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Förderbande – ein Podcast der NRW-Stiftung Archiv

52 Episoden
32 Minuten
Wo bin ich hier gelandet? Die Frage kann man sich im Kulturgut Schrabben Hof in Silberg, (südliches Sauerland, Kreis Olpe) schon mal stellen. Wer anreist, um ein Livekonzert zu besuchen, muss erstmal herausfinden auf welcher der vielen Bühnen das Konzert denn stattfindet. In der Tenne vielleicht, der alten Getreidescheune? Nein, da werden am laufenden Band frische Waffeln gebacken und Kaffee ausgeschenkt. Oben in der Kneipe? Nein, da kann man nur nett sitzen, ansonsten gibt’s dort schon mal das Kneipenquiz. Im alten Haupthaus mit den vielen Räumen? Nein, da ist auch Café-Betrieb und der Zugang zum Heimatmuseum. Im Biergarten? In der Trödelscheune? Im Backhaus? Im Cultivarium, der Museums-Freiland-Werkstatt? Egal wo man landet, überall wuseln nette Menschen herum, die hilfsbereit den Weg weisen. Im besten Fall bieten sie noch etwas Leckeres zu essen an. Das Konzert? Heute oben im Theater, in der alten Fruchtscheune. Außentreppe hoch oder den Aufzug nehmen … Seit über 20 Jahren fördert und begleitet die NRW-Stiftung dieses Projekt, das sich von einem verfallenen Bauernhof immer mehr zu einem Kaleidoskop an Begegnungsorten entwickelt hat, so beschreibt es Mona Wehling, Leiterin der Abteilung Heimat- und Kulturpflege. Vor allem, seit Mut-Sauerland e.V. hier mitmischt! Der Musik- und Theaterverein hat jedem einzelnen Gebäude am Platz Leben eingehaucht und ein wahres Wimmelbild der Bühnen erschaffen. Musik, Kleinkunst, Seminare. Davon hatten die Vereinsgründerinnen Ulrike Wesely und Sigrid Baust anfangs kaum zu träumen gewagt. Heute greift hier alles kunstvoll ineinander und wie so oft ist das Ganze viel mehr als die Summe seiner Teile. Davon erzählt auch diese Förderbandefolge, einfach reinhören und mitwimmeln. Host: Marija Bakker Studiogast: Ulrike Wesely, MuT-Sauerland e. V. Vor Ort: Sigrid Baust, Uwe Streletz und weitere Ehrenamtliche vom MuT-Sauerland e. V. Musik-Band „Don’t Stop Sally“ NRW-Stiftung: Mona Wehling, Heimat- und Kulturpflege Produktion: Erik Gierig, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: www.nrw-stiftung.de - Infos/ Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner www.kulturgut-schrabbenhof.de – Infos, Kontakt, Programm, Geschichte zum Kulturgut Schrabben Hof und dem Verein Mut-Sauerland e. V. https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/kulturgut-schrabben-in-kirchhundem-silberg.html (kurze Projektbeschreibung Kulturgut Schrabben Hof) https://dontstopsally.de/ (Band)
1 Stunde 8 Minuten
September 1986. Das Land Nordrhein-Westfalen feiert seinen 40. Geburtstag und schenkt sich selbst eine Stiftung, die alle Bürgerinnen und Bürger einlädt, das Land mitzugestalten und sich für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege zu engagieren. Ein echtes Teilhabeprojekt soll es werden. 40 Jahre später ist die NRW-Stiftung zu einem wahren Erfolgsmodell gereift und aus dem Land nicht mehr wegzudenken. Wie ging es damals genau los? Wer hatte die Idee? Wie sah die Stiftungsarbeit in den ersten Jahren aus und wie läuft es heute? Im Förderbande-Studio gehen die Journalistinnen Marija Bakker und Cornelia Wegerhoff zusammen mit Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, einmal auf Anfang. Sie besuchen Projekte der ersten Stunde und lassen die zu Wort kommen, die damals kaum fassen konnten, dass ihr Denkmal, ihr Gemeinschaftsprojekt so viel Vertrauen und Unterstützung von dieser neuen Stiftung erfährt. Da werden Erinnerungen lebendig... …ob in der Schäferkämper Wassermühle in Bad Westernkotten, die anfangs vor allem klapprig war, heute aber als technisches Kulturdenkmal munter weiterklappert wie in alten Zeiten, …oder in der historischen Küsterschule Kleinenberg in Ostwestfalen, wo beinahe der Bagger alles weggerissen hätte, aber dann waren einige wacher als andere und konnten retten, was heute zum Heimathaus Kleinenberg geworden ist – der Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft ...oder in den Narzissenwiesen der Eifel, wo in den 1980ern gar keine Narzissenwiesen waren, sondern Fichtenwälder, die fast dieses Naturerbe zerstört hätten. 