Podcaster
Episoden
13.02.2026
21 Minuten
Wir beobachten im öffentlichen Diskurs eine zunehmend stärker
werdende Polarisierung hin zu einfachem Schwarz-Weiß-Denken.
Sachverhalte und Äußerungen können nicht mehr sowohl- als auch
sein. An die Stelle des besseren Arguments tritt eine
Zugehörigkeitspolitik, die häufig zumindest von einer
Diskreditierung des Gegenübers gekennzeichnet ist. Dem möchten wir
als Freimaurerinnen ein radikales Konzept entgegensetzen und dazu
aufrufen, mehr Liebe zu wagen. Wenn wir im Februar, einen Tag vor
dem Valentinstag, von Liebe reden, denken viele vielleicht zunächst
an die romantische Liebe. Diese ist aber kulturhistorisch ein
relativ neues Konzept. Vorher war Liebe Gottesliebe, Nächstenliebe,
Feindesliebe, die Liebe für ein Land, für eine Gemeinschaft, zu
einer Kultur, freundschaftliche Liebe. "Liebe ist eine Form der
Fürsorge für jemanden und etwas. Es ist ein aktiver Prozess, eine
Aktivität, etwas, das man tut als eine Praxis", so beschrieb Erich
Fromm den Begriff der Liebe. Antje und Barbara untersuchen in der
aktuellen Folge Aus der Bauhütte wie sich der Liebesbegriff
philosophisch entwickelt hat und diskutieren das Problem des
Mitseins mit Anderen in der Welt. Daraus lässt sich ableiten, dass
eine liebevolle Praxis erlernbar ist und sich ein politischer
Auftrag zu radikaler Freundlichkeit ergibt.
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08.01.2026
23 Minuten
Häufig tauchen freimaurerische Symbole im Kontext geheimnisvoller
Bilder und Schriften auf. Die Logen und die freimaurerischen
Arbeiten umgibt ein Nimbus des Geheimnisvollen – vielleicht, weil
öffentlich wenig darüber gesprochen wird, aber sicher auch, weil
Freimaurerlogen diskrete Gemeinschaften sind. Es gibt keine direkte
Traditionslinie von alten Mysterienkulten, über Zauberbücher hin zu
der modernen Freimaurerei, doch haben sich Freimaurer-Gruppen wie
auch andere Sinngemeinschaften aus dem Werkzeugkasten dieser alten
magischen Traditionen bedient, um ihre eigene Philosophie bildhaft
auszudrücken. Wie in der Esoterik findet in der Freimaurerei ein
Symboltransfer statt. Lässt sich die Suche nach Erkenntnis auf
einen gemeinsamen Ursprung zurückführen? Sind Magie und Esoterik
also vielleicht doch Bestandteile maurerischer Arbeiten und
verfügen FreimaurerInnen über geheimes Wissen? Diese Fragen stellen
sich Antje und Barbara zu Beginn des Jahres 2026. Sie untersuchen,
was man eigentlich unter Esoterik versteht, wo die Ursprünge
einiger freimaurerischer Traditionen liegen und ob das Spiel mit
dem Geheimnisvollen nicht vielleicht von jeher vor allem eines ist:
ein sehr gelungener Marketing-Trick.
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11.12.2025
27 Minuten
In der Dezemberfolge tauchen Antje und Barbara einmal tief in die
vielleicht fundamentalste aller Fragen ein: Wie sehr bestimmt
unsere Sprache, was wir überhaupt denken und wahrnehmen können?
Ausgehend von verschiedenen philosophischen Theorien untersuchen
sie im Dialog, in wieweit Sprache die ordnende Macht der Gedanken
sein kann, in wieweit sie ein Instrument der Gedankenformung ist
und welchen Einfluss Framing und Priming bereits auf die
Wahrnehmung von Wirklichkeit hat. Gerade in sozialen Interaktionen
zeigt sich die Macht der Worte deutlich: Je nach Tonfall, Wortwahl
und Rhetorik können wir Beziehungen aufbauen, Konflikte lösen oder
sogar Manipulation ausüben. Auch in Bereichen wie Werbung und
Politik wird Sprache gezielt eingesetzt, um unser Verhalten zu
beeinflussen. Sprache ist also nicht nur ein Spiegel unseres
Denkens und Fühlens, sondern hat auch eine unmittelbare Auswirkung
auf unser Handeln. Durch Sprache können wir andere Menschen
motivieren, überzeugen und zu bestimmten Verhaltensweisen anregen.
