Leben ist, wie ich als junger Mann beim Handballspielen.
Das Augenzwinkern des Engels des HERRN ist mir auch wichtig. Gott hat ein Auge auf mich. Ich bin ihm wichtig und wertvoll. Dazu fällt mir ein anderes Wort ein aus Psalm 32 Vers 8. Das sagt Gott zu mir und dir auch: „Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Gott im Auge haben, weil Gott seine Augen auf mich richtet. Mit Gott im Augenkontakt bleiben. Er hat noch etwas mit mir vor. Augenkontakt mit Gottes Wort. Augenkontakt im Gebet. Darauf vertrauen, dass er uns zugesagt hat:
„Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Auf diese Zusage und Verheißung will ich antworten: „Meine Augen sehen stets auf den HERRN.“ Und im Augenkontakt mit Gott mich üben.
Mit augenzwinkernden Grüßen
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
1 Minute
Seit einigen Jahren besuche ich Menschen, die neu in unseren Ort gezogen sind. Bei einem Besuch im vergangenen Jahr hat mich schon der Name elektrisiert. Ein mennonitischer Name, und so hatte ich mit der Frau sofort einen Anknüpfungspunkt im Gespräch. Ja, ihr Mann war Mennonit gewesen. Sie erzählte, dass er kurz nach dem Umzug vor wenigen Wochen gestürzt sei und sich so schwere Verletzungen zugezogen hatte, dass er verstorben ist. Die Situation hat mich sehr erbarmt und mir keine Ruhe gelassen. Wie sollte sie in ihrem Alter und gehbehindert zur Kirche oder zu einer kirchlichen Veranstaltung kommen? In mir war ein starkes Drängen, eine Lösung zu finden. Nach einigen Nachforschungen habe ich einen passenden Kreis für sie gefunden und sie beim ersten Mal mit dem Auto abgeholt und dorthin gebracht. Ein Fahrdienst würde das in der Zukunft übernehmen. Langsam konnte sie Kontakte aufbauen.
Vor einer Woche hörte ich im Gottesdienst: Sie ist verstorben. Keine 3 Monate nach meinem ersten Besuch.
Ich war sprachlos. Bei der Trauerfeier war der Predigttext: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. ( Hebräer 3,15)
Wie passend auch für mich. Ich war so dankbar, dass ich nichts auf die lange Bank geschoben habe. Dass ich gehört und gehandelt habe.
Heute, wenn ihr Gottes Stimme hört. Heute, nicht irgendwann. Und Ja, wir hören Gottes Stimme. Ganz sicher hören wir die feine, leise Stimme heraus aus den vielen anderen Stimmen. Herr, ich höre. Ich bin aufnahmebereit. Leite mich.
Und dann steht da noch: „und verstocket eure Herzen nicht.“ Verstocken, ein fremdes Wort. Verstocken, das heißt hart und schwer machen. Wörtlich das Herz beschränken, langweilig machen. „Verstocket eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah.“ Der Hebräerbrief nimmt hier Bezug auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das Volk hatte erlebt, dass Gott Unmögliches möglich machen kann und trotzdem war das Volk unzufrieden und wurde hart, fordernd und verbittert. Verstockt hat also auch damit zu tun, dass ich nicht bereit sein könnte, den Herausforderungen und Hindernissen damit zu begegnen, dass Gott in meinem Leben bisher große Wunder getan hat.
Ich bin hochmotiviert, Gottes Stimme zu hören und heute zu gehorchen.
Ihre und Eure Traudel Krause
Vor einer Woche hörte ich im Gottesdienst: Sie ist verstorben. Keine 3 Monate nach meinem ersten Besuch.
Ich war sprachlos. Bei der Trauerfeier war der Predigttext: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. ( Hebräer 3,15)
Wie passend auch für mich. Ich war so dankbar, dass ich nichts auf die lange Bank geschoben habe. Dass ich gehört und gehandelt habe.
Heute, wenn ihr Gottes Stimme hört. Heute, nicht irgendwann. Und Ja, wir hören Gottes Stimme. Ganz sicher hören wir die feine, leise Stimme heraus aus den vielen anderen Stimmen. Herr, ich höre. Ich bin aufnahmebereit. Leite mich.
Und dann steht da noch: „und verstocket eure Herzen nicht.“ Verstocken, ein fremdes Wort. Verstocken, das heißt hart und schwer machen. Wörtlich das Herz beschränken, langweilig machen. „Verstocket eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah.“ Der Hebräerbrief nimmt hier Bezug auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das Volk hatte erlebt, dass Gott Unmögliches möglich machen kann und trotzdem war das Volk unzufrieden und wurde hart, fordernd und verbittert. Verstockt hat also auch damit zu tun, dass ich nicht bereit sein könnte, den Herausforderungen und Hindernissen damit zu begegnen, dass Gott in meinem Leben bisher große Wunder getan hat.
Ich bin hochmotiviert, Gottes Stimme zu hören und heute zu gehorchen.
Ihre und Eure Traudel Krause