Podcaster
Episoden
14.05.2026
34 Minuten
Die Geräuschkulisse in Petershagen im nordöstlichen Zipfel Nordrhein-Westfalens kann schon mal anders klingen als an anderen Orten. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn plötzlich Gespräche verstummen und Leute fasziniert nach oben gucken. Auf etlichen Dächern oder in Baumkronen klappert es nämlich gehörig. Hier wohnt der Storch. Er baut sein Nest, paart sich, zieht die Jungen groß und stolziert durch die Gegend. Ganz familiär. Für Ortsansässige ist das der Normalfall. Anfang Mai 2026 liegt die Zahl der Storchenpaare bei 190 Paaren. Vor etwa 40 Jahren sieht die Welt ganz anders aus. Nur noch 3 Paare leben damals hier – und das sind die letzten in ganz Nordrhein-Westfalen. Darum gründet sich 1987 das „Aktionskomitee zur Rettung der Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“. Und weil der Vogel vor allem Lebensraum braucht, sucht der Verein finanzkräftige Unterstützung und findet: die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die ja kurz selbst kurz zuvor, 1986, ihre Arbeit aufgenommen hat. Ein perfektes Match und der Beginn einer bis heute andauernden Freundschaft. Im Lauf der nächsten Jahre werden Nester flottgemacht, Vögel beringt und vor allem: etliche Flächen gekauft und in fruchtbares Grünland umgewandelt. „Wir haben dem Storch das Büffet gedeckt“, sagt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung. Dass sich daran nicht nur der Storch, sondern viele andere Arten satt essen und erholen können, ist dabei das erklärte Ziel. Trotzdem steht der Storch als Symbolfigur für das Projekt, denn er thront nicht nur hoch oben in den Horsten, er steht auch für eine lange Kulturgeschichte, die uns Menschen prägt. Eine beflügelnde Geschichte! Host: Marija Bakker Studiogast: Dr. Dr. Alfons Rolf Bense, Aktionskomitee Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke e. V. NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Vor Ort: Evelyn Hotze, Stabstelle Stadtmarketing Petershagen Lothar Meckling, Aktionskomitee Weißstörche Eberhard Holthöfer, Hermann Humcke, Fährverein Hävern - Windheim e. V. Andrea Humke, Hof Humke, Jössen Produktion Thilo Ruthmann-Schultheis, sounds fresh Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de - Infos/Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://stoerche-minden-luebbecke.de/home - Infos/Kontakt Aktionskomitee Weißstörche e.V. mit Link zur StorchenCam https://stoerche-minden-luebbecke.de/fileadmin/user_upload/sonstiges/Radwandern_Storchenroute_Petershagen.pdf - Flyer Storchenroute https://www.teutoburgerwald.de/natur/in-der-natur/tour/storchenroute-petershagen - Storchenroute als Fahrradtour https://www.komoot.com/de-de/smarttour/e72224622/storchenroute-von-petershagen-bis-schluesselburg-und-zurueck - Storchenroute komoot https://petrasolara.de/ - Infos und Fahrplan Weserfähre Petra Solara (Fährverein Hävern – Windheim e.v.) https://www.petershagen.de/Stadtmarketing/ Infos Stadtleben und Umgebung
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09.04.2026
32 Minuten
Wie er ausgesprochen wird, das weiß der Kuckuck. Und in Kleve am Niederhein wissen es natürlich auch alle. Schließlich ist kein anderer Künstlername so eng mit der Stadt verbunden wie seiner: Barend Cornelis Koekkoek. Wenn Sie möchten, dürfen Sie auch B.C. sagen. Schon zu Lebzeiten (1803-1862) war der Niederländer ein Star, wurde als „Prinz der Landschaftsmalerei“ verehrt. Echte Könige waren seine Stammkunden. Und damals wie heute schwärmen die Menschen: In diese Gemälde möchte man am liebsten hineinlaufen. Machen wir!!! In dieser Förderbande-Folge spazieren wir durch die „Große Waldlandschaft“, ein Meisterwerk der Romantik, und wir besuchen das strahlend schöne B. C. Koekkoek-Haus. Es wurde zweieinhalb Jahre saniert und ist endlich wieder eröffnet. Wobei... der Begriff „Haus“ ist ziemlich untertrieben. Der Maler hat es auf dem Höhepunkt seiner Karriere in Kleve bauen lassen. Und schon auf den ersten Blick wird klar: Erfolg verleiht Flüüüüüügel. „Das Palais könnte in Florenz stehen. Das ist italienische Grandezza am Niederrhein“, schwärmt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, seit 1997 Eigentümerin des einzigartigen Künstlerhauses. Die Nutzung wurde damals gleich an die Klever Bürgerinnen und Bürger weitergereicht, die sich ehrenamtlich im „Museum für Romantik“ engagieren. Beppi und Gerard zum Beispiel, Landsleute von B.C.Koekkoek, die die „niederländische Seele“ im Hause spüren lassen. Gezellig een dagje uit? Dann Koekkoek doch mal! Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Ursula Geisselbrecht-Capecki, künstlerische Leiterin des B.C. Koekkoek-Hauses Im Koekkoek-Haus: Wilfried Röth, Vorstandsvorsitzender der „Freunde Klever Museen“ Beppi und Gerard van Kessel, ehrenamtliches Helferpaar Barend und Werner van Ackeren, Architekten NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Produktion: Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio Website des Koekkoek-Hauses: https://www.koekkoek-haus.de Kurzfilm: „Romantik am Niederrhein - Das Museum B. C. Koekkoek-Haus in Kleve“: https://vimeo.com/1134190009 Literatur: Ursula Geisselbrecht, Guido de Wird: „B.C.Koekkoek-Haus – Kleve“ Aus der Reihe „Künstlerhäuser in NRW“, erschienen im Wienand-Verlag Mehr Infos zur NRW-Stiftung: https://www.nrw-stiftung.de
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12.03.2026
31 Minuten
Es ist eigentlich klar, dass die Eiszeit ihre Spuren im Land hinterlassen hat, aber dass sie uns mit einem quicklebendigen Hotspot der Artenvielfalt grüßt und dabei sogar zum einschneidenden Erlebnis werden kann, ist vielleicht doch überraschend. Kurzer geographischer und historischer Überblick: Wenn man die Orte Geldern, Kapellen und Issum am Niederrhein auf der Landkarte anguckt, ergeben sie ein Dreieck. Mittendrin schlängelt sich die Issumer Fleuth durchs Land, ein schmaler Fluss, der in „nacheiszeitlichen“ Rinnen fließt. Das heißt: hier hat der Rhein vor Urzeiten Wasser- und Steinmassen durchs Land geschoben und dabei ein Muster in der Landschaft hinterlassen. Im Lauf der Zeit sind darin Gewässer und Niedermoore entstanden und mit ihnen eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Das, was davon heute noch übrig ist, sind die Fleuthkuhlen, Feuchtgebiete von ungeahnter Schönheit. Dass die nicht vertrocknen, ist wiederum der Issumer Fleuth zu verdanken, darum wird sie auch das Rückgrat der Region genannt. Durch intensive Landwirtschaft und Entwässerungen drohte dieses seltene System zu kippen und vermutlich wäre heute nicht mehr viel übrig, wenn nicht eine Gruppe engagierter Leute schon in den frühen 1990ern gesagt hätte: Hier ist Handlungsbedarf. Mit Hilfe der NRW-Stiftung werden Flächen gekauft und unter Schutz gestellt. Die Pflege dieser Flächen liegt beim Naturschutzzentrum Gelderland. Was das genau heißt, warum man bei der Arbeit auch ein Heiligtum mit nassen Füßen betritt und was dabei zum einschneidenden Erlebnis werden kann, das hören Sie in dieser Podcastfolge. Host: Marija Bakker Studiogast: Monika Hertel, NABU-Kreisverband Kleve NRW-Stiftung: Alexander Kappes, Abteilung Naturschutz Vor Ort: Stefan Wallney, Geschäftsführer NABU-Naturschutzzentrum Gelderland Michael Papenkort, ehrenamtlicher Mitarbeiter Produktion: Arnold Kaup, sounds fresh Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://www.nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/einrichtungen/gelderland/index.html Infos und Kontakt NABU-Naturschutzzentrum Gelderland
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12.02.2026
32 Minuten
Kopiert haben die Menschen immer schon, aber noch nie waren sie darin so effizient, so schnell wie heute. In der digitalen Textverarbeitung sind es nur wenige Klicks um seitenweise zu duplizieren. Der Weg dahin war allerdings lang und wäre ohne die Erfindung der Fotokopie kaum möglich gewesen. Was viele nicht wissen: Eine wichtige Fotokopiertechnik kommt aus dem Rheinland und ist der Chemikerin Edith Weyde zu verdanken: die sogenannte Blitzkopie, oder auch Copyrapid. So dröge und technisch es erst einmal klingen mag – Kopierer haben die Welt verändert. Und zwar nicht nur die der Buchhaltung. Copyshops werden über viele Jahre zu einem Begegnungsort und in der Kunst entsteht ein neues Genre: die Copy-Art. Hier zeigt sich die spielerische, kreative Seite der Technikgeschichte. Im Museum für Fotokopie in Mülheim an der Ruhr lässt sich der Weg der Kopiertechnik und Copy Art nicht nur nachvollziehen, jede und jeder darf auch selbst an die historischen Geräte. Das Museum versteht sich als offene Werkstatt und das passt zum Gesamtsetting, denn es ist eingebettet in das soziokulturelle Kunsthaus „Macroscope e. V.