Hauptberuflich depressiv?! - Der Podcast über Depression, Mental Health und Co. Archiv
50 Episoden
15 Minuten
Die letzten Wochen waren… schwierig. Wenig Energie, kaum Antrieb, ein ziemlich geschreddertes Nervenkostüm – und nach dem Urlaub ein Wiedereinstieg, der mich heftiger erwischt hat, als ich erwartet hatte. Aber es gibt auch eine verdammt gute Nachricht: Nach 11,5 Monaten auf der Warteliste habe ich einen Therapieplatz. Vor Ort, einmal die Woche und bei einem Therapeuten, bei dem ich mich schon beim ersten Kennenlernen gut aufgehoben gefühlt habe. In dieser Folge erzähle ich, warum es mir zuletzt so schwergefallen ist, wieder in meinen Alltag zu finden, was Heuschnupfen, Rückenschmerzen und drei Wochen Reisen damit zu tun haben – und warum der Start der Therapie ziemlich genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Außerdem geht es um ACT, die Acceptance and Commitment Therapy. Ein Ansatz, der für mich zunächst ziemlich kontraintuitiv klingt: Nicht alles, was wehtut, muss verschwinden. Die spannendere Frage könnte sein, wie wir trotz Schmerz ein Leben führen können, das sich zu leben lohnt. Damit beginnt für mich gerade ein neues Kapitel. Und ich nehme dich ein Stück mit.
7 Minuten
In dieser Folge erzähle ich, warum ich mich bewusst für eine kleine Sommerpause entschieden habe – obwohl ein Teil von mir einfach weitermachen wollte. Es geht um Ressourcen, Selbstfürsorge und die Erkenntnis, dass ein Nein manchmal genau das Richtige ist. Ich wünsche dir eine gute Zeit und freue mich darauf, dich Anfang bis Mitte August wiederzuhören.
22 Minuten
Diese Folge hat kein einzelnes Thema. Sie hat vier. Sie kommt zu spät, sie will zu perfekt sein, sie ist zu müde und am Ende zu ehrlich, um das zu verstecken. Ich erzähle dir von einer Verspätung, die ich mir sonst nie erlaubt hätte. Ich erzähle dir von einem Hörbuch, das mir gezeigt hat, dass Aufopfern einen Namen hat. Ich erzähle dir von einem Urlaub, auf den ich mich nicht freue, obwohl ich es eigentlich sollte. Und ich erzähle dir von einem kleinen Trick, der gar nichts lösen will. Der nur Pause sein darf. Es gibt keinen roten Faden in dieser Folge. Es gibt nur mich, genau so, wie es gerade ist.
38 Minuten
Dein Partner ist depressiv – und keiner fragt, wie es eigentlich dir geht. Diese Folge ist für Angehörige von Menschen mit Depressionen: wie du einen Verdacht ansprichst, wo deine Grenze liegt, wenn Wut oder Aggression kommen, und welche Anlaufstellen wirklich für dich da sind. Kein Therapeuten-Sprech, sondern ehrlich aus Betroffenensicht – samt der Erinnerung, dass auch du dir Hilfe holen darfst. Du musst da nicht allein durch.
28 Minuten
Du glaubst, die Liebe ist weg. Dein Partner glaubt, es liegt an ihm. Und vielleicht steckt hinter all dem etwas ganz anderes. Warum Depressionen die Lust verschwinden lassen können, weshalb daraus oft Missverständnisse entstehen und was Beziehungen in solchen Phasen wirklich brauchen.
29 Minuten
Vier Kilo pro Jahr sieht keiner. Vierzig nach zehn Jahren sieht jeder – nur die Depression dahinter bleibt unsichtbar. In dieser Folge spreche ich darüber, wie Depression und Gewichtszunahme zusammenhängen: warum Essen Belohnung und Bestrafung zugleich ist, wie der Kreislauf aus Binge-Eating und Scham entsteht und warum das ein Symptom ist – kein Charakterfehler. Wenn du dich wiedererkennst: Du bist nicht maßlos. Du bist krank – und das ist behandelbar.
31 Minuten
KI kann bei Depression helfen – die erste klinische Studie zeigt 51 % weniger Symptome. Und dieselbe KI übersieht in Tests reihenweise Krisen. In dieser Folge bekommst du beides: die Zahlen, die Hoffnung machen, und die drei roten Linien, die du kennen musst. Plus meine ehrliche Praxis mit ChatGPT, Claude, Auren und Pausa. Damit du weißt, wofür das Werkzeug gebaut ist. Und wofür nicht.
27 Minuten
Depression verändert das Gehirn. Das klingt erst einmal beängstigend. Die gute Nachricht: Dein Gehirn kann sich auch wieder verändern. In dieser Folge sprechen wir über Neuroplastizität, warum Grübeln und Hoffnungslosigkeit zu ausgetretenen Wegen werden können und weshalb Therapie, Bewegung, Beziehungen und Wiederholung einen echten Unterschied machen. Veränderung braucht Zeit. Sie bleibt trotzdem möglich.
