Podcaster
Episoden
23.02.2026
31 Minuten
In der letzten Podcastfolge wurde gemeinsam mit Hartmut
Goldschmidt ein Blick zurückgeworfen und die Therapieentwicklung
beim Multiplen Myelom beleuchtet. Heute schauen wir bei derselben
Erkrankung nach vorne: Im Gespräch mit Leo Rasche aus Würzburg
thematisiert Peter Borchmann den Stellenwert T-Zell-aktivierender
Immuntherapien. Darunter werden innovative Krebstherapien
verstanden, bei denen entweder die T-Zellen des körpereigene
Abwehrsystems genetisch modifiziert (CAR-T-Zell-Therapie) oder
aber stimuliert (bispezifische Antikörper) werden, um Tumorzellen
spezifisch zu erkennen und in Serie zu zerstören. Denn die das
multiple Myelom verursachenden Plasmazellen – sie sind terminale
Differenzierungsstufe der B-Lymphozyten - haben gleich mehrere
Antigene, die sich als Zielstruktur für sogenannte „T-cell
engager“ etabliert haben oder sich für CAR-T-Zelltherapien beim
Multiple Myelom eignen.
Leo Rasche war von 2016 bis 2018 Postdoktorand am „Myeloma
Institute der University of Arkansas for Medical Sciences“ in
Little Rock, wo er sich mit medizinischer Bildgebung,
Tumorgenomik, Tumorentwicklung und Immuntherapieansätzen zur
Behandlung des multiplen Myeloms befasste. Seit 2018 ist Leo
Rasche Oberarzt und Gruppenleiter in der Myelomabteilung des
Universitätsklinikums Würzburg und erhielt 2022 den mit 7.500
Euro dotierten Artur-Pappenheim-Preis der Deutschen Gesellschaft
für Hämatologie und Onkologie (DGHO) für seine herausragende
Forschung zum Multiplen Myelom. Seine Arbeit entschlüsselte
Resistenzmechanismen bei CAR-T-Zelltherapien, bei denen
Myelomzellen das Oberflächenprotein BCMA verlieren, was für die
Weiterentwicklung von Krebstherapien von hoher Bedeutung ist.
Informationen zu Leo Rasche und die DSMM
Universitätsklinikum Würzburg: Zentrum für das Multiple Myelom
Universitätsklinikum Würzburg: Prof. Dr. med. Leo Rasche
Informationen zum KML-Podcast & Peter
Borchmann
https://lymphome.de/podcast
Oberärzte | Innere Medizin I | Uniklinik Köln
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23.02.2026
29 Minuten
Wer vor 35 Jahren an einem Multiplen Myelom erkrankte, stand vor
einer fast ausweglosen Situation. Die Therapie war auf wenige,
nur unzureichend wirksame Medikamente beschränkt – die mittlere
Lebenserwartung dieser Patient:innen betrug etwa 3 Jahre. Viele
Betroffene erkrankten zusätzlich an einem myelodysplastischen
Syndrom oder einer akuten myeloischen Leukämie. Neue Konzepte
mussten her.
Hartmut Goldschmidt, der 1992 von der Berliner Charité kommend an
die Uniklinik in Heidelberg gewechselt war, forschte dort an
Behandlungskonzepten mit hochdosierten Chemotherapien. Es zeigte
sich, dass durch die sequentielle Hochdosistherapie langfristige
und durch die allogene Stammzelltransplantation auch komplette
Remissionen beim multiplen Myelom erzielt werden konnten.
Angetrieben von dem Ziel, nebenwirkungsärmere Therapien für am
Multiplen Myelom erkrankte Menschen zu entwickeln, wurde 1996 die
GMMG – die German-Speaking Myeloma Multicenter Group - gegründet
und 30 Jahre lang von H. Goldschmidt geleitet. Heute ist das
Multiple Myelom eine gut beherrschbare Erkrankung – und dazu hat
auch die GMMG unter der Leitung von Hartmut Goldschmidt
beigetragen – weit über 600 Publikationen bei PubMed, davon
allein sechs im New England Journal of Medicine (NEJM), belegen
die wissenschaftliche Relevanz dieser Gruppe. Hören Sie rein und
erfahren Sie, welche Hürden die GMMG genommen hat und wie durch
klinische Therapiestudien die Situation für an einem multiplen
Myelom erkrankte Menschen stetig verbessert werden konnte.