“ Für die NRW-Stiftung ist der Ort wie eine Wundertüte, die echte Schätze bereithält. Darum hat sie gern den Museumsraum mitfinanziert. Also, Deckel hoch, Ohren auf, hier sind echte Kopier-Originale zu entdecken. Host: Marija Bakker Studiogast: Therese Schuleit, freie Kuratorin, Museum für Fotokopie NRW-Stiftung: Gregor Wessel, Heimat- und Kulturpflege Vor Ort: Klaus Urbons, Künstler und Museumsgründer Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Weitere Quellen: Youtube-Video MeyneXOne: https://www.youtube.com/shorts/J-EZRAc5kGg?feature=share WDR-Interview mit Edith Weyde, Sommer 1986, von Paul Patrick Nelles und Patrick Odijk. Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://museum-fotokopie.de M.F.F. – Museum für Fotokopie – jeden Donnerstag 16:00-19:00 Uhr geöffnet, Kontaktmöglichkeiten für Führungen, Kopierführerschein etc. auf der Homepage https://www.makroscope.eu Makroscope – Webseite des soziokulturellen Kunsthauses
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08.01.2026
32 Minuten
1980 in Warendorf: Etliche historische Häuser sind in desolatem Zustand. Kaum jemand interessiert sich für sie, also könnten die Gebäude aus dem 17. oder 18. Jahrhundert doch auch einfach weg? Platz schaffen für eine schöne breite Straße, damit der Autoverkehr gut fließt! Die Logik ist zeitgemäß, doch es regt sich Widerstand. Die Altstadtfreunde Warendorf treten auf den Plan und sorgen nicht nur für einen Sinneswandel in der Stadtgesellschaft, sie befreien auch wunderschöne Fachwerkfassaden aus dem Dornröschenschlaf, und entwickeln ein Konzept, das den Bürgerinnen und Bürgern die historischen Schätze ihrer Stadt ganz neu zugänglich macht: ein Museum, in dem man hinter die Fassaden schauen und authentische Räume erleben kann. Orte, an denen Menschen schon vor Jahrhunderten gelebt und Spuren hinterlassen haben. Wer zum Beispiel das Gadem betritt, ein kleines Arbeiterhäuschen am Rand der Altstadt, steht mitten im Leben zweier sehr armer Familien im Jahr 1925. Jeder Gegenstand hier fügt sich historisch und atmosphärisch ein, erzählt aber auch vom Engagement und vom Fachwissen, das durch die Altstadtfreunde Warendorf mit eingezogen ist. Das gilt auch für das klassizistische Bürgerhaus, wenige Straßen weiter, wo eine Bildtapete aus dem 19. Jahrhundert ihre wundersame Geschichte erzählt, wo aber auch Konzerte stattfinden und zum geselligen Treffpunkt werden. Besonders auffallend aber: Wann immer man Altstadtfreunde trifft, bekommt man Altstadtfreude zu spüren. Die NRW-Stiftung hat sich schon früh begeistern lassen für die vielen guten Ideen und im Lauf der Jahrzehnte diverse Projekte mitfinanziert. Völlig klar, dass diese Geschichte weitergeht, sie ist einfach gut. Host: Marija Bakker Studiogast: Cristina Costas, Altstadtfreunde Warendorf e. V. NRW-Stiftung: Mona Wehling, Heimat- und Kulturpflege In Warendorf: Alfred Smieszchala, Laurenz Sandmann, Bettina Sallermann, Altstadtfreunde Warendorf e. V. Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: Infos zu allen Orten des dezentralen Stadtmuseums Warendorf und zur Arbeit des Vereins https://www.altstadtfreunde-warendorf.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner https://www.nrw-stiftung.de Direkt zum Förderprojekt https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/dezentrales-stadtmuseum-in-warendorf.html
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Über diesen Podcast
Spannende Kulturstätten, sehenswerte Museen und Denkmäler,
artenreiche Flora und Fauna und besondere Naturschutzgebiete –
Nordrhein-Westfalen hat einiges zu bieten. In unserem Podcast
„Förderbande“ fördern wir kleine wie große, wohlbekannte wie bisher
verborgene Schätze zu Tage, die es von der Eifel bis zum
Teutoburger Wald und vom Niederrhein bis zum Siegerland zu
entdecken gibt. Gemeinsam mit wechselnden Gästen geben wir
Einblicke in unsere Arbeit und werfen einen Blick hinter die
Kulissen unserer Förderprojekte.
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