40 Jahre NRW-Stiftung, das sind Geschichten von ungewöhnlichen Rettungsaktionen, von Menschen mit Mut und Leidenschaft, von neuen Wegen, um Altes zu bewahren und immer wieder davon, wie Engagement das Land verändern kann. Dass es genauso weitergeht, zeigt ein ganz junges Projekt der NRW-Stiftung: der Günnemann-Kotten in Witten. Da weckt ein Verein ein altes Fachwerkhaus aus dem Dornröschenschlaf, schlägt Brombeerbüsche und andere Hindernisse weg, um einen Ort der Begegnung zu schaffen. „Das ist Demokratiearbeit“, sagt Stefan Ast. Und die hat viele, viele Gesichter hier in Nordrhein-Westfalen. Was die NRW-Stiftung dabei immer wieder schafft: für ein Lächeln in den Gesichtern zu sorgen. Das kann man sogar hören – in dieser Förderbandefolge Studio: Marija Bakker und Cornelia Wegerhoff, Hosts Förderbande, Stefan Ast, Geschäftsführer NRW-Stiftung Stimmen der ersten Stunde: Christina Rau, Ehrenmitglied des Fördervereins der NRW-Stiftung, Inge Michels, Mitarbeiterin NRW-Stiftung 1988 - 2020 Schäferkämper Wassermühle: Stefan Wiesner, Vorsitzender der Heimatfreunde Bad Westerkotten e. V., Friedrich Waldeyer, Mühlenführer Heimathaus Kleinenberg: Klaus Weise, Vorsitzender des Fördervereins Heimathaus Kleinenberg e. V., Johannes Hibbeln und Ferdinand Bunte, Ehrenvorsitzende, Projektchor der Mysterienspiele Kleinenberg Narzissenwiesen: Daniel Lück, Biologische Station StädteRegion Aachen e. V., Natalie, Ay-Ying und Elias – Bundesfreiwilligendienst an der Biostation Günnemann-Kotten Henriette Brink-Kloke, Margit Salzmann, sowie weitere Ehrenamtliche vom Günnemann-Kotten e. V. Produktion: Erik Gierig und Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: Infos zur Schäferkämper Wassermühle: www.heimatverein-badwesternkotten.de Infos zur alten Küsterschule bzw. dem Heimathaus Kleinenberg www.heimathaus-kleinenberg.de Infos zum Günnemann-Kotten in Witten-Rüdinghausen www.guennemann-kotten.de Anstehende Termine Günnemann-Kotten: 13. September 2026, 14 – 17 Uhr Tag des offenen Denkmals 21. November 2026, 16.30 – 19.30 Uhr Kottenleuchten www.nrw-stiftung.de Anstehende Termine NRW-Stiftung: 13. September 2026, 12 – 17 Uhr, „Open House“ zum Tag des offenen Denkmals 19. September 2026, Museums- und Geburtstagsfest im Junkerhaus in Lemgo 20. September 2026, 11-18 Uhr, Familienfest am Astropeiler in Bad Münstereifel. 9. Oktober 2026, 17 – 23 Uhr, Parlamentsnacht im Landtagsgebäude in Düsseldorf
31 Minuten
Die Landschaft im Nordwesten von Siegen ist ein echter Hingucker. Besonders im Spätsommer, wenn die Heide blüht und große Flächen in schönstem Rosa stehen. Auf den sanft geschwungenen Hügeln gibt es mal Offenland mit Magerwiesen, dann wieder Büsche, Bäume, Waldrand. Genau diese Abwechslung schafft optimale Bedingungen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Heidelerche und Baumpieper sind hier genauso unterwegs wie der kleine Wasserfrosch oder der Argusbläuling, eine Schmetterlingsart. Aber was hier so nach Paradies klingt hat eine sehr kriegerische und auch hart umkämpfte Vergangenheit. 1930 wird das Gelände zum Truppenübungsplatz erklärt, Landwirte werden enteignet, Bäume gefällt, Panzer rollen. Nach dem zweiten Weltkrieg übernimmt das belgische Militär bis 1993. Aber nun geht ein anderer Kampf um das Terrain los. Gewerbepark oder Naturschutzgebiet heißen jetzt die Fronten. Die Stadt Siegen will auf dem Gelände Industrieflächen schaffen, eine Bürgerinitiative stemmt sich dem aber mit aller Kraft entgegen. Wie lief das damals ab? Warum rollen auch heute ab und zu noch Panzer durch’s Naturschutzgebiet? Und was hat sich verändert, seit die NRW-Stiftung seit 2016 die Trupbacher Heide als Nationales Naturerbe verantwortet? Antworten und jede Menge Eindrücke dazu gibt es in der aktuellen Förderbandefolge. Host: Marija Bakker Studiogast: Thomas Härtel, NRW-Stiftung Vor Ort: Manuel Graf, Biostation Siegen-Wittgenstein Armin Küthe, Schäfer Mechthild und Ulrich Lorenz, Gründungsmitglieder der „Bürgerinitiative Truppenübungsplatz Stopp dem Landschafts- und Naturverbrauch“ Produktion: Erik Gierig, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: Infos/ Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner www.nrw-stiftung.de Flyer zur Trupbacher Heide mit Wanderrouten www.nrw-stiftung.de/fileadmin/pdf/broschüren/Trupbacher_Heide_Faltblatt.pdf Bilogische Siegen-Wittgenstein https://biostation-siwi.de Schäferei Küthe https://www.gutesvomschaf.de
31 Minuten
