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  3. Förderbande – ein Podcast der NRW-Stiftung Podcast

Episoden

32 Minuten
Wo bin ich hier gelandet? Die Frage kann man sich im Kulturgut Schrabben Hof in Silberg, (südliches Sauerland, Kreis Olpe) schon mal stellen. Wer anreist, um ein Livekonzert zu besuchen, muss erstmal herausfinden auf welcher der vielen Bühnen das Konzert denn stattfindet. In der Tenne vielleicht, der alten Getreidescheune? Nein, da werden am laufenden Band frische Waffeln gebacken und Kaffee ausgeschenkt. Oben in der Kneipe? Nein, da kann man nur nett sitzen, ansonsten gibt’s dort schon mal das Kneipenquiz. Im alten Haupthaus mit den vielen Räumen? Nein, da ist auch Café-Betrieb und der Zugang zum Heimatmuseum. Im Biergarten? In der Trödelscheune? Im Backhaus? Im Cultivarium, der Museums-Freiland-Werkstatt? Egal wo man landet, überall wuseln nette Menschen herum, die hilfsbereit den Weg weisen. Im besten Fall bieten sie noch etwas Leckeres zu essen an. Das Konzert? Heute oben im Theater, in der alten Fruchtscheune. Außentreppe hoch oder den Aufzug nehmen … Seit über 20 Jahren fördert und begleitet die NRW-Stiftung dieses Projekt, das sich von einem verfallenen Bauernhof immer mehr zu einem Kaleidoskop an Begegnungsorten entwickelt hat, so beschreibt es Mona Wehling, Leiterin der Abteilung Heimat- und Kulturpflege. Vor allem, seit Mut-Sauerland e.V. hier mitmischt! Der Musik- und Theaterverein hat jedem einzelnen Gebäude am Platz Leben eingehaucht und ein wahres Wimmelbild der Bühnen erschaffen. Musik, Kleinkunst, Seminare. Davon hatten die Vereinsgründerinnen Ulrike Wesely und Sigrid Baust anfangs kaum zu träumen gewagt. Heute greift hier alles kunstvoll ineinander und wie so oft ist das Ganze viel mehr als die Summe seiner Teile. Davon erzählt auch diese Förderbandefolge, einfach reinhören und mitwimmeln. Host: Marija Bakker Studiogast: Ulrike Wesely, MuT-Sauerland e. V. Vor Ort: Sigrid Baust, Uwe Streletz und weitere Ehrenamtliche vom MuT-Sauerland e. V. Musik-Band „Don’t Stop Sally“ NRW-Stiftung: Mona Wehling, Heimat- und Kulturpflege Produktion: Erik Gierig, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: www.nrw-stiftung.de - Infos/ Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner www.kulturgut-schrabbenhof.de – Infos, Kontakt, Programm, Geschichte zum Kulturgut Schrabben Hof und dem Verein Mut-Sauerland e. V. https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/kulturgut-schrabben-in-kirchhundem-silberg.html (kurze Projektbeschreibung Kulturgut Schrabben Hof) https://dontstopsally.de/ (Band)
1 Stunde 8 Minuten
September 1986. Das Land Nordrhein-Westfalen feiert seinen 40. Geburtstag und schenkt sich selbst eine Stiftung, die alle Bürgerinnen und Bürger einlädt, das Land mitzugestalten und sich für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege zu engagieren. Ein echtes Teilhabeprojekt soll es werden. 40 Jahre später ist die NRW-Stiftung zu einem wahren Erfolgsmodell gereift und aus dem Land nicht mehr wegzudenken. Wie ging es damals genau los? Wer hatte die Idee? Wie sah die Stiftungsarbeit in den ersten Jahren aus und wie läuft es heute? Im Förderbande-Studio gehen die Journalistinnen Marija Bakker und Cornelia Wegerhoff zusammen mit Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, einmal auf Anfang. Sie besuchen Projekte der ersten Stunde und lassen die zu Wort kommen, die damals kaum fassen konnten, dass ihr Denkmal, ihr Gemeinschaftsprojekt so viel Vertrauen und Unterstützung von dieser neuen Stiftung erfährt. Da werden Erinnerungen lebendig... …ob in der Schäferkämper Wassermühle in Bad Westernkotten, die anfangs vor allem klapprig war, heute aber als technisches Kulturdenkmal munter weiterklappert wie in alten Zeiten, …oder in der historischen Küsterschule Kleinenberg in Ostwestfalen, wo beinahe der Bagger alles weggerissen hätte, aber dann waren einige wacher als andere und konnten retten, was heute zum Heimathaus Kleinenberg geworden ist – der Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft ...oder in den Narzissenwiesen der Eifel, wo in den 1980ern gar keine Narzissenwiesen waren, sondern Fichtenwälder, die fast dieses Naturerbe zerstört hätten. 