Informationen zu Hartmut Goldschmidt und die
GMMG
https://gmmg.info
Myelomzentrum Heidelberg: Universitätsklinikum Heidelberg
Informationen zum KML-Podcast & Peter
Borchmann
https://lymphome.de/podcast
Oberärzte | Innere Medizin I | Uniklinik Köln
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12.09.2025
1 Stunde 22 Minuten
Bei der Fortbildungsveranstaltung „Hämatologie im Wandel 2025“
wurde am 5. September 2025 in einer Podiumsdiskussion die
Frage erörtert, welche Strukturen in Deutschland benötigt werden,
damit Patient:innen mit Lymphomen & Leukämien optimal versorgt
werden können. Christian Karagiannidis hielt zu der Fragestellung
„Wo sollten Leukmämie- und Lymphom-Patient:innen behandelt werden –
eine Diskussion um NCTs, CCCs und die Krankenhausreform“ einen
Impulsvortrag, in dem er auch notwendige Strukturreformen im
deutschen Gesundheitswesen anmahnte. Michael Hallek moderierte die
sich daran anschließende Diskussionsrunde an der diese Expertinnen
und Experten beteiligt waren: Prof. Dr. med. Christian
Karagiannidis (Köln), Johannes Förner (Patientenvertreter,
München), PD Dr. med. Thomas Illmer (Dresden), Dr. med. Barbara
Zimmer (MD Düsseldorf), Prof. Dr. med. Thomas Oellerich
(Frankfurt), Prof. Dr. med. Michael Hallek (Köln). Seien Sie
gespannt auf diese für die KML-Podcastreihe aufgezeichnete
Diskussion.
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09.09.2025
24 Minuten
Bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) haben die oralen
BTK- und BCL2-Inhibition die früher übliche Chemotherapie praktisch
vollständig aus der Routine verdrängt. Zwei Konzepte stehen sich
gegenüber: die zeitlich begrenzte Therapie mit dem Ziel einer
tiefen und langanhalten Remission und die Dauertherapie mit dem
Ziel einer minimalen Intervention mit langfristiger
Krankheitskontrolle. Für beide Optionen gibt es Für und Wider. Wie
im klinischen Alltag entschieden werden sollte und wie der
Stellenwert der zur Verfügung stehenden Substanzen zu bewerten ist,
diesen Fragen geht Peter Borchmann in der 16. Ausgabe der
KML-Podcastreihe nach. Er spricht mit Barbara Eichhorst, Oberärztin
an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und Leiterin
der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG). Neben ihrer
translationalen und klinischen Forschung zur Richter Transformation
ist sie maßgeblich für die Entwicklung neuer Therapiekonzepte und
die Durchführung von Therapieoptimierungsstudien bei der CLL
verantwortlich. Barbara Eichhorst vereint jahrzehntelange Erfahrung
in der akademischen Forschung mit persönlicher Erfahrung in der
klinischen Praxis.
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14.07.2025
26 Minuten
Bei der Diagnostik und Therapie des Morbus Waldenström hat es in
den letzten Jahren grundlegende Veränderungen gegeben. Die Frage,
welche Therapie für die jeweiligen Patient:innen die beste Wahl
ist, wurde dadurch sehr komplex. Aufgrund der Paraproteinämie, die
klinisch sehr relevant sein oder werden kann, ist eine
Therapieentscheidung auch häufig dringlich. Mit Christian Buske
verfügt das KML über einen ausgewiesenen Experten für diese
Erkrankung – er ist heute Gast dieser Podcastreihe. Christian Buske
ist Ärztlicher Direktor am Institut für Experimentelle
Tumorforschung des Universitätsklinikums Ulm und koordiniert das
„Europäische Konsortium für Morbus Waldenström (ECWM)“. Hinzu kommt
seine sehr enge Einbindung im Vorstand der GLA. Christian Buske ist
Initiator zahlreicher Studien, Autor zahlreicher wichtiger
Publikationen und verantwortlicher Autor der Onkopedia-Leitlinie
für den Morbus Waldenström.
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Über diesen Podcast
Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 25.000 Menschen an einem
der verschiedenen Subtypen maligner Lymphome. Das Feld entwickelt
sich sehr dynamisch. In immer kürzeren Abständen werden neue
Studienergebnisse zu Diagnostik und Therapie vorgestellt. Neue
Therapeutika sind schon lange nicht mehr nur klassische
Zytostatika, sondern zunehmend zielgerichtete Substanzen und
Immuntherapeutika. Das Feld befindet sich also im einem relativ
raschen Wandel. In der Praxis hängt die Frage, welches
Therapiekonzept schließlich für welchen Patienten optimal ist, von
zusätzlichen Faktoren ab. In dieser komplexen Situation neue
Ergebnisse zu bewerten und in Therapie-Algorithmen einfließen zu
lassen, erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit
Studiendaten und einen offenen Diskurs. Wir wollen mit diesem
Podcast einen kompetenten und vor allem unabhängigen Beitrag zu
diesem Diskurs leisten. Geben Sie uns gern ein Feedback
an podcast@lymphome.de. Weitere Informationen und Broschüren
zu verschiedenen Lymphomerkrankungen finden Sie auch
auf www.lymphome.de, dem Webportal des Kompetenznetzes Maligne
Lymphome.
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