Erst ist es „nur“ Regen, dann eine Katastrophe. Selbst kleinste Flüsse verwandeln sich im Juli 2021 in reißende Fluten: Im Ahrtal, aber auch in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen. Menschen sterben, Existenzen werden vernichtet. Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die betroffenen Gemeinde und Städte. Es herrschen Trauer und Entsetzen. Aber nach der Flut werden auch überall die Ärmel hochgekrempelt. Der Schlamm muss weg. „Wenn er antrocknet, wird er wie Beton“, sagt Gertrudis Symann aus Bad Münstereifel. Dort steht nach der Flut mit der historischen Altstadt auch das Schwanen-Apotheken-Museum mit seiner einzigartigen historischen Offizin mannshoch im Wasser. In Solingen wird unter anderem das Schleifermuseum Balkhauser Kotten überschwemmt, in Nettersheim auch die Biologische Station im Kreis Euskirchen. Es sind also dieses Mal gleich drei Beispiele, von denen wir euch erzählen: Bewegende Geschichten, aber auch ein toller Beleg dafür, was Menschen bewegen können, wenn sie in der Not zusammenhalten. Also nein, diese Förderbande-Folge ist keine durchgehend traurige Story, sondern super optimistisch! Auch die NRW-Stiftung unterstützt damals ihre betroffenen Partner in Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen schnell und unbürokratisch mit einem Soforthilfeprogramm. Aber wir sind ehrlich: Fünf Jahre danach zeigt sich auch, dass nach der Flut neben Schaufeln, Schubkarren und Geld auch ziemlich viel Geduld gefragt war. Und dass die ehrenamtlichen Kräfte inzwischen noch mal gut Verstärkung gebrauchen könnten. Vielleicht ja euch? Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Nicole Molinari, Vorsitzende des Kuratoriums Balkhauser Kotten e. V. In Bad Münstereifel: Gertrudis Symann, Sprecherin des Arbeitskreises Apothekenmuseum Günter Kirchner, Vorsitzender des Förderkreises für Denkmalpflege in der Stadt Bad Münstereifel e. V. In Nettersheim: Stefan Meisberger, wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e. V. In Solingen: Ralf Hartkopf, Stellvertretender Vorsitzender Kuratorium Balkhauser Kotten e. V. Für die NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Das Schwanen-Apothekenmuseum in Bad Münstereifel ist wieder geöffnet! Freitag, Samstag, Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr Eintrittspreise: Erwachsene: 3 Euro, Kinder: 1 Euro Mehr Infos zum Balkhauser Kotten in Solingen: www.balkhauser-kotten.de Mehr Infos zur Arbeit der Biologischen Station im Kreis Euskirchen: www.biostationeuskirchen.de Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de
32 Minuten
Uiii-juiiii-juiiii-juiiiii! Als Karl Banghard bei uns im Studio zu Gast ist, kann er tatsächlich vorführen, wie es in der Steinzeit geklungen hat. Das müsst ihr euch anhören! In unserer neuen Förderbande-Folge dreht sich diesmal alles um die Vergangenheit. Wir besuchen das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen im Teutoburger Wald. Wir treffen wir Jäger und Sammler, eine echte Wikingerfamilie und den Mann, der einen „Knochenjob“ übernommen hat – auf überraschend kunstvolle Weise, wie sich zeigt. Und spätestens, wenn Jung und Alt in der Museumstasche den Feuerstein entdecken, springt echt der Funke über. Ehrenamtliche Kräfte mischen in Oerlinghausen auch ordentlich mit. Denn anders als sonst in Nordrhein-Westfalen üblich wird dieses Freilichtmuseum von einem Verein getragen. Eine Aufgabe mit historischer Verantwortung, denn das Archäologische Freilichtmuseum wurde 1936 als „Germanengehöft“ im Kontext nationalsozialistischer Propaganda gegründet. Sie vereinnahmte die Geschichte damals ideologisch. Das verklärte Bild vom „ewig kampfbereiten“ Germanen, der in blitzblanken, weiß getünchten Häusern lebte, ein vermeintliches Symbol der Reinheit, sei historisch schlichtweg falsch, stellt Museumsdirektor und Prähistoriker Karl Banghard klar. Und die Germanen hätten auch keine weiße Kleidung getragen, wie damals dargestellt. Sie hätten in ihren bunten Klamotten eher ausgesehen wie die „Fruchtzwerge“. Ideologien entlarven, Zeichen setzen und Geschichte auf wissenschaftlich fundierter Basis zum packenden Erlebnis machen – das unterstützt auch die NRW-Stiftung. Kommt mit auf Zeitreise! Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Karl Banghard, Direktor des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen Aus der Vergangenheit vor Ort: Das Wikinger-Paar Alexandra und Tristan (Living-History-Gruppe „Hvergelmir“) Aus der Gegenwart vor Ort: Dirk Becker, Vorsitzender des Vereins Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen e. V. Diana, Andreas, Bruno und Henry von der ehrenamtlichen Lehmbau-Gruppe Roman Mahr, Museumspädagoge Söhnke Raimann, Museums- und Archäotechniker NRW-Stiftung: Markus Roos, Abteilung Heimat- und Kulturpflege Ein besonderer Dank geht an die Besucherfamilie von Linda und Andre. Produktion: Arnold Kaup, sounds fresh Tonstudio Website des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen: www.afm-oerlinghausen.de Das Freilichtmuseum ist von April bis Oktober geöffnet. Von November bis März sind nach Anmeldung Gruppenbesuche möglich. Literatur-Hinweis: Karl Banghard: Die wahre Geschichte der Germanen. Verlag Propyläen. Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de
34 Minuten
