Podcaster
Episoden
12.02.2026
32 Minuten
Kopiert haben die Menschen immer schon, aber noch nie waren sie
darin so effizient, so schnell wie heute. In der digitalen
Textverarbeitung sind es nur wenige Klicks um seitenweise zu
duplizieren. Der Weg dahin war allerdings lang und wäre ohne die
Erfindung der Fotokopie kaum möglich gewesen. Was viele nicht
wissen: Eine wichtige Fotokopiertechnik kommt aus dem Rheinland und
ist der Chemikerin Edith Weyde zu verdanken: die sogenannte
Blitzkopie, oder auch Copyrapid. So dröge und technisch es erst
einmal klingen mag – Kopierer haben die Welt verändert. Und zwar
nicht nur die der Buchhaltung. Copyshops werden über viele Jahre zu
einem Begegnungsort und in der Kunst entsteht ein neues Genre: die
Copy-Art. Hier zeigt sich die spielerische, kreative Seite der
Technikgeschichte. Im Museum für Fotokopie in Mülheim an der Ruhr
lässt sich der Weg der Kopiertechnik und Copy Art nicht nur
nachvollziehen, jede und jeder darf auch selbst an die historischen
Geräte. Das Museum versteht sich als offene Werkstatt und das passt
zum Gesamtsetting, denn es ist eingebettet in das soziokulturelle
Kunsthaus „Macroscope e. V.“ Für die NRW-Stiftung ist der Ort wie
eine Wundertüte, die echte Schätze bereithält. Darum hat sie gern
den Museumsraum mitfinanziert. Also, Deckel hoch, Ohren auf, hier
sind echte Kopier-Originale zu entdecken. Host: Marija Bakker
Studiogast: Therese Schuleit, freie Kuratorin, Museum für Fotokopie
NRW-Stiftung: Gregor Wessel, Heimat- und Kulturpflege Vor Ort:
Klaus Urbons, Künstler und Museumsgründer Produktion: Tizian
Satlek, sounds fresh Weitere Quellen: Youtube-Video MeyneXOne:
https://www.youtube.com/shorts/J-EZRAc5kGg?feature=share
WDR-Interview mit Edith Weyde, Sommer 1986, von Paul Patrick Nelles
und Patrick Odijk. Weiterführende Links:
https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung,
Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://museum-fotokopie.de
M.F.F. – Museum für Fotokopie – jeden Donnerstag 16:00-19:00 Uhr
geöffnet, Kontaktmöglichkeiten für Führungen, Kopierführerschein
etc. auf der Homepage https://www.makroscope.eu Makroscope –
Webseite des soziokulturellen Kunsthauses
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08.01.2026
32 Minuten
1980 in Warendorf: Etliche historische Häuser sind in desolatem
Zustand. Kaum jemand interessiert sich für sie, also könnten die
Gebäude aus dem 17. oder 18. Jahrhundert doch auch einfach weg?
Platz schaffen für eine schöne breite Straße, damit der Autoverkehr
gut fließt! Die Logik ist zeitgemäß, doch es regt sich Widerstand.
Die Altstadtfreunde Warendorf treten auf den Plan und sorgen nicht
nur für einen Sinneswandel in der Stadtgesellschaft, sie befreien
auch wunderschöne Fachwerkfassaden aus dem Dornröschenschlaf, und
entwickeln ein Konzept, das den Bürgerinnen und Bürgern die
historischen Schätze ihrer Stadt ganz neu zugänglich macht: ein
Museum, in dem man hinter die Fassaden schauen und authentische
Räume erleben kann. Orte, an denen Menschen schon vor Jahrhunderten
gelebt und Spuren hinterlassen haben. Wer zum Beispiel das Gadem
betritt, ein kleines Arbeiterhäuschen am Rand der Altstadt, steht
mitten im Leben zweier sehr armer Familien im Jahr 1925. Jeder
Gegenstand hier fügt sich historisch und atmosphärisch ein, erzählt
aber auch vom Engagement und vom Fachwissen, das durch die
Altstadtfreunde Warendorf mit eingezogen ist. Das gilt auch für das
klassizistische Bürgerhaus, wenige Straßen weiter, wo eine
Bildtapete aus dem 19. Jahrhundert ihre wundersame Geschichte
erzählt, wo aber auch Konzerte stattfinden und zum geselligen
Treffpunkt werden. Besonders auffallend aber: Wann immer man
Altstadtfreunde trifft, bekommt man Altstadtfreude zu spüren. Die
NRW-Stiftung hat sich schon früh begeistern lassen für die vielen
guten Ideen und im Lauf der Jahrzehnte diverse Projekte
mitfinanziert. Völlig klar, dass diese Geschichte weitergeht, sie
ist einfach gut. Host: Marija Bakker Studiogast: Cristina Costas,
Altstadtfreunde Warendorf e. V. NRW-Stiftung: Mona Wehling, Heimat-
und Kulturpflege In Warendorf: Alfred Smieszchala, Laurenz
Sandmann, Bettina Sallermann, Altstadtfreunde Warendorf e. V.
Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende
Links: Infos zu allen Orten des dezentralen Stadtmuseums Warendorf
und zur Arbeit des Vereins https://www.altstadtfreunde-warendorf.de
Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare,
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
https://www.nrw-stiftung.de Direkt zum Förderprojekt
https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/dezentrales-stadtmuseum-in-warendorf.html
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11.12.2025
32 Minuten
Auf dem Münsterplatz in Bonn (und nicht nur da) steht er ja auf
einem ziemlich hohen Sockel: Ludwig van Beethoven, legendärer
Komponist, Musik-Ikone und berühmtester Sohn der Stadt.
Klassik-Fans aus der ganzen Welt pilgern zum Beethoven-Haus, wo er
im Dezember 1770 geboren wurde. Aber die Ausstellung dort holt das
Genie auf sympathische Weise vom Sockel runter, zeigt ihn auf
Augenhöhe – als Mensch. Ludwig van Beethoven liebte es zum
Beispiel, seinen Freunden Geschenke zu machen. Jaja, auch
Freundinnen... Das Geschenk „Für Elise“ ist ein Klassiker. Aber
Beethoven verschenkte beispielsweise auch das Originalmanuskript
des 4. Satzes seines Streichquartetts Opus 130, „Alla danza
tedesca“. Der Violinist und Vertraute Karl Holz erhielt die
Notenblätter wohl zum Dank dafür, dass er bei den
Druckvorbereitungen so sorgfältig Korrektur gelesen hatte. Und das
war echt nötig. Beethoven hat nämlich immer wieder Noten gestrichen
und korrigiert. Es war eben nicht immer auf Anhieb genial, was der
große Komponist so zu Papier brachte. Wieso Beethoven seine Werke
sogar „rasiert“ hat, was die Originalhandschriften für die
Musikforschung bedeuten und wie der „letzte Tanz“ von Beethoven
2025 weltweit für Schlagzeilen sorgte, das erzählt – Tatatataaaa
!!! – diese Förderbande-Folge. Da ist dieses Mal reichlich Musik
drin und natürlich auch die NRW-Stiftung. „Wie wir sie nicht anders
kennen“, freut sich NRW-Kulturministerin Ina Brandes. Host:
Cornelia Wegerhoff Studiogast: Malte C. Boecker, Direktor des
Beethoven-Hauses Vor Ort: Dr. Nicole Kämpken, Leiterin des Museums
im Beethoven-Haus Dr. Julia Ronge, Kustodin des Beethoven-Hauses
Beim Festakt: Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft
des Landes NRW NRW-Stiftung: Gregor Wessel Wir danken dem
Beethoven-Haus für die freundliche Zurverfügungstellung der
ausgewählten Musik-Zitate aus dem Mediaguide sowie aus dem
Klangraum des Museums, sowie der Linon Medien KG für den O-Ton
„Beethoven als Teenager“. Musikzitat aus dem Festakt: Das Avada
String Quartet mit dem Quartett B-Dur, op. 130, 4. Satz „Alla danza
tedesca“, Ludwig van Beethoven. Produktion: Joschka Arenz, sounds
fresh Tonstudio Website des Beethoven-Hauses Bonn: www.beethoven.de
Link zum Festakt anlässlich des Sammlungserwerbs am 7.1.2025:
https://youtu.be/FrwVaxADW8Q Mehr Infos zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de
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13.11.2025
32 Minuten
„Wir leben auf einem Planeten, der sich dreht. Die Hälfte der Zeit
ist es hell und die andere Hälfte ist es dunkel. Und das Leben hat
sich in 3,7 Milliarden Jahren entsprechend entwickelt und auch
daran angepasst“ (Harald Bardenhagen, Initiator des Sternenparks
Eifel). Die Dunkelheit hat ein Imageproblem. Sie ist die
Schattenseite, steht eher für Angst und Bedrohung als für Aufbruch
und Lebendigkeit. Dabei ist die Dunkelheit genauso wichtig für die
Natur und unser Wohlbefinden wie das Licht. Mehr noch: Ohne
Dunkelheit können wir manches Licht gar nicht sehen – das der
Sterne zum Beispiel. Am Vogelsang IP, dem Internationalen Platz im
Nationalpark Eifel, führt der Astronom Harald Bardenhagen eine
eigene Sternwarte und setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz
des Nachthimmels ein. Dank seines überzeugenden Engagements treten
inzwischen 21 Kommunen in der Region aktiv gegen Lichtverschmutzung
an. Das Motto: „Licht aus – Himmel an“. Damit hat die Eifel ein
echtes Alleinstellungsmerkmal. Dass die Mission ein solcher Erfolg
geworden ist, hat auch damit zu tun, dass Harald Bardenhagen sich
früh Verbündete gesucht hat. Der Verein Naturpark Nordeifel ist
seit 2011 dabei und konnte auch die NRW-Stiftung schnell von der
Idee überzeugen. Sie hat die große Informationskampagne gleich am
Anfang unterstützt, eine Initialzündung. Seit 2014 trägt die Region
den Titel Internationaler Sternenpark Nationalpark Eifel.
