Episoden

Erich von Däniken I: Die Götter aus dem All
26.02.2026
1 Stunde 24 Minuten
Anfang 2026 ist Erich von Däniken im Alter von 90 Jahren verstorben. Für uns Anlass genug, uns diesem außergewöhnlichen Phänomen der Populärkultur endlich ausführlich zu widmen. In dieser ersten Folge unserer zweiteiligen Däniken-Reihe nehmen wir seine Biografie unter die Lupe: die Kindheit im kriegsgeprägten Schaffhausen, die frühen Faszinationen, der lange Weg zum ersten Buch und die Frage, was von seinen Thesen geblieben ist, wenn man sie heute mit anderen Augen betrachtet. Wir sprechen darüber, was Präastronautik eigentlich ist und wo sie herkommt, warum Däniken nicht der einsame Visionär war, als den er sich gerne stilisierte, welche Rolle der Zeitgeist der 60er Jahre – Raumfahrt, Kalter Krieg, Gegenkultur – für seinen Erfolg spielte, wer wirklich sein erstes Manuskript in Form gebracht hat (und welche Vergangenheit diese Person hatte), und warum über 20 Verlage das Manuskript von „Erinnerungen an die Zukunft" ablehnten, bevor es zum Weltbestseller wurde. Mehr von Leif Inselmann: https://wunderkammer.inselmann.net/ Kapitel: 00:00:00 Intro 00:00:41 Nachruf: Däniken im Januar 2026 verstorben 00:07:11 Was ist Präastronautik? – Die These auf den Punkt 00:08:51 Kindheit im Krieg: Schaffhausen 1935–1945 00:16:46 Jesuiten-Internat und die erste Glaubenskrise 00:24:22 Kellner, Weltreisender, Abenteurer 00:28:50 Heirat, Schicksalsschläge & das Leben im Hotel 00:32:49 Erste Artikel und der Weg zum Manuskript 00:38:29 Der Nazi-Lektor und der Econ-Verlag 00:41:46 „Erinnerungen an die Zukunft" – ein Weltbestseller entsteht 00:43:02 Nazca, Baalbek, Pyramiden & die Piri-Reis-Karte 00:57:04 Die Vorläufer: Atlantis, Theosophie und Charles Fort 01:03:49 Panspermie, UFOs & der Zeitgeist der Nachkriegszeit 01:12:00 Powell & Bergier: Das Vorbild-Buch 01:15:24 Der Plagiat-Vorwurf: Erinnerungen an die Wirklichkeit 01:17:45 Däniken und der Zeitgeist der 60er Jahre 01:21:31 Ausblick auf Teil 2 & Verabschiedung #ErichvonDäniken #Präastronautik #Aliens #Geschichte #Podcast #AlleZeitderWelt #AncientAliens #Archäologie #UFO #Mythos #Bestseller #Esoterik #Raumfahrt #Zeitgeist #PseudowissenschaftImCheck #Biografie #Schweiz #ErinnerunganDieZukunft #NazcaLinien #Theosophie
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Karl Kiesewetter: Alchemie in der deutschen Provinz
12.02.2026
1 Stunde 46 Minuten
In dieser Folge von „Alle Zeit der Welt" widmen wir uns einem Mann, über den es bisher keine wissenschaftliche Biografie gibt – obwohl er zu den wichtigsten deutschsprachigen Okkulismushistorikern des 19. Jahrhunderts zählt: Karl (oder Carl) Kiesewetter (1854–1895). Zu Gast ist der Kultur- und Religionswissenschaftler Benjamin Rübsam, der selbst aus Meiningen stammt und diese Forschungslücke schließen will. Gemeinsam erkunden wir Kiesewetters Familiengeschichte – von einem schiffbrüchigen Alchemisten an der niederländischen Küste über das herzogliche Bergwerk Glücksbrunn bis hin zu Rosenkreuzer-Briefwechseln im 18. Jahrhundert. Wir sprechen über Kiesewetters Kindheit, geprägt von Hexengeschichten und mystischen Erlebnissen, seine Selbstexperimente mit halluzinogenen Hexensalben, seine Versuche der psychischen Fernwirkung (inklusive eines Fahrradsturzes) und seine Konflikte mit der Theosophischen Gesellschaft. Am Ende steht ein Grab auf dem Meininger Friedhof mit Rosenkreuzer-Siegel und die Frage, wie ein so einflussreicher Autor so in Vergessenheit geraten konnte. Eine Folge für alle, die sich für Esoterikgeschichte, Okkultismus und die verborgenen Traditionen der deutschen Provinz interessieren. Der Artikel von Benjamin Rübsam erscheint noch (Link folgt). Kapitel: 0:00 Intro & Vorstellung des Gastes 4:00 Warum eine Biografie über Karl Kiesewetter? 6:30 Die Familienlegende: Der Alchemist Seton und die Familie Haußen 9:30 Das Bergwerk Glücksbrunn und die herzoglichen Alchemisten 20:30 Der Großvater Johann Salomo Haußen in Meiningen 25:00 Verbindung zum Sagensammler Ludwig Bechstein 37:00 Alchemie und hermetische Philosophie am Meininger Hof 40:30 Rosenkreuzer-Briefwechsel und geheime Netzwerke 50:00 Kiesewetters Kindheit: Hexengeschichten und Kriegsvisionen 53:00 Die Messerstecherei und Großvaters Heilzauber 1:03:00 Erste Veröffentlichungen und Luthers Horoskop 1:05:00 Die Theosophische Gesellschaft und die Zeitschrift „Sphinx" 1:07:00 Selbstexperimente mit halluzinogenen Drogen 1:17:00 Psychische Fernwirkung: Der Fahrradsturz-Versuch 1:21:00 Der Hypnotiseur Hansen in Meiningen 1:30:00 Streit mit der Theosophischen Gesellschaft 1:33:00 Tod, Grab und Rosenkreuzer-Symbolik 1:42:00 Citizen Science: Erforscht eure lokale esoterische Geschichte!
