Podcaster
Episoden
01.04.2026
1 Stunde 1 Minute
Heute sind Enno und Sebastian nicht allein, sondern gleich zu fünft im virtuellen Raum. Sie widmen sich einem der spannendsten Themen der systemischen Therapie: dem Mehrpersonensetting – und das so praxisnah wie noch nie!
Eine echte Familiensitzung wird reflektiert aus drei völlig unterschiedlichen Perspektiven:
Marie teilt ihre Erfahrung als Klientin, wie es war, die eigene Herkunftsfamilie einzuladen, um ein nicht ganz einfaches, schon seit der Kindheit bestehendes Thema anzusprechen.
Oft herrscht die Angst, dass eine Sitzung mit der ganzen Familie zu komplex und unübersichtlich wird. Die Therapeutin Lina stellt jedoch fest, dass das Gegenteil der Fall ist: Beziehungen werden fassbarer. Anstatt nur abstrakt über abwesende Personen und hypothetische Dynamiken zu sprechen, sind diese real im Raum, was es viel leichter macht, Hypothesen zu überprüfen oder zu verwerfen.
Sari (Supervisorin) erläutert die Theorie dahinter. Es wird aufgezeigt, warum die Arbeit an Beziehungen nach dem biopsychosozialen Modell Stresssymptome massiv lindern kann.
Ein starkes Plädoyer für den Mut, den eigenen sozialen Kontext nicht als Problem, sondern als wertvolle Ressource in die Therapie einzubinden.
Wie könnte man therapeutisch in ein Mehrpersonensettings starten?
Leitfaden
Eine echte Familiensitzung wird reflektiert aus drei völlig unterschiedlichen Perspektiven:
Marie teilt ihre Erfahrung als Klientin, wie es war, die eigene Herkunftsfamilie einzuladen, um ein nicht ganz einfaches, schon seit der Kindheit bestehendes Thema anzusprechen.
Oft herrscht die Angst, dass eine Sitzung mit der ganzen Familie zu komplex und unübersichtlich wird. Die Therapeutin Lina stellt jedoch fest, dass das Gegenteil der Fall ist: Beziehungen werden fassbarer. Anstatt nur abstrakt über abwesende Personen und hypothetische Dynamiken zu sprechen, sind diese real im Raum, was es viel leichter macht, Hypothesen zu überprüfen oder zu verwerfen.
Sari (Supervisorin) erläutert die Theorie dahinter. Es wird aufgezeigt, warum die Arbeit an Beziehungen nach dem biopsychosozialen Modell Stresssymptome massiv lindern kann.
Ein starkes Plädoyer für den Mut, den eigenen sozialen Kontext nicht als Problem, sondern als wertvolle Ressource in die Therapie einzubinden.
Wie könnte man therapeutisch in ein Mehrpersonensettings starten?
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01.03.2026
53 Minuten
In dieser Folge sitzen Sebastian und Enno (diesmal live!) zusammen mit der systemischen Psychotherapeutin Elena Mayninger aus Neckargmünd am Mikrofon. Elena teilt ihren spannenden Weg von der „Zweck-Ehe“ mit der Verhaltenstherapie hin zur systemischen Kassenzulassung. Sie berichtet, wie sie ihren Praxisalltag nun radikal anders gestaltet: Warum sie Termine oft nur alle 3 bis 4 Wochen vergibt, wieso Flipcharts bei ihr auf dem Tisch liegen und warum offene Kisten statt geschlossener Schubladen ihren Raum prägen. Ein inspirierendes Gespräch über den Mut zur eigenen therapeutischen Handschrift und Passung, das Mehrpersonensetting und die Kunst, Therapieziele als Bewegungsmoment zu nutzen.
Namen, die in dieser Folge von ihr genannt werden:
Helm Stierlin: Sein Konzept der „bezogenen Individuation“ wird von Elena als prägend für ihren fachlichen Weg und ihre Autonomieentwicklung genannt.
Gunther Schmidt: Sein Zitat, dass Ziele nicht dazu da sind, erreicht zu werden, sondern um „in Bewegung zu kommen“, wird als Leitmotiv erwähnt.