Die Geräuschkulisse in Petershagen im nordöstlichen Zipfel Nordrhein-Westfalens kann schon mal anders klingen als an anderen Orten. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn plötzlich Gespräche verstummen und Leute fasziniert nach oben gucken. Auf etlichen Dächern oder in Baumkronen klappert es nämlich gehörig. Hier wohnt der Storch. Er baut sein Nest, paart sich, zieht die Jungen groß und stolziert durch die Gegend. Ganz familiär. Für Ortsansässige ist das der Normalfall. Anfang Mai 2026 liegt die Zahl der Storchenpaare bei 190 Paaren. Vor etwa 40 Jahren sieht die Welt ganz anders aus. Nur noch 3 Paare leben damals hier – und das sind die letzten in ganz Nordrhein-Westfalen. Darum gründet sich 1987 das „Aktionskomitee zur Rettung der Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“. Und weil der Vogel vor allem Lebensraum braucht, sucht der Verein finanzkräftige Unterstützung und findet: die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die ja kurz selbst kurz zuvor, 1986, ihre Arbeit aufgenommen hat. Ein perfektes Match und der Beginn einer bis heute andauernden Freundschaft. Im Lauf der nächsten Jahre werden Nester flottgemacht, Vögel beringt und vor allem: etliche Flächen gekauft und in fruchtbares Grünland umgewandelt. „Wir haben dem Storch das Büffet gedeckt“, sagt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung. Dass sich daran nicht nur der Storch, sondern viele andere Arten satt essen und erholen können, ist dabei das erklärte Ziel. Trotzdem steht der Storch als Symbolfigur für das Projekt, denn er thront nicht nur hoch oben in den Horsten, er steht auch für eine lange Kulturgeschichte, die uns Menschen prägt. Eine beflügelnde Geschichte! Host: Marija Bakker Studiogast: Dr. Dr. Alfons Rolf Bense, Aktionskomitee Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke e. V. NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Vor Ort: Evelyn Hotze, Stabstelle Stadtmarketing Petershagen Lothar Meckling, Aktionskomitee Weißstörche Eberhard Holthöfer, Hermann Humcke, Fährverein Hävern - Windheim e. V. Andrea Humke, Hof Humke, Jössen Produktion Thilo Ruthmann-Schultheis, sounds fresh Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de - Infos/Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://stoerche-minden-luebbecke.de/home - Infos/Kontakt Aktionskomitee Weißstörche e.V. mit Link zur StorchenCam https://stoerche-minden-luebbecke.de/fileadmin/user_upload/sonstiges/Radwandern_Storchenroute_Petershagen.pdf - Flyer Storchenroute https://www.teutoburgerwald.de/natur/in-der-natur/tour/storchenroute-petershagen - Storchenroute als Fahrradtour https://www.komoot.com/de-de/smarttour/e72224622/storchenroute-von-petershagen-bis-schluesselburg-und-zurueck - Storchenroute komoot https://petrasolara.de/ - Infos und Fahrplan Weserfähre Petra Solara (Fährverein Hävern – Windheim e.v.) https://www.petershagen.de/Stadtmarketing/ Infos Stadtleben und Umgebung
32 Minuten
Wie er ausgesprochen wird, das weiß der Kuckuck. Und in Kleve am Niederhein wissen es natürlich auch alle. Schließlich ist kein anderer Künstlername so eng mit der Stadt verbunden wie seiner: Barend Cornelis Koekkoek. Wenn Sie möchten, dürfen Sie auch B.C. sagen. Schon zu Lebzeiten (1803-1862) war der Niederländer ein Star, wurde als „Prinz der Landschaftsmalerei“ verehrt. Echte Könige waren seine Stammkunden. Und damals wie heute schwärmen die Menschen: In diese Gemälde möchte man am liebsten hineinlaufen. Machen wir!!! In dieser Förderbande-Folge spazieren wir durch die „Große Waldlandschaft“, ein Meisterwerk der Romantik, und wir besuchen das strahlend schöne B. C. Koekkoek-Haus. Es wurde zweieinhalb Jahre saniert und ist endlich wieder eröffnet. Wobei... der Begriff „Haus“ ist ziemlich untertrieben. Der Maler hat es auf dem Höhepunkt seiner Karriere in Kleve bauen lassen. Und schon auf den ersten Blick wird klar: Erfolg verleiht Flüüüüüügel. „Das Palais könnte in Florenz stehen. Das ist italienische Grandezza am Niederrhein“, schwärmt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, seit 1997 Eigentümerin des einzigartigen Künstlerhauses. Die Nutzung wurde damals gleich an die Klever Bürgerinnen und Bürger weitergereicht, die sich ehrenamtlich im „Museum für Romantik“ engagieren. Beppi und Gerard zum Beispiel, Landsleute von B.C.Koekkoek, die die „niederländische Seele“ im Hause spüren lassen. Gezellig een dagje uit? Dann Koekkoek doch mal! Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Ursula Geisselbrecht-Capecki, künstlerische Leiterin des B.C. Koekkoek-Hauses Im Koekkoek-Haus: Wilfried Röth, Vorstandsvorsitzender der „Freunde Klever Museen“ Beppi und Gerard van Kessel, ehrenamtliches Helferpaar Barend und Werner van Ackeren, Architekten NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Produktion: Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio Website des Koekkoek-Hauses: https://www.koekkoek-haus.de Kurzfilm: „Romantik am Niederrhein - Das Museum B. C. Koekkoek-Haus in Kleve“: https://vimeo.com/1134190009 Literatur: Ursula Geisselbrecht, Guido de Wird: „B.C.Koekkoek-Haus – Kleve“ Aus der Reihe „Künstlerhäuser in NRW“, erschienen im Wienand-Verlag Mehr Infos zur NRW-Stiftung: https://www.nrw-stiftung.de