Mit der Sapir-Whorf-Hypothese schlagen die Podcasthosts schließlich
eine Brücke zur Neurobiologie, wo sie zeigen, dass Sprachen unser
Gehirn physisch verdrahten und unterschiedliche neuronale Pfade
aktivieren. Das bedeutet: Wenn wir uns sprachlich verändern,
verändern wir unsere Neurologie und damit unser Bewusstsein auf
zellulärer Ebene. So kommen wir von der Philosophie zur Neurologie
– und zur These: die Kontrolle über die Sprache ist die Kontrolle
über das Selbst. Die Wahl unserer Worte ist letztlich die Wahl
unserer Realität. Deshalb wähle deine Worte bewusst und weise! Und
mit diesem Gedanken befinden wir uns mitten in der Freimaurerei,
wie Antje und Barbara erläutern. Wir wünschen allen Hörerinnen und
Hörern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Abschluss
des Jahres 2025. Wir hoffen, dass ihr auch 2026 wieder vorbeischaut
und gemeinsam mit uns über Freimaurerei nachdenkt.
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06.11.2025
21 Minuten
Über den Tod reden wir nicht gern. Was ist es, das uns so sprachlos
macht? Verdrängen wir? Müssen wir den Tod beiseiteschieben, um uns
aufs Leben zu konzentrieren? Oder macht gerade die
Auseinandersetzung mit dem Tod unser Hier und Jetzt lebenswerter?
Von der Antike bis zur Moderne ist wohl kaum ein Thema in
Philosophie und Theologie mehr bearbeitet worden, als die eigene
Endlichkeit und die Frage, was von uns bleibt. Von Aristoteles bis
Sartre, von Arendt bis Schopenhauer, sie alle haben dazu spannende,
bisweilen überraschende Anschauungen geäußert und alle wollen einen
Weg aufzeigen, um mit Anfang und Ende in unserem Leben umgehen zu
lernen. In der November-Folge des Freimaurerinnen-Podcasts setzen
sich Antje und Barbara mit der Frage auseinander, warum es sinnvoll
ist, sich mit der eigenen Sterblichkeit zu beschäftigen und in
welcher Weise die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit
ein fundamentaler Aspekt freimaurerischer Ritualpraxis ist. Dabei
untersuchen sie auch die Longevity-Trends, die zwischen dem
vernünftiger Wunsch, möglichst lang gesund zu leben und dem Wunsch
nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit pendeln. Die Endlichkeit,
die der Tod unserem Leben vorgibt, ist eine wichtige Richtschnur
für unsere Entscheidungen. Wenn ich weiß, dass das Leben endlich
ist, bekommt es eine andere Gewichtung. Je früher ich darauf achte,
desto zufriedener kann ich am Ende sein. Und letztlich führt die
Auseinandersetzung mit dem Tod zu der Frage: Wie will ich
eigentlich leben?
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09.10.2025
35 Minuten
Wie ist das eigentlich? Kommt Freimaurerei in der Öffentlichkeit
überhaupt vor und wenn, wie wird sie in den Medien dargestellt?
Nach nun drei Jahren Freimaurerinnen-Podcast wollen Antje und
Barbara wissen, ob sich die Sichtbarkeit von Freimaurerei verändert
hat und wie und über welche Anlässe heute berichtet wird. Dazu
nehmen sie verschiedene Medien, darunter Zeitungen, Fernseh- und
Rundfunksender, aber auch Social Media- und YouTube-Beiträge unter
die Lupe und analysieren, wie Freimaurerei dargestellt und
beurteilt wird. Bereits bei einer Google-Suche zeigen sich je nach
Quelle deutliche Unterschiede wie Freimaurerei dargestellt wird.
Viele Treffer sind Beiträge einzelner Logen und Großlogen, die
informativ sind und meist auf Veranstaltungen hinweisen. Bei
YouTube finden sie aber beispielsweise einen bunten Strauß
unterschiedlichster Formate und Darstellungsarten, je nachdem
welche Zwecke verfolgt werden und wer der Verfasser dieser Beiträge
ist. Offensichtlich beschäftigen sich hier sehr unterschiedliche
Menschen mit dem Thema Freimaurerei, welche, die erkennbar
Freimaurer*innen sind oder offen damit umgehen, dass sie keiner
Loge angehören, aber auch Personen, die keine Klarnamen verwenden
und deren Aktivitäten möglicherweise ausschließlich monetär
begründet sind. Hier den Überblick zu behalten ist nicht leicht.
Welchen Eindruck bekommen also Menschen, die sich über Freimaurerei
informieren möchten, digital vermittelt? Eine Einschätzung dazu
geben Antje und Barbara in ihren Oktober-Folge AUS DER BAUHÜTTE.
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Über diesen Podcast
Der Freimaurerinnen-Podcast
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