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Okkultes Leipzig um 1900: Wie elitär war Esoterik?
29.01.2026
1 Stunde 39 Minuten
Leipzig um 1900 war weit mehr als eine Industriestadt und ein Zentrum des Buchhandels. Die Stadt war ein urbanes Labor für neue religiöse Ideen, okkulte Praktiken und alternative Lebensentwürfe. Gemeinsam mit dem Kultur- und Religionswissenschaftler Benjamin Rübsam schauen wir auf das sogenannte „okkulte Leipzig“: Wer trug dieses Milieu eigentlich? War Esoterik wirklich ein Projekt der gesellschaftlichen Elite – oder eher ein Massenphänomen? Welche Rolle spielten Verlage, Zeitschriften, Cafés und Vereine? Und warum konzentriert sich die Forschung bis heute oft nur auf prominente Figuren wie Aleister Crowley, während die vielen Akteure im Hintergrund unsichtbar bleiben? In dieser ersten Folge geht es um soziale Herkunft, Klassismus, städtische Räume, Lebensreform, Theosophie und die Frage, wie sich „Elite“ im Okkultismus eher als Narrativ denn als Realität entpuppt. Wenn dir unsere Arbeit gefällt, hinterlasse bitte eine Bewertung, abonniere unseren Kanal und unterstütze uns auf Patreon: https://patreon.com/allezeitderwelt Quellen & Hinweise Sammelband Deviantes Leipzig (Buchra Verlag) Forschungen von Dr. Heinz Mürmel u. a. Kapitel 00:00:07 – Einführung: Esoterik, Okkultismus und gängige Klischees 00:00:54 – Leipzig um 1900: Verlagstadt, Urbanität und Überwachung 01:01:31 – Wer trug das okkulte Milieu wirklich? 02:37 – Quellenlage: „Deviantes Leipzig“ und neue Perspektiven 03:38 – Was ist Esoterik? Definitionen und Abgrenzungen 17:54 – Lebensreform, alternative Religiosität und soziale Praxis 20:11 – Okkultismus als „Religion der Oberschicht“? Die These im Check 21:18 – Leipzigs Wachstum, Mittelschicht und soziale Durchmischung 34:14 – Staat, Polizei und der Umgang mit okkulten Vereinen 35:00 – Zeitschriften, Verlage und Okkultismus als Massenphänomen 36:48 – Verleger, Wohnorte und das Problem sozialer Zuordnung 47:25 – Crowley in Leipzig und internationale Verflechtungen 01:17:20 – Theosophische Gesellschaften, Namen und Marketing 01:25:46 – Elite als Narrativ im Okkultismus 01:27:04 – Fazit: Warum das Bild der elitären Esoterik nicht trägt 01:27:06 – Ausblick auf Folge 2: Karl Kiesewetter und die Provinz Ausblick: In Folge 2 steigen wir tiefer ein – mit einer Biografie aus der Provinz: Karl Kiesewetter.