31 Minuten
Es ist eigentlich klar, dass die Eiszeit ihre Spuren im Land hinterlassen hat, aber dass sie uns mit einem quicklebendigen Hotspot der Artenvielfalt grüßt und dabei sogar zum einschneidenden Erlebnis werden kann, ist vielleicht doch überraschend. Kurzer geographischer und historischer Überblick: Wenn man die Orte Geldern, Kapellen und Issum am Niederrhein auf der Landkarte anguckt, ergeben sie ein Dreieck. Mittendrin schlängelt sich die Issumer Fleuth durchs Land, ein schmaler Fluss, der in „nacheiszeitlichen“ Rinnen fließt. Das heißt: hier hat der Rhein vor Urzeiten Wasser- und Steinmassen durchs Land geschoben und dabei ein Muster in der Landschaft hinterlassen. Im Lauf der Zeit sind darin Gewässer und Niedermoore entstanden und mit ihnen eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Das, was davon heute noch übrig ist, sind die Fleuthkuhlen, Feuchtgebiete von ungeahnter Schönheit. Dass die nicht vertrocknen, ist wiederum der Issumer Fleuth zu verdanken, darum wird sie auch das Rückgrat der Region genannt. Durch intensive Landwirtschaft und Entwässerungen drohte dieses seltene System zu kippen und vermutlich wäre heute nicht mehr viel übrig, wenn nicht eine Gruppe engagierter Leute schon in den frühen 1990ern gesagt hätte: Hier ist Handlungsbedarf. Mit Hilfe der NRW-Stiftung werden Flächen gekauft und unter Schutz gestellt. Die Pflege dieser Flächen liegt beim Naturschutzzentrum Gelderland. Was das genau heißt, warum man bei der Arbeit auch ein Heiligtum mit nassen Füßen betritt und was dabei zum einschneidenden Erlebnis werden kann, das hören Sie in dieser Podcastfolge. Host: Marija Bakker Studiogast: Monika Hertel, NABU-Kreisverband Kleve NRW-Stiftung: Alexander Kappes, Abteilung Naturschutz Vor Ort: Stefan Wallney, Geschäftsführer NABU-Naturschutzzentrum Gelderland Michael Papenkort, ehrenamtlicher Mitarbeiter Produktion: Arnold Kaup, sounds fresh Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://www.nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/einrichtungen/gelderland/index.html Infos und Kontakt NABU-Naturschutzzentrum Gelderland
32 Minuten
Kopiert haben die Menschen immer schon, aber noch nie waren sie darin so effizient, so schnell wie heute. In der digitalen Textverarbeitung sind es nur wenige Klicks um seitenweise zu duplizieren. Der Weg dahin war allerdings lang und wäre ohne die Erfindung der Fotokopie kaum möglich gewesen. Was viele nicht wissen: Eine wichtige Fotokopiertechnik kommt aus dem Rheinland und ist der Chemikerin Edith Weyde zu verdanken: die sogenannte Blitzkopie, oder auch Copyrapid. So dröge und technisch es erst einmal klingen mag – Kopierer haben die Welt verändert. Und zwar nicht nur die der Buchhaltung. Copyshops werden über viele Jahre zu einem Begegnungsort und in der Kunst entsteht ein neues Genre: die Copy-Art. Hier zeigt sich die spielerische, kreative Seite der Technikgeschichte. Im Museum für Fotokopie in Mülheim an der Ruhr lässt sich der Weg der Kopiertechnik und Copy Art nicht nur nachvollziehen, jede und jeder darf auch selbst an die historischen Geräte. Das Museum versteht sich als offene Werkstatt und das passt zum Gesamtsetting, denn es ist eingebettet in das soziokulturelle Kunsthaus „Macroscope e. V.“ Für die NRW-Stiftung ist der Ort wie eine Wundertüte, die echte Schätze bereithält. Darum hat sie gern den Museumsraum mitfinanziert. Also, Deckel hoch, Ohren auf, hier sind echte Kopier-Originale zu entdecken. Host: Marija Bakker Studiogast: Therese Schuleit, freie Kuratorin, Museum für Fotokopie NRW-Stiftung: Gregor Wessel, Heimat- und Kulturpflege Vor Ort: Klaus Urbons, Künstler und Museumsgründer Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Weitere Quellen: Youtube-Video MeyneXOne: https://www.youtube.com/shorts/J-EZRAc5kGg?feature=share WDR-Interview mit Edith Weyde, Sommer 1986, von Paul Patrick Nelles und Patrick Odijk. Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen https://museum-fotokopie.de M.F.F. – Museum für Fotokopie – jeden Donnerstag 16:00-19:00 Uhr geöffnet, Kontaktmöglichkeiten für Führungen, Kopierführerschein etc. auf der Homepage https://www.makroscope.eu Makroscope – Webseite des soziokulturellen Kunsthauses
