Podcaster
Episoden
18.12.2022
20 Minuten
Wie oft wurde eigentlich schon „Im Namen...“ etwas gerechtfertigt, verkündigt oder gesegnet ?
Wie kann es sein, dass „Im Namen....“ Waffen und Kriegsgegner gesegnet werden ? In der Geschichte verschiedener Glaubensrichtungen zieht sich dies wie ein roter Faden durch. Gutes wurde geschaffen aber auch Böses verbrochen und alles „Im Namen....“. Dies finden wir auch in der Geschichte der Prämonstratenser-Abtei Wadgassen. Im 12. Jahrhundert wurde eine Abtei auf unwirtschaftlichen, wüstem Gebiet inmitten einer Moorlandschaft errichtet, die sich später zur mächtigsten Glaubensgemeinschaft des Saarlandes entwickeln sollte. Unter dem Motto “Desertum florebit quasi lilium” (Die Wüste wird wie eine Lilie erblühen) wurde Unglaubliches geschaffen, aber auch mit aller Härte gegen Missetäter durchgegriffen. Es gab dort eine eigene Schule, in der Kinder in den sieben freien Künsten (zu denen neben Geometrie und Astronomie unter anderem auch die Musik zählte) unterrichtet wurden, aber auch Arme, die vor den Toren der Abtei hungern mussten und nur an Festtagen von den Resten der Ordensbrüder speisen durften. Die mittelalterlichen Hexenprozesse forderten ihr Tribut und Opfer war eine Gruppe von ekstatisch tanzenden Menschen, die sich ausgelassen zu Musik bewegten, was allerdings als Teufelswerk interpretiert wurde. Was dann geschah: Ein Schauprozess verurteilte die Tänzer zum Tod durch Feuer. Alles „Im Namen....“ Wir schreiben das Jahr 1789: Abt Bordier befindet sich im zehnten Jahr seiner Herrschaft; er weiß noch nicht, dass er der letzte Abt einer fast 700-jährigen Tradition sein wird. Nicht weit von der Abtei entfernt befindet sich die französische Grenze, die sich schon seit langem mit Böllerschüssen bemerkbar macht und von den Brüdern mit Unbehagen beäugt wird. Die Vorboten der französischen Revolution kündigen sich an, doch niemand mag wirklich daran glauben. Bis die Franzosen an die Pforte klopfen, die Abtei stürmen und durch das Portal in die Gemächer der Mönche eindringen. In blinder Wut werden sämtliche Orgelpfeifen der Orgel herausgerissen, Ikonen mit dem Schwert enthauptet, Ordensbrüder erschlagen und zahlreiche Gebäude in Brand gesetzt. Die Klosterkirche steht in Flammen. Eine wilde und unvorbereitete Flucht beginnt. Durch einen Geheimtunnel können Abt Bordier und eine Handvoll Brüder durch die Saar (ein benachbarter Fluss) in den Nachbarort Bous flüchten. Sie sind am Leben, ihre Existenz, die Prämonstratenser-Abtei ist allerdings zerstört. Während sie sich in Richtung Prag in eine Abtei (Kloster Strahov) retten, wird die Abtei Wadgassen geschliffen und als Steinbruch genutzt. Doch die Wüste erblüht von Neuem. Auf den Fundamenten der Abtei entsteht wenige Jahrzehnte später neues Leben in Form einer Glashütte, die den Menschen nach dem Frieden in der Region auch Arbeitsplätze und neue Visionen beschert.
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11.12.2022
12 Minuten
Das Werk Symphonic Dimensions ist ein kraftvolles Eröffungsstück mit einem immer wiederkehrenden Motiv. Beginnend mit einer festlichen Fanfare, in der das Leitmotiv bereits zum ersten Mal erklingt, geht es mit der Leichtigkeit eines 12/8-Taktes beschwingt weiter. Die Themen wechseln einander – variiert durch verschiedene Instrumentation – immer wieder ab und enden in einem epischen Finale. Symphonic Dimensions kann ebenso am Ende eines Konzertes als packender Abschluss erklingen.