Weitere genannte Namen: Arnold Retzer, Ulrich Clement und Fischer wurden als Persönlichkeiten genannt, die Elena in ihrer Ausbildung oder durch ihre Literatur beeinflusst haben.
Namen, die in dieser Folge von ihr genannt werden:
Helm Stierlin: Sein Konzept der „bezogenen Individuation“ wird von Elena als prägend für ihren fachlichen Weg und ihre Autonomieentwicklung genannt.
Gunther Schmidt: Sein Zitat, dass Ziele nicht dazu da sind, erreicht zu werden, sondern um „in Bewegung zu kommen“, wird als Leitmotiv erwähnt.
Weitere genannte Namen: Arnold Retzer, Ulrich Clement und Fischer wurden als Persönlichkeiten genannt, die Elena in ihrer Ausbildung oder durch ihre Literatur beeinflusst haben.
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01.02.2026
59 Minuten
In dieser Folge begrüßen Sebastian und Enno einen echten Pionier der Embodiment-fokussierten Therapie: Dr. Michael Bohne. Er ist der Entwickler von PEP (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie) – einer Methode, die das "Klopfen" entmystifiziert und mit psychodynamischen, systemischen und hypnotherapeutischen Strategien verbindet.
Gemeinsam sprechen sie darüber, warum "Reden allein oft nicht reicht", wie man Lösungsblockaden (die Big Five) löst und warum Humor und eine Haltung von Leichtigkeit und Zuversicht in der Therapie so entscheidend sind. Michael erzählt von seinem Weg vom "schlechten Schüler" zum Facharzt und warum er irgendwann begann, seine Patienten "zu beklopfen". Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie man unbewusste Dynamiken transformiert und den Selbstwert stärkt – nicht wahr, aber nutzbar!
Materialien:
Von Dr. Michael Bohne (Passend zum Podcast-Thema):
Einführung in die Praxis der PEP (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie)
Der Standard für Profis, um die im Podcast besprochene Methode (KKT, Big Five Lösungsblockaden) zu lernen.
Link zum Carl-Auer Verlag
https://www.carl-auer.de/einfuhrung-in-die-praxis-der-energetischen-psychotherapie
Bitte klopfen! Anleitung zur emotionalen Selbsthilfe
Das Buch für Anwender/Klienten. Passt zum Thema "Selbstwirksamkeit" und "Selbsthilfe", das Michael im Podcast betont.
Link zum Carl-Auer Verlag
https://www.carl-auer.de/bitte-klopfen
Klopfen gegen Lampenfieber
Michael erwähnt im Podcast seine Leidenschaft für Auftrittscoaching und Musiker.
https://www.amazon.de/Klopfen-gegen-Lampenfieber-pr%C3%A4sentieren-Energetische/dp/3499623722
Reden reicht nicht!? (Herausgeberband)
Wurde indirekt thematisiert durch den Fokus auf Embodiment statt reiner Kognition.
Link zum Carl-Auer Verlag
https://www.carl-auer.de/reden-reicht-nicht
Im Podcast explizit erwähntes Fremdmaterial:
Anke Nottelmann: "Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen"
Michael erwähnt Anke Nottelmann lobend im Zusammenhang mit PEP bei komplexen Traumafolgestörungen.
Gemeint ist wahrscheinlich: Nottelmann, A. (2022). PEP bei komplexen Traumafolgestörungen.
Peter Fürstenau
Wurde als "Alt-Analytiker" erwähnt, der PEP als "transgenerationalen Loyalitäts-TÜV" bezeichnete.
Gemeinsam sprechen sie darüber, warum "Reden allein oft nicht reicht", wie man Lösungsblockaden (die Big Five) löst und warum Humor und eine Haltung von Leichtigkeit und Zuversicht in der Therapie so entscheidend sind. Michael erzählt von seinem Weg vom "schlechten Schüler" zum Facharzt und warum er irgendwann begann, seine Patienten "zu beklopfen". Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie man unbewusste Dynamiken transformiert und den Selbstwert stärkt – nicht wahr, aber nutzbar!