32 Minuten
1980 in Warendorf: Etliche historische Häuser sind in desolatem Zustand. Kaum jemand interessiert sich für sie, also könnten die Gebäude aus dem 17. oder 18. Jahrhundert doch auch einfach weg? Platz schaffen für eine schöne breite Straße, damit der Autoverkehr gut fließt! Die Logik ist zeitgemäß, doch es regt sich Widerstand. Die Altstadtfreunde Warendorf treten auf den Plan und sorgen nicht nur für einen Sinneswandel in der Stadtgesellschaft, sie befreien auch wunderschöne Fachwerkfassaden aus dem Dornröschenschlaf, und entwickeln ein Konzept, das den Bürgerinnen und Bürgern die historischen Schätze ihrer Stadt ganz neu zugänglich macht: ein Museum, in dem man hinter die Fassaden schauen und authentische Räume erleben kann. Orte, an denen Menschen schon vor Jahrhunderten gelebt und Spuren hinterlassen haben. Wer zum Beispiel das Gadem betritt, ein kleines Arbeiterhäuschen am Rand der Altstadt, steht mitten im Leben zweier sehr armer Familien im Jahr 1925. Jeder Gegenstand hier fügt sich historisch und atmosphärisch ein, erzählt aber auch vom Engagement und vom Fachwissen, das durch die Altstadtfreunde Warendorf mit eingezogen ist. Das gilt auch für das klassizistische Bürgerhaus, wenige Straßen weiter, wo eine Bildtapete aus dem 19. Jahrhundert ihre wundersame Geschichte erzählt, wo aber auch Konzerte stattfinden und zum geselligen Treffpunkt werden. Besonders auffallend aber: Wann immer man Altstadtfreunde trifft, bekommt man Altstadtfreude zu spüren. Die NRW-Stiftung hat sich schon früh begeistern lassen für die vielen guten Ideen und im Lauf der Jahrzehnte diverse Projekte mitfinanziert. Völlig klar, dass diese Geschichte weitergeht, sie ist einfach gut. Host: Marija Bakker Studiogast: Cristina Costas, Altstadtfreunde Warendorf e. V. NRW-Stiftung: Mona Wehling, Heimat- und Kulturpflege In Warendorf: Alfred Smieszchala, Laurenz Sandmann, Bettina Sallermann, Altstadtfreunde Warendorf e. V. Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: Infos zu allen Orten des dezentralen Stadtmuseums Warendorf und zur Arbeit des Vereins https://www.altstadtfreunde-warendorf.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner https://www.nrw-stiftung.de Direkt zum Förderprojekt https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/dezentrales-stadtmuseum-in-warendorf.html
32 Minuten
Auf dem Münsterplatz in Bonn (und nicht nur da) steht er ja auf einem ziemlich hohen Sockel: Ludwig van Beethoven, legendärer Komponist, Musik-Ikone und berühmtester Sohn der Stadt. Klassik-Fans aus der ganzen Welt pilgern zum Beethoven-Haus, wo er im Dezember 1770 geboren wurde. Aber die Ausstellung dort holt das Genie auf sympathische Weise vom Sockel runter, zeigt ihn auf Augenhöhe – als Mensch. Ludwig van Beethoven liebte es zum Beispiel, seinen Freunden Geschenke zu machen. Jaja, auch Freundinnen... Das Geschenk „Für Elise“ ist ein Klassiker. Aber Beethoven verschenkte beispielsweise auch das Originalmanuskript des 4. Satzes seines Streichquartetts Opus 130, „Alla danza tedesca“. Der Violinist und Vertraute Karl Holz erhielt die Notenblätter wohl zum Dank dafür, dass er bei den Druckvorbereitungen so sorgfältig Korrektur gelesen hatte. Und das war echt nötig. Beethoven hat nämlich immer wieder Noten gestrichen und korrigiert. Es war eben nicht immer auf Anhieb genial, was der große Komponist so zu Papier brachte. Wieso Beethoven seine Werke sogar „rasiert“ hat, was die Originalhandschriften für die Musikforschung bedeuten und wie der „letzte Tanz“ von Beethoven 2025 weltweit für Schlagzeilen sorgte, das erzählt – Tatatataaaa !!! – diese Förderbande-Folge. Da ist dieses Mal reichlich Musik drin und natürlich auch die NRW-Stiftung. „Wie wir sie nicht anders kennen“, freut sich NRW-Kulturministerin Ina Brandes. Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Malte C. Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses Vor Ort: Dr. Nicole Kämpken, Leiterin des Museums im Beethoven-Haus Dr. Julia Ronge, Kustodin des Beethoven-Hauses Beim Festakt: Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW NRW-Stiftung: Gregor Wessel Wir danken dem Beethoven-Haus für die freundliche Zurverfügungstellung der ausgewählten Musik-Zitate aus dem Mediaguide sowie aus dem Klangraum des Museums, sowie der Linon Medien KG für den O-Ton „Beethoven als Teenager“. Musikzitat aus dem Festakt: Das Avada String Quartet mit dem Quartett B-Dur, op. 130, 4. Satz „Alla danza tedesca“, Ludwig van Beethoven. Produktion: Joschka Arenz, sounds fresh Tonstudio Website des Beethoven-Hauses Bonn: www.beethoven.de Link zum Festakt anlässlich des Sammlungserwerbs am 7.1.2025: https://youtu.be/FrwVaxADW8Q Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de