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Hokuspokus? Abrakadabra! Die Geschichte eines Zauberwortes
15.01.2026
1 Stunde 9 Minuten
Wenn Magier ihre Tricks vorführen, rufen sie Worte, die jedes Kind kennt: Abrakadabra, Simsalabim, Hokuspokus. Aber woher kommen diese seltsamen Formeln eigentlich? In dieser Folge reisen wir zurück zu antiken Amuletten, mittelalterlichen Quacksalbern und fahrenden Gauklern. Wir fragen: Waren diese Worte jemals echte Magie – oder immer schon Show? Eine Spurensuche zwischen Aberglauben, Sprachgeschichte und Bühnenkunst. #abrakadabra #hokuspokus #geschichte Wenn dir unsere Arbeit gefällt, hinterlasse bitte eine Bewertung, abonniere unseren Kanal und unterstütze uns auf Patreon: https://patreon.com/allezeitderwelt Quellen & Literatur: https://www.nationalgeographic.com/premium/article/abracadabra-meaning-malaria-spell-magic https://blogs.lib.umich.edu/beyond-reading-room/abracadabra https://www.medievalists.net/2025/03/abracadabra-magical-medieval/ https://www.jewishencyclopedia.com/articles/633-abraxas http://mysteryarts.blogspot.com/2010/01/sim-sala-bim.html https://romanmagic.wordpress.com/2018/11/30/testing-abracadabra-sammonicus-magical-amulet/
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Geschichte der Henker: Ehre und Unehrlichkeit in der Frühen Neuzeit
01.01.2026
1 Stunde 21 Minuten
Warum hat der Henker in unserer Vorstellung eine schwarze Kapuze auf? Warum wurden manche Berufe in der Frühen Neuzeit als „unehrlich“ gebrandmarkt – und was bedeutete das konkret für Betroffene? In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Jutta Nowosadko über das Leben und Wirken von Scharfrichtern in der frühen Neuzeit in Deutschland, über das berühmte „Tagebuch“ des Franz Schmidt, den rechtlichen Begriff der Unehrlichkeit – und darüber, wie die Romantik unser Bild vom Henker bis heute geprägt hat. Eine Folge über Recht, Gewalt, Stigma und das Spektakel der Gerechtigkeit. Wenn dir unsere Arbeit gefällt, hinterlasse bitte eine Bewertung, abonniere unseren Kanal und unterstütze uns auf Patreon: https://patreon.com/allezeitderwelt #henker #geschichte #geschichtspodcast #früheneuzeit #scharfrichter Kapitel: 00:00 – Kann ein Henker ruhig schlafen? 02:00 – Einführung: Henker, Unehre und frühe Neuzeit 05:30 – Was ist „Ehre“? Gesellschaftsbild der Frühen Neuzeit 12:00 – Der unehrliche Beruf: Ausschluss, Alltag, Ambivalenz 18:00 – Vom Akkusationsprozess zur Inquisition: Wandel des Rechts 25:00 – Die Carolina: Staatliches Gewaltmonopol & Strafordnung 30:00 – Franz Schmidt: Malefiz-Chronik & Nürnbergs Henker 37:00 – Öffentliche Hinrichtungen als Spektakel 42:00 – Der Henker als literarische Figur (Romantik vs. Realität) 49:00 – Henker als Heiler: Medizin, Anatomie, „Sünderfett“ 56:00 – Das Ende der Scharfrichterdynastien im 19. Jahrhundert 01:03:00 – Die schwarze Kapuze – eine romantische Erfindung? 01:08:00 – Vom Schreckbild zum Antihelden: Henker in der Popkultur 01:15:00 – Fazit: Was wir vom Henkerbild über Recht & Ordnung lernen 01:18:00 – Outro & Dank an Prof. Dr. Jutta Nowosadko Quellen & Literatur: Jutta Nowosadko, Scharfrichter und Abdecker. Der Alltag zweier „unehrlicher Berufe“ in der Frühen Neuzeit, Paderborn u.a. 1994, zugleich: Essen, Univ. Diss. phil., 1993. Jutta Nowosadko, „Und nun alter, ehrlicher Franz“ – Die Transformation des Scharfrichtermotivs am Bei­spiel einer Nürnberger Malefizchronik, in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 31 (2006), S. 223-245. Jutta Nowosadko, Zwischen Integration und Ausgrenzung. „Unehrliche“ Fremde und alteingesessene „Un­ehrlichkeit“, in: Essener Unikate, Heft 6/7 (1995, unveränderte Neuauflage 1999), Geisteswissenschaft: Fremdsein – Historische Erfahrungen, S. 64-73. Peter Preisendörfer: Staatsbildung als Königskunst, 2000. https://www.pta-forum.de/ausgabe-092012/der-henker-als-heiler/ https://www.br.de/radio/bayern2/justiz-in-alter-zeit-zwischen-orthopaedie-und-folter-100.html https://dn710601.ca.archive.org/0/items/bub_gb_sI5PAAAAYAAJ/bub_gb_sI5PAAAAYAAJ.pdf
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Über diesen Podcast

In unserem Geschichtspodcast "Alle Zeit der Welt" erwecken wir durch akribische Recherche und schwarzen Humor obskure Gestalten der Geschichte zum Leben und setzen uns mit den eigentümlichsten Weltbildern der Menschheit auseinander. Egal ob es sich dabei um mystische, esoterische, faschistische oder einfach nur absurde Ideen handelt, indem wir uns mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen, können wir die Gegenwart besser verstehen und verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt. Links: https://www.patreon.com/allezeitderwelt https://www.reddit.com/r/allezeitderwelt https://www.youtube.com/@allezeitderwelt https://twitter.com/allezeit_pod Kontakt: allezeitderweltpodcast@gmail.com #geschichte #geschichtspodcast #allezeitderwelt

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