18 Minuten
Du stehst auf. Du funktionierst. Du ziehst irgendwie weiter durch. Und trotzdem fühlt sich Depression oft an wie persönliches Versagen. Wie Schwäche. Wie ein riesiger Beweis dafür, dass mit dir etwas nicht stimmt. In dieser Folge spreche ich darüber, warum genau dieser Gedanke so gefährlich ist. Warum depressive Menschen ihre eigene Kraft oft komplett übersehen. Und warum ein Zusammenbruch nicht automatisch bedeutet, dass jemand aufgegeben hat. Vielleicht messen wir Stärke einfach komplett falsch.
13 Minuten
Du funktionierst irgendwie weiter. Von außen wirkt vieles okay. Innen fühlt sich trotzdem alles an wie ein Kampf gegen den eigenen Kopf. Genau darum geht’s in dieser Folge. Warum Selbstwirksamkeit bei Depressionen so wichtig ist. Weshalb Strategien wie Journaling, Sport oder Achtsamkeit tatsächlich helfen können. Und warum genau diese Dinge irgendwann an ihre Grenzen stoßen können. Es geht um Resilienz. Um das Gefühl, dem eigenen Leben nicht komplett ausgeliefert zu sein. Und um die verdammt wichtige Erkenntnis, dass Hilfe suchen kein Kontrollverlust ist, sondern oft der erste Schritt zurück in die eigene Handlungsfähigkeit. Diese Folge könnte einiges gerade rücken. Vor allem, wenn du seit Monaten versuchst, dich alleine irgendwie „wieder hinzubekommen“.
24 Minuten
Vielleicht bist du nicht faul. Vielleicht kämpfst du seit Monaten gegen etwas, das von außen niemand sieht. In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen Faulheit, Erschöpfung und Depression — und warum gerade funktionierende Menschen oft viel zu spät merken, wie schlecht es ihnen wirklich geht. Du erfährst, welche Marker helfen können, mehr Klarheit zu bekommen und warum selbst kleine Alltagsaufgaben plötzlich zu riesigen Hürden werden können.
13 Minuten
Du kennst das Gefühl. Du weißt, dass du etwas tun solltest. Du weißt auch, dass du es nicht willst. Was du nicht kennst: wie es klingt, wenn jemand genau in diesem Moment aufnimmt. Nicht danach. Nicht aufgeräumt. Nicht mit dem Abstand, der alles besser aussehen lässt. Diese Folge ist anders. Weil sie zweigeteilt ist. Weil ich keine Ahnung hatte, was Teil zwei bringen würde, als ich Teil eins eingesprochen habe. Das ist der Unterschied zwischen reden über Antrieb und Antrieb in Echtzeit zeigen.
18 Minuten
Vorfreude ist die schönste Freude. Depression sagt: „Nicht für dich." In dieser Folge spreche ich über eines der leiseren Symptome der Depression – den Verlust der Vorfreude. Nicht die Anhedonie, wo Hobbys keinen Spaß mehr machen. Sondern dieses stille Vorglühen auf etwas Bevorstehendes, das irgendwann einfach abhandengekommen ist. Auslöser war eine Frage meiner Tochter kurz vor dem Osterurlaub. Eine einfache, unschuldige Frage – und ich konnte sie nicht ehrlich beantworten. Ich spreche darüber, wie Katastrophisieren und Vermeidung einen Teufelskreis erzeugen, warum ich so oft gute Miene zum bösen Spiel mache – und was das kostet. Und warum ich trotzdem zuversichtlich bin. Nicht blauäugig. Aber zuversichtlich.
11 Minuten
Über ein Jahr auf der Warteliste – und die Zuversicht schwindet. Was am Anfang noch wie Geduld aussah, fühlt sich inzwischen anders an: Die Depression wird lauter, die Gedanken dunkler. In dieser Episode spreche ich darüber, warum ich jetzt ernsthaft überlege, Therapie privat zu finanzieren – und was mich zu dieser Entscheidung gebracht hat.
21 Minuten
Wie erkläre ich meinen Kindern, was mit mir los ist? Ich habe lange geschwiegen. Nicht aus Scham – sondern weil ich gewartet habe, bis meine Kinder bereit sind. In dieser Episode teile ich, wie das Gespräch mit meiner Tochter wirklich passiert ist: nicht geplant, nicht perfekt, aber ehrlich. Ich erkläre, warum „Ich habe eine Depression" für mich fundamental anders ist als „Ich bin depressiv". Und warum es einer der wichtigsten Sätze ist, den du deinem Kind gegenüber je sagen kannst.