Inzwischen gehören auch zehn Sternenblicke dazu, ausgewählte Orte,
an denen man den Sternenhimmel beobachten und auch Sternenführungen
buchen kann. Es gibt Sternen-Guides, Sternengastgeber und jede
Menge Sternstunden. Marija Bakker ist losgezogen, um das Funkeln im
Dunkeln für die Förderbande einzufangen. Host: Marija Bakker
Studiogast: Harald Bardenhagen, Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne
Grenzen“ NRW-Stiftung: Thilo Kötters im Sternenpark: Dominik
Hosters, Naturpark Nordeifel, e. V. Susanne und Rainer Kuhl,
Sternengastgeber Michaela Wüller, Sternen-Guide Produktion Erik
Gierich, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links:
www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung,
Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
https://www.sterne-ohne-grenzen.de/ Astronomie-Werkstatt von Harald
Bardenhagen https://www.naturpark-eifel.de/de/untermsternenzelt/
Die Sternenseiten des Naturpark Nordeifel e. V.
https://www.nationalpark-eifel.de/de/nationalpark-erleben/sternenpark/
Alle Infos rund um den Internationalen Sternenpark Nordpark Eifel
https://www.erlebnis-region.de/sternenlandschaft/sternenfuehrungen/offene-sternenfuehrungen
Direkter Link zu den offenen Sternenführungen
https://www.sternenregion-eifel.de/ Infos zum Projekt Sternenregion
(Harald Bardenhagen) https://sternengarten-eifel.de/ Infos zu Haus
und Sternengarten von Rainer und Susanne Kuhl
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09.10.2025
30 Minuten
Sie suchen das Gleis 9 ¾? Den Zug nach Hogwarts? Wenn es dafür
einen Abfahrtsort in Nordrhein-Westfalen gibt, dann liegt er am
Stadtrand von Gütersloh. Schon von fern hört man Lokomotiven
pfeifen, Waggons über Gleise rattern und findet einen kleinen
Bahnhof in freundlicher Zeitreise-Kulisse. Glänzend polierte
Dampfloks zischen ihr „startklar“, ein Mann in blauer Bahnuniform
ruft zur Abfahrt und los geht‘s… Dieser Teil der Geschichte beginnt
in den frühen 1970er Jahren, als ein paar Freunde und Eisenbahnfans
eine historische Lok kaufen, sie in Eigenarbeit restaurieren und
funktionstüchtig machen. Fahren soll sie schließlich auch, also
verlegt man kurzerhand Schienen und schafft ein Areal, auf dem
mehrere Stationen angefahren werden, inklusive Gleiswechsel und
Rangiermanöver. Hier rollen Denkmäler! Der Verein Dampf-Kleinbahn
Mühlenstroth e. V. entwickelt den Ort im Lauf der Jahre zu einem
beliebten Ausflugsziel in der Region. An Fahrtagen ist richtig
Dampf im Kessel. Gäste erleben mit allen Sinnen, wie eine
historische Dampflok funktioniert und wie Menschen vor 100 Jahren
gereist sind. Dem Verein ist wichtig, auch Geschichte zu
vermitteln. Die Dampf-Kleinbahn war – gerade im ländlichen Raum –
die Mobilität für Mensch und Material. Sie hat die Region
verändert. Klar, dass die NRW-Stiftung da gerne einsteigt und
selbst eine Schippe drauflegt, damit dieses besondere Engagement
weiterläuft. Host: Marija Bakker Studiogast: Ole Lebek,
Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V. Gregor Wessel, NRW-Stiftung,
Abteilung Heimat- und Kulturpflege Am Gleis: Jessica Schwanke,
Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V. Hajo Müller, Nikolas
Johannknecht, Marcel Steinmann (Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V.)
Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende
Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur
Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare,
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. https://www.dkbm.de
Vereinsseite mit Infos zu Lokomotiven, Standort, Geschichte und
Fahrplan. Außerhalb der Betriebstage sind auch Sonderfahrten
buchbar. Nikolausfahrten 2025: 29.+ 30. November 2025 06.+ 07.
Dezember 2025 (Anmeldungen ab 06. Oktober online möglich)
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Über diesen Podcast
Spannende Kulturstätten, sehenswerte Museen und Denkmäler,
artenreiche Flora und Fauna und besondere Naturschutzgebiete –
Nordrhein-Westfalen hat einiges zu bieten. In unserem Podcast
„Förderbande“ fördern wir kleine wie große, wohlbekannte wie bisher
verborgene Schätze zu Tage, die es von der Eifel bis zum
Teutoburger Wald und vom Niederrhein bis zum Siegerland zu
entdecken gibt. Gemeinsam mit wechselnden Gästen geben wir
Einblicke in unsere Arbeit und werfen einen Blick hinter die
Kulissen unserer Förderprojekte.
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Bad Honnef
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