32 Minuten
„Wir leben auf einem Planeten, der sich dreht. Die Hälfte der Zeit ist es hell und die andere Hälfte ist es dunkel. Und das Leben hat sich in 3,7 Milliarden Jahren entsprechend entwickelt und auch daran angepasst“ (Harald Bardenhagen, Initiator des Sternenparks Eifel). Die Dunkelheit hat ein Imageproblem. Sie ist die Schattenseite, steht eher für Angst und Bedrohung als für Aufbruch und Lebendigkeit. Dabei ist die Dunkelheit genauso wichtig für die Natur und unser Wohlbefinden wie das Licht. Mehr noch: Ohne Dunkelheit können wir manches Licht gar nicht sehen – das der Sterne zum Beispiel. Am Vogelsang IP, dem Internationalen Platz im Nationalpark Eifel, führt der Astronom Harald Bardenhagen eine eigene Sternwarte und setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz des Nachthimmels ein. Dank seines überzeugenden Engagements treten inzwischen 21 Kommunen in der Region aktiv gegen Lichtverschmutzung an. Das Motto: „Licht aus – Himmel an“. Damit hat die Eifel ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dass die Mission ein solcher Erfolg geworden ist, hat auch damit zu tun, dass Harald Bardenhagen sich früh Verbündete gesucht hat. Der Verein Naturpark Nordeifel ist seit 2011 dabei und konnte auch die NRW-Stiftung schnell von der Idee überzeugen. Sie hat die große Informationskampagne gleich am Anfang unterstützt, eine Initialzündung. Seit 2014 trägt die Region den Titel Internationaler Sternenpark Nationalpark Eifel. Inzwischen gehören auch zehn Sternenblicke dazu, ausgewählte Orte, an denen man den Sternenhimmel beobachten und auch Sternenführungen buchen kann. Es gibt Sternen-Guides, Sternengastgeber und jede Menge Sternstunden. Marija Bakker ist losgezogen, um das Funkeln im Dunkeln für die Förderbande einzufangen. Host: Marija Bakker Studiogast: Harald Bardenhagen, Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ NRW-Stiftung: Thilo Kötters im Sternenpark: Dominik Hosters, Naturpark Nordeifel, e. V. Susanne und Rainer Kuhl, Sternengastgeber Michaela Wüller, Sternen-Guide Produktion Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner https://www.sterne-ohne-grenzen.de/ Astronomie-Werkstatt von Harald Bardenhagen https://www.naturpark-eifel.de/de/untermsternenzelt/ Die Sternenseiten des Naturpark Nordeifel e. V. https://www.nationalpark-eifel.de/de/nationalpark-erleben/sternenpark/ Alle Infos rund um den Internationalen Sternenpark Nordpark Eifel https://www.erlebnis-region.de/sternenlandschaft/sternenfuehrungen/offene-sternenfuehrungen Direkter Link zu den offenen Sternenführungen https://www.sternenregion-eifel.de/ Infos zum Projekt Sternenregion (Harald Bardenhagen) https://sternengarten-eifel.de/ Infos zu Haus und Sternengarten von Rainer und Susanne Kuhl
30 Minuten
Sie suchen das Gleis 9 ¾? Den Zug nach Hogwarts? Wenn es dafür einen Abfahrtsort in Nordrhein-Westfalen gibt, dann liegt er am Stadtrand von Gütersloh. Schon von fern hört man Lokomotiven pfeifen, Waggons über Gleise rattern und findet einen kleinen Bahnhof in freundlicher Zeitreise-Kulisse. Glänzend polierte Dampfloks zischen ihr „startklar“, ein Mann in blauer Bahnuniform ruft zur Abfahrt und los geht‘s… Dieser Teil der Geschichte beginnt in den frühen 1970er Jahren, als ein paar Freunde und Eisenbahnfans eine historische Lok kaufen, sie in Eigenarbeit restaurieren und funktionstüchtig machen. Fahren soll sie schließlich auch, also verlegt man kurzerhand Schienen und schafft ein Areal, auf dem mehrere Stationen angefahren werden, inklusive Gleiswechsel und Rangiermanöver. Hier rollen Denkmäler! Der Verein Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V. entwickelt den Ort im Lauf der Jahre zu einem beliebten Ausflugsziel in der Region. An Fahrtagen ist richtig Dampf im Kessel. Gäste erleben mit allen Sinnen, wie eine historische Dampflok funktioniert und wie Menschen vor 100 Jahren gereist sind. Dem Verein ist wichtig, auch Geschichte zu vermitteln. Die Dampf-Kleinbahn war – gerade im ländlichen Raum – die Mobilität für Mensch und Material. Sie hat die Region verändert. Klar, dass die NRW-Stiftung da gerne einsteigt und selbst eine Schippe drauflegt, damit dieses besondere Engagement weiterläuft. Host: Marija Bakker Studiogast: Ole Lebek, Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V. Gregor Wessel, NRW-Stiftung, Abteilung Heimat- und Kulturpflege Am Gleis: Jessica Schwanke, Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V. Hajo Müller, Nikolas Johannknecht, Marcel Steinmann (Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V.) Produktion: Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio Weiterführende Links: https://www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. https://www.dkbm.de Vereinsseite mit Infos zu Lokomotiven, Standort, Geschichte und Fahrplan. Außerhalb der Betriebstage sind auch Sonderfahrten buchbar. Nikolausfahrten 2025: 29.+ 30. November 2025 06.+ 07. Dezember 2025 (Anmeldungen ab 06. Oktober online möglich)