40 Jahre NRW-Stiftung, das sind Geschichten von ungewöhnlichen Rettungsaktionen, von Menschen mit Mut und Leidenschaft, von neuen Wegen, um Altes zu bewahren und immer wieder davon, wie Engagement das Land verändern kann. Dass es genauso weitergeht, zeigt ein ganz junges Projekt der NRW-Stiftung: der Günnemann-Kotten in Witten. Da weckt ein Verein ein altes Fachwerkhaus aus dem Dornröschenschlaf, schlägt Brombeerbüsche und andere Hindernisse weg, um einen Ort der Begegnung zu schaffen. „Das ist Demokratiearbeit“, sagt Stefan Ast. Und die hat viele, viele Gesichter hier in Nordrhein-Westfalen. Was die NRW-Stiftung dabei immer wieder schafft: für ein Lächeln in den Gesichtern zu sorgen. Das kann man sogar hören – in dieser Förderbandefolge Studio: Marija Bakker und Cornelia Wegerhoff, Hosts Förderbande, Stefan Ast, Geschäftsführer NRW-Stiftung Stimmen der ersten Stunde: Christina Rau, Ehrenmitglied des Fördervereins der NRW-Stiftung, Inge Michels, Mitarbeiterin NRW-Stiftung 1988 - 2020 Schäferkämper Wassermühle: Stefan Wiesner, Vorsitzender der Heimatfreunde Bad Westerkotten e. V., Friedrich Waldeyer, Mühlenführer Heimathaus Kleinenberg: Klaus Weise, Vorsitzender des Fördervereins Heimathaus Kleinenberg e. V., Johannes Hibbeln und Ferdinand Bunte, Ehrenvorsitzende, Projektchor der Mysterienspiele Kleinenberg Narzissenwiesen: Daniel Lück, Biologische Station StädteRegion Aachen e. V., Natalie, Ay-Ying und Elias – Bundesfreiwilligendienst an der Biostation Günnemann-Kotten Henriette Brink-Kloke, Margit Salzmann, sowie weitere Ehrenamtliche vom Günnemann-Kotten e. V. Produktion: Erik Gierig und Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: Infos zur Schäferkämper Wassermühle: www.heimatverein-badwesternkotten.de Infos zur alten Küsterschule bzw. dem Heimathaus Kleinenberg www.heimathaus-kleinenberg.de Infos zum Günnemann-Kotten in Witten-Rüdinghausen www.guennemann-kotten.de Anstehende Termine Günnemann-Kotten: 13. September 2026, 14 – 17 Uhr Tag des offenen Denkmals 21. November 2026, 16.30 – 19.30 Uhr Kottenleuchten www.nrw-stiftung.de Anstehende Termine NRW-Stiftung: 13. September 2026, 12 – 17 Uhr, „Open House“ zum Tag des offenen Denkmals 19. September 2026, Museums- und Geburtstagsfest im Junkerhaus in Lemgo 20. September 2026, 11-18 Uhr, Familienfest am Astropeiler in Bad Münstereifel. 9. Oktober 2026, 17 – 23 Uhr, Parlamentsnacht im Landtagsgebäude in Düsseldorf
31 Minuten
Die Landschaft im Nordwesten von Siegen ist ein echter Hingucker. Besonders im Spätsommer, wenn die Heide blüht und große Flächen in schönstem Rosa stehen. Auf den sanft geschwungenen Hügeln gibt es mal Offenland mit Magerwiesen, dann wieder Büsche, Bäume, Waldrand. Genau diese Abwechslung schafft optimale Bedingungen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Heidelerche und Baumpieper sind hier genauso unterwegs wie der kleine Wasserfrosch oder der Argusbläuling, eine Schmetterlingsart. Aber was hier so nach Paradies klingt hat eine sehr kriegerische und auch hart umkämpfte Vergangenheit. 