Der liebe lange Tag

Der liebe lange Tag

Der liebe lange Tag, der Podcast mit tollen Menschen, die spannende Dinge tun.
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Der liebe lange Tag, der Podcast mit tollen Menschen, die spannende Dinge tun.
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Episoden

Über die Freude an Gestalt und Gestaltung – Ein Gespräch (nicht nur) mit Dr. Manfred Grasshoff
28.05.2026
2 Stunden 41 Minuten
Es sind Formen und Gestalten, die Manfred und Monika Grasshoff begeistern. An der Schönheit der Natur kommen und wollen sie nicht vorbei. Soviel Romantik darf sein. Als einer der führenden Vertreter der Frankfurter Evolutionstheorie hat Dr. Manfred Grasshoff sich intensiv mit der Evolution beschäftigt und fragt sich bis heute, warum die Erkenntnisse über Konstruktion und Funktion von Organismen und ihrer Rolle in der Evolution so wenig Beachtung in der eigenen Disziplin gefunden haben.


Mit Kritik an der eigenen kritischen Evolutionstheorie muss jeder redlich wissenschaftlich Forschende leben, mit Ignoranz gegenüber berechtigten Fragen wie den Folgenden nicht: Wie funktionieren Organismen eigentlich? Wie sind sie konstruiert und könnte es sein, dass sich gerade anhand ihrer Konstruktion die Evolution des Lebens rekonstruieren lässt?


Nicht um Widerlegung Darwins ging es der Forschergruppe um Manfred Grasshoff und Wolfgang Gutmann am Senckenberg Institut in Frankfurt, aber sehr wohl um die Frage, ob die Epigonen Darwins sich allzu schnell mit Anpassung und Selektion als alleinige Erklärungsmuster für die Evolution begnügten nachdem klar wurde, dass die Erde wohl doch ein paar Jährchen älter sein dürfte als 6000.


Verwunderlich auch, weil das 19. Jahrhundert der Beginn des technischen Zeitalters war und Maschinen ihren Siegeszug antraten. Mechanik wohin man schaute, nur die Lebewesen, die sollten ihre Sonderstellung behaupten. Naturgesetze schön und gut, aber Tier und Krone der Schöpfung – der Mensch – dürfen ruhig ihren eigenen Gesetze folgen, sollen mehr sein als energiewandelnde hydraulische Konstruktionen. Bemerkenswert auch, weil der moderne Mensch sich lieber als aktiv gestaltendes Subjekt und weniger als zufälliges passiv angepasstes Objekt versteht.


Ein Gespräch über die erste heftige Erschütterung bereits mit drei Jahren, das Glück aufs Gymnasium gehen zu dürfen, die Schönheit von Spinnen samt Heureka-Erlebnis: Wenn die Zeit bei der hochkomplexen Kopulation dieser faszinierenden Tieren plötzlich still und eine existenzielle Frage im Raum steht: Wie kann denn sowas möglich sein?


Ein Rückblick auf einmal Senckenberg, immer Senckenberg, über die Liebe zum Zeichnen, die Liebe des Lebens und ein Poster als die Essenz des Lebenswerkes, namens Lappe: mit Adam und Eva samt Apfel, die staunend auf die Evolution schauen. Als natürlicher Bestandteil, nackt und ungekrönt. Eine Liebeserklärung an die Vielfalt des Leben in all seinen Facetten, an die Möglichkeiten der Gestaltung der eigenen Persönlichkeit und die Freude an der interdisziplinären Betrachtung. Verbunden mit der Einsicht, dass auch die ach so objektive Wissenschaft von Zeit, Kontext, Macht und Ignoranz nicht unberührt bleibt.


Ein ganz und gar wunderbares Gespräch über das Wunder Leben mit dem wohl schönsten Schlusssatz, den es geben kann.


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Vereinsamtes und verlorenes Ich – Ein Gespräch mit Dr. Timm Strotmann-Tack
20.11.2025
1 Stunde 34 Minuten
In der heutigen Folge „Vereinsamtes und verlorenes Ich“ spreche ich mit Dr. Timm Strotmann-Tack darüber, wie wir Demenz und Einsamkeit im Alter vorbeugen können, was der Verlust des eigenen Ichs und von Gemeinschaft miteinander zu tun haben und welche Hilfe es für Betroffene und Mitbetroffene gibt. 


