Podcaster
Episoden
27.01.2026
42 Minuten
Der Ostdeutschlanderklärer Steffen Mau und die frühere
Bündnisgrünen-Chefin Ricarda Lang haben auf Buchlänge über den
"großen Umbruch" nachgedacht, in denen Sachsen, Deutschland und die
Welt gerade stecken. Im Podcast "Politik in Sachsen" sprechen sie
darüber, warum wir uns kaum mehr zuhören, was dagegen helfen könnte
und wie sie auf unsere aktuellen Debatten blicken. Ein Thema in dem
in dem Podcast-Interview, zugleich eins, das Ricarda Lang sehr
beschäftigt, ist die aktuelle Arbeitszeitdebatte. Lang kritisiert
Vorstöße von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und
anderen CDU-Politikern zur Erhöhung der Arbeitsstunden in
Deutschland scharf. Die 31-Jährige sagt: „Was mich an dieser
Diskussion wütend macht ist, dass sie so über den Kopf der Menschen
hinweggeht.“ Es sei bekannt, dass Menschen weniger krank seien, die
am Arbeitsplatz Wertschätzung und Selbstwirksamkeit erfahren. Doch
statt über eine Ausweitung von Mitbestimmungsrechten werde darüber
geredet, dass Deutsche mehr arbeiten und weniger krank sein
sollten. Auch Soziologe Mau („Triggerpunkte“, „Ungleich vereint“)
kritisiert die aktuellen Vorschläge von Merz, Kretschmer und Co.:
„Ich halte das für eine Ersatzdiskussion, weil wir einen Mangel an
wirklichen Reformideen haben“, so der Professor der
Humboldt-Universität. In Ostdeutschland sei über Jahre hinweg mehr
gearbeitet worden, ohne dass die Wirtschaft dadurch besonders durch
die Decke gegangen sei. „Wir stehen vor fundamentalen ökonomischen
und sozialpolitischen Herausforderungen, die einen ganz anderen
Hebel erfordern.“ Welche Herausforderungen Steffen Mau sieht, wie
Ricarda Lang die Welt vor zehn Jahren von heute aus betrachtet und
ob die jüngste Ost-West-Debatte uns gesellschaftlich irgendwie
weitergebracht hat, auch das alles ist Thema in dieser Folge
„Politik in Sachsen“.
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12.01.2026
33 Minuten
Sahra Wagenknecht zieht sich von der Spitze ihrer eigenen Partei
zurück, in Brandenburg implodiert eine Regierung mit
BSW-Beteiligung, Sachsens Landtagsfraktion muss die Führung
auswechseln. Die noch junge Partei erlebt eine Krise. Die große
Frage, die sich dabei stellt: Wird sie diese Krise überleben oder
zerfällt jetzt das BSW? Die neue Folge „Politik in Sachsen“,
diesmal moderiert von SZ- und LVZ-Landeskorrespondent Andreas
Debski, geht dieser Frage nach. Der Politikwissenschaftler Hendrik
Träger von der Universität Leipzig analysiert, was zu Brüchen
innerhalb der Partei geführt hat und wie zukunftsfähig sie mit
Blick auf die bevorstehenden Wahlen im Jahr 2026 ist.
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18.12.2025
55 Minuten
Katja Wolf (BSW) und Petra Köpping (SPD) sind beide seit einem Jahr
stellvertretende Ministerpräsidentinnen in einer Regierung ohne
eigene Mehrheit. Beide Frauen übernahmen zuerst politische
Verantwortung in Kommunen, ehe sie Ministerinnen wurden und kämpfen
in ihren Bundesländern Thüringen und Sachsen mit ähnlichen
Voraussetzungen, etwa leeren öffentlichen Kassen oder einer
alternden Gesellschaft. Bei „Politik in Sachsen“ sitzen die beiden
Spitzenpolitikerinnen jetzt erstmals gemeinsam am Podcast-Mikrofon.
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05.12.2025
52 Minuten
Eigentlich hatte er sich das alles ganz anders vorgestellt im
Herbst 2014. Damals hatte Geert Mackenroth (CDU), der von 2004 bis
2009 bereits sächsischer Justizminister gewesen ist, frisch bei der
Landtagswahl das Direktmandat im Wahlkreis Meißen 1 geholt. Zudem
wurde ein Nachfolger für Martin Gillo (CDU) als
Ausländerbeauftragter gesucht. „Da habe ich gesagt, das mache ich.
So zum Abtrainieren. [...] Eine Legislatur noch oder vielleicht
auch zwei“, erzählt Mackenroth in der neuen Folge des Podcasts
„Politik in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger
Volkszeitung. Schnell sei für den damals 64- und heute 75-Jährigen
allerdings klar gewesen, ganz so einfach wird es nicht. Denn: „14
Tage später ging die Flüchtlingskrise los.“ Der Job in den
vergangenen Jahren sei alles andere als entspannt gewesen. „Im
Gegenteil, es war fast der Höhepunkt meiner politischen Laufbahn“,
erzählt Mackenroth. Der Politiker, der im Oktober 2025 in den
Ruhestand gewechselt ist, berichtet von den großen
Herausforderungen in der Zeit des hohen Flüchtlingszustroms und wie
wichtig damals wie jetzt das Vermitteln in der Gesellschaft ist.
Außerdem erklärt Mackenroth, warum er nichts von der Brandmauer
hält und wie man die AfD auch in Sachsen am ehesten stellen kann.
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01.11.2025
50 Minuten
Der politische Betrieb ist oft hart. Schwächen zeigen: nahezu
ausgeschlossen. Zu groß ist meist die Furcht davor, dass ein
offener Umgang mit etwas Persönlichem der Karriere, dem Ansehen in
der Bevölkerung oder der eigenen Partei schadet. Sabine Zimmermann,
die kürzlich ihren Rückzug vom BSW-Parteivorstand sowie aus dem
Sächsischen Landtag bekanntgegeben hat, macht das trotzdem. „Ich
hatte Anfang des Jahres eine seltene schwere Krankheit […] und
musste mich wirklich entscheiden: entweder Gesundheit oder
Politik,“ sagt Zimmermann im Podcast „Politik in Sachsen“ von
Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung. Offen erklärt die
65-Jährige, warum sie sich nach mehr als drei Jahrzehnten komplett
aus der Spitzenpolitik verabschiedet. Außerdem blickt sie in dem
Gespräch noch einmal zurück auf das Scheitern der
Brombeer-Koalitionsgespräche mit SPD und CDU nach der vergangenen
Landtagswahl, es geht um das Verhältnis des BSW zur AfD – und
letztlich auch um das vermeintlich wichtigste Thema ihrer Partei:
Frieden.
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Über diesen Podcast
Politik ist langweilig? Also in Sachsen ganz sicher nicht. Im
Podcast „Politik in Sachsen“ präsentieren die Sächsische Zeitung
und die Leipziger Volkszeitung aktuell diskutierte Themen mit
spannenden Gäste ein. Politiker, politische Akteure oder jene, die
sonst mit diesen Menschen sprechen und Hintergründe recherchieren:
die Redakteure. Dieser Podcast informiert, hinterfragt und erklärt
die Vorgänge im Dresdner Regierungsviertel.
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