1930 wird das Gelände zum Truppenübungsplatz erklärt, Landwirte werden enteignet, Bäume gefällt, Panzer rollen. Nach dem zweiten Weltkrieg übernimmt das belgische Militär bis 1993. Aber nun geht ein anderer Kampf um das Terrain los. Gewerbepark oder Naturschutzgebiet heißen jetzt die Fronten. Die Stadt Siegen will auf dem Gelände Industrieflächen schaffen, eine Bürgerinitiative stemmt sich dem aber mit aller Kraft entgegen. Wie lief das damals ab? Warum rollen auch heute ab und zu noch Panzer durch’s Naturschutzgebiet? Und was hat sich verändert, seit die NRW-Stiftung seit 2016 die Trupbacher Heide als Nationales Naturerbe verantwortet? Antworten und jede Menge Eindrücke dazu gibt es in der aktuellen Förderbandefolge. Host: Marija Bakker Studiogast: Thomas Härtel, NRW-Stiftung Vor Ort: Manuel Graf, Biostation Siegen-Wittgenstein Armin Küthe, Schäfer Mechthild und Ulrich Lorenz, Gründungsmitglieder der „Bürgerinitiative Truppenübungsplatz Stopp dem Landschafts- und Naturverbrauch“ Produktion: Erik Gierig, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: Infos/ Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner www.nrw-stiftung.de Flyer zur Trupbacher Heide mit Wanderrouten www.nrw-stiftung.de/fileadmin/pdf/broschüren/Trupbacher_Heide_Faltblatt.pdf Bilogische Siegen-Wittgenstein https://biostation-siwi.de Schäferei Küthe https://www.gutesvomschaf.de
31 Minuten
Erst ist es „nur“ Regen, dann eine Katastrophe. Selbst kleinste Flüsse verwandeln sich im Juli 2021 in reißende Fluten: Im Ahrtal, aber auch in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen. Menschen sterben, Existenzen werden vernichtet. Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die betroffenen Gemeinde und Städte. Es herrschen Trauer und Entsetzen. Aber nach der Flut werden auch überall die Ärmel hochgekrempelt. Der Schlamm muss weg. „Wenn er antrocknet, wird er wie Beton“, sagt Gertrudis Symann aus Bad Münstereifel. Dort steht nach der Flut mit der historischen Altstadt auch das Schwanen-Apotheken-Museum mit seiner einzigartigen historischen Offizin mannshoch im Wasser. In Solingen wird unter anderem das Schleifermuseum Balkhauser Kotten überschwemmt, in Nettersheim auch die Biologische Station im Kreis Euskirchen. Es sind also dieses Mal gleich drei Beispiele, von denen wir euch erzählen: Bewegende Geschichten, aber auch ein toller Beleg dafür, was Menschen bewegen können, wenn sie in der Not zusammenhalten. Also nein, diese Förderbande-Folge ist keine durchgehend traurige Story, sondern super optimistisch! Auch die NRW-Stiftung unterstützt damals ihre betroffenen Partner in Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen schnell und unbürokratisch mit einem Soforthilfeprogramm. Aber wir sind ehrlich: Fünf Jahre danach zeigt sich auch, dass nach der Flut neben Schaufeln, Schubkarren und Geld auch ziemlich viel Geduld gefragt war. Und dass die ehrenamtlichen Kräfte inzwischen noch mal gut Verstärkung gebrauchen könnten. Vielleicht ja euch? Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Nicole Molinari, Vorsitzende des Kuratoriums Balkhauser Kotten e. V. In Bad Münstereifel: Gertrudis Symann, Sprecherin des Arbeitskreises Apothekenmuseum Günter Kirchner, Vorsitzender des Förderkreises für Denkmalpflege in der Stadt Bad Münstereifel e. V. In Nettersheim: Stefan Meisberger, wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e. V. In Solingen: Ralf Hartkopf, Stellvertretender Vorsitzender Kuratorium Balkhauser Kotten e. V. Für die NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Das Schwanen-Apothekenmuseum in Bad Münstereifel ist wieder geöffnet! Freitag, Samstag, Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr Eintrittspreise: Erwachsene: 3 Euro, Kinder: 1 Euro Mehr Infos zum Balkhauser Kotten in Solingen: www.balkhauser-kotten.de Mehr Infos zur Arbeit der Biologischen Station im Kreis Euskirchen: www.biostationeuskirchen.de Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de