Ein Gespräch darüber, warum wir nicht wissen, wie schlimm es sich für Menschen wirklich anfühlt, wenn sie ihren Geist verloren haben, aber sehr gut wissen, dass Emotionen und Gefühle die Vernunft überdauern, dass Berührung, Musik und Singen gut tut. Als Chefarzt der Gerontopsychiatrie und -psychotherapie der LVR-Klinik Viersen weiß Dr. Timm Strotmann-Tack, wie wichtig es ist sich Hilfe zu holen, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu kommen und dass der Umgang mit psychischen Erkrankungen heute in der Gesellschaft ein anderer ist als in Zeiten von Irrenanstalt und Gummizelle. 


Timm und ich sprechen darüber, warum ihn der Umgang mit älteren Menschen schon früh am Herzen lag, welche vielfältigen Möglichkeiten der Prophylaxe es gegen Demenz und Einsamkeit gibt und warum wir als Menschen einander brauchen, um gesund zu bleiben und mit Krankheit besser umzugehen. Timm gibt vielfältige Einblicke in den Zusammenhang von Körper und Geist, von körperlicher Bewegung und geistiger Aktivität und über die Notwendigkeit von Orten der Hilfe und Begegnung: in der Gedächtnisambulanz, im Demenzcafé, im Silbernetz, bei willst-Du-mit-mir-gehen, in Ehrenamt, Seniorenassistenz, Selbsthilfegruppe oder Nachbarschaft. 


Wir sind nicht allein, solange wir dem Ich ein Du zur Seite stellen. In Viersen und überall, wo Menschen den Mut haben einander zu begegnen. 
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Wertvoll – Ein Gespräch mit Sarah Grohé
18.11.2025
1 Stunde 23 Minuten
Sarah Grohé ist Gründerin von Erlich Textil, Gesellschafterin, Geschäftsführerin, Speakerin und Dipl. Modedesignerin. In der heutigen Folge „Wertvoll“ spreche ich mit ihr über die Kunst ein verantwortungsbewusstes Unternehmen zu führen. Geht das überhaupt: Sich selbst treu bleiben und trotzdem nach unternehmerischen Erfolg streben? Was sagt eigentlich meine links geprägte Sozialisierung dazu? Und warum sagen eigentliche alle: Unternehmerischer Erfolg und Werte, das passt einfach nicht zusammen! 


Diesen Fragen gehen wir nach. Nicht hochtrabend theoretisch sondern wild galoppierend, praktisch. Weil Sarah aus eigener Anschauung weiß, wie Fast Fashion riecht und wie viel Freude es macht gemeinsam das aufzubauen, was einem wirklich Freude macht. Ein Gespräch über Fischgerbereien in Island, den Mut die Messlatte hochzulegen, ins Risiko zu gehen und Haltung zu bewahren, auch dann, wenn die Erfolgsmohrrübe fragt: Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid: Nachhaltige Wäsche, authentische Produktkommunikation, vertrauensvolle Lieferantenbeziehungen, direct to the customer. Und dann, dann klopft auch noch Calida an? Drei Wochen später der Überfall Russlands auf die Ukraine. Kurze Flitterwochen zwischen Newcomer und Konzern. Schnelle Trennung. Im Guten zwar, aber voll auf dem Boden der Tatsachen, aber still alive; Management-Buy-out. Zurück auf Los. Geht’s noch? Danke, geht gut. Jetzt mal Erlich. 


Wie auch sonst? Fragt Sarah und berichtet mit großer Offenheit über den Mut und die guten Menschen, die es braucht, um seine eigene Existenz zu gründen und dabei zu bleiben, über die Fähigkeit mit Stress und knapp bei Kasse umzugehen, die Resilienz gegenüber Krisen, weil diese Kack-Krisen nicht von Deiner Seite weichen. Ein Gespräch als Playbook für alle Menschen, die selbst gründen und sich selbst treu bleiben wollen, ohne dabei ökonomische und zwischenmenschliche Realitäten aus dem Auge zu verlieren. Weil life auch immer work und work auch immer life ist und beiden ne Pause voneinander bisweilen echt gut tut. 