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04.12.2022
11 Minuten
Otto M. Schwarz wurde von einem Freund gebeten, einen Choral zum Begräbnis von dessen Kind zu komponieren. Lux Aeterna (Das ewige Licht) ist eigentlich ein Teil der Totenmesse, hat aber in dieser Komposition keinen Bezug zum lateinischen Originaltext. Menschen mit Nahtoderfahrungen berichten oft von einem hellen Licht. Die Musik bewegt sich zwischen traurigen, hoffnungsvollen und flehenden Passagen hin und her und stellt Fragen, die nicht beantwortet werden können. Sie endet jedoch in einem versöhnlichen Durakkord, der die Ruhe und Wärme dieses Lichtes, welches Erlösung verspricht, widerspiegelt.
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27.11.2022
14 Minuten
Eine Stadt wird gegründet – ihr Herz beginnt zu schlagen.
Doch sichtbare Errungenschaften wie Bauwerke und Infrastruktur sind lediglich Zeugnisse dessen, was ihr wahres Herz ausmacht: die Menschen, welche in der Stadt gelebt haben und heute noch leben. Der Puls der Stadt, der durch ihren Herzschlag in Gang gesetzt wird, verändert sich mit der Zeit. Wer kennt nicht diese Zeitraffer-Bilder, die flimmernde Linien aus Lichtern von Autos zeigen, in denen sich Menschen ihren Weg zur Arbeit bahnen, während andere an Ampeln stehen, um sich dann wie auf Knopfdruck ebenfalls fortzubewegen? Diese Linien sind wie Lebensadern, angetrieben durch ein starkes Herz. Leonardo da Vinci hat schon die Flüsse als imaginäre Blutbahnen dieser Erde beschrieben. In einer jeden Stadt sind es nicht die Flüsse, sondern die Bewegungen und das Wirken der Menschen, die dort wohnen und leben. Das Herz klopft aber nicht immer stetig, sondern es wird durch Freude, Angst und vielerlei andere Dinge in seinem Rhythmus beeinflusst. Jede Stadt hat ihren eigenen Puls. So auch die Universitätsstadt Marburg, in der heute Menschen aus über 100 Nationen in einer weltoffenen und toleranten Gemeinschaft miteinander leben. In diesem Werk wird die Stadt von der Gründung im Jahre 1222 über das Wirken der heiligen Elisabeth bis hin zur Gegenwart beschrieben.
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20.11.2022
9 Minuten
Back on Track ist ein spektakuläres Werk für sinfonisches Blasorchester. Otto M. Schwarz komponierte für den Beginn eine Eröffungsfanfare, die auch als kurzer Teaser bei Festlichkeiten gespielt werden kann. Ein Motiv wird in verschiedenen Rhythmen und Taktarten im Mittelteil verarbeitet und mündet in ein episches Finale, geschmückt durch prachtvolle Klangfarben der Blechbläser.
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Über diesen Podcast
Das ist der Podcast des Komponisten Otto M Schwarz. Hier spricht er
über seine Gedanken zu seinen Werken. „Einige Chancen auf meinem
Weg haben sich eher zufällig ergeben. Aber hinter dem Erfolg stehen
letztendlich Fleiß und zwei Jahrzehnte leidenschaftlicher Arbeit.
Heute werden meine Kompositionen rund um die Welt und auch in den
hintersten Winkeln aufgeführt, und ich kann es eigentlich noch
immer kaum glauben. Allen Freunden meiner Musik weltweit ist diese
Website gewidmet.” (Otto M. Schwarz) DIE FRÜHEN JAHRE Der gebürtige
Niederösterreicher erhielt seine erste musikalische Ausbildung an
der Musikschule Wimpassing und später an der Musikhochschule in
Wien. Dort wurde er im Jahr 1978 als jüngster Student in die
Vorbereitungsklasse von Prof. Franz Weiss aufgenommen. Es folgten
weitere Studien beim Wiener Philharmoniker Prof. Josef Pomberger
für Trompete und bei Prof. Heinz Kratochwil für Tonsatz. Bereits im
Alter von 15 Jahren begann sich neben dem Studium das Talent für
Komposition abzuzeichnen. Seine ersten Erfolge verbuchte Otto M.