32 Minuten
Uiii-juiiii-juiiii-juiiiii! Als Karl Banghard bei uns im Studio zu Gast ist, kann er tatsächlich vorführen, wie es in der Steinzeit geklungen hat. Das müsst ihr euch anhören! In unserer neuen Förderbande-Folge dreht sich diesmal alles um die Vergangenheit. Wir besuchen das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen im Teutoburger Wald. Wir treffen wir Jäger und Sammler, eine echte Wikingerfamilie und den Mann, der einen „Knochenjob“ übernommen hat – auf überraschend kunstvolle Weise, wie sich zeigt. Und spätestens, wenn Jung und Alt in der Museumstasche den Feuerstein entdecken, springt echt der Funke über. Ehrenamtliche Kräfte mischen in Oerlinghausen auch ordentlich mit. Denn anders als sonst in Nordrhein-Westfalen üblich wird dieses Freilichtmuseum von einem Verein getragen. Eine Aufgabe mit historischer Verantwortung, denn das Archäologische Freilichtmuseum wurde 1936 als „Germanengehöft“ im Kontext nationalsozialistischer Propaganda gegründet. Sie vereinnahmte die Geschichte damals ideologisch. Das verklärte Bild vom „ewig kampfbereiten“ Germanen, der in blitzblanken, weiß getünchten Häusern lebte, ein vermeintliches Symbol der Reinheit, sei historisch schlichtweg falsch, stellt Museumsdirektor und Prähistoriker Karl Banghard klar. Und die Germanen hätten auch keine weiße Kleidung getragen, wie damals dargestellt. Sie hätten in ihren bunten Klamotten eher ausgesehen wie die „Fruchtzwerge“. Ideologien entlarven, Zeichen setzen und Geschichte auf wissenschaftlich fundierter Basis zum packenden Erlebnis machen – das unterstützt auch die NRW-Stiftung. Kommt mit auf Zeitreise! Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Karl Banghard, Direktor des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen Aus der Vergangenheit vor Ort: Das Wikinger-Paar Alexandra und Tristan (Living-History-Gruppe „Hvergelmir“) Aus der Gegenwart vor Ort: Dirk Becker, Vorsitzender des Vereins Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen e. V. Diana, Andreas, Bruno und Henry von der ehrenamtlichen Lehmbau-Gruppe Roman Mahr, Museumspädagoge Söhnke Raimann, Museums- und Archäotechniker NRW-Stiftung: Markus Roos, Abteilung Heimat- und Kulturpflege Ein besonderer Dank geht an die Besucherfamilie von Linda und Andre. Produktion: Arnold Kaup, sounds fresh Tonstudio Website des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen: www.afm-oerlinghausen.de Das Freilichtmuseum ist von April bis Oktober geöffnet. Von November bis März sind nach Anmeldung Gruppenbesuche möglich. Literatur-Hinweis: Karl Banghard: Die wahre Geschichte der Germanen. Verlag Propyläen. Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de
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Über diesen Podcast

Spannende Kulturstätten, sehenswerte Museen und Denkmäler, artenreiche Flora und Fauna und besondere Naturschutzgebiete – Nordrhein-Westfalen hat einiges zu bieten. In unserem Podcast „Förderbande“ fördern wir kleine wie große, wohlbekannte wie bisher verborgene Schätze zu Tage, die es von der Eifel bis zum Teutoburger Wald und vom Niederrhein bis zum Siegerland zu entdecken gibt. Gemeinsam mit wechselnden Gästen geben wir Einblicke in unsere Arbeit und werfen einen Blick hinter die Kulissen unserer Förderprojekte.
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„Förderbande – ein Podcast der NRW-Stiftung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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