Materialien:
Von Dr. Michael Bohne (Passend zum Podcast-Thema):
Einführung in die Praxis der PEP (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie)
Der Standard für Profis, um die im Podcast besprochene Methode (KKT, Big Five Lösungsblockaden) zu lernen.
Link zum Carl-Auer Verlag
https://www.carl-auer.de/einfuhrung-in-die-praxis-der-energetischen-psychotherapie
Bitte klopfen! Anleitung zur emotionalen Selbsthilfe
Das Buch für Anwender/Klienten. Passt zum Thema "Selbstwirksamkeit" und "Selbsthilfe", das Michael im Podcast betont.
Link zum Carl-Auer Verlag
https://www.carl-auer.de/bitte-klopfen
Klopfen gegen Lampenfieber
Michael erwähnt im Podcast seine Leidenschaft für Auftrittscoaching und Musiker.
https://www.amazon.de/Klopfen-gegen-Lampenfieber-pr%C3%A4sentieren-Energetische/dp/3499623722
Reden reicht nicht!? (Herausgeberband)
Wurde indirekt thematisiert durch den Fokus auf Embodiment statt reiner Kognition.
Link zum Carl-Auer Verlag
https://www.carl-auer.de/reden-reicht-nicht
Im Podcast explizit erwähntes Fremdmaterial:
Anke Nottelmann: "Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen"
Michael erwähnt Anke Nottelmann lobend im Zusammenhang mit PEP bei komplexen Traumafolgestörungen.
Gemeint ist wahrscheinlich: Nottelmann, A. (2022). PEP bei komplexen Traumafolgestörungen.
Peter Fürstenau
Wurde als "Alt-Analytiker" erwähnt, der PEP als "transgenerationalen Loyalitäts-TÜV" bezeichnete.
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01.01.2026
55 Minuten
In dieser Folge haben Sebastian und Enno Prof. Eia Asen aus London zu Gast und sprechen mit ihm über die Erweiterung des systemischen Arbeitens durch die Multifamilientherapie (MFT). Im Gespräch wird deutlich, wie Familien in Gruppen von- und miteinander lernen, anstatt jeweils einzeln in der Therapie zu sein. Eia Asen wirft mit den beiden auch einen Blick auf die Entwicklung des systemischen Ansatzes in UK und die besondere Bedeutung der MFT dort. Dabei wird deutlich, dass dieser Ansatz auch eine starke (gesellschafts)politische Dimension hat. Über seine enge Zusammenarbeit mit Peter Fonagy (u.a. im Anna Freud Center in London) spielen für Eia Asen mentalisierungsbasierte Ansätze eine wichtige Rolle für seine Arbeit und gerade auch in der Multifamilientherapie. Das hat u.a. auch zu einer Publikation von Eia und Peter geführt, die das mentalisierungsbasierte Arbeiten in der Systemischen Therapie thematisiert.
Besonders spannend sind konkrete Konzepte zur Multifamilienarbeit in Kooperation mit mehreren Institutionen, z.B. in Schulen, wo Lehrer und Eltern gemeinsam den Kontext für schwieriges Verhalten verändern oder auch die notwendige Transformation in der Zusammenarbeit mit Jugendämtern, weg von primärer Kontrolle hin zu echter Kooperation.
Prof. Dr. Eia Asen ist ein renommierter Psychiater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie ein Pionier der systemischen Therapie. Er gilt international als einer der Begründer der Multifamilientherapie (MFT) und ist eine zentrale Figur in der Weiterentwicklung der mentalisierungsbasierten Therapie (MBT) im systemischen Kontext.
Zu seinen Standardwerken gehören unter anderem:
Praxis der Multifamilientherapie (Eia Asen &Michael Scholz)
Das Grundlagenwerk zur Arbeit mit Familiengruppen.
https://www.carl-auer.de/praxis-der-multifamilientherapie
Mentalisieren in der systemischen Praxis (Eia Asen &Peter Fonagy)
Ein tiefer Einblick in die Theorie und Praxis des Mentalisierens.
https://www.carl-auer.de/mentalisieren-in-der-systemischen-praxis
So gelingt Familie (Eia Asen)
Ein praxisnaher Ratgeber für Eltern und Therapeuten.
https://www.carl-auer.de/so-gelingt-familie
Handbuch Multifamilienarbeit (Eia Asen & MichaelScholz): Enthält spezifische Kapitel zur Umsetzung der MFT in Schulen undKindertagesstätten.
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1045269574
Besonders spannend sind konkrete Konzepte zur Multifamilienarbeit in Kooperation mit mehreren Institutionen, z.B. in Schulen, wo Lehrer und Eltern gemeinsam den Kontext für schwieriges Verhalten verändern oder auch die notwendige Transformation in der Zusammenarbeit mit Jugendämtern, weg von primärer Kontrolle hin zu echter Kooperation.
Prof. Dr. Eia Asen ist ein renommierter Psychiater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie ein Pionier der systemischen Therapie. Er gilt international als einer der Begründer der Multifamilientherapie (MFT) und ist eine zentrale Figur in der Weiterentwicklung der mentalisierungsbasierten Therapie (MBT) im systemischen Kontext.
Zu seinen Standardwerken gehören unter anderem:
Praxis der Multifamilientherapie (Eia Asen &Michael Scholz)
Das Grundlagenwerk zur Arbeit mit Familiengruppen.
https://www.carl-auer.de/praxis-der-multifamilientherapie
Mentalisieren in der systemischen Praxis (Eia Asen &Peter Fonagy)
Ein tiefer Einblick in die Theorie und Praxis des Mentalisierens.
https://www.carl-auer.de/mentalisieren-in-der-systemischen-praxis
So gelingt Familie (Eia Asen)
Ein praxisnaher Ratgeber für Eltern und Therapeuten.
https://www.carl-auer.de/so-gelingt-familie
Handbuch Multifamilienarbeit (Eia Asen & MichaelScholz): Enthält spezifische Kapitel zur Umsetzung der MFT in Schulen undKindertagesstätten.
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1045269574
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01.12.2025
57 Minuten
Wieder geht es in dieser Folge in die Schweiz: Dr. Maja Storch nimmt Sebastian und Enno mit in die Geschichte der Entwicklung des Zürcher Ressourcenmodells (ZRM). Es geht um die Grundlagen dieser konsequenten Ressourcenorientierung und auch ganz persönliche Assoziationen und Einblicke dazu. Wie kann man sich abgrenzen, gleichzeitig nicht schlecht fühlen und eigen Interessen ausreichend berücksichtigen? Welche Rolle spielen dabei unbewusste Prozesse und auch der Körper. Was hat ein "Würmli" damit zu tun und wie lassen sich all diese Ideen und Erkenntnisse auch für eine Systemische Psychotherapie gut nutzen? Neben Antworten auf all diese Fragen ist es ein besonders humorvolles und herzliches Gespräch, dass die Drei miteinander geführt haben. Viel Freude beim reinhören!
Weitere Infos zur Folge:
www.majastorch.de
https://www.hogrefe.com/de/shop/machen-sie-doch-was-sie-wollen-90100.html
https://zrm.ch
Und Anregungen/Fragen und Kritik wie immer gerne an: nwan@gmx.de
Weitere Infos zur Folge:
www.majastorch.de
https://www.hogrefe.com/de/shop/machen-sie-doch-was-sie-wollen-90100.html
https://zrm.ch
Und Anregungen/Fragen und Kritik wie immer gerne an: nwan@gmx.de
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Über diesen Podcast
Sebastian Baumann und Enno Hermans diskutieren praxisbezogen und
immer wieder mit spannenden Gäst:innen über aktuelle Entwicklungen
und Themen der Systemischen Psychotherapie. Einblicke in die
therapeutische Praxis und Auseinandersetzung mit relevanten
Aspekten für die Zielgruppe der Systemischen Psychotherapeut:innen
(auch in Ausbildung). Weitere Infos und Materialien:
www.nwan-podcast.de Kontakt: nwan@gmx.de
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