Schwarz im Bereich der Pop-Musik. Drei seiner frühen Kompositionen
wurden als Singles veröffentlicht und konnten sich in den Austro
Charts des Popsenders Ö3 platzieren. Für den Titel „Der Weg zur
Freiheit“ erhielt er bei der Vorausscheidung zum European
Songcontest 1989 den Preis für die beste Komposition. Dieser Preis
war kein Publikumsentscheid, sondern wurde vom Österreichischen
Komponistenbund aus über 600 Einsendungen ermittelt. Durch diese
Erfolge beflügelt, richtete er knapp drei Jahre später sein eigenes
Tonstudio ein, wo er bisher tausende Titel produzierte. DIE
EROBERUNG DER WELT Als Komponist ist er heute für Werbung,
Filmmusiken und Erkennungsmelodien für große Fernsehsender wie ARD,
ZDF, ORF, RTL und viele mehr tätig. Durch die Zusammenarbeit mit
renommierten internationalen Verlagen werden seine CDs in über 80
Ländern der Welt gespielt und vertrieben. Geschätzte 2 Million mal
gingen CDs mit seinen Kompositionen über die Ladentische oder
fanden über offizielle Downloads zu ihren neuen Besitzern.
SCHWERPUNKT FILMMUSIK Seit 2001 produziert Otto M. Schwarz fast
ausschließlich Filmmusiken für internationale Filmproduktionen. Der
Film „Um Kopf und Kragen“ aus der Reihe Polizeiruf 110 war die
erste abendfüllende Produktion unter seiner Mitwirkung und
erreichte über 6 Millionen Zuseher. Seit dem Herbst 2001 arbeitet
er mit LISA und MONA Film zusammen. Es entstanden Produktionen für
die deutschen Fernsehanstalten ARD, ZDF, den österreichischen
Rundfunk (ORF) und das italienische Fernsehen RAI. Im März 2002
wurde die von ihm vertonte Romanverfilmung „Die Wasserfälle von
Slunj“ bei den TV-Festspielen in Venedig ausgezeichnet. Filme mit
Horst Tappert (Herz ohne Krone) und Franco Nero (Die achte
Todsünde, Das Todeskarussell) folgten. „Annas zweite Chance“ wurde
2009 mit dem Diva Award für die meistgesehene deutsche
Filmproduktion ausgezeichnet. (2.1.2009, ARD, 7,44 Millionen
Zuseher) Später übernahm er die Filmmusikproduktion für bekannte
Reihen wie Alpenklinik, Lilly Schönauer, Die Landärztin, SOKO
Kitzbühel und Agathe kann’s nichts lassen. Weitere Zusammenarbeiten
in Filmen der Regisseure Josef Vilsmaier, Holger Barthel, Karsten
Wichniarz, Peter Patzak, Michael Zens, Helmut Metzger und vieler
anderer folgten. DIE „S-KLASSE” SYMPHONISCHES ORCHESTER Seit 1995
veröffentlicht er Kompositionen im symphonisches Bereich beim
holländischen Musikverlag De Haske, dem Schweizer Mitropa-Verlag
und dem amerikanischen Hal Leonard Verlag. Werke wie Nostradamus,
Around the World in 80 Days, Dragon Fight, Man in the Ice,
Bonaparte u.v.a. werden auf der ganzen Welt erfolgreich aufgeführt.
Unter der programmatischen Bezeichnung „Symphonic Dimensions“
lieferte Otto M. Schwarz im Jahr 2013 seine erste eigene Produktion
für großes Sinfonieorchester ab. Einige seiner beliebtesten
Kompositionen wurden für diese Besetzung neu arrangiert und sind
seit Dezember 2013 als CD oder Download erhältlich.
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