31 Minuten
Zuerst gibt‘s Handschuhe für alle, nicht nur für den Torwart. Und eine Weile später: verschwitzte Trikots, mal ganz ohne Laufarbeit. Denn beim VfR Sölde muss ausnahmsweise nicht das Runde ins Eckige, sondern ein Apfelbäumchen in die Erde. Die Kids der F- und G-Jugend schaufeln unter Anleitung emsig mit. „Wir wollen der Natur ein bisschen was zurückgeben“, erklärt ihnen Alex Lange vom Jugendvorstand des Fußballvereins. Hier im Dortmunder Osten lernt der Nachwuchs nicht nur Dribbeln, Passspiel und die Abseitsregel, sondern auch Naturschutz und Nachhaltigkeit. „Klima ist unser Heimspiel“, lautet das Motto des VfR Sölde, der sich schon vor Jahren einem gründlichen Öko-Check unterzogen hat. Seither zählt neben Torbilanzen auch die Energieeffizienz, blüht neben dem Kunstrasen inzwischen eine Wildblumenwiese, stehen neben dem Vereinsheim auch Insekten- und Igelhotels auf dem Gelände „Am Rosengarten“. Und wer hält den Ball dabei am Laufen? Auf‘m Platz und nebenan? Ein riesiges Team Ehrenamtlicher, darunter viele Eltern, die beim Training und auch an den Helfertagen tatkräftig mitwirken. „Bei uns spielt der VfR Sölde schon mal in der 1. Liga“, schwärmt Stefan Ast, der auch andere Sportvereine dazu einlädt, sich bei Naturschutzprojekten gern die Unterstützung bei der NRW-Stiftung zu holen. Unsere neue Podcast-Folge holt Euch dank Siggi Müller sogar in den „Dschungel“. Host: Cornelia Wegerhoff Studiogast: Michael Peschke, 1. Vorsitzender des VfR Sölde Auf’m Platz und daneben: Siggi Müller, VfR Sölde Projektleitung „Klima ist unser Heimspiel“, Alex Lange, VfR Sölde Jugendvorstand, Kinder von F1 und G1 des VfR Sölde, Kinder und Betreuerinnen des Familienzentrums „Hand in Hand“, Sölde NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer Produktion: Arnold Kaup, sounds fresh Tonstudio Website des Vereins: www.vfr-soelde.de Projektbeschreibung und Kurzfilm auf dem Engagement-Portal des Landes Nordrhein-Westfalen: www.engagiert-in-nrw.de/vfr-soelde Mehr Infos zur NRW-Stiftung: www.nrw-stiftung.de
30 Minuten
Die Kulissen ähneln sich und sind doch sehr verschieden. Freilichtbühnen können mitten im Wald liegen oder im Steinbruch, vor Burgruinen oder Industrieanlagen, direkt am See oder am Marktplatz im Ort. Eines haben alle gemeinsam: Nach oben sind sie offen. Die direkte Umgebung ist immer Teil der Kulisse – genau wie das Wetter. Und das bedeutet einiges an Herausforderungen, und zwar nicht nur während des Stücks… Die NRW-Stiftung unterstützt seit vielen Jahren schon Freilichtbühnen im Land, weil sie „kulturelles Engagement par excellence sind“, wie Gregor Wessel von der Abteilung Heimat- und Kulturpflege sagt. Oft stehen die Vereine aber vor der Frage, wo und wie können wir Requisite, Kostüme, Technik, Maske, Umkleiden – und natürlich unsere Schauspielerinnen und Schauspieler wetterfest unterbringen? Was tun, wenn klimabedingte Starkregen zunehmend die Bühne abtragen und die ganze Szenerie verrutscht, inklusive Bühnenbild? In dieser Förderbande-Folge sind wir zu Besuch im FreilichtWanderTheater Alfter im Rheinland und an der Münsterländischen Freilichtbühne Greven-Reckenfeld. Bei den einen zieht der Zauberer von Oz gerade in eine neues Bühnengebäude, bei den anderen ist es der Liebeszauber aus Shakespeares Sommernachtstraum, der durch die Kulisse spukt. Beide Ensembles aber strahlen eine Anziehungskraft, fast schon Magie aus, die sich nur durch die besondere und einladende Gemeinschaft erklären lässt, die hier gelebt wird. Auf der Bühne, für die Bühne und vor allem hinter der Bühne. Host: Marija Bakker Studiogast: Gregor Wessel, NRW-Stiftung Rund um die Bühnen: Neele Niepel, Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e. V., sowie diverse Ensemblemitglieder Thomas Lehnen und Jörg Unterkofler, Freilichtbühne Alfter e. V. Produktion: Thilo Ruthmann-Schultheis, sounds fresh tonstudio Weiterführende Links: www.nrw-stiftung.de Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare und Ansprechpartner/innen. https://www.fbalfter.de Infos zum Verein und den theaterpädagogischen Angeboten, Spieltermine und Online-Tickets für das FreilichtWanderTheater Alfter https://www.reckenfeld-freilichtbuehne.de Infos zum Verein und den aktuellen Stücken, Termine und Online-Tickets für die Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld