Vergangenheitsformen - Der Redaktionspodcast von HSozKult

Vergangenheitsformen - Der Redaktionspodcast von HSozKult

Episoden

Alte Geschichte und Neue Rechte
30.01.2026
27 Minuten
Die Antike hat in den Debatten der Neuen Rechten Konjunktur. Welche Mechanismen sind dabei am Werk? Welche Motive aus antiken Kontexten erscheinen besonders attraktiv? Was sagt uns diese Vereinnahmung über die Geschichtspolitik der Neuen Rechten? Und vor allem: Wie kann die Altertumswissenschaft damit umgehen? Diese und weitere Fragen diskutiert Lennart Gilhaus mit Babett Edelmann-Singer und Christopher Degelmann, die im November 2025 einen Workshop zum Thema „Antike und Neue Rechte“ organisiert haben. Zu den Personen Babett Edelmann-Singer ist Professorin für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Christopher Degelmann ist August Boeckh-Gastprofessor für Alte Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zum Weiterlesen Niklas Engel, Tagungsbericht: Antike und Neue Rechte, in: H-Soz-Kult, 30.01.2026, https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-160187. Görne, F., Nebelin K. & M.: Antike im Kulturkrieg. Antikerezeption in der „neuen“ Rechten in Frankreich, Deutschland und den USA (Nouvelle Droite; Identitäre Bewegung; Alt-Right), in: Garsztecki, S., Laux, T., Nebelin, M. (Hgg.): Brennpunkte der „neuen“ Rechten. Globale Entwicklungen und die Lage in Sachsen, Bielefeld 2023, S. 255–298. Beerden, K., Epping, T. (Edd.): Classical Controversies. Reception of Graeco-Roman Antiquity in the Twenty-First Century, Leiden 2022. Dozier, C.: The White Pedestal: How White Nationalists Use Ancient Greece and Rome to Justify Hate, New Haven, London 2026. Pharos – Doing Justice to the Classics, https://pharos.vassarspaces.net/ (13.01.2026).
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Widersprüche und Politik: Heuchelei als Vorwurf in der politischen Kommunikation
19.12.2025
1 Minute
Der Vorwurf der Heuchelei hat Konjunktur in der politischen Kommunikation der Zeitgeschichte. Aber was sagt das eigentlich aus über das politische System liberaler Demokratien – und über die Widersprüche, unter und in denen Politik stattfindet? Warum wirkt der Heucheleivorwurf so stark? Und was macht dieses Thema interessant für die Geschichtswissenschaften? Über diese Fragen spricht Claudia Prinz mit Rüdiger Graf. Zu den Personen Prof. Dr. Rüdiger Graf ist Leiter der Abteilung II „Wissen – Wirtschaft – Politik“ am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und unterrichtet Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zum Weiterlesen Rüdiger Graf, Integrität und Empörung. Kultur und Praxis der Heucheleikritik im Deutschen Bundestag seit 1949, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 4 (2025), S. 557-593. Rüdiger Graf, Das Ende der Heuchelei und der politische Klimawandel, in: Geschichte der Gegenwart, 20.04.2025, https://geschichtedergegenwart.ch/das-ende-der-heuchelei-und-der-politische-klimawandel/ (09.12.2025). Judith N. Shklar, Ordinary Vices, Cambridge MA 1985. Sven Reichardt, Authentizität und Gemeinschaft. Linksalternatives Leben in den siebziger und frühen achtziger Jahren, Frankfurt am Main 2014. Zur Seite des Forschungsprojekts: https://zzf-potsdam.de/forschung/projekte/hypocracy-politik-und-oekonomie-des-richtigen-lebens-im-falschen
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(Un-)Sichtbarkeit geschichtswissenschaftlicher Fachzeitschriften
12.09.2025
37 Minuten
Geschichtswissenschaftliche Fachzeitschriften bilden einen nach außen meist unsichtbaren, aber wichtigen sozialen Zusammenhang. Im Gespräch, das Christine Bartlitz mit Tina Asmussen und Jan-Holger Kirsch führt, geht es um die Redaktionsarbeit, die wissenschaftliche Texte zu Publikationen macht, um Formen der „Beziehungsarbeit“, Qualitätskriterien und die Diversität von Themen, Autor:innen und Zeitschriften-Modellen sowie um die digitale Transformation – und wer das eigentlich bezahlen sollte. Zu den Personen Dr. Tina Asmussen ist Juniorprofessorin an der Ruhr-Universität Bochum und Leiterin des Forschungsbereichs Bergbaugeschichte am Bergbau-Museum Bochum. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift „traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue dʼHistoire“ und Mitglied im intercom publishing lab, im scholar-led.network und Mitverfasserin des Scholar-Led-Manifests sowie wissenschaftliche Beirätin im open-access.network. Siehe https://www.bergbaumuseum.de/museum/mitarbeitende/kontakt-detailseite/prof-dr-tina-asmussen Dr. Jan-Holger Kirsch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und dort Redaktionsleiter der Zeitschrift „Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History“. Er ist Redakteur und Mitglied der Steuerungsgruppe von H-Soz-Kult sowie Beiratsmitglied des intercom-Verlags. Siehe https://zzf-potsdam.de/institut/personen/mitarbeiter_innen/jan-holger-kirsch Zum Weiterlesen traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue dʼHistoire, https://revue-traverse.ch Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, https://zeithistorische-forschungen.de Siebte Schweizerische Geschichtstage, Luzern, 08.-11.07.2025: Panel „Die (Un-)Sichtbarkeiten geschichtswissenschaftlicher Fachzeitschriften: Machtmechanismen, Publikationsmodelle und Visualisierungsstrategien“, https://geschichtstage.ch/frontend/index.php?page_id=40244&v=List&do=15&day=5637&ses=38357#anker_session_38357 55. Deutscher Historikertag, Bonn, 16.-19-09.2925: Panel: „Konkurrenz und Kooperation. Dynamiken der Macht beim Publizieren in und von Fachzeitschriften“, https://www.historikertag.de/Bonn2025/programm/konkurrenz-und-kooperation-dynamiken-der-macht-beim-publizieren-in-und-von-fachzeitschriften/ Netzwerk für sozial- und geisteswissenschaftliche Zeitschriften, https://zeitschriftennetzwerk.wordpress.com Digitale Forschungspraxis und kooperative Informationsinfrastrukturen. Ein Diskussionspapier der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu Förderung und Finanzierung wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen, Januar 2025, https://www.dfg.de/resource/blob/350170/lis-diskussionspapier-informationsinfrastrukturen.pdf
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Wissenschaft und Demokratie. Ein neues Netzwerk für Historiker:innen
22.08.2025
30 Minuten
Welche Konjunkturen einer "engagierten Wissenschaft" sehen wir derzeit? Über ein neues Netzwerk "Historiker:innen für eine demokratische Gesellschaft", kurz hist4dem, spricht Claudia Prinz in dieser Folge mit drei der Sprecher:innen. hist4dem ist ein unabhängiges Netzwerk von Historiker:innen und historisch arbeitenden Personen in Universitäten, Schulen, Einrichtungen der kulturellen und historisch-politischen Bildung, Museen, Archiven und Gedenkstätten sowie von freien Historiker:innen, Autor:innen und Kulturschaffenden. Das Netzwerk gründete sich im März 2025 anlässlich der Zunahme rechtsextremer und demokratiefeindlicher Bewegungen in Deutschland und weltweit. Sein Ziel ist die Förderung, Bewahrung und Verteidigung demokratischer Strukturen und Prinzipien durch Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Zu den Personen Jürgen Martschukat ist Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Erfurt und bei H-Soz-Kult langjähriger Fachredakteur. Astrid Windus ist Lateinamerika-Historikerin an der Universität zu Köln. Kerstin Wolff lehrt und forscht zu Geschlechtergeschichte in Kassel, wo sie am Archiv der deutschen Frauenbewegung arbeitet. Zum Weiterlesen hist4dem Webseite: https://hist4dem.de, Positionspapier zur Gründung der Initiative: https://hist4dem.de/wp-content/uploads/2025/03/Positionspapier-der-Initiative-hist4dem.pdf VHD-Resolution "Gespaltene Wissenschaft?": https://www.hsozkult.de/news/id/news-248 Fuldaer Erklärung des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA): https://www.vda.archiv.net/aktuelles/meldung/866.html Podcast-Folge "Historiker:innen und die Demokratie" mit Christina Morina (Dezember 2024): https://www.hsozkult.de/webnews/id/webnews-152192
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Südosteuropa in der Europäischen Geschichte
30.05.2025
36 Minuten
Südosteuropa ist eine ausgesprochen interessante und vielfältige europäische Region. In ihrer Geschichte verdichten sich die großen Entwicklungen der europäischen Moderne - und gleichzeitig galt Südosteuropa selbst in unserem Fach immer wieder als "das Andere" im Innern Europas. Warum ist das so, was können wir daraus lernen und was daran macht ein Studium der südosteuropäischen Geschichte so fruchtbar? Darüber spricht Claudia Prinz mit Hannes Grandits und Ruža Fotiadis von der Professur für Südosteuropäische Geschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu den Personen Prof. Dr. Hannes Grandits hat die Professur für Südosteuropäische Geschichte am Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Dr. Ruža Fotiadis ist wissenschaftliche Mitarbeitern an der Professur für Südosteuropäische Geschichte am Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zum Weiterlesen Maria Todorova, Imagining the Balkans, Oxford 1997 (dt: Die Erfindung des Balkans. Europas bequemes Vorurteil, Darmstadt 1997).  Reordering Yugoslavia, Rethinking Europe Project (ReYug), s. https://www.ifz-muenchen.de/aktuelles/themen/reordering-yugoslavia-rethinking-europe; https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/bereiche-und-lehrstuehle/gesuedosteu/forschung/laufende-drittmittelprojekte-1  Konrad Clewing / Hannes Grandits (Hrsg.), Handbuch zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 3: Staatlichkeit und Politik in Südosteuropa nach 1800, Berlin 2024.  Dipesh Chakrabarty, Provincializing Europe. Postcolonial Thought and Historical Difference, Princeton 2000.
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Über diesen Podcast

"Vergangenheitsformen" ist der Redaktionspodcast von H-Soz-Kult. Claudia Prinz und Thomas Werneke führen durch die einzelnen Folgen. Das Podcast-Redaktionsteam spricht mit wechselnden Gästen über aktuelle Entwicklungen in den Geschichtswissenschaften und anderen fachnahen Disziplinen. Wir diskutieren die Veränderungen des Fachs, das wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Themen der Geschichtswissenschaft. Die Folgen erscheinen in Staffeln. Mehr Informationen zu H-Soz-Kult finden Sie unter https://www.hsozkult.de/about Die Podcast-Redaktion: Christine Bartlitz (ZZF Potsdam), Eva Bischoff (Universität Trier), Christoph Classen (ZZF Potsdam), Thomas Meyer (Humboldt-Universität zu Berlin), Claudia Prinz (Humboldt-Universität zu Berlin), Miriam Rürup (MMZ Potsdam), Janaina Ferreira dos Santos (ZZF Potsdam), Thomas Werneke (Humboldt-Universität zu Berlin). Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Sie erreichen uns über: hsk.redaktion@geschichte.hu-berlin.de

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