Viel Spaß beim Podcast oder demnächst auf Eurer Bühne, wenn ihr eine wertvolle Speakerin sucht. 
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Menscheinander – Ein Gespräch mit Michael Schellberg
23.01.2025
1 Stunde 36 Minuten
In der heutigen Folge „Menscheinander“ redet Lars Meckenstock mit mir darüber, was ich eigentlich so den lieben langen Tag mache. Fair enough. Ein Rollentausch, der mir großen Spaß gemacht hat. Ich bin Lars sehr dankbar, dass er so mutig ins kalte Moderatorenwasser gesprungen ist und sich in diesem bewegt hat wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser. So konnte ich fröhlich mitschwimmen und erzählend eintauchen; in meine Biographie. 


Ein Gespräch darüber, warum ich auf die Frage, was ich am liebsten tue noch immer frohes Mutes antworte: Irgendwas mit Menschen, aber auf meinen Fotos fast nie Menschen zu sehen sind. Wie ich dazu gekommen bin, Bücher zu schreiben und Menschen darin zu unterstützen, auf den Bühnen ihres Lebens locker auf den Punkt zu kommen und wie ich mit Moritz als Don Quijote und Sancho Pansa gegen Etikette-Windmühlen ritt. Ein Gespräch über das Erzählen, das Zuhören, das Mitdenken und in Form bringen, ein Gespräch über fröhlichen Dilettantismus, Zutrauen und Zupacken, den Wunsch besser zeichnen zu können und die Freude über die Frage, warum ich eigentlich kein Pfarrer geworden bin. 


Ein Versuch zumindest einigen der Menschen, die mich bei meinem Versuch der Charakterbildung auf so wunderbare Weise unterstützt haben und es noch immer tun, Danke zu sagen. An erster Stelle meiner geliebte Frau, Dir liebe Flo, ohne die mein bunter Bauchladen an Ideen, Fragmenten und Dienstleistungen für Wesentliches überhaupt nicht möglich wäre.


Ich danke Dir von Herzen. 
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Es ist eine Reise – Ein Gespräch mit Lars Meckenstock
23.01.2025
1 Stunde 19 Minuten
In der heutigen Folge „Es ist eine Reise“ rede ich mit Lars Meckenstock darüber, warum die Energiewirtschaft bei ihm so viel Energie frei setzt. Sein Leben lang. Lars erzählt, warum er schon früh das Gefühl hatte, sein Thema gefunden zu haben und die Energie ihn vom Praktikum bis in die Führung und von Köln bis Abu Dhabi begleitet hat. Warum er sich dann besonders wohl fühlt, wenn man gemeinsam im Team schneller dazu lernt als die Konkurrenz, warum ohne Resilienz alles nichts ist und ohne Ambiguitätstoleranz im Leben und in der Energiewirtschaft wenig geht. 


Unser Gespräch ist eine Reise. Wir lernen Lars kennen und einiges darüber, warum der politische Diskurs über Energie zwar wahnsinnig energetisch ist, aber oft nicht besonders zielführend. Weil die Ziele fehlen oder die Wege dahin und die Klimadebatte so hitzig ist wie das Klima selbst. Weil Ideologien, Scheinheiligkeit und die Externalisierung von Kosten nachhaltigem Wachstum Grenzen setzen und im Dreieck von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit mindestens einer auf der Strecke bleibt. Wir sprechen darüber, warum jede Energie ihre Zeit hat, Lars die Herausforderungen und Menschen liebt, die gemeinsam was bewegen wollen, warum Energie, Wärme und Mobilität drei Seiten einer Medaille sind und wie man grünen Strom zu Geld macht. 


Unser Gespräch ist übrigens der erste Doppelpodcast dieser Reihe. Weil Lars sagte, ich mach’ gerne einen Podcast mit Dir, aber wer spricht eigentlich mit Dir über Deinen lieben langen Tag? Weil jede gute Frage eine gute Antwort verdient hat, habe ich gesagt: Du. Und so haben Lars und ich noch einmal miteinander geredet: über meinen lieben langen Tag und den langen Weg dorthin. Auch das war eine Reise. Eine schöne. Danke dafür, lieber Lars. 
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Über diesen Podcast

Der liebe lange Tag, der Podcast mit tollen Menschen, die spannende Dinge tun. Michael Schellberg spricht mit Menschen darüber, was sie eigentlich so den ganzen lieben langen Tag tun. Was sie begeistert, entgeistert, antreibt und bewegt. Wie sie zu denen wurden, die sie sind und was nicht ist, aber noch werden kann.
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